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Ein Mann "räumt auf" - der Fleischmarkt ist umzingelt!

06/2003

Die Masche ist immer dieselbe: Mag. Dietmar Fischer, Oberchecker von Human Life-Austria, lauert auf eine Gelegenheit, so nah wie möglich mit einer eigenen Lokalität, die dann sogar noch "Lebenszentrum" benannt wird, an eine Abtreibungsklinik/-ordination/-praxis heranzukommen. Obwohl das Schwangerenambulatorium am Fleischmarkt 26 im 1. Wiener Gemeindebezirk sein allererstes Objekt der Begierde war, gelang die Belagerung nicht gleich so, wie er es erträumte.
Doch nun (05/06/2003) ist die Inhaberin des Lederwarengeschäftes im Nachbarhaus Nr. 28 in Pension gegangen. So was kriegt Fischer bzw. seine lästige Meute schnell mit - und Fischer setzt alles dran, ein von ihm gewünschtes Lokal zu bekommen. Nun sieht es also in der unmittelbaren Nachbarschaft des Ambulatoriums so aus! (Bilder zum Vergrößern anklicken/Ladezeiten!)

 

Es versteht sich nämlich von selbst, dass eine Klinik allein durch Gebete nicht geschlossen werden kann.

Fischer versteht es vorzüglich, anderen Leuten auf die Nerven zu gehen. Als Besitzer der Räumlichkeiten der Abtreibungsklinik LUCINA - vormals MAIRO - im 2. Wiener Gemeindebezirk, verlangte er einen Termin für eine Begehung seiner Räumlichkeiten. Dabei machte er sich mit Bibelzitaten und Sodom und Gomorrah-Sprüchen wichtig. Ein Anliegen war ihm, direkt in der Klinik ein Beratungszimmer einzurichten!
Alle Frauen sollten vor dem Abbruch zu ihm zur Beratung: er bezahle das Arzthonorar für jeden Abbruch, der nicht durchgeführt wird.

Solche Schmankerln gäbe es über diesen zwangspensionierten HTL-"Professor" aus dem schönen Vorarlberg zahlreichst zu schildern. Oftmals laufen seine - völlig uneingeladenen Besuche - so, dass erst mit dem Holen der Polizei gedroht werden muss, damit er sich wieder verabschiedet. Geliefert hat er wirklich schon viel. Hausieren geht er auch immer wieder damit, dass eine "Emanze von Anwältin" und eine "Emanze von Richterin" daran schuld sind, dass er nun sein Sakrament auf Ehe nicht mehr ausüben kann!

Da hat es offenbar "Klick" gemacht, bei der Scheidung, und er setzt sich von nun an gegen die Marxisten, Feministen, die die "Kultur des Todes" (umfassende Sexualaufklärung, Verhütung und Abtreibung auf Verlangen) propagieren, ein. Seine Karriere startete in Vorarlberg mit der CWG, der Christlichen Wählergemeinschaft, einem Zusammenschluß von diversen rechts-militanten Splittergruppen, denen das Christentum und der Papst sehr nahe stehen! Des Papas Wort ist so wichtig, dass es sogar sekulares Recht ausser Kraft setzt. Ähnliche Zusammenschlüsse wie die CWG gibt es allerdings auch in Deutschland seit langer Zeit. Und das ist vermutlich ein Schlüssel zur Lösung der Frage, warum gerade ein so wichtigtuerischer, sektiererischer Professor auserkoren wurde, die Abtreibung durch permanente Aktionen gegen Frauen auf der Straße zu verunmöglichen. Wir gehen davon aus, dass auch dieses Lokal wieder von Schönborn persönlich eingeweiht werden wird. Denn die römisch-katholischen Kirchenspitzen stehen hinter diesen Aktivitäten! Und seit neuestem gibt es auch von Schüssel wieder Wortmeldungen zur "Bedrohung durch die Abtreibung".

Der Professor ist Eigentürmer dieser diversen Domizile, die unter seinem Namen im Telefonbuch eingetragen sind. Ein beträchtliches Vermögen, mit dem hier jongliert wird. Mittels Spendengeldern finanziert, so wird behauptet. Doch wer soll das glauben? Er ist es auch, der für die diversen Klagen - von ihm selbst angestrengt, oder als Beklagter - geradestehen muss. Oftmals strengt er Prozesse an, die von vornherein verloren scheinen. Auf Kosten derer, die spenden? (Übrigens: Er hat auch kein Spendensiegel, doch das scheint ja keine Rolle zu spielen...)

Fischer ist auch Manager der Reisen des New Yorker Msgr. Reilly (er ist jahrzehntelang in der beschriebenen Art und Weise gegen Abtreibungskliniken und Frauen tätig). Denn HLI expandiert im ganzen ehemaligen Ost-Block bis nach Russland. Fischer, der Machertschek, ist überall mit von der Partie. Er beschreibt seine Aktivitäten ganz stolz regelmäßig in seinen zahlreichen Spendenaufrufen, die als Zeitung "Ja zum Leben" verschickt werden. Ein Pensionist im Dauereinsatz!

Zahlreiche Anzeigen hatte er schon am Hals, sogar die Staatspolizei leitete fleissig an die Staatsanwaltschaft weiter. Doch, oh Wunder, dort versandeten alle Anzeigen. Keine Anklagen, keine Hausdurchsuchungen! Wie von unsichtbarer Geisterhand beschützt. Das sind wahrscheinlich die vielen Gebete, die tagtäglich von ihm und seinen Anhängern gebetet werden...

Ein kleiner Aufschrei ging durch das "lebensschützerische Lager in Österreich" als verlautet wurde, dass in den Wiener Gemeindespitälern nun auf Weisung der SPÖ-Gesundheitsstadträtin Pittermann Schwangerschaftsabbrüche zu "Dumpingpreisen" durchgeführt werden.

Es hat sich der Sturm gelegt: denn das Versprechen an die Frauen ist nichts als heisse Pittermann'sche Luft!
HLI verteilt selbstverständlich auch vor den Wiener Krankenanstalten an Abtreibungswillige (oder die dafür gehalten werden) seine manipulativen Broschüren. Doch noch ein Faktum zeigt, wie halbherzig die Primaria und Gesundheitsstadträtin mit den Frauen umgeht:

Im Kaiser Franz Josef Spital in Wien 10., werden zur Zeit heisse 3 Eingriffe pro Woche durchgeführt. Mehr gibt es angeblich nicht an Kapazität. Im Rudolfsspital im 3. Bezirk, soll es nicht anders sein.... andere Spitäler wie SMZ-Ost, Lainz und Wilhelminenspital haben sich gleich von vornherein abgeputzt. Das Otto-Wagner-Spital verfügt über keine Gynäkologie...
So bleiben also weiterhin nur die privaten AnbieterInnen, mit entsprechenden Preisen.

Es wird wohl anderer Anstrengungen bedürfen, um die Ausbreitung und den Psychoterror von Fischer, HLI/JazumLeben - im Verbund und mit Billigung und unterstützenden Glückwünschen von Politikern und hohem Klerus - zu unterbinden!


Seit neuestem werden Obdachlose in Wien von der Polizei abgestraft, weil sie als Obdachlose schließlich auch irgendwo sein müssen. 70 Euro pro Mal kostet die Kriminalisierung.
HLI-Aktivistinnen halten sich bei weitem nicht daran, dass ab 3 Personen eine Versammlung stattfindet, und eigentlich angemeldet werden müsste. Die Polizei hätte leichtes Spiel, bemüht sich aber überhaupt nicht, wenigstens die sichtbaren Praktiken dieser Leute zu kontrollieren. Zeuginnenaussagen von Frauen, die bis ins Postamt vis a vis oder bis zum Laurenzerberg verfolgt wurden, gibt es zahlreich.
Der Terror gegen die Frauen im Bereich der Kliniken und Praxen wird von Polizei und Staatsanwaltschaft als "Meinungsfreiheit" abgewiegelt, das ist der wahre Skandal!

Offene und strukturelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen zelebriert so die tagtägliche Wiederauferstehung!

Kämpfen wir gemeinsam gegen den zunehmend agitatorischen, frauenhasserischen, weltweit vernetzten und organisierten, braunen Mief an!

 

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