120.) Nachtaufstieg zum Gr. Priel (2515m) am 20. u. 21. Oktober 2000

(mit Felix Schwarzgruber)

2515m

Am Gipfel

Am 20. Okt. gehen wir um 20:45 bei der Materialseilbahn (640m) weg. Wir sind mit dem Auto in die Polsterlucke gefahren und riskieren eine Organstrafverfügung, um eventuell bis 22 Uhr das Prielschutzhaus zu erreichen. Wir kommen mit unseren Stirn- und Taschenlampen gut voran. Das Wetter ist ideal zum Wandern. Eine angenehme, kühle Brise Wind erleichtert uns das Gehen. Um 21:45 sind wir beim "Au Weh" Bankerl und doch etwas später als erwartet erreichen wir um 22:20 das Prielschutzhaus (1422m). Wir genießen eine kleine Jause und ein Bier, denn wir haben Glück weil jetzt die Hüttenruhe erst um 23 Uhr ist. Um 23:20 geht’s von der Hütte weiter aufwärts. Den Weg zu finden ist kein Problem, da uns auch der Mond ein wenig leuchtet. Immer wieder sagen wir, es könnte am Tag nicht angenehmer sein zu gehen als jetzt in der Nacht. Weiter oben im Kessel verlieren wir dann doch die Wegmarkierung. Dies ist aber kein Problem, da es ja nur eine Möglichkeit gibt zur Brotfallscharte zu gelangen und diese hebt sich vom Nachthimmel wunderbar ab. Kurz vor dem Schneefeld unter der Brotfallscharte haben wir die Markierung wieder gefunden. Vorher war das Gehen im Geröll nicht mehr so angenehm – zwei Schritte vorwärts und einen zurück.

Sonnenaufgang am Großen Priel

Hier beschließen wir unser Nachtlager aufzuschlagen (ca. 2100m). Die einzig halbwegs ebenen Flecken finden wir am Weg. So räumen wir noch einige Steine zur Seite und machen es uns mitten am Weg in unseren Schlafsäcken "gemütlich". Die Nacht ist kühl und sternklar. Einige Male werde ich wach und will, obwohl wir vorhatten bald weiter zu gehen, nicht aus dem angenehm warmen Schlafsack heraus. Um 6:30 brechen wir unser Nachtlager ab und steigen über das Schneefeld und die Brotfallscharte hinauf (7:20). Den Sonnenaufgang am Gipfel erleben wir aber leider wieder nicht (1. Versuch am 25. Mai 1995) – wir sind etwas zu spät dran – oder die Sonne ist zu schnell. Nun gut, auch so ist es herrlich etwa 100m unter dem Gipfel den Sonnenaufgang zu beobachten (7:30). Die Steine färben sich von blaßrosa bis orange – ein wunderbares Schauspiel der Natur. Um 8:15 stehen wir dann bei einer herrlichen Fernsicht auf dem Gipfel.

2515m
Morgenstimmung Am Gipfel

Nach einer kräftigen Jause geht’s um 9:30 wieder am Normalweg hinunter zum Prielschutzhaus. Beim Schlafplatz gehen wir um 10:30 vorbei und bei der Hütte sind wir um 11:25. Von 13:30 bis 14:30 gehen wir hinunter zum Auto. Zu guter Letzt finden wir auch noch einen Strafzettel an der Windschutzscheibe – jetzt aber schon mit ÖS 300,- wohingegen früher es nur ÖS 100,- gekostet hat.

 


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