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Link - HitList Zypern


13. Östrreichische UN Soldaten verlasse für immer Zypern mit Ihnen auch ...                06.2001

12. Meerwasserentsalzung auf einfache Art - 95% des tgl.Bedarfes ist Brauchwasser    05.2001

11. Russian agents in Cyprus help probe mafia, possible Chechen base in north           Apr.2001

10. Es ist soweit, das Österreichische Kontingent verlässt am 7.Juni Zypern                 Apr.2001

  9. Was Österreich nach mehr als 25 Jahren sonst noch in Zypern hinterläßt                Mar.2001

  8. Für alle die es noch nicht wissen                                                                      Feb. 2001

  7. UNFICYP - Blauhelme in Zypern (de)

  6. Ende des Wassernotstandes in Nord Zypern? (de)

  5. North Cyprus - Visitors Information (engl.)

  4. Nord Zypern - Reisehinweise u. Informationen (de)

  3. Report - Österreichische UN-Soldaten auf Zypern (de)

  2. Die Teilung Zyperns ...(de)

  1. Hystorisch/Geschichtlicher Rückplick Zyperns (de)                                                                                                                              


       Salamis               Kantara                 UNFICYP             culturefestival           Girne

    


Mai 2001                                                                                                                             

Meerwasserentsalzung auf einfache Art - 95% des tgl. Bedarfes ist Brauchwasser    

Wie in so vielen Ländern der Erde so ist auch in Zypern das Wasser - Brauchwasser und ganz besonders das Trinkwasser ein sehr kostbahres und rares Gut.

Wir in den Mitteleuropäischen Regionen kennen den Zustand von Wasserknappheit überhaubt nicht und gehen ganz selbstverständlich und sorglos mit diesem Gut um - bei uns rinnt noch "ganz selbstverständlich" das Trinkwasser aus allen Leitungen für WC, Dusche, Badewanne, Wäsche waschen usw.

Für uns zur Zeit noch unvorstellbar das Trinkwasser literweise für den tgl. Gebrauch in Flaschen kaufen zu müssen.

Zurück nach Zypern wo bekanntlich, speziell in den heißen Sommermonaten akuter Wassernotstand herrscht und auch das Brauchwasser nur an gewissen Stunden zur Verfügung steht.

So muß man schon mal mit nur einmal Duschen am Tag auskommen und das tgl.Trinkwasser  sollte Vorätig eingekauft sein.

Der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch in Zypern liegt in den Sommermonaten zwischen 60 bis max. unter100 Litern pro Person, wobei man bedenke - der Tourismus tut das Seine, die Urlauber wollen verwöhnt werden und sind nicht gewohnt mit dem Wasser Hauszuhalten dementsprechend gehen sie auch um damit.

Ein anderer Punkt ist das maroden  Wassernetz mit seinen sanierungsbedürftigenWasserleitungen wo irrsinnige Mengen versickern bis das Brauchwasser endlich einmal den Endverbraucher ereicht.

Heutzutage gibt es schon Techniken aus jedem Wasser Trinkwasser daraus zu machen, es ist nur eine Frage der Finanzierung z.B. hat Kuwait die größte Meerwasserentsalzungsanlage der Welt - dort wird aus Meerwasser Trinkwasser gemacht.

Der Süden von Zypern (Griehisch/Zypriotischer Teil) besitzt schon solche Anlagen und weitere sind geplant - im Norden (Türkisch/Zypriotischer Teil) wird noch überlegt wie man der Wasserknappheit Herr werden kann - aber früher oder später wird auch dieser Teil von Zypern eine Meerwasserentsalzungsanlage besitzen und dann sollte genügend Wasser für alle da sein.

Hier nun ein Schema einer einfachen "mini" Meerwasserentsalzungsanlage welche durchaus das Brauchwasser für den täglichen Gebrauch eines Haushaltes produzieren könnte und mit gewissen techn. Aufwand sogar Trinkwasser.


NICOSIA, April 24 (AFP)                                                                                                  

Russian agents in Cyprus help probe mafia, possible Chechen base in north.

A possible Chechen terrorist base in Turkish-held northern Cyprus and Russian mafia activity on the island are being probed by a team of senior intelligence officers sent from Moscow, reports said Tuesday.

The daily Phileleftheros paper said that top of the Russians' agenda for discussions with Cypriot security agents was the activity of Chechen terrorists who apparently have an influential presence in the north.

Cypriot intelligence has been handed evidence that a Chechen "office" was operating not far across the ceasefire line where suspected members of a terrorist cell worked, the paper said.

"The minister (Justice Minister Nicos Koshis) is being kept up to date about any information concerning the presence of Chechens in the occupied area but there is nothing specific to report at the moment," the ministry's permanent secretary Lazaros Savvides told AFP.

It is not the first time that a Chechen terrorist base has been linked to the predominantly Muslim Turkish-held north of the island.

However, the issue has taken on extra urgency with the visit of the Russian intelligence team coinciding with pro-Chechen gunmen storming a luxury hotel in Istanbul overnight Sunday and taking 100 hostages, who were later released unharmed after 12 hours.

Two Cypriots were among the freed hostages.

Russia has criticised Turkey for supporting Chechen rebels who kill its troops almost daily.

The Russian embassy in Nicosia would not comment on the purpose of the visit but it did confirm intelligence officers were here co-operating with their Cypriot counterparts.

"I can confirm that the delegation of the Russian secret service is in Cyprus as stated in the report. But I cannot comment any further," an embassy official, who spoke under condition of anonymity, told AFP.

Koshis said Monday that Cyprus was prepared to tackle the Russian mafia head-on, following the arrest of alleged Russian gangster Valery Mechanov, 60, suspected of defrauding the Moscow government out of millions of dollars.

The defiant minister said the Russian mafia's ruthless reputation would not dissuade him from tackling the mob.

"No matter how difficult the task, we must fight the mafia; we can not just put our hands up and give in, otherwise we deserve to get what's coming to us."

Koshis said the arrest of Mechanov was a coup for the joint Cyprus-Russian intelligence operation.

"This is the result of close co-operation between the intelligence services of Russia and Cyprus and this co-operation will continue," Koshis said.

A Paphos district court Tuesday remanded the businessman in custody until May 11 pending extradition papers from Russia.

Cyprus was once regarded as a safe haven and money laundering centre for the Russian mob after the break up of the Soviet Union in 1991.

US authorities estimate that between 1997-98 one billion dollars per month was being laundered through Cyprus during the post-Soviet free-for-all.

Recently, the US Treasury said Cyprus was a "model" for the region because of the raft of anti-money laundering legislation now in place.                                                                                        


Es ist soweit, das Österreichische Kontingent verlässt am 7.Juni Zypern                    

Nun ist es so weit, das Österreichische Un Kontingent verlässt offiziell am 7.Juni 2001 die Mittelmeerinsel Zypern nach mehr als 26 Jahren folgt zur Überaschung aller den Östereichern ein SLOWAKISCHES Kontingent,  ursprünglich vorgesehen waren eigendlich die Ungarn.

Bis Ende des Jahres soll nur eine Nachhut in Zypern verbleiben welche die SLOWAKEN in Ihre zukünftigen Aufgabenbereiche welche davor die Österreicher inne hatten einschulen/einarbeiten soll.

Die letzte Rotation in der Geschichte des Österreichischen Bundesheeres auf Zypern war bereits Mitte März 2001.                                                                                                                                                                                                                                                    


Was Österreich nach mehr als 25 Jahren sonst noch in Zypern hinterläßt                    

Österreichische UN Soldaten ziehen nach mehr als 25 Jahren heuer im Frühjahr aus Zypern ab.

Außer den Friedensauftrag den Österreich im großen und ganzen in Zypern sehr gut ausgeführt und gemeistert hat, stellt sich leider auch hier  im Bezug auf Umweltschutz die Frage:

Nach mehr als 25 Jahren hätte der Sondermüll (Altöle Motor/Hydraulik ..., Fette, Filter jeglicher Art, Säuren, Batterien in einer eigens dafür vorgesehenen Entsorgungsfabrik Umweltschonend entsorgt werden sollen - was aber über die  ganzen Jahre nicht geschehen ist

Sondermüllentsorgung im Österreichischen UN-Camp auf Zypern - ist dies etwa der klassische Österreichische Beitrag zum Umweltschutz?

Das Österreichisch/Multinationale UN-Kontingen hat u.a. auch einen gewaltigen Fuhrpark zu warten, eine Küche für alles zusammen für ca. 250 Mann und eine Pioniereinheit für jegliche Bau/Strassenarbeiten, da fällt einiges an Sondermüll an wie : monatlich hunderte Liter der verschiedensten oft sehr aggresiven Öle, Batterien und Säuren, verschiedenste Arten von Filtern ...

Nach Umweltschutzplänen und in Meinung der Öffentlichkeit sollte eben dieser Sondermüll im Süden Zyperns (die Insel ist geteilt und die Grenze nur für UN-Personal passierbar, mit einer Ausnahme für Touristen über den Süden von Nicosia für Tagesreisen bis 17h geöffnet) in speziellen Sondermüllverarbeitungsfabriken "teuer" entsorgt werden. Wie gesagt es sollte, dem ist aber nicht so. Der Sondermüll wird an Einheimische verkauft die wiederum mit dem Brauchbaren Geschäfte machen und das Unbrauchbare weiter od. weniger weit vom Österr. Camp im Straßengraben entsorgen, so kann es vorkommen das man am Straßenrand z.B. alte Ölfilter aus Österreichischen LKWs findet. Es ist auch undurchsichtig was mit dem unter diesen Umständen verdienten Geld gemacht wird - positiv denken: anstatt teuer Entsorgen noch damit etwas verdienen - ist doch was?

Denn schließlich die Grillfeste der Offiziere kosten doch auch was!!!

Nachdem Österreich heuer die Zypern Mission auflöst ist dieses  Thema aktueller den jeh, wo ist der Sondermüll nach mehr als 25 Jahren hin - was wurde damit gemacht, wie wurde er entsorgt, wie schwer wurde die Umwelt in Zypern dadurch belastet -

wurde etwar noch ein Geschäft damit gemacht?!.

Das so Umweltfreundliche Österreich mit einer der strengsten Umweltauflagen - wie geht es damit vor Ort in anderen Ländern damit um?

siehe auch: UN-Einsatz Punkt 4 Sondermüllentsorgung d. Österreicher in Kuwait                    


Für alle die es noch nicht wissen                                                                                        

Die Zypern Mission wird von Östereich heuer im Frühjahr bis auf eine Nachhut die bis zum Herbst bleibt aufgelassen.

Alle, wirklich alle Anklagepunkte gegen den BAON Kdt. von 1999 - wo auch die Bundesheer Beschwerdekommission u.a. zweimal vor Ort in Zypern recherchiert hatte, wurden unerklärlicher weise fallen gelassen, er übernahm als Regiments Kdt. ein Regiment in Salzburg.

StWm F. wurde in fast allen Beschwerdepunkten Recht gegeben u.a.

die Absetzung als Werkstattleiter war ungerechtfertigt, diesem Punkt wurde dem BF Berechtigung zuerkannt!

die Abnahme der UN Driverlicence war ungerechtfertigt, diesem Punkt wurde dem BF Berechtigung zuerkannt!

die Repatriierung grunddessen war nicht gerechtfertigt, diesem Punkt wurde dem BF Berechtigung zuerkannt!      u.v.m.

Bis zum heutigen Tage ist das Recht nur das Papier wert auf dem es geschrieben wurde!             


UNFICYP - Blauhelme in Zypern                                                                                           

Kurz vor Weihnachten 1963 entluden sich die durch den neuen Streit um die Verfassung zusätzlich angeheizten Spannungen zwischen den beiden zyprischen Volksgruppen in heftigen Straßenkämpfen. Am 26. Dezember stimmte Präsident Makarios der Aufstellung einer gemischten Friedenstruppe unter Generalmajor Peter Young, dem Kommandeur der britischen Militärbasen auf Zypern, zu. Da sich die festlandsgriechischen und -türkischen Vertragskontingente ihren kämpfenden Volksgruppen anschlossen, blieben die englischen Einheiten auf sich allein gestellt. Sie errichteten bis Ende Dezember 1963 eine Pufferzone entlang einer Waffenstillstandslinie quer durch Nicosias Altstadt, die als "Green Line" (Young hatte sie mit einem grünen Filzstift auf seiner Wandkarte eingezeichnet) traurige Berühmtheit erlangte. Am 4. März 1964 forderte der UNO-Sicherheitsrat die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf und empfahl die Stationierung einer UN-Friedenstruppe auf der unruhigen Insel.

Der Auftrag

In der zweiten Märzhälfte 1964 trafen die ersten Einheiten in Zypern ein. Ende April waren alle Kontingente im Einsatz: 6369 Mann aus Finnland, Schweden, England, Irland, Kanada, Österreich. Über ihren Auftrag gibt die UNO-Resolution 186 Auskunft. Danach soll sich die Friedenstruppe für die Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit einsetzen, ihre Anstrengungen darauf richten, ein Wiederaufflammen der Feindseligkeiten zu verhindern und zur Wahrung und Wiederherstellung von Recht und Ordnung beitragen sowie die Rückkehr zu normalen Verhältnissen unterstützen. In einem Aide Memoire vom 11. April 1964 wurden weitere Einzelheiten des Mandats erläutert, darunter auch in gebotener Ausführlichkeit die heiklen Themen Waffeneinsatz und Selbstverteidigung. Für die UNFICYP, die United Nations Force In CYPrus, erwies sich das Mandat vor dem Hintergrund der verworrenen innenpolitischen Lage Zyperns als eine außergewöhnlich komplizierte Aufgabe. Da waren nicht nur die anhaltenden Spannungen zwischen den Griechen und Türken Zyperns, die beide Volksgruppen zunehmend auseinanderdriften ließen, die griechisch-zyprische politische Szene selbst war in verfeindete Fraktionen zerfallen, die paramilitärische Verbände unterhielten. Straßensperren behinderten die Bewegungsfreiheit, Orte wurden befestigt, Waffen gehortet, politische Morde waren an der Tagesordnung. Das Jahrzehnt 1964/74 mit seinen bürgerkriegsähnlichen Unruhen war zweifellos der schwierigste Zeitabschnitt der bald 35-jährigen UNO-Präsenz auf Zypern. Der von Athen initiierte Putsch gegen die Regierung Makarios am 15. Juli 1974 und die dadurch ausgelöste militärische Intervention der Türkei setzte über die Zukunft der UNFICYP ein Fragezeichen, da das ursprüngliche Mandat, so der damalige UNO-Generalsekretär, "unter anderen Voraussetzungen erteilt worden sei".

Der geänderte Auftrag

Am New Yorker East River war man sich jedoch rasch einig, dass "unter den gegebenen Umständen die Präsenz der UNFICYP weiterhin notwendig ist, nicht nur um den Waffenstillstand zu sichern, sondern auch um die fortgesetzte Suche nach einer friedlichen Lösung des Konflikts zu erleichtern." Seit dem Spätsommer 1974, nach Putsch, Intervention und faktischer Teilung der Insel, besteht die Hauptaufgabe der UNFICYP darin, die zu einer Pufferzone erweiterte Waffenstillstandslinie zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil Zyperns zu überwachen. In Teilen der Altstadt Nicosias erreicht die UN-Buffer-Zone eine Breite von gerade sechs Metern, dagegen sind es auf dem flachen Land bis zu sieben Kilometer teilweise fruchtbaren Ackerlandes. Beachtliche 3 % der Inselfläche nimmt der neutralisierte Landstreifen ein. Er reicht im Westen von Kato Pyrgos über 180 km quer durch die Mesarya-Ebene bis Famagusta im Osten. Der militärische Status Quo an der Green Line - die Ausgangssituation vom Spätsommer 1974 - darf von keiner Seite verändert werden. Darüber besteht zwar Einvernehmen, doch wird immer wieder versucht, kleine, zunächst kaum auffallende Veränderungen vorzunehmen, wenn etwa auf einem bislang unbemannten Posten über Nacht Soldaten stationiert oder an anderer Stelle Sandsackbarrikaden verstärkt werden. In solchen Fällen muß die UNFICYP sofort eingreifen und durch Gespräche mit der örtlichen militärischen Führung eine Rücknahme der unzulässigen Veränderungen erwirken und notfalls auch eigenhändig den Status Quo wiederherstellen. Solche incidents, kleine Zwischenfälle, die immer das Risiko einer raschen Eskalation in sich tragen, verlangen vom multinationalen UNO-Personal ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, gute Nerven und viel Takt, um die angespannte Situation ohne "Gesichtsverlust" der einen oder anderen Seite "abzukühlen". Dafür sind stetig gepflegte Kontakte zu den örtlichen Militärs und zur Bevölkerung im Grenzgebiet ebenso hilfreich wie eine detaillierte Kenntnis der Terrains beiderseits der Grenze. Die UNFICYP absolviert auf einer eigens angelegten Piste entlang der Green Line Patrouillenfahrten mit gepanzerten Fahrzeugen. Sie verfügt über Hubschrauber zur Luftüberwachung und unterhält ein System von 151 stationären Beobachtungsposten an der Grenze. Zu den Routinetätigkeiten des Humanitarian Office der UNFICYP zählt die Betreuung der Minderheiten in den beiden Staaten auf Zypern - der wenigen Türken im griechischen Süden und einiger Hundert Maroniten und Griechen in Nordzypern. Sie erhalten regelmäßig Gebrauchsgüter des kurz- und mittelfristigen Bedarfs angeliefert, wobei die UNFICYP als Transporteur und Verteiler vor Ort auftritt. Sie kümmert sich um in Not geratene Einzelpersonen und vermittelt bei der Durchführung von Formalitäten, sei es bei der Abwicklung von Übersiedlungen in den anderen Landesteil ("permanent transfer") oder bei den als "temporary transfer" bezeichneten Besuchen in dringenden Familienangelegenheiten. Weniger in den Bereich der Routine fallen Aufgaben wie das Entschärfen von Minen in der Pufferzone, Hilfe in medizinischen Notfällen zu leisten, unterbrochene grenzüberschreitende Wasser- oder Elektrizitätsleitungen wieder in Gang zu setzen, aber auch in Tarnanzügen daherkommende, immer wieder gefährliche Situationen heraufbeschwörende Scharen schießwütiger Jäger von der Pufferzone fernzuhalten oder Pulks herumstreunender, ausgehungerter Hunde abzuschießen, die Jagd auf Schafe machen. Zu den eher angenehmen, wenngleich nicht unproblematischen Aufgaben gehört die Durchführung von Festen und Begegnungen in der Pufferzone mit Teilnehmern aus beiden zyprischen Staaten. Aufgrund der territorialen Besonderheit Zyperns - der Pufferzone - wurde hier erstmals eine zivile UNO-Polizei eingesetzt (UNCIVPOL = United Nations CIVil POLice). Fünfunddreißig Iren und Australier bilden heute diese kleine Einheit, die sich ziviler Streitfragen zwischen Angehörigen der beiden Volksgruppen im Grenzgebiet annimmt. Wenn zum Beispiel eine türkisch-zyprische Ziege von einem griechisch-zyprischen Bauern "entführt" wird oder ein türkisch-zyprischer Bauer unrechtmäßig einen griechisch-zyprischen Acker unter den Pflug nimmt, ist das Verhandlungsgeschick der UNCIVPOL gefragt, um den gefährdeten Frieden an diesem Grenzabschnitt wiederherzustellen.

Komplikationen                                                                                                                          

Waren anfänglich über 6000 Blauhelme auf Zypern stationiert, so sank ihre Zahl kontinuierlich auf 2100 im Jahre 1990. Die weiter fortschreitende Ausdünnung einiger Kontingente reduzierte die UNFICYP auf schließlich nur noch 1259 Mann im April 1998 und erreichte damit einen ihren Auftrag gefährdenden Tiefstand. Der Hauptgrund für den anhaltenden Truppenabzug sind Finanzierungsprobleme, mit denen die UNFICYP von Anfang an zu kämpfen hatte. Anders als vergleichbare UNO-Friedensmissionen, die durch Pflichtbeiträge aus dem ordentlichen UN-Haushalt finanziert werden, war für den Einsatz der Blauhelme auf Zypern ein Finanzierungsschema entworfen worden, das allein auf freiwilligen Beitragsleistungen beruhte. So zahlten Griechenland und die Türkei eine Hälfte der anfallenden Kosten (jährlicher Finanzbedarf zur Zeit: 48 Mill. Dollar), die Truppenentsendestaaten 70 % der zweiten Hälfte. Der Rest sollte durch freiwillige Beitragszahlungen anderer UNO-Mitgliedsländer gedeckt werden. Die Bundesrepublik Deutschland zum Beispiel trug mit 35,3 Mill. Dollar bis zum Juni 1993 zur Kostenentlastung bei. Hier aber lag die eigentliche Schwachstelle: die Zahlungsmoral der Völkerfamilie war so lax, dass sich inzwischen ein Schuldenberg von über 200 Mill. Dollar angehäuft hat. Auch den Truppenentsendestaaten war die finanzielle Belastung auf Dauer zu hoch. Nachdem schon das finnische Hauptkontingent zurückbeordert worden war, zogen sich im Oktober 1987 auch die Schweden zurück. Im Dezember 1992 folgte ihnen das dänische Kontingent und im Juni 1993, nach 29 Jahren, in denen sie insgesamt 35.000 Soldaten im Rotationsverfahren bei der UNFICYP zum Einsatz brachten, 28 Tote zu beklagen hatten (aber nur drei von ihnen aufgrund gewalttätiger Grenzzwischenfälle) verließen auch die Kanadier die Insel. Seit Juni 1993 wird ein neuer Finanzierungsmodus geprobt, der bislang wenig zum Abbau der Finanznöte beitragen konnte (u.a. übernimmt der griechische Teil Zyperns ein Drittel der jährlich anfallenden Kosten, Griechenland zahlt 6,5 Mill. Dollar, Lücken bei den freiwilligen Beitragszahlungen "sollen wie Unkosten der Weltorganisation behandelt werden, die durch Zwangsabgaben der Mitgliedsländer zu decken sind".) Seit dem Aderlass in den Jahren 1992 und 1993 hat sich die Gruppe der Entsendestaaten zwar vergrößert, aber die Truppenkontingente sind deutlich kleiner geworden. Im April 1998 setzte sich die UNFICYP aus 1259 Soldaten, Militär- und Zivilpolizisten, Technikern, Transporteinheiten und medizinischem Personal zusammen, die unter dem Kommando des nepalesischen Generalmajors Victory Rana mit neuen taktischen Konzepten ihren schwieriger gewordenen Auftrag zu erfüllen versuchen. Wie viel Personal von welchen Staaten gestellt wird (Stand April 1998), zeigt die folgende Übersicht:

Argentinien 410

Ungarn 107

Slowenien 10

England 405                                        

Irland 44

Kanada 3

Österreich 259

Australien 20

Finnland 1

Zur Zeit arbeiten 307 türkische und griechische Zyprer als Zivilangestellte ("local civilian staff") für die UNFICYP - zu viele, wie die UNO-Verwaltung meint. Das Verhältnis zum militärischen Personal liege bei 1:4 und damit erheblich über dem UN-Standard von 1:7. In nächster Zeit muss daher mit Entlassungen gerechnet werden.

Alle sechs Monate verlängert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das Mandat der UNFICYP um ein weiteres halbes Jahr. Diese fast schon routinemäßige Prozedur beweist, dass auch nach dreieinhalb Jahrzehnten die Notwendigkeit der UN-Präsenz in Zypern außer Frage steht. Gewiss knüpften sich an ihren Auftrag überzogene Erwartungen, wurden Hoffnungen enttäuscht, doch ihre Verpflichtung zu strikter Neutralität verbietet den Blauhelmen, militärische Lösungen zu erzwingen oder politische Entscheidungen durchzusetzen. Ein früherer Generalsekretär der Vereinten Nationen hat die Grenzen und bescheidenen Möglichkeiten der UNFICYP so beschrieben: "Eine den Frieden erhaltende Maßnahme, wie erfolgreich sie auch sein mag, kann nicht die Lösung eines politischen Problems herbeiführen. Wohl aber vermag sie das Problem unter Kontrolle zu halten. Auch kann sie den betroffenen Menschen zu leidlich normalen Lebensumständen verhelfen und eine Situation herbeiführen, in der eine dauerhafte Problemlösung mit mehr Aussicht auf Erfolg gesucht werden kann."                                                                                                                                                                                                                                                                                                      


                                                      Satelitenbild von Zypern

                        


"Operation Peace Water" -  Ende des Wassernotstands in Nord Zypern?

Noch in diesem Sommer wird an der Küste Nordzyperns ein Projekt anlaufen, das nach Meinung einer deutschen Tageszeitung "die politische und wirtschaftliche Landkarte des östlichen Mittelmeers und des Nahen Ostens verändern könnte". Ob nun das Unterfangen derart weitreichende Folgen zeitigen wird, bleibt abzuwarten - ausschließen kann man es nicht, denn es geht um das kostbare Gut Süßwasser. Wassernotstand herrscht nicht nur in beiden Teilen Zyperns. Auch in Griechenland, Syrien, Palästina, Israel und Libyen haben die Wasserreserven nach jahrelangen Niederschlagsdefiziten einen bedenklichen Tiefstand erreicht. Was Optimisten schon als wohlfeile Lösung aller ostmediterranen Wassernöte sehen, soll zunächst nur zum Segen Nordzyperns verwirklicht werden: der Transport von Süßwasser aus dem südtürkischen Taurusgebirge, das, abgefüllt in riesige schwimmende Plastiksäcke, zu einer nordzyprischen Umfüllstation geschleppt und in das bestehende Leitungsnetz eingespeist wird. Wasser aus der Türkei - das ist ein seit Jahren hin und her gewendetes Thema. Mal sollten Tankschiffe den Transport übernehmen, dann wieder schlugen Experten eine Unterwasserpipeline vor und natürlich diskutierte man auch das Für und Wider von Meerwasserentsalzungsanlagen - alles Projekte, die wegen des beträchtlichen Umfangs technischer Installationen fallengelassen wurden. Das jetzt vor seiner Einführung stehende Schleppsack-System gilt in energetischer und ökonomischer Hinsicht als konkurrenzlos. Es wurde möglich durch die geniale Erfindung der norwegischen Firma Protan AS, die aus einem extrem reißfesten, dabei nur 1,5 mm dicken Polyestergewebe einen 118 m langen, 23 m breiten und 5,8 m hohen Plastiksack ("Nordic Water Bag") fertigte, der 10.000 t Wasser faßt. Auftraggeber war das in Oslo beheimatete Unternehmen Norwegian Water Supply (NWS) in Zusammenarbeit mit den türkischen Ministerien für Wasser und Wasserkraft. NWS wird über seine türkische Tochtergesellschaft Mediterranean Water Works (MWW) das Wassergeschäft mit Nordzypern abwickeln.

Das Taurusgebirge genießt unter Fachleuten als Quellgebiet extrem reinen Wassers einen hervorragenden Ruf. Industrieemissionen oder Rückstände aus der Landwirtschaft gibt es in dieser waldreichen Region nicht. Wo der Oymapinar-Damm hoch in den Bergen das Wasser sammelt und in kontrollierten Mengen an den Manavgat-Stausee abgibt, ist die Natur intakt. Fünfzig cbm Wasser pro Sekunde werden aus dem Manavgat-Stausee in den gleichnamigen Fluß geleitet und einer Aufbereitungsanlage zugeführt. Von hier strömt das kostbare Naß durch eine zehn km lange Pipeline mit einem Durchmesser von 1,6 m zu einer Pumpstation an der Küste. Vier Pipelines transportieren das Wasser weiter zu zwei 2,5 km bzw. 3,3 km vor der Küste verankerten schwimmenden Plattformen. Hier gehen schließlich die Water Bags "vor Anker" und übernehmen die Wasserfracht. Fast vollständig untergetaucht, werden sie von einem Schlepper mit etwas über drei Knoten Geschwindigkeit (ca. 6 km/h) zum nordzyprischen Küstenort Kumköy nahe Güzelyurt gezogen, wo ein neu erbautes Becken das Wasser aufnimmt, um es nach Bedarf in das von Güzelyurt über Lefkosa (Nicosia) bis Gazimagusa (Famagusta) reichende Leitungsnetz einzuspeisen. Der entleerte Plastiksack fährt zusammengefaltet an Deck des Schleppers an den Ausgangspunkt zurück. Im Sommer, während der Verbrauchsspitze, strömen monatlich 750.000 cbm durch Nordzyperns Wasserhähne. An das Peace Water-Projekt knüpft sich die Hoffnung, diesen Frischwasserbedarf dauerhaft sichern zu können und damit endlich dem Raubbau an den Grundwasserreserven ein Ende zu setzen. Die schwindenden und zunehmend versalzenden unterirdischen Süßwasserseen bedürfen dringend der Schonung, um sich zu regenerieren. Gegenwärtig erhält der Süden Zyperns täglich 10.000 t Wasser aus Nordzypern. Die Hälfte davon fließt durch das Leitungssystem Nicosias zurück in den türkischen Sektor der Stadt. Wenn der erste Schleppzug in Kumköy festmacht, wird türkisches Wasser in den griechischen Teil Nicosias gelangen. Dabei wird es nicht bleiben, denn die Wassernot in Südzypern hat einen kritischen Punkt erreicht. Man hatte hier auf Meerwasserentsalzungsanlagen gesetzt, doch die mit fossilem Import-Brennstoff in Larnaca betriebene Anlage hat, wie befürchtet, in nur wenigen Wochen das Küstenumfeld ökologisch destabilisiert. Die Türkei jedenfalls zeigt sich aufgeschlossen. So meinte kürzlich Energieminister Cumhur Ersümer: "Wenn uns die griechischen Zyprer um Wasser bitten, werden wir es gerne liefern". Israel hat Interesse an Manavgat-Wasser angemeldet, eine libysche Delegation war schon zu ersten Gesprächen vor Ort. In Manavgat ist man auf steigende Nachfrage eingerichtet, weit über die 10.000 t, die in naher Zukunft täglich nach Nordzypern verschifft werden sollen, hinaus. Auch NWS in Oslo stellt sich auf einen wachsenden Bedarf an Transportkapazitäten ein: Nordic Water Bags mit 20.000 cbm Fassungsvermögen werden in Kürze ihre ersten Schleppfahrten absolvieren und eine 80.000 cbm-Version ist geplant.                                                                                                                       


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North Cyprus - VISITOR INFORMATION                                                                    

PASSPORT & VISAS

All visitors except Turkish citizens need a valid national passport for entry to North Cyprus. Visas can be issued on entry at the local Airport at a fee depending on what nationality the visitor is. The maximum fee is 30 US dollars. British passport holders do not need a visa for entry into North Cyprus.

For further information you may consult TRNC foreign representative offices.

Please note:

Visitors who do not wish to have their passports stamped by the authorities on arrival in North Cyprus may request a stamped visa form which is loosely inserted into the passport and removed on departure. If the passport is stamped this will not prevent access to other countries.

VACCINATION

No compulsory vaccination is required for North Cyprus . However, as health regulations are subject to change, you should check with your own doctor before departure.

LANGUAGE

The official language of North Cyprus is Turkish. English is also widely spoken and understood due to historical ties. The English language is now used and promoted in several Local Universities, which offer international higher education.

TIME

North Cyprus operates on Eastern European time, which is two hours ahead of GMT.

POST

To send Letters and Parcels to North Cyprus from anywhere in the world, the post code of `MERSIN 10, TURKEY` must follow the local address.

Letters and Parcels can be send out of North Cyprus in the normal way. There are Post offices and post boxes in all towns and larger villages. (see local opening times below). Some interesting local stamps issued by the local post office are good examples for collectors.

TELEPHONING NORTH CYPRUS

The International code is 00 90 392 followed by the local area code and the number you are calling.

The local area codes for the main districts are as follows:

Nicosia (Lefkosa) 22

Famagusta (Gazimagosa) Central 36 Outer 37

Kyrenia(Girne) Central 81 Outer 82

Guzelyurt Central 71 Outer 72

While in North Cyprus you may call out by dialing

00 / Country Code / Local area code / your number.

CURRENCY & CREDIT CARDS

The unit of currency is the Turkish Lira. The exchange rate is liable to fluctuate. Visitors will find it advantageous if they take their Currency in Sterling , US Dollars Deutsch Marks or any other hard currency, which many local businesses will happily accept.

Most major international credit cards and Traveller cheques are only accepted by the larger Hotels, restaurants and shops. Credit card transactions are subject to higher than usual interest charges. Although there is no limit to the amount of foreign currency that can be brought into North Cyprus, Large amounts should be declared on entry and departing visitors are only allowed to take up to 10.000 US Dollars or cash equivalent in other currencies, except by special permission.

MEDIA

`North Cyprus`s radio and television station `BAYRAK`(BRT) broadcasts daily in English and Turkish from Lefkosa. The programme content is a mixture of news; current affairs and music. BRT at its 35th anniversary in summer 1998 has started worldwide satellite broadcasts. The British Forces Radio broadcasts in English from the local British Base. English Language publications of interest to the visitor are the weekly newspaper `Cyprus Today, and the monthly magazine `Pan` European daily newspapers are usually available at selected newspaper shops. There are about half a dozen local papers printed in the Turkish Language with many Turkish newspapers and publications arriving daily from Turkey. The biggest local daily is `Kibris`

LOCAL TRANSPORT

There are frequent bus and shared taxi (Dolmus) services between the major towns during the day, but times are not fixed or are fixed at different times each day. All Local transport is operated by private companies and it becomes scarce after 5 pm. Transport companies have offices in each town where vehicles are stationed and travel tickets are issued. Taxis are to be found at taxi stands only. The taxi charges are reasonable, although there are no meters to display the fares. It is advisable to agree upon the fare with the driver; before setting off.

CAR RENTAL

Renting a car in North Cyprus is easy and relatively cheap between $20 to $35 a day depending on the car hired. Car rental services are widely available in the main towns. A current Driving License ( not an international one) is all that is needed. Some car hire companies are reluctant to hire to young drivers (under the age 25). Traffic drives on the left . The speed limit in urban areas and villages is 65kmph.

LEISURE ACTIVITIES.                                                                                                    

Culture and Festivals

The traditional forms of culture are to be found in music, dancing and various crafts such as embroidery and lace making. Folk music and dancing are normally performed in North Cyprus's many festivals and fairs, the most important of which are the orange festival, water melon festival, grape festival, 20th July celebrations and the folklore festival. The Ataturk Cultural centre opposite Girne Gate in Nicosia, houses a concert hall an art gallery a lecture theatre and a library holding over 50,000 books, including English French and German books. It provides varied shows, plays, concerts and seminars, sometimes aimed at foreign visitors. During the summer months open air concerts are also held in the ancient amphitheater of Salamis.

Sports

Although sports- centre complexes are new to North Cyprus, the sporting enthusiast will find a host of opportunities throughout the year.

Football is followed passionately with 36 league teams competing in 1st, 2nd and 3rd divisions. Matches are held in many towns and villages usually at weekends.

Water sports:

The superb climate and its warm seas make North Cyprus an ideal place for water sports. Many of the island's main resort Hotels have amenities which include wind surfing, dinghy sailing, water skiing, Jet skiing, para-scending, Motor boating scuba diving and snorkelling. There are at least two good scuba diving schools in the Kyrenia resort, offering PADI and BSAC diving courses as well as professional diving facilities by qualified diving instructors.

Yachting:

The only organized yacht harbour with adequate facilities is in Kyrenia in the Old Harbour. The harbour dues are very reasonable but incoming yacht visitors have to attend immigration formalities at the new commercial Harbor.

Golf:

There is no official golf course in North Cyprus however, visitors will be welcomed at CMC Golf Club at Yesilyurt, a coastal village a short distance west of Guzelyurt. This is a 7 hole course originally laid out by the Cyprus Mines Corporation in 1920's, later re modeled in 1949. Although it is open daily the members gather only certain days of the week which include Sunday mornings.There are a few sets of clubs available for visitors to borrow.Beer and sandwiches are served in an informal atmosphere.

Racket Sports:

There are floodlit tennis courts available in many Hotels as well as table tennis and squash. All larger hotels also offer facilities for volleyball , basketball and mini golf. Other sports such as cycling, pony trekking , hiking and mountain walking are available throughout the year. There are at least 4 horse riding establishments charging the equivalent of approximately 7 to 12 dollars per hour.

Walking:

In North Cyprus a walker can freely pass anywhere in the country except for the clearly marked military areas. There are many foot paths and forestry tracks, however, marked and mapped walking trails are very few. Except for the hot summer months (June, July and August) It is always pleasant to walk in Northern Cyprus especially between the villages of the northern coastline.

Night Life:

Night life in North Cyprus is generally restricted to a small number of Discotheques and night clubs with a good selection of Restaurants. There are good opportunities for eating out from major Hotel restaurants serving international dishes to small Bistro like restaurants which offer typical Turkish-Cypriot cuisine . Eating out is relatively cheap as compared with Southern Cyprus or Europe. Kyrenia Harbour is an ideal place to dine in a picturesque surrounding. Many Hotels and larger restaurants will stage live music and/or local shows during the summer season. Many hotels also run Gambling Casinos open throughout the night, and all year round.

Cuisine

The cuisine of north Cyprus owes its heritage to a mixture of Mediterranean and oriental influences. Local dishes are good and made from natural fresh produce. The `Meze` is a speciality of Cyprus and consists of a large number of cold and hot hors d`oeuvres such as different salads, meats, vegetables and sea food. It is either taken as an appetizer or as a main course. Other typical dishes of the region are Shish kebab( marinated lamb skewered and grilled over charcoal) , Yalanci Dolma ( wine leaves stuffed with rice onions and tomatoes. Sheftali kebab (spicy minced lamb wrapped in skin and cooked on charcoal) Musakka ( Layers of mince,potato aubergines and courgettes baked in oven with cheese topping). Typical sweet deserts are Lokum( Turkish Delight, Baklava (made from mille feuille pastry, nuts honey and syrup), Halva ( sweet made of flour, sugar, and ground sesame seeds).

For a good selection of local Restaurants please look in the Directory section.

Beverages

North Cyprus produces a variety of local brandies and the aniseed based "raki" which is famous in the region. These are the perfect accompaniment to the local dishes.European beer is also produced locally under licence. Gold Fassl and Altinada Pills are good local beers.(Look in the local directory) In addition to the local produce restaurants and hotels offer a wide range of wines beers and spirits imported from the Turkish mainland and Europe. Soft drinks are widely produced and consumed locally. One traditional way to finish your meal is a small cup of Turkish coffee.

SITES OF HISTORICAL INTEREST.                                                                            

North Cyprus is a treasure chest of mediaeval castles, abbeys, amphitheatres, and monuments offering a wealth of interest to both amateur and professional historians and archaeologists. The most important sites are:

SALAMIS: 5 miles north of Gazimagusa (Famagusta), dating back to 1100 BC, the exterior ruins of this ancient city represent North Cyprus's most impressive historical site. The best preserved remains are the gymnasium, Roman baths and the spectacular Roman Amphitheatre, which is one of the largest in the Eastern Mediterranean seating 20,000 spectators.

BELLAPAIS ABBEY: Situated in the hills overlooking the northern coastline, some 5 miles east of Girne (Kyrenia). Bellapais Abbey and Church were founded by Augustine monks around 1250 AD and represent some of the finest mediaeval gothic architecture in the Eastern Mediterranean. The sleepy village of Bellapais with its "Tree of Idleness" was home to the famous British writer Lawrence Durell for two years and its charm has been immortalized in his novel "Bitter Lemons".

St. HILARION , BUFFAVENTO and KANTARA Castles: These majestic ruined castles straddle the peaks of the Kyrenia Range Mountains and originally formed the island's main defensive line.

ST. HILARION: Perched high on a promontory four miles south of Girne, this spectacular fairy tale castle is the best preserved of all three. A wild dramatic maze of fortifications, it was built by Byzantines around 1100 AD, conquered by Richard the Lionheart in 1191 AD and dismantled by the Venetians.

BUFFAVENTO: Buffavento is the highest of the three Byzantine castles and the hardest to reach. Situated 930 metres above sea level in the mountains, it is 15 miles by road to the south-east of Girne. A system of flares linked the castle by night with St. Hilarion and Kantara.

KANTARA: Kantara Castle is the most easterly of the castles, standing at the gateway of the Karpas peninsula, some 25 miles north -east of Gazimagosa (Famagusta). Although only 700 meters above sea level, it affords marvellous panoramic views of both the northern and southern coastlines and its ruins are the epitome of romantic seclusion.

GIRNE (KYRENIA) CASTLE: Founded by the Byzantines in the 10th century , improved by the Lusignans in the 13th century and later re-fortified by the Venetians, the huge castle with its thick walls and massive bastions dominates the picturesque harbour of Girne. It also houses a museum with the remains of one of the world's oldest shipwrecks (300 BC) ever recovered, complete with its cargo.

SOLI: Some 35 miles west of Lefkosa (Nicosia) on the outskirts of Gemikonagi are the ruins of the City of Soli . Dating mainly from the Roman period, the main attractions are the 3,500 seat amphitheatre and the beautifully preserved mosaic floor of the basilica.

VOUNI PALACE: A further 5 miles beyond Soli is the ruined palace of Vouni which was built about 480 BC for one of the kings of Cyprus. Originally consisting of some 137 rooms, the palace was built on three levels on the cliffs overlooking Guzelyurt Bay. Recent excavations at the site have yielded many important historic finds.

MUSEUMS

The most important finds of the island's Antiquity are displayed in the Cyprus Museum which now remains on the south of the border, however, many interesting examples and some new finds can be found in the local museums of North Cyprus.

The LAPIDARY MUSEUM in Turkish Nicosia: Houses a fine collection of sculpture and stone monuments taken from buildings of mediaeval Nicosia. The exterior is a fine example of a Venetian merchant residence.

The SHIPWRECK MUSEUM within Girne Castle: It displays the remains of a 2300 year old ship and its cargo which was salvaged by a team from the university of Pennsylvania in 1968-69.

The cargo includes the unbroken amphorae and millstones and almonds amazingly preserved in jars. Also a replica of the ship.

The FINE ARTS MUSEUM in Girne: Displays paintings, pottery and decorative works of art.

The FOLKLORE MUSEUM In Girne: A reconstruction of a traditional Cypriot house, contains handcrafts and fabrics from the Karpas peninsula, looms, a bride's chest a wine press etc.

The PEACE AND FREEDOM MUSEUM: Set up near the Landing Beach in Girne after the 1974 landing of the Turkish troops, it displays, mainly in the open air, remains of the fighting and a display of guns, tanks and other armaments both Greek and Turkish.

The ARCHAEOLOGICAL and NATURAL SCIENCE MUSEUM in Guzelyurt: Contains mainly archaeological artefacts from the bronze age as well as a section concerned with geology, birds, reptiles insects and some of the wildlife of the island.

The ICON MUSEUMS are in Archangelos church (Girne) and in St. Barnabas (Famagusta), where collected icons of various periods are preserved.

The CAMBULAT BASTION and MUSEUM in Famagusta. Where Cambulat the hero of the Ottoman siege of Famagusta in 1571, is buried. This small museum is devoted to Old Turkish costumes, arms ,Venetian and Ottoman Pottery.

SHOPPING

For typical souvenirs of North Cyprus shop for embroidery, lacework, sheepskin rugs, and hand painted pottery. Leather ware and carpets imported from Turkey are also good value. Spectacles made locally are exceptional value as well as tailor made garments. Philatelists will also find a number of shops specializing in the postal history of North Cyprus.

PHOTOGRAPHY

The scenic beauty and the constant sunshine of North Cyprus makes it a photographers paradise. Exposed film can be processed within 24 hours. Both new film and developing is cheap. In certain areas however, particularly in military zones and demarcation lines photography is not allowed. These areas are clearly sign posted.

LOCAL OPENING TIMES & PUBLIC HOLIDAYS                                                     

Banks:

(Mon. to Fri.)

Summer 8.00-12.00 Winter 8.00-12.00 / 14.00 - 16.00

Each major town has over 10 Banks and several Exchange Bureaus.

Other shops:

Summer 8.00-13.00 / 16-19.00 Winter 9.00-13.00 / 14-18.00

Many Shops extend opening hours during summer months. One chemist in each town will stay open late hours, by turn.

Government Offices and The Post Office:

Summer (May-Oct.)

Mondays 07.30-14.00 / 15.30-18.0

Tue - Fri. 07.30-14.00 Winter: (Oct-May)

Mon - Fri. 08.00-13.00 / 14.00-17.00

Museums:

Summer (May-Sept.)

9.00 - 13.30 / 16.30-18.30 Winter

8.00 - 13.00 / 14.30-17.00

Museums are closed on Sundays, Mondays and Public Holidays.

Public Holidays

1 January New years day

23 April National Sovereignty & Children's day

1 May Spring and Labour day

19 May Youth and Sports day 0

6 July Prophet Mohammed's birth day

20 July Peace and freedom day

1 August TMT (Resistance) day

30 August Victory day

29 October Turkish Republic day

15 November Proclamation of TRNC

Ramazan Bayram: 3 days annually following 30 days of fasting.

It changes each year according to Muslim calendar.

Kurban Bayram: 4 days annually.                                                                                           


            

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Nord Zypern - Reisehinweise und Informationen                                                                                                                                                                                                                               

Einreise/ Reisezeit/ Anreise/ Reisen im Land/ Straßenverbindungen/ Unterkunft/ Diplomatische Vertretungen/ Zahlungsmittel/ Öffnungszeiten/ Telefon/ Landkarten/ Zeit/ Zoll/ Souvenirs

Für die Einreise nach Nordzypern ist ein Reisepaß erforderlich, der noch mindestens ein halbes Jahr Gültigkeit besitzt. Kinder unter 16 Jahren benötigen einen Kinderausweis. Wer später einmal in den griechischen Teil Zyperns oder nach Griechenland reisen möchte, sollte den Sichtvermerk nicht in den Reisepaß, sondern auf einen gesonderten Zettel stempeln lassen. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme: wer mit einem nordzyprischen Visum im Paß in die genannten Staaten einzureisen versucht, wird zurückgewiesen. Ein Grenzübertritt von Nord- nach Südzypern ist ausgeschlossen, dagegen sind Tagesausflüge aus dem griechischen in den türkischen Landesteil in der Regel möglich. Es empfiehlt sich jedoch, vor einem Tagestrip in den Norden Informationen über die aktuelle Situation am Checkpoint "Ledra Palace Hotel" in Nicosia einzuholen.

Angenehmste Reisezeit sind die Monate April bis Juni und September/Oktober. Im Juli/August steigt die Quecksilbersäule bei hoher Luftfeuchtigkeit regelmäßig über die 30-Grad-Grenze und nähert sich nicht selten schwer erträglichen 40 Grad. Die hohen Sommertemperaturen erwärmen die nordzyprischen Küstengewässer auf 28 Grad und selbst im Winter, wenn Regenschauer über das Land ziehen und hin und wieder auf den höchsten Bergspitzen Schnee liegt, sinkt die Wassertemperatur nicht unter 16 Grad.

Der politische Status Nordzyperns läßt Non-stop-Flüge aus dem deutschsprachigen Raum nicht zu, doch nimmt die Anreise mit dem Flugzeug bei einer Zwischenlandung in Istanbul oder Antalya noch zumutbare fünf bis sechs Stunden in Anspruch. Die reine Flugdauer beträgt ca. vier Stunden. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind mit der Türkei und Nordzypern durch Linien- und Charterflüge der Turkish Airlines, Istanbul Airlines und Cyprus Turkish Airlines verbunden. Über die Angebote der Pauschalreiseveranstalter informieren Sie sich bitte in Ihrem Reisebüro.

Die folgenden Daten informieren über die ungefähren Distanzen in Kilometern und die durchschnittliche Flugdauer zwischen deutschen und einigen Flughäfen des benachbarten Auslands und dem Airport Ercan in Nordzypern. Da in der Regel in Istanbul zwischengelandet wird, berücksichtigen die Angaben die beiden Teilstrecken Abflughafen - Istanbul und Istanbul - Ercan.

Basel (2.780 km / 4,20 Stdn.), Berlin (2.700 km / 4,10 Stdn.), Bremen (3.070 km / 4,50 Stdn.), Düsseldorf (3.000 km / 4,20 Stdn.), Frankfurt (2.750 km / 4,00 Stdn.), Hamburg (3.020 km / 4,30 Stdn.), Hannover (2.950 km / 4,20 Stdn.), Köln (2.900 km / 4,20 Stdn.), München (2.500 km / 3,50 Stdn.), Nürnberg (2.600 km / 4,10 Stdn.), Straßburg (2.830 km / 4,30 Stdn.), Stuttgart (2.700 km / 4,10 Stdn.), Wien (2.270 km / 3,40 Stdn.), Zürich (2.700 km / 4,10 Stdn.)

Wer mit dem eigenen Auto oder Motorrad anreist, erreicht über die südtürkischen Fährhäfen Tasucu und Mersin den Norden der Insel. Von Mersin verkehren Fähren an drei Tagen der Woche nach Famagusta. Tasucu ist täglich mit Girne verbunden. Während der Sommermonate bestehen zusätzliche Fährverbindungen von Alanya, Antalya und Anamur nach Girne bzw. Famagusta. Vor dem Wagnis einer Auto- oder Motorradtour nach Nordzypern, sollte man sich bei den heimischen Automobilclubs über Transitbestimmungen und die aktuell günstigste Fahrtroute informieren. Nach der Ankunft in Nordzypern muß umgehend eine örtliche Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, sofern Ihre Internationale Grüne Versicherungskarte nicht ausdrücklich für Nordzypern gültig ist. Bitte beachten Sie: in Nordzypern herrscht Linksverkehr ! Es gelten die internationalen Verkehrszeichen. Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen ist auf 100 km/h, in Ortschaften auf 50 km/h begrenzt. Da die Entfernungen über Land relativ gering sind, können Sie mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen jedes Ziel binnen eines Tages erreichen und auch wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Dagegen sollten Sie bei Überlandtouren mit dem Bus oder Sammeltaxi (dolmus) unbedingt vor Antritt der Reise klären, ob eine Rückkehr am gleichen Tage gewährleistet ist.

Die beiden Urlaubszentren Girne an der Nordküste und Famagusta (Gazi Magusa) an der Ostküste der Insel sind die Ausgangspunkte der folgenden Entfernungsangaben.

Von Girne wenden wir uns zunächst nach Westen. Hier liegen die kleinen Landstädte Güzelyurt (50 km) und Lefke (ca. 74 km), das Maronitendorf Korucam (ca. 40 km) und die Ausgrabungsstätten von Soli (71 km) und Vouni (ca. 83 km). Die Burg St. Hilarion (12 km) liegt hoch im Besparmak-Gebirge südlich von Girne, die Abtei Bellapais ( 6 km) am Hang dieses Bergzuges. Nach der Hauptstadt Nicosia (Lefkosa) in der weiten Mesarya-Ebene jenseits des Gebirges sind es 28 km. Östlich von Girne lockt die Burg Buffavento (ca. 23 km bis zum Fuß des Burgfelsens), das frühere armenische Kloster Sourp Magar und nahebei die Forststation Alevkaya sowie das nordzyprische Herbarium (26 km). Die im Wald liegende Klosterkirche Christus Antiphonitis ist über die Küstenstraße nach etwa 33 km zu erreichen. Folgt man der Straße am Wasser in östlicher Richtung sind es 73 km bis zur Burg Kantara. Famagusta (Gazi Magusa) ist 78 km von Girne entfernt, dagegen sind es beachtliche 146 km bis Dipkarpaz, wenn man die Küstenroute wählt. Über die Schnellstraße Richtung Famagusta sind es dagegen 168 km bis zu diesem östlichsten Dorf auf der Karpaz-Halbinsel. Von hier erreicht die Straße entlang der Südküste nach 24 km das Kloster Apostolos Andreas und weitere 5 km führen zur östlichen Landspitze Zyperns, dem Zafer Burnu. Im Distrikt Famagusta liegen die Ausgrabungsstätten von Salamis (75 km) und Enkomi (70 km) sowie das Barnabas-Kloster (72 km ).

Von Famagusta (Gazi Magusa) sind es nur jeweils 9 km zu den antiken Stätten von Salamis und Enkomi und 10 km zum Barnabas-Kloster. Die Burg Kantara wird nach 44 km erreicht, Dipkarpaz auf der langgestreckten Halbinsel nach 103 km, das Kloster Apostolos Andreas nach 127 km und schließlich Zafer Burnu, der östlichste Punkt Zyperns, nach 132 km. Die Entfernungen zu den reizvollen Zielen im und am Besparmak-Gebirge sind wie folgt: Klosterkirche Christus Antiphonitis 84 km, armenisches Kloster Sourp Magar, Forststation und Forst Alevkaya sowie nordzyprisches Herbarium 72 km, an den Fuß des Buffavento 67 km, zur Abtei Bellapais 79 km und zur Burg St. Hilarion 82 km. Die Hauptstadt Lefkosa (Nicosia) ist über die Schnellstraße 61 km entfernt und Girne 78 km - und noch die Distanzen zu den Zielen im Westen der Insel: Güzelyurt 101 km, Lefke 126 km, Soli 122 km und Vouni ca. 130 km.

Vom Ein- bis zum Fünf-Sterne-Hotel über Bungalowanlagen und Ferienwohnungen bzw. -häuser bis zu einfachen Pensionen findet sich für jeden Besucher die gewünschte Unterkunft. Die Touristenherbergen konzentrieren sich auf zwei Urlaubsgebiete: im Osten in und um Gazimagusa (Famagusta) mit langen Sandstränden, aber eintönigem, flachem Hinterland sowie an der Nordküste in und um Girne in landschaftlich schöner Lage auf dem Küstenstreifen am Fuße des Besparmak-Gebirges. Camping spielt in Nordzypern nur eine untergeordnete Rolle. Anhänger dieser Art zu reisen, müssen mit wenigen, überdies bescheiden ausgestatteten Plätzen vorliebnehmen.

Nordzypern, offizielle Bezeichnung: Türkische Republik Nordzypern, wird allein von der Türkei als eigenständiger Staat anerkannt. Diplomatische Vertretungen der deutschsprachigen Länder gibt es daher in Nordzypern nicht, doch hilft bei Bedarf die im griechischen Sektor von Nicosia residierende Deutsche Botschaft über ihre nur stundenweise besetzte Außenstelle im türkischen Nord-Nicosia (Lefkosa), 28 Kasim Sok. Nr. 15, Tel. 2275161, Dienststunden Mo. - Fr. , 10-13 Uhr. Touristen aus Österreich und der Schweiz wenden sich an das nordzyprische Außenministerium, Tel. 2283141 .

Offizielles Zahlungsmittel ist die Türkische Lira (TL). Umtauschmöglichkeiten bieten die zahlreichen Banken und Wechselstuben, aber auch die Rezeptionen der Hotels. Da der Wechselkurs vor Ort günstiger ist, sollten Sie nur hier tauschen. Euroschecks und Travellerschecks werden anstandslos akzeptiert, Kreditkarten dagegen haben sich noch nicht überall durchsetzen können. Wenn Sie in Hotels, Restaurants oder Geschäften mit Ihrer "harten" Währung zahlen möchten, werden Sie in der Regel keine Probleme bekommen.

Zu den Öffnungszeiten: Geschäfte sind im Sommer von 8-13 und 16-19 Uhr geöffnet, im Winter von 9-13 und 14-18 Uhr. Banken öffnen Montag bis Freitag von 8-12 Uhr im Sommer und von 8-12 und 14-16 Uhr im Winter.

Telefongespräche ins Ausland läßt man sich am besten von der Hotelrezeption vermitteln. Die Vorwahlnummer für Deutschland ist 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041. Falls Sie von zu hause angerufen werden möchten, muß die folgende Vorwahlnummer gewählt werden 0090392. Dann folgt die Vorwahl von Stadt bzw. Distrikt Girne (815) oder Lefkosa (227 bzw. 228) oder Gazimagusa (366), schließlich der Anschluß.

Detaillierte und zuverlässige Landkarten sind z. Zt. leider Mangelware. Informieren Sie sich bitte in Ihrer Buchhandlung über das aktuelle Angebot. Vom nordzyprischen Fremdenverkehrsamt wird kostenlos eine Karte im Maßstab 1:325000 verteilt, die leider deutliche Mängel aufweist. Die kürzlich in Heftform herausgegebene Straßenkarte gleichen Maßstabs ist eine verbesserte Ausführung, doch fehlen nach wie vor die Entfernungsangaben zwischen den Orten.

In Nordzypern gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ). Sie ist unserer mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ganzjährig um eine Stunde voraus.

Bei der Einreise nach Nordzypern dürfen zollfrei eingeführt werden: 400 Zigaretten pro Person oder 500 g Tabak oder 50 Zigarren, ein Liter Spirituosen oder ein Liter Wein sowie 0,1 Liter Parfüm.

Als Souvenirs werden gerne Keramikgegenstände oder auch nach alten Vorlagen bemalte Teller erstanden. Preiswerte und robuste Korbwaren, Flechtarbeiten und Stickereien finden ihre Liebhaber, auch gut gearbeitete Lederwaren, vorzugsweise aus Ziegenleder. Es gibt Touristen, die sich als Mitbringsel einen Anzug oder ein Kostüm schnell, preiswert und gut schneidern lassen, anderer erwerben ein schön gefertigtes Tavla-Spielbrett und auch das berühmte "Turkish Delight", die Nascherei aus Fruchtgelee, und einheimischer Brandy und Raki sind begehrte Erinnerungen an schöne Wochen in Nordzypern.                                                                                                                                                                                                                                                           


Report international vom Juli 2000                                                                                        

Österreichische UN-Truppen auf Versorgungsfahrt. Seit 26 Jahren transportieren Soldaten Lebensmittel von der Hauptstadt Nicosia in einige Dörfer der Karpas-.Region im Nordosten Zyperns.

Die wöchentliche Fahrt ist Routine.

In den wenigen Dörfern des Karpas, in denen noch griechische Zyprioten leben, wird der UN-Transport erwartet.

Die österreichischen Soldaten bringen alles, was man zum täglichen Leben braucht. Jeden Mittwoch. Es ist ein Ritual. Natürlich könnten die griechischen Dorfbewohner auch im türkischen Supermarkt einkaufen. Doch das würde den seit einem Vierteljahrhundert bewahrten "Status quo" verändern. Und ist damit undenkbar.

Das Absurde ist auf Zypern Normalität. Nach der Invasion Zyperns durch die türkische Armee 1974 blieben einige Tausend griechische Zyprioten am Karpas unter türkischer Herrschaft.

Alexander Nicos, Dorfsprecher der Griechen

"Wir sind noch vierundneunzig Leute hier, ja gerade 94. Wir haben keine Schule, keinen priester und kein Kaffehaus. Jeden Mittwoch kommen wir hier her, um unsere Nahrungsmittel zu bekommen.

Wieviele waren sie ?

wir waren 2.000 vor dem Jahr 1974."

Mittlerweile sind es gerade noch 470 Personen, verteilt auf ein paar abgelegene Dörfer, alle sind älter als 60. Die Jungen haben keine Schulen, sie müssen weg, ziehen in den griechischen Süden. Eine Rückkehr gibt es nicht.

Die Griechen im türkisch besetzten Nordzypern sind ein Symbol. Sie sollen durch ihre Anwesenheit, den Anspruch auf ein ungeteiltes Zypern aufrechterhalten. Doch das friedliche Zusammenleben von Griechen und Türken ist eine Fiktion. Die ethnische Aufteilung des Landes scheint unumkehrbar.

Stacheldraht durchzieht die Insel. Der ehemalige Flughafen von Nicosia. Heute liegt er im Niemandsland. Er gehört zur Pufferzone. UN-Soldaten aus vierzehn Nationen überwachen den Waffenstillstand. Nichts darf in der Pufferzone verändert werden.

Ein Flugzeug der Cyprus Airways. Nur noch eine Hülle aus Aluminium. Der Jet wurde 1974 bei den Luftangriffen auf den Airport beschädigt.

Das Hauptquartier der UN-Streitmacht. Jeden Freitag treffen sich die Kommandanten der vier Sektoren zur Lagebesprechung. Immer wieder werden kleine Zwischenfälle berichtet. Doch die Zahl der bewußten Provokationen hat abgenommen. Für den politischen Chef der UNO-Mission gibt es Anzeichen von Bewegung in diesem Konflikt.

James Holger, UN-Missionschef Zypern

"Die Menschen in Zypern verdienen eine Lösung, sie verdienen ein besseres Schicksal. Ich glaube es werden lange Verhandlungen, aber immerhin der Prozess hat begonnen. Wenn ich das mit der Situation in den achtziger Jahren vergleiche. Damals war ich sehr pessimistisch. Diesmal sehe ich ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Einen Schimmer Hoffnung."

Der einzige offizielle Übergang . Ledra-Gate. Touristen können hier für wenige Stunden vom griechischen Süden in den türkisch-besetzten Norden wechseln. Nicosia ist die letzte geteilte Stadt Europas. Die sogenannte grüne Linie durchschneidet das Zentrum der zypriotischen Hauptstadt. Propaganda hier wie drüben.. Die Griechen erinnern mit Verbitterung an Vertreibung und Tod bei den Kämpfen im August 1974.

Das einstige Luxus-Hotel Ledra-Palace im Niemandsland. Heute dient es den britischen UN-Truppen als Hauptquartier. Die einstige Kolonialmacht überwacht noch immer ihr koloniales Erbe.

Im Norden Nicosias scheint die Zeit ein wenig langsamer zu gehen. Während der griechische Teil Nicosias in den vergangenen Jahren einen Bauboom erlebt hat, hinkt der Norden wirtschaftlich nach. Die sogenannte türkische Republik Nordzypern ist international nicht anerkannt. Investitionen bleiben aus. Ein Bazar ohne Touristen.

Mustafa Akinci, "TRNC"- Tourismusminister                                                                                

"Der Tourismus mag keine Konflikte. Wir leiden unter dem Konflikt seit langer zeit. Wenn wir über den Fremdenverkehr reden, dann sind zwei Dinge wichtig, die Werbung und der Transport. Wir müssen ein Land vermarkten, das international nicht anerkannt ist. Die Schwierigkeiten, die wir dabei haben, sind riesengroß."

Ein Tourismus-Festival in Kyrenia. Schulkinder und Volkstanzgruppen werden aufgeboten. Obwohl der Nordteil Zyperns landschaftlich reizvoll ist, bleiben die Fremden aus. Mit neidischen Blicken wird auf den Südteil des Landes geschaut. Dort boomt das Geschäft mit der Sonne.

Der stellvertretende Ministerpräsident ist gekommen. Er feiert die Erfolge der lokalen Fremdenverkehrswirtschaft.

Kyrenia, nun türkisch Gyrne genannt, liegt knapp eine Stunde Fahrzeit von Nicosia entfernt. Tagesausflügler werden umworben. Der historische Hafen bietet die Voraussetzungen für einen Tourismus der mediterranen Art. Dennoch : Kaum Touristen, wenig Devisen.

Aya Napa das Touristenmekka im Süden. Hier bekommen die Sonnenhungrigen, das, was sie offenbar suchen. Einsamkeit ist es nicht.

Schon am Beginn der Saison müssen die Heerscharen aus England und Skandinavien sorgfältig am Sandstrand geschlichtet werden. Kein Platz an der Sonne bleibt ungenützt. Fast zweieinhalb Millionen Touristen machen diesen Wirtschaftszweig zum wichtigsten der Insel.

Im griechischen Teil wird auch die Teilung zur Attraktion. Bootstouren bis an die Waffenstillstandslinie.

Baywatch haben die Österreicher ihren Stützpunkt an der Küste getauft. An guten Tagen fahren hier zweihundert Ausflugsschiffe bis hart an die Grenze zu Nordzypern heran. Kleine Grenzüberschreitungen, von den Türken als Provokation gewertet, sind auf der Tagesordnung.

Ein Blick auf die Ruinenstadt Varosha. Vor 1974 war Varosha die größte Hotelstadt Zyperns. Mehr als 45.000 Betten in hunderten Hotels standen zur Verfügung

Auch die Aussicht auf eine leere Stadt läßt sich vermarkten. Seit 26 Jahren ist Varosha Sperrgebiet.

Bei Dherinia ist die Pufferzone am schmälsten. Kaum einen Steinwurf breit. Jedes Jahr wird hier demonstriert und provoziert. Griechen gegen Türken. 1995 kam es zu ernsten Zwischenfällen. Eine politische Lösung ist überfällig.

Michaelis Papapetrou, Regierungssprecher

"Wir sind bereit Konzessionen zu machen, um unseren konstruktiven geist zu beweisen. Voraussetzung ist allerdings : Die andere Seite muß einsehen. Wir reden über ein Zypern, über einen Staat und eine Heimat."

Das Dorf Pyla in der Pufferzone. Vier Streikräfte wachen über den einzigen Ort, an dem Griechen und Türken noch zusammenleben. Pyla ist ein Relikt. Die türkische Minderheit lebte vor 1974 in hunderten Dörfern mit und neben der griechischen Mehrheit. Nach dem Abzug der britischen Kolonialmacht brachen die Konflikte aus. Zwischen den Nachbarn.

Tag und Nacht beobachtet ein UNO-Posten des Hauptplatz des Dorfes. Er hat alles im Blick. Das türkische und das griechische Cafe.

Die leichte Entspannung in den Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei, ist auch im Büro des örtlichen Mukthars spürbar.

Nedjet Ermetal, Türkischer Ortsvorsteher Pyla

Wir sind getrennt, aber nicht geschieden, geteilt ja, unglücklicher Weise.

Sie reden von Scheidung. Wie ist das privat. Könnte ein Grieche aus Pyla ein türkisches Mädchen heiraten ?

In der ganzen geschichte Pylas ist so etwas noch nie vorgekommen. Es gibt kein einziges Beispiel."

Man lebt eng nebeneinander, aber nicht zusammen . Konflikte werden aber eher von außen in die Dörfer getragen.

Christophoros Ledros, Griechische Gemeinde in Pyla

"Das Problem ist nicht die Zusammenarbeit und das Zusammenleben der Volksgruppen. Wenn die großmächte das Problem lösen wollen, könnten sie das innerhalb von 24 Stunden.".

So rasch wird es nicht gehen. Aya Napa im Süden. Die Devisen der Sonnenhungrigen haben Zypern EU-reif gemacht. Der Inselstaat ist die Nummer Eins unter den Beitrittskandidaten.

Famagusta im Norden. Die touristischen Möglichkeiten des türkischen Zypern bieten neue Chancen,  aber nur gemeinsam.

Bericht: Gerhard Jelinek, Wolfgang Scheinbauer, Schnitt: Ingrid Hölzl                                                                          


Die Teilung Zyperns jährte sich zum 26. Mal       Hans Engels                                                                            

Die griechische Seite negiert die türkisch-zypriotischen Traumata noch immer. Der EU droht mit den aufgenommenen Beitrittsverhandlungen mit der geteilten Insel ein fortgesetztes diplomatisches Desaster. - Ein Reisebericht vom nördlichen Teil der Insel und die Vorstellung von Büchern, die die griechische Sicht auf den Zypern-Konflikt relativieren.

"Sehen Sie", sagt Ferdiye Ersoy, Anfang 30, figurbetonendes Outfit mit schimmernden Perlen an den Ohrläppchen, "ich bin nicht nationalistisch. Ich bin Zypriotin." Aber, stellt die Mutter einer Tochter klar, "wenn die Türkei 1974 nicht eingegriffen hätte, dann gäbe es uns beide heute nicht". Ferdiye Ersoy sitzt in der Lobby eines Hotels und rührt mit dem Strohhalm in einem Brandy Sour, jenem Longdrink aus den lange vergangenen Tagen der 1960 beendeten britischen Kolonialzeit, dem in Nord- und Südzypern noch gleichermaßen zugesprochen wird. Ansonsten verbindet beide Teile der Insel kulturell allenfalls noch der hüben wie drüben auf den Straßen beibehaltene Linksverkehr. Die unregelmäßigen "interkommunalen" Gespräche und Treffen, die seit Jahren Berufsorganisationen meist unter internationaler Schirmherrschaft (UN, EU) zusammenführen, wirken wie Alibiveranstaltungen. Außer Spesen nichts gewesen, man tauscht sich aus. Das war's. Die Politik wird woanders gemacht. Die Treffen seien geeignet, damit die türkisch-zyprische Seite auf internationalem Parkett ihre Position erklären könne, die sonst selten wahrgenommen werde, sagen türkisch-zypriotische Teilnehmer.

Mitunter gehen solche Zusammenkünfte auch auf neutralem Boden nach hinten los. Ferdiye Ersoy etwa, die acht Jahre in Frankreich lebte, dort studierte und heute an einer nordzyprischen Uni lehrt, war im vergangenen Jahr zum erstenmal dabei - und geschockt. Zum Treffen in Brüssel seien Zypern-Griechen mit Pressetroß angereist und von A bis Z über den Ablauf informiert gewesen; die türkischen Partner hätten dagegen dagestanden wie überrumpelt und sich zudem von EU-Politikern anhören müssen, sie sollten die Insel-Geschichte und das Schicksal der Zyperntürken vor 1974 "vergessen". Und da verbarg sich für sie der Haken.

Über ein Jahrzehnt lang wurden die türkischen Zyprioten verfolgt und massakriert, galten bestenfalls als lästige Minderheit, die nach dem Motto "Friß oder stirb" behandelt wurde (siehe "Die Genozid-Akten"). Seit "Bosnien" gilt der Balkanvergleich als halbwegs adäquat, um die längst aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwundene zyprische Realität jener Jahre von 1955 bis 1974 in Erinnerung zu rufen.

So existieren bis heute zwei Geschichtsschreibungen auf der Insel: Die griechische Seite lamentiert ohne jedes Schuldbewußtsein über die "Vertreibung" aus dem Norden nach 1974 (etwa 180.000 Orthodoxe flohen bzw. wurden zwangsumgesiedelt), über Enteignung, die "Invasion" und "widerrechtliche Besetzung". Für die türkische Seite - etwa 40.000 Menschen verloren ihre Heimat im Inselsüden - dagegen "haben wir seit 1974 Frieden". So sagt es Ahmet Aker, Hochschul-Professor und Berater des Vormanns der Zypern-Türken Rauf Denktasch. Doch nicht die Zypern-Türken hätten den Inselkrieg angezettelt; nationalistische Festland- und extremistische Zypern-Griechen, gesteuert von der regierenden Obristenjunta in Athen, wollten die Insel schließlich 1974 an Griechenland anschließen. "Enosis", Anschluß, hieß der jahrzehntealte Schlachtruf. Die (spätere) Antwort der Zypern-Türken dagegen hieß "Taksim", Teilung.

"Was wir auf dem Schlachtfeld gewonnen haben, haben wir in der Diplomatie verloren", sagen nordzyprische Politiker jeder Couleur. Die neun Jahre nach dem türkischen Einmarsch 1983 ausgerufene "Türkische Republik Nordzypern" (TRNZ) ist nur von der Türkei anerkannt. Als rechtmäßige Regierung für Gesamtzypern gilt nur die griechische Südzyperns. Der Mini-Nordstaat wird durch die mittels Währungsunion De-facto-Integration in die festlandtürkische Wirtschaft garantiert und durch die 35.000 stationierten festlandstürkischen Soldaten gesichert, die neben 1100 Alibi-Blauhelmen entlang der UN-Pufferzone zwischen Nord und Süd stehen. 100 Millionen Dollar, heißt es, pumpe die Türkei Jahr für Jahr nach Nordzypern, ob in- oder exklusive Militärbudget, bleibt dabei offen. Auch "koordiniert" Ankara inzwischen, so der Terminus technicus, die Außenpolitik Nordzyperns. So klingt es wie trotzige Realitätsverzerrung, wenn es an den Jahrestagen der TRNZ heißt: "Unsere Republik ist das Symbol unserer Souveränität."

Gleichwohl hat sich hier auf einem Drittel der Fläche Zyperns mit den rund 150.000 Einwohnern längst eine funktionierende quasistaatliche Selbstverwaltung etabliert, mit Kommunal- bis Präsidentschaftswahlen im Mehrparteiensystem, Justizapparat und Polizei samt Abschleppdienst für Falschparker.

Wirtschaftlich geht es dem Gemeinwesen antiker Größenordnung miserabel. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei <%10>5<%0>000 Dollar/Jahr, einem Viertel des Einkommens im Süden, wo die Maastricht-Kriterien bestens erfüllt werden (wenn auch mit einem Schönheitsfehler: Südzyperns ökonomische Topdaten sind extrem vom Tourismus mit den 2 bis 2,4 Millionen Besuchern jährlich abhängig, und 20.000 "Off-Shore"-Enterprises tummeln sich, nicht EU-kompatibel, im mediterranen Steuerparadies).

Mit kaum mehr als 100.000 Touristen, Urlauber aus der Türkei bereits eingerechnet, kommt der - einen Besuch lohnende - Nordteil der "Sonneninsel" (wie der Süden für sich wirbt), nicht auf die Beine. Und wenig glücklich sind viele mit der Eröffnung von etwa zwei Dutzend Spielkasinos, die auf die Insel wechselten, seit das öffentliche Zocken in der Türkei zunächst moralisch unter Druck geriet, dann Anfang 1998 verboten wurde. Daß da (auch) schmutziges Geld gewaschen wird, steht außer Frage; man werde noch "Laundrey-Island", kommentieren Hoteliers sarkastisch.

Um die Ökonomie anzukurbeln, wurden im Norden in den vergangenen Jahren sechs Privatuniversitäten aufgebaut, die, wie es heißt, 18.000 Studenten bedienen: Sprößlinge reicher Festland-Türken und Nachwuchs aus überwiegend muslimischen Ländern von Afrika bis Pakistan. Ein Studienplatz bringe zwischen 4.000 und 6.000 Dollar jährlich in die Staatskasse, knapp ein Viertel des Nordbudgets.

So hat man sich leidlich eingerichtet:

- mit den 30.000 Festland-Türken, die aus der Türkei angesiedelt wurden, um Bevölkerungsabwanderung auszugleichen; denn mit rund 200.000 türkischen Zyprioten leben mehr Zypern-Türken im Ausland als auf der Insel;

- mit dem seit drei Jahrzehnten an der Spitze agierenden Rauf Denktash, der mit immer knapperen Ergebnissen zum Präsidenten gewählt wird, dessen Sohn die Thronfolge verweigert werden soll und dem vorgeworfen wird, keine Lösungen zu erreichen;

- mit der Abhängigkeit von der Türkei. "Welche andere Möglichkeit als die Türkei haben wir?" fragt man sich, ob in der Politik oder an der Basis. Wo den einen die türkische Armee aufgrund moralischer Verpflichtungen des "Mutterlandes" als einziger Garant für Schutz und Unversehrtheit gilt - ein toter Soldat einer internationalen Truppe, und es heiße: "take our boys back" -, entrüsten sich andere über politisch-ökonomische "Doppelstandards", besonders der EU. Wenn der Alleinvertretungsanspruch des Südens für die gesamte Insel beispielsweise in Zollunionsverträgen anerkannt werde, dann müsse autonomer Handel mit dem Norden logischerweise zugelassen werden. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Sache ist insgesamt vertrackt. Nach den Unabhängigkeitsverträgen von 1960 sind Großbritannien, Griechenland und die Türkei "Garantiemächte" für die Unabhängigkeit der Insel. Ein Beitritt zu Organisationen, in denen nicht beide "Mutterländer" Mitglied sind, ist nach der 1960er Verfassung verboten. Mithin sind die Verträge, die die EU mit dem Süden abgeschlossen hat - inklusive der im Frühjahr eingeleiteten Beitrittsverhandlungen -, völkerrechtlich zumindest heikel. In Nordzypern heißt es, der EU-Beitritt wäre der Anschluß an (EU-Mitglied) Griechenland durch die Hintertür. Schließlich wurde das Beitrittsgesuch der Türkei, seit 1963 mit der EU assoziiert, nach der Zollunion von 1996 mit Brüssel/Straßburg verbunden, abgelehnt.

Nordzypern verlangte schon im Vorfeld, mit eigenständiger Delegation zu den Beitrittsgesprächen geladen zu werden, nicht als "Teil" der "griechischen" Seite (immmerhin war in der Unabhängigkeits-Verfassung ein außen- und sicherheitspolitisches Vetorecht verankert). Es gehe heute "eher um Bestätigung" der quasi eigenstaatlichen türkisch-zypriotischen Existenz als um "Anerkennung", so die semantische Gratwanderung. Dabei ist ohnehin kaum mehr zu entwirren, wer mit den durch die Jahrzehnte der Verhandlungen schwirrenden Termini von "bi-communaler" Lösung bis "föderaler" Gesamtstaat was genau meint. Offenkundig ist allerdings, daß eine Zypernlösung auf lange Sicht weder Niederlassungsfreiheit noch freie wirtschaftliche Betätigung bringen kann. Der potente Süden würde dem Norden den Garaus machen. Selbst Entschädigungsforderungen von zwangsumgesiedelten Griechen sind eine komplizierte Angelegenheit: Auch vertriebene oder geflüchtete türkische Zyprioten hätten Ansprüche.

Eigentlich, so der schöne Plan der dilettantischen Euro-Diplomatie, sollte den Nordzyprioten die EU als Zone des Wohlstands, der Stabilität und des garantierten Friedens schmackhaft gemacht werden. Durch den Affront gegen die Türkei und die Ablehnung einer eigenständigen nordzyprischen Delegation kam es zum Eigentor. Die EU habe auf Zypern eine Bombe gezündet, wurde der UN-Zypern-Vermittler Diego Cordovez zitiert. Die Türkei drohte mit der Annektierung Nordzyperns, wenn das so weitergehe. TRNZ-Präsident Denktash fror die EU-Kontakte ein. Auch die eigene Bevölkerung bekam es zu spüren: gereist werden darf (oder soll) nur noch mit nordzyprischen Reisedokumenten, die freilich - im Unterschied zu den noch immer validen Pässen der alten (Gesamt-)Republik Zypern - mit Ausnahme der Türkei kein Staat der Welt anerkennt. Beschweren sollten sich die türkischen Zyprioten bei Griechen oder Europäern.

Die Lunte wurde in Athen gelegt, wo noch jede Chance genutzt wird, gegen Ankara zu mobben. Griechenland hat die Beitrittsverhandlungen mit der geteilten Insel durchgeboxt. Der ökonomische EU-Zwerg konnte mit dem Boykott der Unions-Osterweiterung drohen. Gleichzeitig ließ es die EU-Diplomatie weiterhin durchgehen, daß Athen seit Jahren beschlossene Zuweisungen für die Türkei blockiert, die unter anderem Teil des Vertrags über die Zollunion sind (die sich ohnehin für die volkswirtschaftliche Gesamtentwicklung in der Türkei aufgrund des Abbaus von Import-Zöllen wie prognostiziert bislang zum Zuschußgeschäft entwickelt hat). Der griechische Punktsieg in der EU hat das Verhältnis zwischen Ankara und Athen nur noch weiter Richtung Siedepunkt getrieben: Zypern ist Teil des Ägäis-Streits der beiden Natopartner, in dem Athen der Türkei Hoheitsrechte streitig macht; der griechische Anspruch ist von internationalem Recht tenzenziell gedeckt, erscheint aber unrealistisch, da ein Vollzug die türkische Marine praktisch auf Küstenpromenaden-Patrouillen beschränken würde. In diesem Streit geht es außerdem um den Zugriff auf potentielle Bodenschätze unter Wasser.

Mit dem Beschluß, die Beitrittsverhandlungen aufzunehmen, durfte sich auch Südzypern in seinen Plänen abgesegnet fühlen, die Hochrüstung während der vergangenen Jahre mit dem Einkauf russischer S-300-Raketen zu krönen, die türkisches Festland erreichen könnten. Deren Stationierung hatte Ankara als "Kriegsgrund" klassifiziert und vorsorglich für den Fall des Falles die sofortige Bombardierung angedroht. Süd-Zypern hat die Einschiffung der S-300 vorerst vertagt - auf den Frühherbst. In Großbritannien war für den Ernstfall laut über die Evakuierung britischer Touristen nachgedacht worden, die den Großteil der Urlaubsgäste Südzyperns ausmachen; vor vier Wochen zog das Bonner Außenministerium mit einer Reisewarnung nach. Aber auch ohne Nachschub aus Rußland gilt die Insel, die im Süden nach wie vor zwei britische Basen - Hoheitsgebiet ihrer Majestät - beherbergt, als der militarisierteste Flecken Europas. Die Rede ist seit langem vom "natürlichen Flugzeugträger", 80 Kilometer östlich und 350 südlich vor Nahost-Küsten.

Man findet sich da schnell in Zeiten der alten Blockkonfrontation wieder. Einerseits kam der Türkei vor 25 Jahren die Möglichkeit zum Eimarsch durchaus zupaß. Die eigene Südküste konnte so durch Präsenz auf der blockfreien Insel im Vorfeld gesichert werden. Und den USA, seit je an vasallentreuer Sicherung der Nato-Südostflanke interessiert, galt der (gesamt-)zyprische Präsident, Erzbischof Makarios, als unsicherer linker Kantonist, der "mit der Sowjetunion flirtete und sich geweigert hatte, cypriotischen Schiffen den Transport von Waffen für den Vietkong zu verbieten" (Claus Hillenbrand, Cypern, München 1990): Immerhin markierte die 74er Demarkationslinie jenen Teilungsverlauf, den die USA bereits 1964 vorgeschlagen haben.

Ob überhaupt - mit Ausnahme der vor 400 Jahren eingewanderten Nachfahren der Osmanen und heutigen Zypern-Türken vielleicht - jemand eine gesamtzyprische "Lösung" will, steht in Frage. Am Ende muß womöglich von "EU-Depplomatie" gesprochen werden. Denn sollte Griechenland es schaffen - was bizarr wäre und deshalb wohl ausgeschlossen ist -, die EU-Aufnahme Zyperns ohne Änderung des Status quo durchzudrücken, dann hätte die Europäische Union nach bisheriger Lesart (türkisch) besetztes Territorium aufgenommen: frohe Zukunft.

Täglich zur Greenwich Meantime um 12 Uhr - 14 Uhr Zypern Ortszeit - sitzt Önder Özkal, 69jährig, schütteres weißes Haar, würdig mit Krawatte, im Korbstuhl in seinem Wintergarten in Gazimagusa, Nordzypern. Big Ben läutet dann zum europäischen High-noon aus einem alten Grundig-Kofferradio die BBC-World-News ein. Der alte Herr, "acht Jahre Studium und US-Ausbildung", ehemals Verwaltungsfachmann, hat gleichwohl Hände, die zupacken können. Gartenarbeit ist sein Hobby. "Das Problem ist, wissen Sie", sagt Özkal, "daß sie im Süden meinen, die Probleme hätten erst 1974 angefangen, mit dem, was sie die ,türkische Invasion` nennen. Aber so war es nicht. Es begann alles viel früher: 1931, 55, 68, 74: Sie wollten immer den Anschluß an Griechenland. Die Türken wurden aus den Städten geworfen, in Enklaven." Die Zukunft Nordzyperns? "In diesem Land flossen Milch und Honig. Und wo sind wir jetzt? Es steckt eine Krankheit in den Köpfen der Menschen auf der Insel. Die Griechen wollen den Anschluß, die Türken wollen mit den Griechen nicht zusammenleben. Die Integration in die Türkei wird schleichend weitergehen." Und dabei verzieht er verächtlich den Mund.

"Die Genozid Akten"                                                                                                              

Zypern ist durch die Trennungslinie friedlich. Merkwürdigerweise wird das als Problem angesehen, obwohl seit 1974 nichts mehr passiert." Dr. Phil. Michael Ackermann formuliert schon mal drastisch. Der Hauptseminarleiter am Staatlichen Studienseminar Hamburg und Südosteuropa-Experte kann die undifferenzierte Darstellung des Zypernproblems "deutscher Medien" nicht mehr hören, die "fast ausschließlich den griechischen Anspruch auf die Sonneninsel" verträten. Und so hat Ackermann ein 135seitiges Bändchen vorgelegt - Türkisch-Zypern, Geschichte und Gegenwart.

Ackermann verortet den Beginn der Krise am Anfang des 19. Jahrhunderts: "Seit der Gründung des griechischen Nationalstaates 1828/30 hatten nationalistische Ideen auch die griechisch-zyprischen Führungschichten erfaßt. Die ,Megali Idea`, die ,große Idee` der Vereinigung aller Gebiete, in denen Griechen leben, mit Griechenland, sollte auch Zypern nach Hellas führen." Daraus wurde im Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft die orthodoxe griechisch-zypriotische "Enosis"-(Anschluß)-Bewegung, mit besonderer Hingabe von Erzbischof Makarios verfochten, dem ersten Staatschef der unabhängigen Insel. Nach der Unabhängigkeit 1960 richtete sie sich gegen die muslimischen Zyprer.

Bereits in den 50er Jahren hatte die griechisch-zyprische "EOKA" Terror auch gegen die türkischen Zyprioten betrieben, 1958 galt deshalb der Ausnahmezustand in den großen Städten, erinnert Ackermann. Zwischen 1963 und 1967 seien 103 türkische Sieldungen und Dörfer geschliffen worden, "Hunderte türkische Zyprer wurden getötet, entführt, gefoltert oder zu Krüppeln geschossen". Die Antwort der Muslime hieß "TMT", so das Kürzel für die zypern-türkische Schutzruppe, und "Taksim", die Forderung nach Teilung der Insel.

Über Jahre saßen türkische Zyprioten in Enklaven fest, fast ausschließlich versorgt vom festlandtürkischen Roten Halbmond, dem Pendant zum Roten Kreuz. UN-Dokumente belegen die Drangsalierung: "Die Einschränkungen der Bewegungen von Personen und Waren machen es den türkischen Zyprern praktisch unmöglich, am allgemeinen Wohlstand teilzunehmen", so ein Bericht des damaligen Generalsekretärs, wonach knapp die Hälfte der Muslime von Hilfslieferungen abhängig waren. Sonstige ausländische Hilfe und Gelder für Zypern kamen den Zyperntürken "kaum zugute". Postbeamte etwa, so der griechische Bann, durften Rentenzahlungen nicht in die türkischen Enklaven austragen.

Das Vorgehen der zypern-griechischen Nationalisten folgte dem "Akritas"-Plan von 1963, dessen Ziel es war, die zyprischen Unabhängigkeitsverträge von 1960 "zu Fall" zu bringen, damit "uns keine rechtliche oder moralische Kraft mehr daran hindern kann, unsere Zukunft durch ein Plebiszit zu bestimmen". Dazu sollte auf das international respektierte "Selbstbestimmungsrecht" gesetzt werden. Und auf Selbstbestimmung reimten die Nationalisten den Anschluß an Griechenland. Auf Kreta, so Ackermann, hatte der Griechenland-Anschluß die Ermordung und Vertreibung von 90.000 Muslimen bedeutet. "Geschützte Minderheit" sollten sie, etwa ein Fünftel der Bevölkerung, auf Zypern sein.

Geschützte Minderheit? Der ehemalige britische, ehemalige Nahost-Korrespondent Harry Scott Gibbons hat sein im Dezember erschienenes Buch zum Zypernkonflikt aufgrund von Dokumentenfunden The genocide files betitelt. Auch Gibbons fokussiert Zypern entschieden aus der zypern-türkischen Perspektive. "Nach dem Auftakt zum Völkermord im Dezember 1963 begannen die griechischen Zyprioten, die griechische, blau-weiß gestreifte Fahne statt der zyprischen zu hissen." Aber, meint Gibbons, "das Hakenkreuz wäre passender gewesen". Mehrfach vergleicht der Brite das Vorgehen der griechischen Seite mit NS-Praktiken, so hätte der Akritas-Aktionsplan "Adolf Hitler und seinen Nazis alle Ehre gemacht".

Von Anfang an, ab Dezember 1963, als die türkischen Vertreter in der Inselregierung aus Protest gegen Verfassungsbrüche der griechischen Partner zurückgetreten waren, meint Gibbons, hätten Medien und "westliche Regierungen" bewaffnete griechische Provokationen fälschlicherweise als Vorfälle zwischen "verfeindeten Fraktionen" beschrieben. Tatsächlich aber habe es sich um "ethnische Säuberung" gehandelt. "Dokumente der griechischen Nationalgarde", die in den Wochen nach dem Eingreifen der (Festlands-)türkischen Truppen 1974 gefunden worden seien, beschrieben demnach "einen haarsträubenden Plan zur Ausradierung der türkischen Inselbevölkerung": "Sogar die Beerdigung der türkischen Toten, es findet sich alles darin."

"Iphestotos" (Vulkan) sei der säuberlich geplante Putsch-Plan getauft gewesen und mit ordentlichen Aktenzeichen versehen (etwa: "File No. 210/11/62", plus Versende-Datum, Absender und Empfänger). Zur "Säuberung" der türkischen Enklaven wurde der Marschbefehl "Angreifen bei Nacht, ohne Licht, so schnell wie möglich" erteilt. Abhängig vom Bedarf bei den "Operationen" gaben die Direktiven den Einsatz aller "verfügbaren Mittel (Waffen etc.)" frei.

Ebenfalls in Großbritannien wurde die Materialsammlung The Cyprus Question veröffentlicht, verfaßt von dem Parlamentsabgeordneten Michael Stephen. Der Autor erinnert daran, daß die nach internationaler Lesart (UN-Beschüsse) illegale "zweite" Intervention der Türkei auf Zypern, die nach dreiwöchigem Waffenstillstand Ende August 1974 zur Teilung der Insel führte, einem britischen Zypernausschuß von 1976 zufolge "unvermeidlich war, da die Position, die das türkische Militär bei Ausrufung des ersten Waffenstillstandes erreicht hatte, militärisch unhaltbar war". Die Ausschreitungen griechischer Nationalisten gegen die Zyperntürken gingen ohnehin weiter. Zunächst hatte die Armee nur einen schmalen Korridor zur größten zyperntürkischen Enklave ("Lefke"/Nikosia) gehalten; das waren nur drei Prozent der Insel, kaum mehr, als das Nikosia-Homeland umfaßte.

Das aktuelle britische Paperback dokumentiert internationale Presseberichte - darunter auch einen Bericht der "Zeit" - vom August 1974, wonach die "Massaker an türkischen Zyprioten beweisen, wie berechtigt die Türken zu ihrer (August-)Intervention" waren. Zur Schuldfrage ("Die Handlung der Türkei schaffte einen Safe Haven für die türkischen Zyprioten") wird Expräsident und Erzbischof Makarios mit einer späten Erkenntnis aus dem Jahr 1977 zitiert: "Im Namen der Enosis ist Zypern zerstört worden." Ein griechisches Zypern wird er damit gemeint haben.

"Es ist kein Thema für uns, die Sicherheit der türkischen Zyprioten den Griechen anzuvertrauen, die nicht einmal sich selbst regieren können", so der türkische Regierungschef von 1974, Bülent Ecevit, der gegenwärtig wieder der türkischen Regierung angehört. Die Äußerung bezog sich auf die blutigen Attacken innerhalb der griechischen Bevölkerung im Schicksalssommer. "Es ist schwer zuzugeben, aber die türkische Intervention rettete uns", sagte etwa ein griechischer Priester später, die griechischen Inselputschisten hätten ihre Gegner in der eigenen Volksgruppe andernfalls "sämtlichst abgeschlachtet". Tatsächlich ist bis heute von griechischer Seite nicht aufgearbeitet, wie viele der knapp 2.000 "Vermißten" auf das Konto der "eigenen" Guerilla gehen, abgesehen davon, daß auch die Zypern-Türken allein im Putsch- und Interventionssommer knapp 900 Vermißte zu beklagen hatten. Vielmehr bündeln offizielle südzyprische Info-Broschüren "Das Zypern-Problem" so: "Damals ahnte niemand, daß die türkische Minderheit zum Schiedsrichter im Schicksal des Landes werden könnte."

Michael Ackermann, Türkisch-Zypern, Geschichte und Gegenwart, Heiligenhofer Studien zu Volksgruppenfragen, Wissenschaftliche Reihe, Band 6, Heiligenhof-Bad Kissingen 1997 Harry Scott Gibbons, The Genocide Files, Charles Bravos, Publishers, LondonMichael Stephen, "The Cyprus Question", Published by The British-Northern Cyprus Parliamentary Group, London 1997Klaus Hillenbrand, Cypern, Beck`sche Reihe Aktuelle Länderkunde, München 1990                                                                                                                       


Hystorischer Rückplick Zypern                                                                                                                                                                                   

Nur ein einziger Fundort belegt bisher die Anwesenheit von Jägern und Sammlern schon in der Frühen Jungsteinzeit / Protoneolithikum (um 8500 v. Chr.) . Aus unbekannten Gründen wird die Insel nicht dauerhaft besiedelt.

Nach dem heutigen Wissensstand kann von einer kontinuierlichen Besiedlung Zyperns gesprochen werden, seit sich Einwanderer aus Anatolien (oder dem syrischen Raum) am Anfang der Jungsteinzeit / Neolithikum (ca. 7000 - 3700 v. Chr.) auf der Insel niederlassen. Fünfundzwanzig über die Insel verstreute Fundstätten zeugen von der erfolgreichen Landnahme dieser frühen Siedler. Am Ende der Epoche hält die Keramik ihren Einzug, auch die Kultivierung der Olive und Weintraube fällt in diese Zeit.

Eine dynamische und produktive Ära, ablesbar an mehr als 125 Fundorten, setzt mit der Kupfersteinzeit/Chalkolithikum (ca. 3700 - 2400 v. Chr.) ein. Fortschritte in der Landwirtschaft und Töpfereitechnik sowie die erstmals nachweisbare Verwendung von Gebrauchsgegenständen aus Metall revolutionieren den Wirtschaftssektor. Soziale Strukturen entstehen, lokale Eliten bilden sich heraus.

Die bisher isolierte Insel öffnet sich in der Frühen Bronzezeit (ca. 2400 - 1900 v. Chr.) der Außenwelt. Der Überseehandel mit Kreta, Ägypten und Anatolien floriert. Großvieh (Ochse, Rind, Esel, Pferd) wird auf der Insel heimisch.

Kennzeichnend für die Mittlere Bronzezeit (ca. 1900 - 1625 v. Chr.) ist die stürmische Entwicklung der zyprischen Kupferindustrie. Reiche Kupfererzlager in den Randzonen des Troodos-Gebirges werden seit dem frühen 2. Jahrtausend v. Chr. systematisch abgebaut. Der Export von Kupferwaren rückt Zypern in den Kreis der bedeutenden nahöstlichen Mächte.

Der Kupferboom hält in der Späten Bronzezeit (ca. 1625 - 1125 v. Chr.) an. Auch Keramikwaren von der Insel werden ein gefragter Handelsartikel im gesamten Mittelmeerraum. Seit etwa 1500 v. Chr. verbreitet sich auf Zypern ein auf der kretisch-minoischen Linear-A-Schrift basierendes, bis heute nicht restlos entziffertes Schriftsystem. Nach dem Niedergang der dominierenden Stadt Enkomi, stärkt ein Dezentralisierungsprozeß die prosperierenden regionalen Zentren. Die Herausbildung zu stabilen Kleinstaaten befähigt sie offenbar, die Heimsuchung durch die sogenannten "Seevölker" glimpflicher zu überstehen als andere nahöstliche Mächte. Achäer von der Peloponnes-Halbinsel, auch sie Opfer der Seevölkerwirren, strömen in den Westen Zyperns.

Autochthone Zyprer ("Eteozyprer") und die frühgriechischen Neusiedler erleben in der Eisenzeit (ca. 1125 - 800 v. Chr.), wie sich mit der Einwanderung der Phöniker ein drittes, bestimmendes Bevölkerungselement auf der Insel festsetzt. Kition an der Südküste entwickelt sich zu ihrem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum, während Salamis endgültig an die Stelle von Enkomi tritt und zur beherrschenden Kraft Ostzyperns aufsteigt. Zyperns traditionelle Handelskontakte in die Ägäis, nach Kreta und in die Levante werden durch den Ansturm der "Seevölker" nur unwesentlich in Mitleidenschaft gezogen.

Sieben, zeitweise elf Stadtkönigreiche unter griechischen bzw. phönikischen Machthabern bestimmen das Geschehen in der Archaischen Epoche (ca. 800 - 500 v. Chr.). Inschriften vom Ende des 8. Jahrhunderts berichten von der Machtübernahme durch das mächtige Assyrische Reich. Ob die Textfunde die Wirklichkeit oder doch nur Herrscherrhetorik widerspiegeln, ist strittig. Die Insel prosperiert. Eine kurze ägyptische Herrschaft um 570 v. Chr. hinterläßt keine Spuren, dagegen zieht die aufstrebende nahöstliche Großmacht Persien, auf deren Seite sich Zypern um 529 v. Chr. schlägt, die zyprischen Kleinreiche in den griechisch-persischen Konflikt hinein.

In den ersten Jahrzehnten der Klassischen Zeit (499 - 323 v. Chr.), auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Griechen und Persern, nehmen Zyperns Kleinmonarchen auf beiden Seiten an den Kämpfen teil. Eine milde persische Oberhoheit, die den lokalen Herrschern weitgehende politische Freiheiten gewährt, gerät nach zweihundert Jahren zunehmend kraftloser Herrschaft unter die Kontrolle Alexander d. Großen.

Während der Hellenistischen Zeit (323 - 58 v. Chr.) nimmt Zypern einen privilegierten Platz unter den Provinzen des nachalexandrinischen Ptolemäischen Reiches ein. Die zyprischen Kleinstaaten werden aufgelöst. Ausgebildete Fachleute verwalten das Land im Einklang mit den zentralistischen Prinzipien der ptolemäischen Monarchie. Die Insel erlebt einen Entwicklungsschub, die Wirtschaft blüht, die Städte verändern ihr Gesicht, bescheidener Wohlstand breitet sich aus. Doch mit dem expandierenden Rom greift eine neue Großmacht nach der Insel.

Die Römische Zeit (58 v. Chr. - 330 n. Chr.) beginnt für Zypern mit der Eingliederung in die kleinasiatische Provinz Cilicia. Eine effiziente Verwaltung betreibt nach anfänglichen Bereicherungs- und Spekulationsorgien den Ausbau der insularen Infrastruktur. Ein Straßennetz entsteht, zahllose Monumentalbauten werden errichtet. Der inzwischen auch von den Eteozyprern und Phönikern getragene Hellenisierungsprozeß schreitet zügig voran, zumal auch die römische Führungsschicht die griechische Sprache und Kultur bevorzugt. Ihre erste Missionsreise (44-49 n. Chr.) führt die Apostel Paulus und Barnabas nach Zypern.

Die damals begonnene Christianisierung wird im ersten Jahrhundert der Byzantinischen Epoche (330 - 1191) abgeschlossen. Die zyprische Kirche erstreitet sich den Status der Autokephalie, d.h. sie setzt ihre eigenständige gesetzgeberische Gewalt in allen zwischen- und innerkirchlichen Angelegenheiten gegen das Patriarchat von Antiochia durch. Nach drei Jahrhunderten anhaltender wirtschaftlicher Blüte wird Zypern zu einem der Schauplätze des byzantinisch-arabischen Machtkampfes, der hier erst 965 zugunsten der Byzantiner entschieden wird. Der Wiederaufbau des Landes unter strikter Kontrolle der Metropole Byzanz läßt Zypern zu einem bedeutenden Handelszentrum aufsteigen. Einer schmalen Schicht schnell reich gewordener Kaufleute und ihrer Nutznießer in Verwaltung und Kirche steht eine unmäßig besteuerte und rechtlos gehaltene Landbevölkerung gegenüber. Es kommt zu Aufständen. Nach Pestepidemien und Dürrekatastrophen, Plünderungen durch muslimische und christliche Freibeuter und der Errichtung der Tyrannei des Isaak Doukas Komnenos, bewirkt das Auftauchen eines Kontingents des 3. Kreuzzuges unter dem englischen König Richard Löwenherz (1191) zwar ein abruptes Ende der Schreckenszeit, begründet aber eine Fremdherrschaft, einen Feudalstaat nach westeuropäischem Vorbild, der die Masse der Zyprer in bedrückender Abhängigkeit hält.

Das Haus Lusignan, ein zu Königsehren aufgestiegenes Grafengeschlecht aus dem westfranzösischem Poitou, treue Gefolgsleute des englischen Königs, wird zum Hauptakteur dieser Fränkischen Epoche (1192 - 1489) Zyperns. Auf Drängen des jungen Herrschers Amaury belehnt der deutsche Kaiser Heinrich VI. das Haus Lusignan mit Zypern (1197) und stärkt auf diese Weise nachhaltig die Position des kleinen Königreichs im Kreise der nahöstlichen Mächte. Die Verteidigung der Insel wird neu organisiert, die Orthodoxe Kirche dem katholischen Klerus unterstellt. Der Handel erlebt einen lange anhaltenden Aufschwung, als nach dem Fall von Akkon (1291) christliche Flüchtlinge dem Wirtschaftsleben mit ihrer Erfahrung und ihrem Kapital neue Impulse geben. Zyperns überquellender Reichtum, seine vorteilhafte Lage am Schnittpunkt gewinnträchtiger Warenströme, rufen die rivalisierenden Handelsmächte Genua und Venedig auf den Plan. Deren massive Einmischung in die inneren Angelegenheiten des instabilen Feudalstaates führt zu Fraktionierungen in der fränkischen Führungsschicht und beschleunigt den Machtverfall des Hauses Lusignan. Aus dem intrigenreichen Tauziehen um Macht und Märkte geht Venedig als Sieger hervor. Unter offenen Drohungen der Mächtigen der Serenissima Repubblica übergibt die letzte Königin Zyperns, Caterina Cornaro, das zyprische Erbe der Lusignans 1489 an Venedig.

Während der Venezianischen Herrschaft (1489 - 1570) dient die Insel als bloße Einnahmequelle, als profitabelste Kolonie des Überseeimperiums der Lagunenstadt. Eine unfähige und korrupte Verwaltung und der Raubbau an den Ressourcen ruinieren das Land. Im Angesicht der drohenden Invasion der expansiven Osmanen beharren die Verantwortlichen auf einem überholten Verteidigungskonzept, das im Kampf um Zypern 1570//71 seine Untauglichkeit unter Beweis stellt.

Drei Jahrhunderte Osmanische Herrschaft (1571 - 1878) verändern das Gesicht der Insel. Mit den osmanischen Türken -demobilisierten Soldaten der Invasionsstreitmacht und Umsiedlern aus Anatolien- tritt den griechischen Zyprern ein in seinen kulturellen Äußerungen, in Sprache und Religion fremdes Bevölkerungselement gegenüber. Gleich nach dem Machtwechsel wird die Orthodoxe Kirche von allen unter den Lusignans auferlegten Beschränkungen befreit. Auch die Leibeigenschaft wird aufgehoben. Die Hoffnung auf eine Verbesserung der materiellen Lebensumstände erfüllt sich freilich für die große Mehrheit der Zyprer nicht. Korruption, Vetternwirtschaft, Ämterkauf, dazu Dürrekatastrophen und die alljährliche Heuschreckenplage verhindern den Aufbau einer stabilen Wirtschaft. Mit unzureichenden Mitteln versucht Istanbul gegenzusteuern, um die "vergessene Provinz" an die allgemeine Entwicklung heranzuführen. Doch erst im 19. Jahrhundert bewirkt das Reformprogramm der osmanischen Sultane eine spürbare Besserung. Die Wirtschaft beginnt sich zaghaft zu entfalten, liberale Ideen aus Europa finden Eingang in führende Kreise der Insel. Noch ehe aber wirtschaftliche Erholung und Modernisierung der Gesellschaft auf sicherem Fundament stehen, sind es unabwendbare außenpolitische Zwänge, die diesen Prozeß unterbrechen: als Kompensation für militärische Unterstützung durch London in der Auseinandersetzung mit Rußland, bietet das ohnmächtige Osmanische Reich den Briten Zypern an.

Die Britische Herrschaft (1878 - 1960) über die Insel zeigt anfänglich alle Merkmale einer reinen Stützpunktpolitik. Im Vordergrund steht die Überlegung, von der aufgerüsteten Insel aus den russischen Drang ins Mittelmeer und die dadurch ausgelöste Destabilisierung des Osmanischen Reiches aufzuhalten und zum anderen den Seeweg von England nach Indien an seinem neuralgischen Punkt, dem Eingang zum Suez-Kanal, zu sichern und überdies anderen Nahostambitionen der britischen Krone Nachdruck zu verleihen. Veränderte politische Konstellationen rücken diesen Aspekt schon bald in den Hintergrund. Vorrang erhält nun der Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens. Erste Erfolge zeichnen sich ab: die reorganisierte Verwaltung leistet effiziente Arbeit, eine zeitgemäße Rechtsprechung schafft Rechtssicherheit, der Vetternwirtschaft wird der Boden entzogen, ein Landkataster erstellt und das Gesundheitswesen ausgebaut. Auf der anderen Seite bleibt der Wirtschaftssektor hinter der allgemeinen Entwicklung zurück. Ursachen dafür sind u.a. die ausbleibende Reform des Steuersystems, die unmäßige Abgabenbelastung des Haushalts und eine viel zu niedrige Reinvestitionsquote des erwirtschafteten Geldes. England zeigt nur ein verhaltenes Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung seines neuen Territoriums. Zur Verbitterung vieler Einheimischer sind auch die neuen Machthaber nicht als die erhofften großmütigen Befreier und uneigennützigen Helfer in der Not ins Land gekommen, sondern als Begründer einer Fremdherrschaft, die durchaus humane Züge trägt, doch den elementaren Bedürfnissen nur zu oft nicht genügen kann. Das aber können vermeintlich die Wortführer des "Enosis"-Gedankens, die in einem Anschluß an Griechenland eine Lösung aller zyprischen Probleme sehen. Auf sie richten sich zunehmend die Hoffnungen derer, die nach mehr politischen Freiheiten verlangen, die der wirtschaftlichen Stagnation entkommen wollen, die enttäuscht feststellen müssen, daß England zwar anderen griechischen Inseln, nicht aber Zypern den Anschluß an das "Mutterland" erlaubt. Der Konflikt zwischen den Enosis-Aktivisten, an deren Spitze sich die Orthodoxe Kirche stellt, und der englischen Kolonialmacht führt 1931 zu ersten blutigen Zusammenstößen und nachfolgenden massiven Beschneidungen von Freiheitsrechten. Verstärkte Hoffnungen auf einen Anschluß an Griechenland nach dem 2. Weltkrieg werden enttäuscht: England hält den Stützpunkt Zypern für unverzichtbar. Die Enosis-Bewegung greift zur Gewalt. Ihr militärischer Arm, die EOKA unter Georgios Grivas, f&u