ANFANGSZEIT DER FIRMA KLEINBAHN

 

Am Anfang war die Meisterprüfung - gleich nach dem Krieg, nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft, etwa 1946.

Dann kam der Gewerbeschein.

Und schon konnte in einem kleinen Kabinett munter produziert werden: Schiffe und Flugzeuge aus Holz waren damals die Hauptsache.

Man muss sich das heute wirklich bildhaft vorstellen: auf 10 oder 12m˛, das ist etwa so viel wie ein kleines Kinderzimmer, musste geschnitten, gehobelt, geschliffen, geleimt, gelagert, lackiert, gezeichnet, gerechnet,..... werden!

Vieles wurde ohnedies in reiner Handarbeit erledigt, und wo Maschinen vorhanden waren, hatten sie niemals die Standards von heute - Absaugvorrichtungen waren damals noch kaum bekannt!

Man stelle sich vor: ein Mitarbeiter an der Schleifmaschine, der andere lackiert daneben; der Staub, der Geruch von Lack und Lösungsmitteln........ (aber das würde ohnedies NIEMAND machen, gleichzeitig zu schleifen und zu lackieren. Doch selbst wenn man diese Arbeiten nacheinander ausführt und dazwischen noch so gründlich putzt, wischt,... bleibt immer eine Menge Staub und Dunst in der Luft "hängen").

Das erste "KLEIN" - Geschäft war am Währinger Gürtel.

Als der Hausherr bei einem Besuch diese Enge sah (damals war es noch üblich, dass der Hausbesitzer oder Hausherr am Monatsersten von Wohnung zu Wohnung ging, um persönlich die Miete zu kassieren, sich nach dem Wohlbefinden zu erkundigen, etwaige Schäden zu besichtigen, ein Glaserl zu trinken...), stellte er sofort ein "Lokal" zur Verfügung:

18m˛ groß, allerdings so hoch, dass man darin eine Zwischendecke einziehen und den Platz dadurch quasi verdoppeln konnte. Dieses Lokal war am Schottenring, aber nicht an der heutigen Adresse, sondern gleich um die Ecke, in der Börsegasse - Fabrik, Büro, Lager,... in einem!

Und eines Tages bekam der junge Erich Klein ( Konstrukteur, Produzent, Hilfsarbeiter, Putzfrau, Händler, Buchhalter, Vertreter, Lieferant,... in

einem,) bei der Auslieferung einiger Schiffe und Flugzeuge bei der Firma Hilpert vom damaligen Chef des Hauses eine Schachtel mit einer kleinen Modelleisenbahn unter die Nase gehalten mit den Worten: "Schauen Sie, Herr Klein, DAS müssten Sie produzieren."

Auf der Frühlingsmesse 1947 wurde die erste KLEINBAHN - Modelleisenbahn vorgestellt.