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DIE BEGINEN 
eine mittelalterliche Lebensgemeinschaft von Frauen
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Blütezeit
der Beginenbewegung: 13. und 14.Jhdt
Die Beginenkonvente finanzierten sich schließlich aus der
Arbeit ihrer Mitglieder: Dass die Gründung eines größeren
Beginenkonvents auf die Stiftung einer vermögenden Frau zurückging,
war keineswegs unüblich. Die Frauen brachten ihre Güter,
ihr Vermögen, ihre Aussteuer, ihren Landbesitz, ihre Fähigkeiten
und ihre Arbeit in die Konvente ein, sie übten ihre Berufe
innerhalb und außerhalb des Konvents aus.
Sie arbeiteten als Hebammen, Lehrerinnen, Seidenweberinnen, Spinnerinnen,
Wäscherinnen. In der Tuchmacher- und Wappenstickerei erwarben
sie sich mit der Qualität ihrer Arbeit hohes Ansehen und erzielten
beträchtliche finanzielle Erfolge. Sie bestellten Gemüsegärten
und buken Brot. Auch das Gewerbe des Bierbrauens lag vorwiegend
in ihrer Hand.
Die Erlöse flossen in die Gemeinschaft, in die Armenversorgung
und Krankenpflege oder wurden in neue Wohn- und Werkstätten
investiert. Die vermögenden Konvente verliehen sogar Geld an
die Stadträte und sicherten sich damit die Unterstützung
der Kommunen.

Blick in den Beginenhof in Tongeren
Foto: Helmuth Kern
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