www.die-abtreibung.at.tf

 

 

JUGEND FÜR DAS LEBEN

HLI-Schwerpunkt
<<GENERATION NEXT>>

 

ambulat.fleischmarkt

 

 

IM AUFTRAG DES KLERUS:

DER KINDERKREUZZUG GEGEN DIE ABTREIBUNG

 

"Jugend für das Leben" nennt sich eine Organisation mit Naheverhältnis zu HLI(Austria). Diese "Jugend" ist in Österreich seit 1997 öffentlich aktiv. Gleichzeitig startete Human Life International Austria - Ja zum Leben - seine Aktionen vor/oberhalb/neben/vis a vis Abtreibungskliniken und Ordinationen.

Es handelt sich hier um jene "Jugendlichen", die den jährlichen Pro-Life-Marsch quer durch Österreich mit Ziel Wien veranstalten. Der Segen der österreichischen Bischöfe und des Herren Kardinal Schönborn ist diesen Jugendlichen immer auf den Weg mitgegeben! Das ist kein Wunder, denn der katholische Verein untersteht direkt der österreichischen Bischofskonferenz! Und daher sind auch die zahlreichen Papstbesuche der Jugend selbstverständlich.
Das Fotoarchiv auf der Internetseite dieser frömmelnden Jugend zeigt nicht nur deren Anti-Abtreibungsaktionen, es ist auch sehr aufschlußreich in Bezug auf die Vernetzung zwischen den "Jugendlichen" und AktivistInnen von Human Life International. So kommen auf diversen Veranstaltungen der Jugend "Zeuginnen" zu Wort, die ansonsten mit dem täglichen Einsatz vor den Abtreibungskliniken in Wien und Österreich beschäftigt sind.

"Equal Rights for unborn Women"jfdl 2003
lautet ein antifeministischer "Jugend"-Slogan in Anlehnung an die HLI-Propaganda "It's not a choice, it's a She". Mann muss nur feministische Parolen auf die eigenen Intentionen zurechtbiegen, genau davon lebt die Neue Rechte schließlich global.

Ziel und Zweck der "Youth for life" ist das Trimmen der "Generation Next" - auf den miefig-reaktionären Reproduktionskurs des Vatikan - und zwar in dessen Auftrag.
 

Seit einiger Zeit wird von der Jugend auch ein "Tag des ungeborenen Kindes" öffentlich zelebriert.
Am 25. März 2003 waren die "Jugendlichen" unter diesem Motto im Kampf gegen Abtreibung, Verhütung und Aufklärung erstmals in ganz Österreich aktionistisch unterwegs. Die von ihnen verteilten, sauteuren, vielfärbigen Folder gegen die Abtreibung, sind an Zynismus und Frauenfeindlichkeit kaum zu überbieten. Schon der Titel eines der Folders, den die "Jugend" tonnenweise zur Verfügung hat, soll Frauen, die an eine Abtreibung denken bzw. bereits einen Abbruch hinter sich haben, einschüchtern:

"Abtreibung ändert alles", lautet die vorlaute Diagnose dieser "Jugend".
"Die Vergewaltigung hätte ich noch verkraftet - aber die Abtreibung war zuviel."

Diese Frauenverachtung steht gleich neben dem Zitat des Hofprofessors der internationalen AbtreibungsgegnerInnenschaft:
"Ein Mensch wird nicht Mensch, sondern ist Mensch...in jeder Phase seiner Entwicklung"
tönt es hier nach Prof. Dr. med Erich Blechschmidt.
Nur muss frau dazu auch wissen, was und wie dieser saubere Herr Blechschmidt, dessen Spruch von jeder Abtreibungsgegner-Gruppierung verwendet wird (auch von der Aktion Leben in Österreich), an Forschung getrieben hat:
Als Mitglied der SA, seit 1937 Mitglied der NSDAP, machte er ab 1932 eine steile Karriere an mehreren anatomischen Instituten, hatte 1942 eine außerordentliche Professorenstelle als Leiter des anatomischen Institutes der Universität Göttingen. Seine Mitarbeiter stammten ebenfalls vorwiegend aus der SA. Er verwischte systematisch die Spuren seiner Forschung an Embryonen im NAZI- Faschismus. Es liegt nahe, dass seine Forschungen an frischem Leichenmaterial von den Nazischafotten stattfand. Die Hinrichtungen der Frauen erfolgten jedenfalls zeitgerecht, denn schließlich wächst ein Embryo in einem toten Frauenkörper ja nicht weiter.
1973 war Bleschschmidt gemeinsam mit dem antisemitischen und neofaschistischen Pfarrer Borowsky und dem Neonazi Dr. Siegfried Ernst Gründungsmitglied der Europäischen Ärzte Aktion. (Der Emanzenhasser Ernst war wiederum enger Freund von Paul Marx, dem Begründer von HLI und erhielt von HLI als "Lebens"schützer die höchste Auszeichnung...) Nur für die Lebensschützer ist Blechschmidt's Werk eine der Hauptstützen des Kampfes für das "Lebensrecht der Ungeborenen", in neuerer medizinischer Literatur zur Embryologie scheint sein Name praktisch nicht mehr auf.

 

Rettung von "Ungeborenen" durch Beratungsangebote?

Die auf diesen "Jugend" für das Leben-Foldern angegebenen Telefonnummern/"Hilfs"adressen für Schwangere sind allesamt jene von HLI Austria/JazumLeben (Wien, Graz, Salzburg, die Handy Nummer 0664 43 25 060 ist sogar eine RundumdieUhrHotline!). hli-aktivistin

Seit einigen Jahren werden zusätzlich "Lichterketten für die "Ungeborenen" vor Abtreibungskliniken veranstaltet. Parolen wie "Menschenrechte für Ungeborene" zeigen, was mit den Menschenrechten von Frauen passieren soll,wenn es nach den Wünschen der "Jugend" geht, impliziert dieser Spruch doch ein totales Abtreibungsverbot! Federführend ist bei derartigen Demonstrationen der sexistische Salzburger Bischof Laun rideforlife_03mit dabei.

 

 

 

 

 

 

 

Schließlich hat die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller die "Kultur des Todes" (wie Verhütung und Abtreibung im HLI-Jargon so schön genannt werden) nach Salzburg gebracht, indem sie dem Widerstand der Machos in Weiß am salzburger LKH ein Abtreibungsambulatorium vor die Nase gesetzt hat und damit Schwangerschaftsabbrüche auch in Salzburg 30 Jahre nach Inkrafttreten des § 96 ff StGB möglich sind. Sie und der Klinikchef Dr. Christian Fiala aus Wien sind deklarierte Erzfeinde der Jugend und auch von HLI Austria.
Wo immer "der Abtreiber" Fiala auftritt, sind garantiert Spitzel der Jugend anwesend, die versuchen, in Veranstaltungen zu fotografieren bzw. Tonaufnahmen zu machen, um sie sogleich auf ihrer Website zu veröffentlichen. Und Gabi Burgstaller wurden auf Geheiß der "Jugend" Schuhe für Gabi zugeschickt, als sie in ihrem Vorhaben, die Fristenregelung auch in Salzburg zu ermöglichen, beharrte. Schuhe deshalb, weil davon Berge in den KZ's der Nazis übrigblieben. Abtreibung und Holocaust wird auch von der "Jugend" gleichgesetzt. Den Unterschied zwischen bereits Geborenen und Föten wollen diese Plutzer nicht kennen, denn wie die Alten summen, so summen auch die Jungen - holaridaho! Und die Vereinnahmung von Widerständlern für Pro-Life Zwecke haben sie auch schon gelernt: Die Geschwister Scholl werden da beispielhaft von den rechten "Jugendlichen" vergewaltigt. Pro-Life braucht schließlich vorzeigbare HeldInnen.

Apropos Website: die protzige Adresse: www.youthforlife.net stammt noch aus jenen Zeiten, als ein Klick die Interessierte auf eine englischsprachige Page führte. Was hier zu lesen ist, gibt Aufschluss über die tatsächlichen Ambitionen der Jugend: Support für arrestierte AktivistInnen vor Kliniken, größenwahnsinnige Vorhaben der Propaganda in Schulen und Jugendklubs, ... zahlreiche Berichte aus dem Ausland. Denn in Wahrheit gehörte diese Website zur Youth Defence Ireland - in einem Land, das bis heute allen Frauen den legalen Schwangerschaftsabbruch unter medizinisch einwandfreien Bedingungen verbietet.

Eine der früheren Vorsitzenden der "Jugend", die Theologin und Juristin Mag. Gudrun Kugler-Lang, kandidierte 2005 als Vorzugsstimmenkandidatin der ÖVP zum Wiener Landtag.
Ein weiterer früherer Vorsitzender (Mag. Roland Biermeier) ist nun Redakteur des rechten Online-Magazins kath.net (daher die optische Ähnlichkeit der Website von Kath.net und youthforlife.net, auch die "Berichterstattung" ist ziemlich synchron).

Die "Jugend" tummelt sich nicht nur in Linz, Salzburg und der Steiermark sehr stark herum, sie ist in Wien in der Katholischen Hochschulgemeinde in der Ebendorfgasse 8 emsig tätig: Nachtanbetungen gegen die Abtreibung, Vorträge von Opus Dei Leuten, Rechtsextremen wie Ewald Stadler, etc.

Und so ist es auch kein Wunder, dass die ersten Aufmärsche dieser Anti-Abtreibungs-Mafia gemeinsam mit Human Life International Austria genau von hier aus zum Fleischmarkt aufbrachen. Leader der Demonstrationen waren der Chef der KHG und des Afroasiatischen Institutes: Der Pfaffe Constantin Spiegelfeld und der HLI-Hardliner Dietmar Fischer.

In der Ebendorfgasse ebenfalls an der Causa mitwirkend: die Legion Mariens. Das sagt eigentlich alles! Vielleicht noch ein kleiner Zusatz: YOU!Magazin - Büro - logiert ebendort. Im Impressum: ANSCHRIFT: A-2041 Maria Roggendorf 18. Als Verhütungsmethode schildert auch dieses Hochglanzmagazin eine Methode: Enthaltsamkeit und am besten keine Ahnung von Garnichts.
Und mit diesem "Wissen" geht die "Jugend" in österreichische Schulen, um dort "Aufklärungsvorträge" zu halten...

Unerwünschte Schwangerschaften sind so schon vorprogrammiert. Womit sich der Kreis der Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen schließt.

 

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