Unser Kater TIGGA


-- Der zehnte Tag --

Die Eingewöhnung

Am Freitag 31/10/2008 (Halloween) kam der 9 Wochen alte Kater "Tiger" zu uns in's Haus. Asterix war damals schon über 5 Jahre alt.
Die Eingewöhnung war am ersten Tag nur als dramatisch zu beschreiben, wahre Überraschungen gab es aber nicht. Sogar der von uns prognostizierte Zeitplan von den beiden Vierbeinern wurde eingehalten :) Allerdings, hätten wir den Kater einfach laufen lassen, wäre er jetzt vermutlich tot. Nachdem sich die gröbsten Wogen geglättet hatten (ich blieb vorerst im Badezimmer mit der Katze), hingen wir Asterix mit der Leine am Aquarienmöbel fest und ließen die Katze laufen.
Ich nahm dann die Katze auf den Arm und einen Becher voller Leckerlies in die Hand. Asterix musste jetzt angeleint Sitz, Platz und alles mögliche andere machen, während der Kater permanent in seinem Blickfeld war. Während der Nacht sperrten wir beide in unterschiedliche Zimmer ein. Am Samstag liefen schon beide frei, allerdings gab's noch einen kurzen Rückfall, da Asterix eifersüchtig wurde, als meine Frau den Kater im Arm hielt. => Wieder zurück an die Leine. Am Sonntag war dann alles ok. Asterix benimmt sich gegenüber der Katze allerdings als wäre sie ein Hund und versucht ansatzweise sie zum spielen bzw. toben aufzufordern, was Tiger dann nicht versteht und mit einem Pfauchen und gezückten Krallen quittiert.

Fazit

Man sollte seinen Hund gut kennen und seine Reaktionen möglichst realistisch einschätzen, damit sich die Freude über die neue Katze nicht in ein Drama verwandelt.
Vorsichtig wäre ich prinzipiell bei allen Jagdhunden, Terriern (vom Yorkie bis zum Dobermann), Huskys und generell allen Hunden mit Schutz-, Wach- und Jagdtrieb. Auch wenn der Hund die hausinterne Rangordnung nicht akzeptiert ist das Unternehmen zum Scheitern verurteilt.

Kommunikationsschwierigkeiten - Märchen und Tatsachen

Die oft zitierten Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Hund und Katze existieren in der Tat.

Das Schnurr und Knurr Märchen

Allerdings kann ich den oft zitierten Vergleich "Katze schnurrt" = "Hund knurrt" nicht bestätigen, da Katzen ebenfalls knurren können. Und wie!
Das Knurren beginnt meist mit normaler Tonlage und wird innerhalb von ein paar Sekunden höher. der Buckel wird dabei aufgestellt und das Knurren geht in ein katzenübliches Pfauchkonzert über.

Hunde können auch ansatzweise Schnurren, allerdings entstehen dabei keine grollenden Laute, sondern sie atmen nur schwer aber genüsslich, z.Bsp. wenn man sie ruhig am Kopf streichelt.

Spielen

Ein großer Verhaltensunterschied besteht bei der Spielaufforderung. Bei der pazifistischen Variante strecken die Hunde Vorderpfoten aus, legen den Brustkorb auf den Boden und strecken das Hinterteil in die Luft.
Für eine Katze bedeutet das anscheinend gar nichts und ruft maximal Verwunderung hervor.

Bei der stürmischen Version rast der Hund einfach auf seinen potenziellen Spielgefährten ohne Drohgebärden (!) zu, bleibt vor dem anderen stehen und wartet auf dessen Reaktion.
Für eine Katze bedeutet dass allerdings schon etwas und wird mit gezückten Krallen beantwortet :)