146.) Über den Detmolder Grat auf die Hochalmspitze (3360m) vom 4. bis 6. August 2003 bei Gmünd in Kärnten

(mit Jeglinger Gerhard, Schnölzer Andreas und Seyr Erwin)

3360m

Am Gipfel

Mo 4.8.: Von Gmünd fahren wir bei Koschach weit hinein in den Gößgraben und hinauf bis zur Thomanbauernalm (1650m). Weil es dort aber keine Einkehrmöglichkeit gibt und wir hungrig und durstig sind und außerdem die Mittagshitze nicht ausnützen wollen, fahren wir noch mal hinunter bis Koschach und lassen es uns bei Bier und Schnitzel gut gehen. Nachdem wir die Grundbedürfnisse befriedigt hatten sind wir wieder hinauf gefahren zur Thomanbauernalm (1650m). Hier starten wir um 14:25 und gehen über eine Forststraße hinauf zur Gießener Hütte (2215m). Mittendrin gibt's eine 10 Minuten Pause, denn die Sonne brennt immer noch ganz schön herunter. Um 15:55 sind wir nach einer Gehzeit von 1 Std. und 20 Min. (mit schwerem Rucksack) bei der gemütlichen und herrlich gelegenen Gießener Hütte (2215m).

2215m - Im Hintergrund die Hochalmspitze 3360m. Rast auf ca. 2400m Das Säuleck - 3086m.
Die Gießener Hütte

 

Am Schwarzburger Weg

 

Blick zum Säuleck

 

2862m Im Vordergrund der Winklspitz 3119m. Im Vordergrund der Winklspitz 3119m - in der Bildmitte die Obere Winklscharte 3150m.
Lassacher Winklscharte

 

Der Blick zum Gipfel

 

Der Detmolder Grat

 

Di 5.8.: Um 7 Uhr geht's los. Auf einem sehr schön angelegten Weg mit vielen Steinplatten gehen wir hinauf bis zur Kreuzung Rudolstädter Weg - Schwarzburger Weg (2355m). Es ist 7:25. Wir wandern weiter am Schwarzburger Weg in Richtung Lassacher Winklscharte. Bei der Kreuzung Säuleck - Hochalmspitze (2662m) kommen wir um 8:35 an. Von hier führt der Weg über große Platten und Steinblöcke hinauf zur Lassacher Winklscharte (2862m) die wir um 9:10 erreichen. Nach einer wohlverdienten Jausenpause steigen wir um 9:45 weiter auf zur Oberen Winklscharte (3150m). Hier machen wir einen Fehler, denn wir steigen zu weit am Felsgrat hinauf und sehen erst viel später, dass wir eigentlich das obere Firnfeld des Trippkeeses überqueren hätten müssen um zum Einstieg des Detmolder Grates zu gelangen. Nach oben wird es immer schwieriger zu klettern. Es bleibt uns nichts übrig, als zuerst über die Felsen zu queren und dann über Blankeis (ca. 40°) abzuseilen bzw. abzusteigen. Als wir den Gletscherboden wieder erreichen ist es bereits 12:30. Von hier gehen wir als 4-er Seilschaft über den oberen Teil des Trippkeeses hinüber zum Einstieg des Grates. Da aber die Randkluft an der Einstiegsstelle so groß und unüberwindbar ist, müssen wir ca. 150m weiter östlich versuchen diese zu überqueren um so die Seilversicherungen des Detmolder Grates erreichen zu können. Bei dieser Querung reißt es Andi plötzlich die Füße aus. Er reißt auch mich mit und im Nu droht es mit uns "dahinzugehen". Zum Glück ist Gerhard als Erster schon bei der Randkluft. Er reagiert blitzschnell und kann uns mit dem Pickel und dem Arm über der Randkluft halten. Glück gehabt - sonst wär's mit uns vier ganz schön dahingegangen! Wir steigen nach diesem Zwischenfall alle auf zur Randkluft und bereiten uns auf eine Kletterpartie hinauf zur Seilversicherung vor. Es ist 13 Uhr. Wir klettern und suchen im II. bis III. Schwierigkeitsgrat nach oben. Es gelingt uns und so steigen wir am seilversicherten sehr ausgesetzten Detmolder Grat dem Gipfel entgegen. Um 14:20 erreichen wir glücklich und erleichtert von den bisherigen Strapazen den Gipfel der Hochalmspitze (3360m).

 

Zurück zum richtigen Weg! Der Blick hinunter zur Randkluft. Ca. 3250m
Abstieg zum Trippkees

 

Das Trippkees

 

Am Detmolder Grat

 

Die letzten Meter zum Gipfel. Kurz vor dem Gipfel - ca 3300m. In Richtung Westen.
Der Grat zum Gipfel

 

Am Grat

 

Der Gipfelblick

 

Nach einer Pause ohne Jause (so richtig hungrig sind wir nicht am Gipfel) geht's von 15:00 bis 16:00 in einer teilweise seilversicherten Kraxlerei hinunter zu den Steinernen Mannln (3125m). Von hier geht es noch einmal sehr steil am Fels hinunter und weiter über ein 60° bis 40° steiles Firnfeld bis zum Gletscherende (2975m). Von 17:05 bis 17:30 machen wir jetzt nochmals eine Jausenpause und trinken eiskaltes Gletscherwasser. Nach der letzten Etappe erreichen wir um 18:45, nach fast 12 Stunden wieder die Gießener Hütte.

 

Gleich ist's geschafft. 3360m Beim Abstieg.
Am Detmolder Grat

 

Am Gipfel

 

Die Steinernen Mannln

 

 

 

Mi 6.8.: Nach dem gemütlichen Frühstück bei der Hütte gehen wir von 8:20 bis 9:10 wieder hinunter zum Parkplatz bei der Thomanbauernalm.

 


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