MOTOREN EINST UND HEUTE

Das Motor - Getriebekonzept, welches Ing. Göls in der Zeitschrift "Eisenbahn" 1948 vorstellte, wurde fast unverändert auch bei Kleinbahn und Liliput angewendet

(Wehrmachtsmotor, Schnecke aus dem Telefon - Zählwerk, Schneckenrad, Schwungmasse)

Der "Wehrmachtsmotor" (aus Beständen der deutschen Wehrmacht - in EINEM "Kommandogerät 40" der Fliegerabwehr werkten 36 solcher Motoren) war ein "Trommelkollektor" - Motor, doppelt kugelgelagert, 9polig!

GENAU DIESES von Karl Göls sogar in der Fachzeitschrift "Eisenbahn" veröffentlichte Konzept wird heute weltweit bei den meisten Modellbahnfirmen angewendet: Trommelkollektor - Motor, Schwungmasse, Schnecke mit Schneckenrad!!!

War das Motor - Getriebe - Konzept bei Göls seiner Zeit voraus, so war die Kraftübertragung von Achse zu Achse mittels Stahl - Ringfedern eher problematisch - die Federn leierten leicht aus, es kam zu großen Zugkraftverlusten, der Aufbau mit Rillenscheiben und Ringfedern hatte auch immer einen großen Reibungswiderstand.

Erich KLEIN perfektionierte dieses System, wählte zur Kraftübertragung jedoch Zahnräder - aufgrund der damaligen Materialknappheit manchmal in Alu, manchmal in Messing - und zwar teilweise in aufwändiger Konstruktion: Stahlachsen in Bronze - Buchsen in Messinglagern! Diese Konstruktion war absolut unverwüstlich, versucht man, eine dieser alten Maschinen zum Fahren zu bringen, gelingt das meist sofort!

Zahnräder hatten übrigens ALLE Lokomotiven, auch die Dampfloks mit Stangenantrieb!

Während KLEIN von diesem Konzept später weg ging (brachten die damals ziemlich teuren Loks zu wenig wirtschaftlichen Erfolg?) und sich mit seinem Motor an Märklin und Fleischmann orientierte ("Scheibenkollektor" - bei Kleinbahn allerdings immer mit Schnecke und Schneckenrad, während bei Mä und Flm lange Zeit eine einfache Stirnradübersetzung gewählt wurde),

gab es bei Liliput, nach einigen Versuchen in den Fünfziger Jahren, bald einen eigenen Trommelkollektor - Motor, Schnecke - Schneckenrad, der sich aufgrund seiner Bauweise (länger, aber deutlich schmäler) besser für den Eisenbahn - Modellbau eignet. Auch Roco setzte von Anfang an auf den Trommelkollektor, anfangs ohne Schwungmasse, die aber heute selbstverständlich ist.