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protestHLI expandiert - permanente Aktivitäten in ganz Österreich

Ein APA-Bericht vom 18. Februar 2003 bestätigt, wovor das Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau in Wien schon lange gewarnt hatte: HLI, alias Ja zum Leben, expandiert seine Anti-Abtreibungspolitik mit Hilfe des österreichischen Klerus in ganz Österreich.

Abgesehen davon, dass wir nicht glauben, dass eine derartige Ausbreitung und vor allem Kontinuität mit Spendengeldern und Freiwilligen zu garantieren ist (wie Fischer es in seinen monatlichen Aussendungen zur Lukrierung von Spendengeldern in Millionenhöhe weismachen will...):

bemerkenswert an der Sache ist, dass sich eigentlich alle Bischöfe Österreichs, inklusive Kardinal Schönborn, aus ihrer konspirativen Ecke ins Licht gestellt und geoutet haben. Sie unterstützen diese Organisation, die sich gegen Aufklärung, gegen Verhütung und gegen sekulares Recht stellt, in der Zwischenzeit offen. Genauso wie sie auch die "Jugendlichen" der sogenannten "Jugend für das Leben" unterstützen. Jugend für das Leben darf als zu HLI zugehörige Organisation angesehen werden. Sie erledigt einen weiteren Schwerpunkt von HLI: nämlich die Arbeit zur "GENERATION NEXT". Dazu wird jährlich ein "Pro-Life-Marsch" oder "Radeln für das Leben", was auch immer, quer durch Österreich veranstaltet. Im Jahr 2004 ist ein europäischer Sternmarsch nach Brüssel geplant, denn "Jugend für das Leben gibt es ebenfalls nicht nur in Österreich.

Wir bezeichnen daher HLIs "Gebets-Vigils" a la Msgr. Reilly als politische Kundgebungen gegen Österreichisches Recht und gegen alle Frauen auch dieses Landes! Und auch deren Auftreten gegen Verhütung und Aufklärung benennen wir: nämlich als rechten, religiösen Fundamentalismus, der Frauen ganz offensichtlich zu Objekten degradieren will.

Und weil selbstverständlich nur mit Gebeten alleine keine Abtreibungsklinik schließt, glauben wir weiters, dass im Hintergrund noch einiges an gelinde gesagt "Unregelmässigkeiten" läuft.

Jedenfalls bekommt die Leiterin der Klinik Lucina laufend Morddrohungen, und auch der Arzt in Salzburg, vor dessen Praxis der Auftakt der permanenten Anwesenheit von HLI-Aktivisten ausgerechnet am 8. März 03 mit einer Demonstration eingeleitet wird, hat bereits eine Morddrohung erhalten. Uns ist es dabei vollkommen egal, ob es Aktivisten von HLI direkt sind, die, diese Drohungen begehen, oder ob lediglich gewaltbereite Personen aus diesem Spektrum durch die Aktivitäten HLIs dazu ermutigt werden. Es wäre falsch, hier zu differenzieren.

Die derzeitige Situation in Österreich stellt sich laut Fischers eigenen Angaben folgendermassen dar:

Gebetsvigilien ein Mal pro Monat, vom "Lebenszentrum" (oder aus der Kirche) zur Abtreibungsklinik, dort eine Stunde lautes Singen und Beten und wieder retour. Gruselfotos von zerfetzten Kinderleichen, Marienstatue auf Pappkarton, Walkie-Talkies zum Vorbeten und Rosenkränze sind immer mit dabei.

Zeitplan:   jeder 1. Freitag im Monat in Villach am Morgen und Klagenfurt am Abend
jeder 1 Samstag im Monat in Graz, am 2. Samstag in Salzburg und Wien/Ambulatorium am Fleischmarkt
am 3. Mittwoch in Bregenz, am 3. Freitag in St. Pölten und am 3. Sonntag im Monat in Linz.
jeden letzten Samstag in Wien vor der Klinik Lucina/Mairo.

 

Das bedarf schon einiger Ressourcen! Und nicht zu vergessen, der tagtägliche, beinharte Einsatz des Prolife-Gesindels vor den Kliniken in Wien, Graz, Salzburg und in Wien nun offenbar auch im Rudolfspital!

Die Aktivistinnen können nicht vom Gebet allein leben. Nach Aussagen Fischers bei Gerichtsverhandlungen war von Gehältern in Höhe von rd. 2.200 Euro die Rede. Die Mieten der "Lebens"zentren müssen ebenfalls bezahlt werden. Davon hat Fischer in Wien 2 und zusätzlich 1 Wohnung oberhalb der Klinik Lucina, eine Zentrale vis a vis der alten MAIRO in Wien 2., Taborstrasse 11a und in den Räumlichkeiten der alten MAIRO, 2., Taborstrasse 11b. In Salzburg 1 Zentrum, in Graz 1 und 1 Wohnung oberhalb der Arztpraxis. Ein weiteres Zentrum gibt es in Vorarlberg und in Grießkirchen.

Die "Kapellen" in den Lebenszentren und Wohnungen zahlt nach Angaben Fischers in einem Interview mit der HLI-Zentrale die Katholische Kirche. Spenden bezieht er von 25 Prozent des Klerus! Er scheut auch nicht davor zurück, sich (kranke) Angehörige von Ärzten heranzuziehen, die ihm dann bei der Umsetzung seines verächtlichen Werkes "helfen werden".

Der zwangspensionierte Lehrer Dietmar Fischer unterstützt diese Expansion aber auch ganz aktiv als Manager und Kontaktperson für die an Österreich angrenzenden Länder. So organisiert er für oder reist er regelmässig mit Msgr. Reilly in die Nachbarländer: Ungarn, Slowakei, Tschechien, Kroatien, Deutschland, Schweiz, Rumänien, Moldawien, Ukraine. Auch dort setzte sich HLI in den vergangenen Jahren fest.

HLI ist selbstverständlich in den katholischen Staaten Spanien, Portugal, Irland, Italien, etc. schon längst vertreten und aktiv.

 

WIR HABEN ES SOMIT MIT EINER RABIAT-SEXISTISCHEN BEWEGUNG DER KATHOLISCHEN KIRCHE GEGEN SÄKULARES RECHT ZU TUN!

 

mehr zu diesem Thema finden Sie auch auf DieStandard unter dem Schwerpunkt XAbtreibung

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