Die tausend Seiten des American Pit Bull Terriers

Rassegeschichte

Da über die APBTs sehr viel Unfug verzapft wird, möchte ich mich auf die Tatsachen beschränken.
Die Rassegeschichten aus der Sagen und Märchenecke, dass der Pitbull seine Vorfahren in den römischen Arenen hatte halte ich für gleichbedeutend, als würde man seine eigenen Vorfahren bis in die Eisenzeit zurückverfolgen versuchen und dann zu hoffen die damaligen Personen hätten die selbe Haarfarbe wie man selbst.

Die positiven Seiten des APBT:

Pete


Pete ist wahrscheinlich der bekannteste PitBull, den es bis Dato gab. Er war bei den "Little Rascals" sozusagen ein Bandenmitglied. Bei der Neuverfilmung von 1994 war es dann kein APBT mehr, sondern ein American Bulldog (Southern Type).

Positive Wesenseigenschaften

Die herausragensten positiven Wesenseigenschaften sind genauso wie die negativen ein Ergebniss der knapp 200 Jahre Zucht für ein Haupt-Ziel: die Pit. Die daraus resultierende Menschenfreundlichkeit scheint in diesem Zusammenhang anfangs paradox, es wird aber verständlich, wenn man bedenkt, dass die Hunde während des Kampfs nicht auf die Zuseher losgehen durften. Zudem mussten die mehr oder weniger übel zugerichteten oder fast toten Hunde vom Besitzer aus der Pit geschaft werden, ohne dass dieser, von Schmerzen gepeinigt, seinen Besitzer atackierte.
Das Bull and Terrier und PitBulls damals auf engsten Raum bei Arbeiterfamilien lebten wird öfters auch als Grund für die Menschenfreundlichkeit angegeben, dass ist aber Unsinn, da sich durch diesen Umstand, wegen dem Fehlen von Extremsituationen, keine tiefgreifende Selektion ergeben konnte.

Typgerechte APBT sind wie die meisten anderen bullartigen Hunde sehr nervenstark, schmerzunempfindlich und menschenfreundlich, was sie zu guten Familienhunden mach selbst wenn kleine Kinder im Haus sind. Wie bei allen anderen Hunden sollte man aber vorsichtig sein, wenn der Hund schon vor dem Kind da war.
APBT sind körperlich sehr belastbar und ausdauernd, was sie zu guten Kumpels beim Wandern, Joggen und Radfahren macht.

die negativen Seiten:

Negative Wesenseigenschaften

Da es beim APBT nur sehr eingeschränkt eine seriöse und planmäßige Zucht gibt, möchte ich mich nicht weiter auf Rassencharakteristika einlassen, die es bei dem Hund "PitBull" nicht geben kann. Bei registrierten ADBA Hunden mag das zwar sein, das trifft aber auf die wenigsten zu.

Ein relativ großer Prozentsatz (im Vergleich zu einem Durchschnittshund) von APBTs wird, spätestens wenn sie mit etwa 1,5 Jahren ausgewachsen sind, gegenüber Artgenossen aggressiv. Das heißt aber nicht, dass es keine PitBulls gibt, die sich mit allem und jedem vertragen und auch nicht, dass das nur den APBT betrifft!
Was bei bullartigen Hunden allgemein gültig ist, ist das weitgehende fehlen von Aggressionszeichen. Die Mimik ist auch sehr eingeschränkt, was das Erkennen einer anstehenden Rauferei schwierig macht.
Ich hätte zumindest noch nie einen AmStaff, Pibull, Bulldog,.... gesehen, der die Nackenhaare aufstellt, wenn er einen ihm verhassten Artgenossen sieht. Das bei anderen Hunden übliche Zähnefletschen ist auch etwas, dass es bei Bullartigen Hunden quasi nicht gibt.

Die hohe Reizschwelle ist ja bekannt, aber nachdem diese Reizschwelle überschritten ist, kann ein Bull and Terrier zur Furie werden. Voriges Jahr hat z.Bsp. ein scharfgemachter AmStaff ein junges Mädchen atackiert, nachdem das Mädchen in ein Auto gerettet werden konnte, begann der Hund das Auto zu ramponieren.

Die Kampfhundehasser

Heute gibt es in der breiten Öffentlichkeit eine sehr einheitliche Meinung zum APBT: MONSTER, selbst wenn man noch nie einen gesehen hatte und sich von dessen angeblicher Monstrosität überzeugen konnte

Die Hundekampfgegener, weil es so liebe Tierchen sind

Nach dem "die Schöne und das Biest" Prinzip wird der Pitbull zum - nach wie vor - Monster erhoben, mit dem man kuscheln kan, dass einen aber bei der erstbesten Gelegenheit - monsterartig verteidigt und beschützt. Der Hundekampf ist bei solchen Leuten natürlich verpönt, obwohl sie nicht so genau wissen - oder wissen wollen - um was es dabei geht.

Die Tierschützer

und zu guter letzt, gibt es noch Leute, die die grausame Wahrheit kennen, denen irrwitzige Geschichten über Rassegeschichte und Erzählungen über die titanenhafte Leistungsfähigkeit absolut egal sind.
Ihnen ist es auch egal, ob es sich um einen Pibull, Staff, Bullterrier, Tosa Inu oder sonst was handelt.

Hundekämpfe
Der Hundekampf an sich ist nicht das was die ganze Thematik so abartig böse macht. Ein solches Tier geht quasi durch die Hölle. Es gibt mittlerweile im WWW eine Vielzahl von Fotoreportagen über PitBulls, bei denen man nicht weiß ob man zuerst gegen den Brechreiz oder gegen die Tränen kämpfen soll.
Tip: Suchen Sie auf z.Bsp. http://video.google.de nach "PitBull". Sie werden schockiert sein.

Folgenden Fragen kann und sollte man nachgehen, wenn man sich mit dieser grausamen Thematik befassen möchte: