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Patenschaften


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Wer sich über Patenbesuche im Comedor Informieren will, bitte auf den Berichte und Aktivitäten Button drücken !

 

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Verantwortlich: Uschi Krabichler,  Online Mitteilungen an: U.Krabichler

Konto für Patenschaften:
Raiffeisen Bank Kitzbühel/Reith, BLZ
36263 , Kto. Nr. 01040260
IBAN: AT 15 3626 3000 0104 0260


Lieber Pate!

Wenn Du eine Patenschaft übernehmen möchtest, danke ich Dir im Namen des Kindes, für das Du nun eine ganz wichtige Person sein wirst. Als ersten "Patenbrief" möchte ich

Dir genauer erzählen, wie "unser" Comedor entstanden ist:

Der erste Schritt war der Kauf des eigenen Hauses zu Beginn des vergangenen Jahres. Doch es war eine Menge an Reparaturen, Erneuerungen, Ergänzungen zu leisten, ehe das Haus sauber, sicher und benutzbar war.
Alle, die zum Projekt gehören, arbeiteten mit: Urbano setzte seine ganze Erfahrung, sein Können, seine Beziehungen und seine Ferien ein, um alles zu organisieren und nur ja nichts zu vergessen. Er hatte das Ziel und den finanziellen Rahmen immer im Kopf und die Motivation seiner Helfer gut im Griff. Die Jugendlichen aus den Bands leisteten Knochenarbeit, als sie während ihrer gesamten Ferien (in Peru im Jänner, Feber) die Steinmauern abtrugen und mit Bindemittel neu aufbauten und so den großen Hof vom Geröll und außerdem vom Abfall befreiten. Die Frauen taten sich zusammen beim Saubermachen. Die Señioren schließlich übernahmen die Einweihungsfeier, indem sie eine kleine Madonnenstatue als erste ins Haus trugen und beim Räuchern der Räume halfen. Mit dem Schulbeginn im März begannen wieder die Zusammenkünfte bzw. Workshops.
Doch mit einem großen Unterschied: Alles kann nun im eigenen Haus stattfinden!
Unser Haus ist auch die Voraussetzung für die Einrichtung eines Kindergartens: Während Urbano die Bauarbeiten leitete, hatte sie erreicht, dass das Haus als ein Zentrum für "PRONAI", d.h. eine öffentlich genehmigte Krabbelstube akzeptiert wurde. Kindergärten dürfen nur von ortsansässigen Frauen geführt werden, dafür erhalten sie eine kleine Grundausstattung. Die Einrichtung war sehr wichtig, da die Regierung in Zukunft diese Auslage streichen will und nur noch da unterstützen, wo der Kindergarten auch gut läuft.

Zugleich ermittelte Miriam die ersten extrem schlimmen Sozialfälle von Kindern, die als Begünstigte für die geplante Kochstelle, den Comedor, in Frage kommen: die ällerärmsten Kinder im Distrikt Cayma sollten zuerst erfasst werden. Sie sollen Paten bekommen, die die regelmäßigen Mahlzeiten finanzieren.
In einem Comedor können höchstens 30 Kinder essen, also ist klar, dass die Auswahl gut überlegt sein muss. Unser Ziel ist, dass wir da anfangen wollen, wo die Not am allergrößten ist.

Im April kamen die ersten 13 Anträge nach Österreich, und schon in der ersten Woche fanden sich Menschen, die bereit waren, einem dieser extrem armen und sozial benachteiligten Kindern zu helfen. Als die Kinder in Peru erfuhren, dass sie Paten bekommen, weinten manche vor Freude! Es war für sie fast unvorstellbar, dass sie nun jeden Tag zu essen haben würden! Miriam zeigte ihnen das Haus, wo der neue Comedor eingerichtet werden sollte und brachte sie zur Gesundheitsstation zwecks Kontrolle der Unterernährung.

Am 1. Mai 2003 wurde der Comedor eingerichtet.
3 Tage später war es soweit: Die Kinder wurden abgeholt und einander vorgestellt.
Miriam hatte eine Köchin gefunden, die für ca. 4 Euro pro Kind den ganzen Monat lang täglich Frühstück und Mittagessen kocht.
Eine weitere Frau hilft bei der Betreuung der Kinder, beim Servieren und Abwaschen. - Nun wurde bei einem kleinen Fest jedem der Kinder ein kleiner Rucksack (=Schultasche) mit Schulutensilien, Kleidern und Schuhen überreicht. Die neuen Kleider durften sie gleich anziehen. Im "neuen Look" wurden Fotos gemacht!
Anschließend gab es das erste Essen, danach einen kleinen Film und zuletzt spielte die Jugendband Sayari indianische Folkloremusik. Seither gibt es jeden Tag für diese Kinder ein Frühstück und ein warmes Mittagessen.
Die Kinder werden von ihrem Wohnbaracken zum Haus, zur Schule, und nach dem Essen wieder heimbegleitet. Die Begleitung übernehmen ältere Geschwister oder Jugendliche.
Die Kinder sind alle überglücklich und sehr dankbar.
Sie haben viel nachzuholen: nicht nur das Essen, Gewicht, Gesundheit, Entwicklungsrückstand - auch sozialen Umgang mit anderen, Schule, Gemeinschaft, einfachste Manieren, Bewältigung von Angst und Minderwertigkeitsgefühlen.
Aber der wichtigste Schritt ist getan: sie werden zu essen haben, jeden Tag, sie gehören zur neuen Familie "huellitas de Jesús", was in deutsch etwa heißt: die Spuren der kleinen Füße von Jesus. Durch Deine Hilfe gehören nun 60 Kinder fix zum Comedor 2005.
Sie wissen, dass sie einen Paten haben, der sie liebhat und dem sie wichtig sind, und ohne den das große Wunder, das sie erleben, nie geschehen wäre.

So beende ich meinen Brief mit einem ganz großen DANKE für alles, was Ihr seid und tut, hier wo Ihr lebt und dort, wo Kinder durch Euch endlich "leben" können. Ich hab nicht mehr als Worte, und, wie Urbano mir zuletzt schrieb: unser einziger wirklicher Dank ist, dass wir weiterhin arbeiten werden für diese Idee, die Ihr unterstützt, mit unserer ganzen Kraft und Liebe. Was wir da tun, wirkt manchmal verrückt, aber wir alle verwirklichen einen großen Traum; einen Traum, der es wert ist, umgesetzt zu werden.


Einfach danke - gracias!


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Kinderhilfe-Peru