131.) Über den Kaindlgrat auf das Gr. Wiesbachhorn (3570m) am 6. u. 7. August 2001 bei Kaprun/Salzburg
(mit Gerhard Jeglinger)
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![]() Das Wiesbachhorn (links), der Bratschenkopf u. die Klockerin |
Mo. 6. August: Mit dem Auto fahren wir von Kaprun zum Alpenhaus Kesselfall (1068m) und von dort weiter mit dem Bus, mit einem Schrägaufzug und wieder mit einem Bus hinauf zum Stausee Mooserboden (2040m). Nach einer Stärkung beim Gasthaus zur Heidnischen Kirche gehen wir von 14:30 bis 16:30 über die Staumauer des Kraftwerks hinüber, machen Bekanntschaft mit einigen Murmeltieren und steigen über einen schön angelegten Serpentinenweg hinauf zum Heinrich Schwaiger Haus (2802m). Anfangs ist das Wetter noch recht schön, je weiter wir jedoch hinauf kommen umso mehr werden die Wolken und kurz nachdem wir uns bei der Hütte gemütlich niedergelassen hatten, kam der Nebel und bald darauf begann es auch kräftig zu regnen. Die Hütte ist abgesehen von den Preisen sehr gemütlich. Eine ½ Bier kostet ATS 58,- und dies trotz Materialseilbahn. (Frühstück ATS 110,- und die Halbpension ATS 380,-)
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| Das Kapruner Tal
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Aufstieg zum Schwaiger Hs.
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Der Blick zur Klockerin
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| Heinrich Schwaiger Haus | Das Schwaiger Haus | Der Kaindlgrat |
Di. 7. August: Um 7:00 gehen wir bei der Hütte ab. Gleich nach der Hütte sind zwei kurze seilversicherte Teilstücke die aber überhaupt keine Schwierigkeit darstellen wenn man etwas Klettersteigerfahrung hat. Das Wetter sieht, obwohl der Gipfel im Nebel ist nicht so schlecht aus. Kurz nach dem unteren Fochez Kopf (3023m) sieht man zum Kaindlgrat hinauf es sieht nach Neuschnee aus, denn der starke Regen in der Nacht hat sich in dieser Höhenlage als Schnee und Eis am Kaindlgrat angelegt. Eine Bergsteigergruppe aus NÖ vermutet zuviel Eis am Grat und kehrt hier schon um. Eine Tschechische Gruppe und eine Deutsche Gruppe folgen uns hinauf zum Oberen Fochez Kopf (3159m). Es ist meiner Meinung nach kein Problem hier weiter zu gehen, zumal man sich am Rückweg (falls der Nebel stärker wird) wenn man am Grat bleibt nicht verirren kann. Wir umgehen ein kleines aber steiles Schneefeld und sind um 9:00 auf ca. 3255m. Das Wetter wird jetzt immer schlechter der Nebel, je höher wir steigen, immer dichter. Wir kommen kurz vor dem Gipfel vom Grat etwas zu weit nach rechts und sehen uns nun auf Grund des Neuschnees und der losen Gesteinsplatten, auch gezwungen umzudrehen. Der letzte Versuch den Weg doch etwas weiter links (über der Gipfelwechte) wieder fortsetzten zu können wird mit dem Blick auf das von uns nur noch etwa 40m entfernte Gipfelkreuz belohnt. Nun kann uns nichts mehr aufhalten und so schütteln wir uns um 10:30 neben dem Gipfelkreuz mit einem "Berg Heil" die Hände.
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| Am Grat
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Der Hohe Tenn
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Der Blick zum Venediger
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| Der Blick hinauf zum Gipfel | Am Kaindlgrat | Bratschenkopf u. Klockerin |
Nach einer 30 minütigen Gipfelpause (leider sehen wir dabei nicht viel) steigen wir von 11:00 bis 13:30 wieder ab zum Heinrich Schwaiger Haus und sind stolz die einzigen Bergsteiger zu sein dies heute geschafft haben den Gipfel zu erreichen. Der Abstieg macht uns keine Probleme ganz im Gegenteil, es geht leichter als wir dachten uns so stehen wir jetzt, da das Wetter immer besser wird, am Kaindlgrat noch ganz schön im Genuss als wir zum Kreuz hinaufschauen.
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| Am Kaindlgrat
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Der Kaindlgrat
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Der Gipfel
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![]() Am Gipfel |
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![]() Der Blick hinunter zum Grat |
| Am Gipfel |
Von 15:00 bis 16:00 gehen wir bei herrlichen Wetter wieder hinunter zum Stausee Mooserboden um uns ein Quartier für die Nacht zu suchen. Es stellt sich heraus, das dies gar nicht so einfach ist. Jetzt läuft uns auch noch die Zeit davon, denn um 17:00 fährt der letzte Bus hinunter und der Abstieg zur Ebmatten Alm (ca. 1750m - Übernachtungsmöglichkeit) sieht für uns nicht gerade einladend aus weil wir ja morgen wieder herauf müssen wenn wir zum Hocheiser aufsteigen wollen. Nach einem Telefonat mit der T.V.N. Herberge (Alpinschule der Naturfreunde am Mooserboden) wird nochmals alles recht wir können Nächtigen. Die lange abendliche Unterhaltung mit dem Leiter der Alpinschule Karl "Charly" Ölmüller über seine Berg- und Lebenserfahrungen war für uns mehr als interessant.
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| Der Kaindlgrat
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Der Blick hinunter
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