102.) Hochkönig (2941m) vom 17. bis 19. Juni 1996 bei Mühlbach/Sbg

 

Am Hochkönig

Die Übergossene Alm

17. Juni: Mit dem Auto fahre ich auf den Dientner Sattel (1342m). Um 11:35 gehe ich am Sattel weg, über eine Forststraße hinauf zur Erichhütte (1546m). Von 12 Uhr bis 12:15 mache ich eine kurze Rast. Ich rede mit dem Hüttenwirt über den Weg. Er sagt mir, dass zur Zeit unbedingt Steigeisen erforderlich sind, denn oben sind noch recht viele harte und steile Schneefelder. Ich gehe um 12:15 trotzdem bei der Hütte weg und denke mir, dass ich ja jederzeit umkehren kann. Ich gehe relativ steil hinauf, rechts an der Taghaube vorbei, bis ich um 13:30 am Sattel bin. Eine Markierung am Stein zeigt eine Seehöhe von 2283m an. Es hat etwa 13°C. Hier führt der Weg über ein hartes Schneefeld steil den Kamin hinunter. Es gibt zwar eine Seilsicherung im Kamin, aber wenn ich so hinüber sehe wie der weitere Weg über steile Schneefelder verläuft, dann denke ich mir es ist besser jetzt umzudrehen als später.

2941m Direkt am Gipfel auf 2941m
Das Tennengebirge Der Hochkönig Das Matras Haus

Mit Trekkingschuhen auf den Gipfel zu gehen wäre hier wirklich zu riskant. Außerdem, so denke ich mir, möchte ich am 11. August lieber Vater werden als hier abzustürzen. Ich mache eine ausgiebige Rast und genieße den herrlichen Sonnenschein. Von 15 bis 15:45 gehe ich wieder hinunter zur Erichhütte. Bei der Hütte genieße ich gutes Wieninger Hefeweizen um ÖS 36,- und dazu gibt es als Bergsteigeressen Speck mit Ei.

Der Blick zum Watzmann (2713m)

Die Übergossene Alm

18. Juni: Von 7:15 bis 7:30 gehe ich von der Erichhütte wieder hinunter zum Dientner Sattel. Mit dem Auto fahre ich dann nach Mühlbach hinunter und wieder hinauf zum Arthur Haus (1502m). Von 8 Uhr bis 8:30 gehe ich hinauf zur Mitterfeld Alm (1670m). Das Wetter ist wunderschön. Weil ich von der Hüttenwirtin erfahre, dass das Matras Haus am Hochkönig noch nicht bewirtschaftet ist, packe ich mir noch 2 Flaschen Bier in den Rucksack ein und marschiere um 8:45 los. Der Weg Nr. 430 ist sehr schön angelegt. Es geht immer schön bergauf, nicht zu steil und nicht zu flach. Um 9:45 bin ich auf 2100m und um 10:15 schon auf 2350m. Jetzt geht es an der Torsäule, ein beeindruckender Kletterberg, vorbei und um 10:45 bin ich auf eine Seehöhe von 2550m. Ich mache eine ¼ Stunde Pause, verspeise 2 Müsliriegel und marschiere gestärkt weiter. Nach einem doch recht langen "Hatscher" über die übergossene Alm, komme ich um 12:30 am Matras Haus (2941m) an. Das Wetter ist jetzt nicht mehr so gut - es sieht nach Gewitter aus. Ich überlege ob ich bei solchen Wetteraussichten im Winterraum schlafen soll oder nicht. Als dann ein recht durstig aussehender Holländer zur Hütte heraufkommt, teile ich mit ihm meine 2 Bier und beschließe wieder zur Mitterfeld Alm hinunter zu gehen. Von 14:15 bis 16:30 gehe ich dann ganz schön flott zur Alm hinunter. Das Wetter sieht jetzt besser aus und ich bereue nicht am Gipfel geblieben zu sein. In der Nacht jedoch hatte es einen fürchterlichen Windsturm und ein gewaltiges Gewitter und ich war sehr froh, auf der Mitterfeld Alm zu sein und nicht am Hochkönig. Die Mitterfeldalm ist eine private Hütte. Eine Nächtigung im Lager kostet hier ÖS 110,- und ein Bier ÖS 31,- .

19. Juni: Das Wetter sieht am Morgen im allgemeinen nicht so schlecht aus, über dem Tennengebirge, wo ich die nächsten zwei Tage noch hin wollte, sind jedoch schwarze Gewitterwolken. Von 7:30 bis 8 Uhr gehe ich wieder hinunter zum Arthur Haus und fahre dann, weil es in Bischofshofen ganz schön regnet auch gleich nach Hause.

 


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