Planungstips zum Energie und Kosten sparen


Keine Sorge, die Seite ist erst in Arbeit. Es werden voraussichtlich auch noch ein paar Planskizzen folgen.
Wenn's weitere Fragen zu dem Thema gibt, können Sie mir gerne eine E-Mail senden.

Gebäudegröße

Die meisten, die ein Haus bauen wollen aus ihrer kleinen und engen Wohnung raus, schießen dann aber bei der Größe des Hauses massiv über ihre (finanziellen) Grenzen.
Prinzipiell kann ein Haus ja gar nicht groß genug sein. Sie müssen aber bedenken, dass sie pro m² etwa 1400 (großes Haus) bis 1800€ (kleines Haus) berappen müssen! Wenn man nicht sparen will/kann/möchte kann es noch viel teurer werden.

Falle: Der m² Preis sinkt mit der Hausgröße.

Von Architekten und Planzeichnern werden sie öfter den Spruch hören: Die paar Ziegel, die sie für die zusätzlichen m² brauchen machen das Kraut nicht fett.
SCHWACHSINN.
Wenn es mehr m² werden, dann betrifft das auch:
*) die zu verputzende Fläche
*) Die Estrichmenge
*) Die Fußbodenheizung
*) Die Dachfläche
*) Die Gemeindeabgaben
*) Die Menge an Farbe
*) Fußbodenbeläge,
usw. usw.....

Beispiel:

Erns M. baut ein Haus mit 110m². Das Bauvorhaben kommt ihm in Summe auf 198.000€. Der m² Preis liegt somit bei 1800€.
Herbert Z. baut ein doppelt so großes Haus mit 220m². Das Bauvorhaben kommt ihm in Summe auf 308.000€. Der m² kommt ihn somit auf nur 1400€.
Von Sparen kann hier nicht die Rede sein....

Gebäudeform

Die Gebäudeform beeinflusst sehr intensiv die Kosten für das Haus.
Am besten steigen sie aus, wenn Sie "Stein auf Stein" bauen. Allerdings betrifft das nur den Rohbau, da es relativ egal ist, wieviele Winkel und Ecken mit den Ziegeln/Steinen geformt werden.
Umso verwinkelter sie bauen, umso schöner wird zwar das Haus von außen, von Innen bekommen sie das aber leider nicht mit. Dann ärgern Sie sich maximal, dass es keine einziges gerades Mauerelement mir mehr als 3 Meter gibt.
Umsoweiter man sich von der idealen Würfelform entfernt, umso teurer und Energie-ineffizienter wird das Haus, da das Verhältnis von Außenfläche zu Volumen immer weiter zunimmt.
Für eine kleinere Familie durchaus ausreichender Würfel wäre z.Bsp. 8x8x8. Da die Gebäudehöhe bei einem Flachdach quasi immer dieselbe ist, ist das im Prinzip die einzige mögliche richtige Würfelform.

Massiv oder Leichtbau

Nach vielem Überlegen und Gesprächen mit Hausbesitzern bin ich zu dem Resümee gekommen: Bau Massiv und lebe glücklich...
Es gibt leider nur sehr wenige Massiv-Fertigteilhausanbieter da die Fertigung der Wandelemente doch um einiges komplizierter ist als bei einem Holzriegelbau.

Falle: Wohbauförderung

Eines der größten Hilfsmittel für die Leichtbauer ist die Wohnbauförderung. Die sieht nämlich nur den U-Wert bzw. die theoretische Energieeffizienz. Das sich ein Leichtbauhaus im Sommer, aber auch in der Übergangszeit massiv (hihi) überhitzen kann und dann möglicherweise sogar eine Klimaanlage nötig wird, ist nicht berücksichtigt.
Bei einem Massiv gebauten Haus wird die eingestrahlte Sonnenenergie schnell vom Mauerwerk absorbiert und dann bei sinkender Lufttemperatur wieder von der Wand zurückgegeben - reine Physik.

Stabile Temperaturen beim Massivbau

Umso massiver, umso stabiler sind die Temperaturen. Von diesem Standpunkt aus wären massive Betonwände mit 20-30cm Styroporfassade ideal. Beton hat leider im Wohnraum nicht den besten Ruf - allerdings sind das größtenteils uralte Legenden - und nostalgische Vergleiche mit DDR-Plattenbauten. Da ein modernes Haus erstens sowieso gedämmt ist und auch fast immer eine Wohraumlüftung eingesetzt wird, sind diese Vorurteile Schnee von gestern.