|
» Magie & Spiritualität
» Göttinnen » Symbole der Göttin » die
Zahl 3 & das Dreieck
|
3
|
DIE ZAHL 3 & DAS DREIECK
|
|
Die Zahl Drei verweist auf die prähistorische Göttinnentriade,
welche die drei Lebensphasen einer Frau widerspiegelt: das Mädchen,
die erwachsene Frau, die Alte. Das wird auch oft in drei Farben
dargestellt: weiß - rot- schwarz, wobei die Farbe weiß
für die Mädchenzeit, die Farbe rot für die erwachsene
Frau, die blutet; und schwarz für das Alter, die Greisin steht.
Die Trinität zeigt auch die vielen verschiedenen Aspekte, Wesenszüge,
Eigenschaften der Göttin: Oft heißt es von einer Göttin,
dass sie zwei Schwestern hat, dass es also eigentlich drei Göttinnen
sind, wie z.B. Gauri - Durga - Kali, oder so wie bei Brigid: ihre
beiden Schwestern heißen ebenfalls Brigid. Ich stell mir gerade
vor, wie das war, als die drei noch Mädchen waren und ihre
Mutter ruft: "Brigid, nun räum doch endlich mal dein Zimmer
auf!". Sind dann alle drei Brigids angejappelt gekommen oder
hat sich keine von ihnen davon angesprochen gefühlt?

Bildquelle: http://diestandard.at
Die göttliche Trinität ist bei uns aber nur mehr aus
dem Christentum bekannt: Vater(Gott), Sohn(Jesus) und Heiliger Geist.
Doch es gibt in anderen Religionen und Mythologien viele Trinitäten:
die Dreiheit der griechischen Göttinnen aus Demeter- Kore-
Persephone, Osiris - Isis - Horus in Ägypten, die nordeuropäischen
drei Nornen, die griechischen Gorgonen-Schwestern (Euryale, Sthenno
und Medusa) usw usf.
Foto: Ruth Devime
Das Schicksal wird als Gruppe dreier Frauen gesehen, bei den Griechen
sind dies die Moiren, die den Lebensfaden spinnen, abspulen und
schließlich abschneiden, die Römer kannten die Parzen,
in der Prosa-Edda lesen wir von den drei Nornen, die die Schicksalgöttinnen
sind. Sie sind drei Schwestern, die an einer Quelle am Fuß
des Weltbaums wohnen, die der Brunnen des Schicksals (Urdbrunnen)
heißt. Dort teilen sie allen Wesen ihr Schicksal zu. Die älteste
heißt Urðr (die Gewordene),
ihre Schwestern sind Verdandi (die Werdende)
und Skuld (die werden wird). Urðr
steht für die Vergangenheit, für das, was war und manifestiert
ist. Verdandi bezeichnet die Gegenwart und zugleich das daraus Resultierende,
sie ist zuständig für das "Werdende", wie ihr
Name verrät. Urðr spinnt den Faden, Verdandi spult ihn
ab, Skuld schließlich misst und schneidet ihn ab.

Bildquelle: http://www.danewerk.de
Das Schicksal, das die Nornen weben, umfasst Geburt, Leben und
Tod der Menschen, drei Aspekte, die in der weiblichen Imagination
des Schicksals immer zusammengehören. Wo Leben geboren wird,
ist der Tod zwangsläufig. Wer Leben schenkt - und das tun ausschließlich
Frauen -, setzt zwangsläufig den Tod mit. Gebären, behüten
und zerstören, um neu zu gebären. So sind Muttergöttinnen
oft ebenso Göttinnen des Krieges oder Todesgöttinnen(z.B.
Demeter, Hekate, Freyja, Kali, ...). Sie sind also gleichzeitig
Hebammen ins Leben wie auch Hebammen in den Tod.
In
Mythen und Märchen hat die Zahl Drei ebenfalls eine herausragende
Bedeutung. Drei Aufgaben haben die Held/innen zu erfüllen,
die zumeist unlösbar scheinen. Dreimal muss die Königstochter
Stroh zu Gold spinnen und drei Tage gibt ihr Rumpelstilzchen Zeit,
seinen wahren Namen zu erraten. Über drei Berge muss gewandert
werden, oft in der Begegnung mit dreiköpfigen Drachen und Schlangen.
Drei Schwestern oder drei Brüder bestreiten ihre Schicksale.
Drei Schicksalsgöttinnen wie die Moiren, Parzen oder Nornen
spinnen, bemessen und durchschneiden den Lebensfaden. Drei Weise
kommen aus dem Morgenland, um das göttliche Kind anzubeten
und zu beschenken. Drei Prüfungen müssen bestanden werden,
aus drei Ingredienzien bestehen magische Tränke und drei Wünsche
stellt die Fee der Heldin schließlich frei.
Das
Dreieck ist ebenfalls ein Symbol der weiblichen Trinität, der
dreifaltigen Göttin. Einst wurde das Dreieck in der gleichen
Weise verehrt, in der die Christen heutzutage das Kreuz verehren.
Das Delta, das Dreieck ist ein altes Symbol für die Vulva.
Das Dreieck ist das Urbild oder das Weibliche Dreieck des Lebens.
In Ägypten war das Dreieck das hieroglyphische Zeichen für
Frau. Im griechischen Alphabet stand
das Delta oder Dreieck für die Heilige Tür, das Tor zum
Geheimnis des Weiblichen, die Vulva der All-Mutter Demeter.
Denn schließlich: Alle
guten Dinge sind drei!
|