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In der mittelalterlichen Heilkunde waren Frauen Wundärzte
und Heilkundige. Sie kannten sich in der Geburtshilfe aus, einschließlich
der Schmerzmittel, der Abtreibungs- und Verhütungsmittel, der
Beobachtungen von Muttermundveränderungen und Zyklusstörungen,
der Diagnose schwieriger Kindslagen im Mutterleib und deren Behebung
durch verschiedene kleine Operationen wie den Dammschnitt. Auch
der Kaiserschnitt fand bereits Anwendung. Kenntnisse über Techniken
der Abtreibung und Empfängnisverhütung waren weit verbreitet.
Das Heilwissen bestand aus der überlieferten Volksmedizin,
die durch Erfahrung und Experiment weiterentwickelt wurde und dem
natürlichen Umgang mit magischen Kräften in der Natur.
Dieses Wissen umfaßte Körperbau, Kräuter und Drogen,
Herstellung von Arzneien und schließlich die Magie.
Heilkundige Frauen, "weise Frauen" und Hebammen standen
bei der Bevölkerung in hohem Ansehen. Die damaligen "Ärzte"
dagegen hatten ein sehr geringes Ansehen beim Volk. Ihr Wissen über
den Körper der Frau war um vieles geringer, weil die Kirche
den Männern eine intensive Beschäftigung mit dem Körper
der Frau strikt untersagte.

Quelle: SWR
PG-Multimedia
Im 13. Jahrhundert setzte sich die europäische Heilkunde als
Beruf durch. Zunächst waren heilkundige Frauen, die "weisen
Frauen" und Hebammen, die Ärzte des Volkes. Paracelsus
sagte, all sein Wissen hat er von den "weisen Frauen"
gelernt. Ihr Ansehen war sehr hoch, sie waren die Vertrauten der
Frauen, auch die der Frauen in höheren Gesellschaftsschichten.
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der Frauen
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