Ziele der Initiative

Ehrfurcht vor dem Kirchenraum
Information
Harmonie statt Bruch
Grundsatzdiskussion

Ehrfurcht vor dem Kirchenraum

  • Der Sehnsucht des Menschen nach dem Ort seiner ursprünglichen bzw. endzeitlichen Gemeinschaft mit Gott entspricht das Kirchengebäude, das als "Bild der kommenden Güter" (Johannes von Damaskus) das verlorene Paradies darstellt. Mit dem Eintritt in das Gotteshaus läßt der Mensch die vergängliche Welt hinter sich und begegnet einer anderen Wirklichkeit. Er erwacht wie der Patriarch Jakob aus seinem "Schlaf" und meint: "Wirklich, der Herr ist an diesem Ort! Hier ist nichts Anderes als Gottes Haus und das Tor des Himmels." (Gen 28, 16-17).
  • Schönheit und Harmonie des Kirchenraumes haben eine tiefe theologische Bedeutung. Sie verweisen auf das Paradies und den Himmel  und bedeuten Vollendung.
  • Zerstörte Raumharmonien sind daher theologisch unannehmbar.
    Es geht bei der Erhaltung daher nicht bloß um Ästhetik. Kirchenräume können nicht aufgrund zeitbedingter Neigungen oder Moden beliebig umgebaut werden.
  • Die Forschheit, mit der vielerorts eingegriffen wird, ist erschütternd.
Information
  • Wir verstehen uns als Informationsplattform und als Sprachrohr all jener Gläubigen, die nicht wollen, daß mit einer notwendigen Renovierung automatisch ein zerstörerischer und irreversibler Eingriff in das subtil gestaltete Gefüge des  Altarraumes verbunden wird.

  • Die Gläubigen sollen sich über die kirchlichen Texte ( Konzilstexte, Durchführungsbestimmungen, Einführung ins Meßbuch) informieren können.

Harmonie statt Bruch
  • Wir stehen jeder sinnvollen Renovierung  positiv gegenüber.
  • Wir lehnen jedoch jede Form von Manipulation an unwiederbringlichem Kulturgut ab.
  • Durch den Volksaltar kommt ein zweites Zentrum mit einer baulich und theologisch entgegengesetzten Ausrichtung in den Raum. Das bedeutet unweigerlich Disharmonie, die in großen Kirchenräumen weniger wahrgenommen werden kann. In einem kleinen Kirchenraum ist es unmöglich, sich an dieser Tatsache durch das Ausklügeln auch noch so "verträglicher" Umbauvarianten vorbeizu"schummeln".
  • In vielen Fällen ist ein solcher Umbau bereits im Nachhinein als Fehler erkannt worden und nicht mehr rückgängig zu machen gewesen.
  • Lernen wir also aus den bisherigen Fehlern und zerstören wir nicht  weiterhin Bewahrenswertes.
Grundsatzdiskussion

Wir setzen uns dafür ein, daß ganz grundsätzlich wieder darüber gesprochen werden kann, ob wirklich jede Kirche umgebaut werden muß. Diese Frage wird immer noch nicht zugelassen. Es wird nur diskutiert, wie man umbaut und man setzt eine angebliche Umbaunotwendigkeit kritiklos voraus.

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