Einst und Jetzt

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Pfarrkirche Ober St. Veit
Wien, 13. Bezirk

Pfarrkirche 
Wien, 19. Bezirk

Döbling St. Paul:  erbaut 1826-28 nach Plänen von Josef Reininger. Kunsthistoriker charakterisieren die im nachjosephinischen Stil erbaute Kirche als "interessanten Versuch, klassizierende Formen mit einem barocken Zentralraum zu verbinden". 1971/72 hat man die Kirche vom Zierat vergangener Generationen gesäubert und einen wunderschönen Majolikaseitenaltar und Deckenfresken entfernt, damit auf die Gläubigen nur noch der Hochaltar "wirken" kann, vor dem ein kleinerer Volksaltar stand. Dieser Lösung waren die Liturgiker nach 15 Jahren neuerlich überdrüssig und 1988 legte man nochmals Hand an: Der neue Zentralaltar steht nunmehr in der Mitte des Raumes. Ambo und Taufbecken bilden dazu die Brennpunkte einer Ellipse. Die alten Kirchenbänke wurden teils entfernt, teils gedreht. Das Taufbecken hat die Größe eines Kinderschwimmbeckens, damit man die Taufen durch Untertauchen vollziehen kann. Der alte Hochaltar wurde stark verändert und auf die Funktion eines Tabernakelträgers reduziert. Die Pfarrkirche Döbling-St. Paul war seinerzeit einer der besonders umstrittenen "liturgiegerechten Umbauten" Wiens, um den es mittlerweile still geworden ist.  Ob diese "besonderen" Veränderungen auch von besonderen geistlichen Früchten gefolgt waren?

Pfarrkirche Grinzing
Wien, 19. Bezirk

Grinzing - Zum Heiligen Kreuz
Spätgotische, einfache Kirchenanlage, das Langhaus geht unmittelbar in den Chor (Altarraum) mit Fünfachtelschluss über. 1963 wurde der neugotische Altar entfernt, was man mit seinem unrettbar schlechten Zustand begründete. Der Hochaltar wurde durch einen 3,10 m langen marmornen Blockaltar ersetzt, damals noch zur Zelebration "versus orientem" geeignet. 1986 folgte dann die liturgiegerechte Umgestaltung: Aus dem Marmoraltar von 1963 wurde durch Abspalten ein Ambo und ein kleinerer Volksaltar herausgetrennt und durch einen Künstler modern gestaltet. Das Jahr der Entfernung des Kommuniongitters ist nicht mehr rekonstruierbar. Bei aller Problematik des Umbaues ist hier zugute zu halten, dass der zierliche gotische Gesamtcharakter des Kirchleins gewahrt wurde.

Pfarrkirche Maria Hietzing
Wien, 13. Bezirk

 


April 2003

Juni 2003

 

 

Seminarkirche zur Hl. Maria de Mercede - Wien, 9. Bezirk

Der hochbarocke Bau stammt aus 1722/23 nach Plänen des bedeutenden Anton Ospel und dient seit 1914 als Seminarkirche des Wiener Priesterseminars. Im Jahr 1969, zeitgleich mit der Erlassung der Liturgiereform, schritt die Seminarleitung zur Umgestaltung, für die man den bekannten Architekten Prof. Ottokar Uhl engagierte. Die Eingriffe in die alte Substanz hielten sich hier in Grenzen, im Wesentlichen wurde ein Volksaltar vor dem Kommuniongitter aufgestellt. Der schmerzlichste Verlust ist die Abtragung der alten Kirchenbänke, an deren Stelle heute stillose Sesselchen stehen. Eine vor dem rechten Wandpfeiler im Jahr 1970 angebrachte unverkleidete Orgel hat man mittlerweile in der Erkenntnis, dass sie die Raumharmonie massiv stört, nach rechts hinten gerückt. Die Statue des Hl. Augustinus (Rechter Seitenrand des rechten Bildes) konnte daher in der früher verdeckten Mauernische wieder aufgestellt werden.

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