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Eines war von Anfang an klar. Mit Inbetriebnahme des slowakischen Donaukraftwerkes Gabcikovo müsste die Städteverbindung Wien-Budapest aus DDSG Sicht eingestellt werden. Mit nur einem verfügbaren Schiff, sowie den zu erwartenden Schleusungs- und Wartezeiten, wäre der tägliche Umlauf nicht mehr zu schaffen gewesen.

Doch der Anfang vom Ende kam früher als erwartet.

In den Morgenstunden des 24. März 1990 fuhr das Schiff in dichtem Nebel von Bratislava kommend zu Berg, als ihm gegen 7.00 Uhr auf Höhe Stromkilometer 1880,400 ein bulgarischer Schubverband auf der falschen Seite entgegenkam. Platz zum Ausweichen war keiner, und so wurde das Schiff in voller Fahrt ziemlich unsanft auf Land gesetzt. Bei dieser Havarie erfuhr das Schiff ziemlich große Schäden an Struktur und Antrieb. Es wurde nach der Bergung sofort in die Werft zur Reparatur gebracht. Mittlerweile sprang ein slowakisches Tragflügelboot für den Donaupfeil ein.

Nach mehrwöchigen Reparaturarbeiten gelangte das Schiff wieder in den Streckendienst. Jedoch kam es nach dieser Havarie nie wieder voll in Fahrt. Die Ausfälle häuften sich und es blieb nichts anderes übrig, als den Donaupfeil endgültig außer Dienst zu stellen.

Somit endete die Ära des einzigen Luftkissenschiffes auf der Donau ziemlich abrupt.

Nach Liquidierung der DDSG im Herbst 1995 wurde das Schiff nach Kroatien verkauft, wo es als Fähre im Raum Sibenik zum Einsatz kam.

Die folgenden Aufnahmen zeigen das Schiff im Sommer 1995, als es in der Schiffswerft Linz aufgebockt auf seinen Abtransport nach Kroatien wartet.