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& Sheela-na-Gig
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BAUBO
und SHEELA-NA-GIG
Göttinnen des Humors und der ordinären
Witze
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Baubo
ist eine Göttin aus der griechischen Antike. Sie ist die Göttin
des Humors, des unbändigen Gelächters und der ordinären
Witze. Sie reitet auf einer Sau. Das Schwein ist ein sehr altes
Symbol für Gebären und Wiedergeburt (auch Freyja
reitet auf einem Schwein). Baubo lehrt uns, wie wir mittels Witz,
Respektlosigkeit und Unverschämtheit aus Depression und Trauer
wieder zu Kraft und Lebenslust finden können. Schließlich
hat sie mit ihren derben Witzen und ihrer un-bändigen Lebenslust
auch die Göttin Demeter wieder glücklich
gemacht!

Demeters
Tochter Persephone wurde von Hades geraubt und in die Unterwelt
entführt, da er keine Frau finden konnte, die freiwillig mit
ihm in die Unterwelt ging. Demeter war voller Trauer und Schmerz
- überall suchte sie ihre Tochter, doch konnte sie sie nirgends
finden. Sie wütete, weinte, klagte, flehte um Gnade, doch nichts
half. Schließlich wurde aus ihrer Trauer rasender Zorn und
sie verfluchte alles, was fruchtbar auf der Erde war. "Stirb,
stirb, stirb!" schrie sie, und von nun an wurden keine Kinder
mehr geboren, kein Weizen gedieh, keine Knospe öffnete sich
mehr - die Menschen und Tiere drohten zu verhungern. Die Erde selbst
erstarb. Demeter saß am Brunnen und schrie den Namen ihrer
Tochter hinein. Und hier tritt Baubo auf den Plan: Baubo ritt zu
Demeter, tanzte wild, wackelte mit ihren Brüsten und erzählte
ihr ein paar schmutzige Witze. Da sie ja keinen Mund hatte, ließ
sie ihre Vagina sprechen: Sie hob ihr Kleid und grinste Demeter
mit ihrer sprechenden Möse an, worauf Demeter durch den komischen
Anblick dieser sprechenden Vagina endgültig aus ihrer Trauer
und ihrem Zorn gerissen wurde, und sie lachte! Da saßen die
beiden gemeinsam am Brunnenrand und lachten, dass ihnen die Bäuche
wackelten (da wär ich auch gern dabeigewesen!), und sie lachten
und lachten, dass es schließlich auch Hades zuviel wurde,
und so ließ er Persephone wieder frei und sie kehrte zurück
an die Oberfläche zu ihrer Mutter. Sie durfte zwar nicht das
ganze Jahr über oben an der Erde bleiebn, denn Persephone hatte
bereits Nahrung von der Unterwelt (ein paar Granatapfelkerne) gegessen
und so durfte sie nur zwei Drittel des Jahres bei Demeter auf der
Erde verbringen und ein Drittel in der Unterwelt - so lautete der
Deal. Demeter erklärte sich damit einverstanden. Sie wurde
wieder fröhlich und gewann ihre Lebenslust zurück und
so wurden auch die Erde, die Menschen und die Tiere wieder fruchtbar.

Bildquelle: Kathryn
Price Theatana
Ich
vermute, dass Baubo mit der irischen Sheela-na-gig verwandt, wenn
nicht gar ident ist. Sheela-na-Gigs sind in England und Irland verbreitete
Abbildungen (Steinritzungen oder Reliefs) weiblicher Figuren. Die
Darstellungen der Sheela-na-gig zeigen eine nackte Frau, deren Gesicht
übergroße, geöffnete Augen hat, einen winzigen Körper
und deutlich sichtbaren weiblichen Geschlechtsorganen: Sheela-na-Gig
hockt mit gespreizten Beinen und präsentiert ihre Vulva. In
vielen Fällen hält diese kleine Figur mit ihren Händen
ihre Schamlippen auseinander. Sheela-na-gig-Figuren gab es in vielen
alten irischen Kirchen(!), die vor dem 16. Jahrhundert gebaut worden
waren. Viele waren noch im 19. Jahrhundert vorhanden, aber die meisten
wurden beschädigt oder ganz zerstört. Oft sind sie noch
an Kirchen, in Burgen oder anderen bedeutsamen mittelalterlichen
Gebäuden zu finden.
Sheela-na-Gig-Figuren galten als beschwörendes oder beschützendes
Symbol für Glück und Fruchtbarkeit. Die Vulva, der Eingang
zur Gebärmutter, gilt in nahezu allen ursprünglichen Kulturen,
teilweise bis heute, als machtvolles und beschwörendes Symbol.
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