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Der Streit in Ober St. Veit

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Die Grundsatzfrage

Rechtfertigt der nachkonziliare Trend des "Volksaltares" mit Zelebrationsrichtung zum Volk hin die vollständige Ablehnung der alten Zelebrationsrichtung und den anhaltenden rücksichtslosen Umbau alter Kirchen?

 
Wir haben seit den Anfängen der Auseinandersetzung in Wien - Ober St. Veit im Jahr 1989 zu diesem Thema viel zusammengetragen:

Service

Bitte um Mithilfe

Wir bitten Sie, uns Hinweise auf Kirchen, deren Umbau geplant wird oder schon im Gange ist, an unsere Adresse altarraum@A1.net zu senden.
Besonders hilfreich wären auch digitale Photos. Senden Sie diese bitte - wenn möglich -  im Format 1280x960 Pixel als "jpg"-Dateien.
Wir möchten diese Vorgänge möglichst anschaulich veröffentlichen und arbeiten an der weiteren Ausgestaltung dieser Seite!

Sie können sie auch vieles zum Thema auf der Seite der
Initiative Altar - Ober St. Veit  
finden.

 

Der Streit in Ober St. Veit

Am 14. Juni 1989 fasste der Pfarrgemeinderat der Pfarre Ober-St. Veit (Wien, 13. Bezirk) auf Betreiben des damaligen Pfarrers den Beschluss, eine Projektgruppe zwecks Umbau des Altarraumes der aus dem Jahr 1745 stammenden Barockkirche einzusetzen. Die Projektgruppe kam zu keinem einhelligen Ergebnis und löste sich nach einem Jahr auf. Nun begannen Pressuregroups, die allerdings die wohlwollende Duldung des Pfarrers hatten, die Sache in die Hand zu nehmen und im Sinne progressiver Vorstellungen eine möglichst radikale Umbaulösung anzustreben. Dagegen formierte sich ein Aktionskomitee und leistete ernsthaften Widerstand. Dies brachte die Verantwortlichen in Pfarre und Diözese völlig aus dem Konzept, zumal ihnen – offenbar erstmals in Österreich überhaupt – fundierte theologische, liturgiegeschichtliche und denkmalpflegerischer Argumente gegen die Sinnhaftigkeit des "liturgiegerechten Umbauenmüssens nach dem 2. Vatikanum" entgegengehalten wurden. Die weitere Geschichte des Altarraumumbaues in Ober St. Veit verlief sehr konfliktreich und warf genau diejenigen liturgischen Grundfragen in erbarmungsloser Schärfe auf, über die sich die Konzilsdokumente und die Liturgiereform mit eher allgemeinen Formulierungen hinübergerettet hatten. Unter Kardinal Groër wurde der Umbau 1992 abgesagt, unter Kardinal Schönborn ab 1998 wieder aufgenommen. Das personell sehr breit besetzte Aktionskomitee der Anfangszeit hatte sich im Lauf der Jahre auf einen kleineren Kreis reduziert, der ab 2000 als "Initiative Altar" auftrat und einen irreversiblen Altarraumumbau der stilreinen und als Gesamtkunstwerk angelegten Barockkirche Zum Hl. Vitus zu verhindern suchte. Die publizistischen Bemühungen, die Briefe, Vorsprachen, Behördeneingaben dieser Phase sind im historischen Teil dieser Netzseite dokumentiert. Es war vergeblich: Am Sonntag, den 1. Dezember 2002, weihte Kardinal Christoph Schönborn einen weißen, schmucklosen, polierten Steinwürfel zum Volksaltar – eingebettet in genau diejenige veränderte Altarraumkonzeption, die sich die "Liturgieexperten" gewünscht hatten.

In der Pfarre Ober St. Veit bzw. in der Erzdiözese Wien ist die Zeit für Einsichten in dieser Richtung offenbar noch nicht reif. Hier herrscht noch eine Euphorie über nachkonziliare Errungenschaften, die nicht sehen will, dass der Volksaltar kein Dogma ist und dass der landauf-landab angerichtete bauliche Schaden an den alten Kirchen schon so arg ist, dass hier endlich eine Trendwende nötig wäre. Es wurde auch von Kardinal Schönborn öffentlich zugegeben, daß die Umbaufrage in der letzten Zeit fast überall zu heftigen Auseinandersetzungen geführt hat.

Wir blicken auf diese dreizehnjährige Auseinandersetzung, in der wir im Anlassfall vollkommen unterlegen sind, ohne Bitterkeit zurück. Freilich ist unser Verhältnis zur Pfarre und Kirche unserer Kinder- und Jugendzeit gestört, indem wir uns dort nicht mehr einfach beim Herrn geborgen fühlen können, sondern eine "auffällig gewordene Sondergruppe" bilden. Außerdem raubt uns der Blick auf den neuen Steinblock – zumindest derzeit noch – jegliche Andacht, zu frisch ist die Auseinandersetzung noch in uns da.

Auf der menschlichen und auf der sakramentalen Ebene (Hl. Beichte) gab’s für uns manches zu bereinigen – das ist geschehen. Pfarrer Dr. Paul Fetzer war auch seinerseits auf der menschlichen Ebene fair und hat nach seinem "Sieg" nicht triumphiert, sondern den Kontakt mit den Umbaugegnern seiner Pfarre systematisch gesucht. Die Grundsatzfrage bleibt freilich weiterhin aufrecht.

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