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der Frauen
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DIE VERDRÄNGUNG DER FRAUEN 
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Im 14. Jahrhundert erklärte die Kirche, dass eine Frau,
die sich anmaße, zu heilen, ohne studiert zu haben, eine
Hexe sei und darum sterben müsse. Die damalige Kirchendoktrin
besagte, dass Heilen generell von Übel sei und also nur vom
Teufel kommen könne, es sei denn, die Kirche heile selbst,
oder die männlichen Ärzte heilten unter den wachsamen
Augen der Kirche. Wenn also ein männlicher Arzt einen Patienten
nicht heilen konnte, eine heilkundige Frau jedoch dem/der Patientien
helfen konnte, so wurden die Frau der Ketzerei angeklagt, weil
sie sich der Magie bediente. Doch die Kirche benutzte selbst Magie:
wurden magische Praktiken mit dem Symbol des Kreuzes oder unter
Anrufung der heiligen Jungfrau durchgeführt, so war das etwas
ganz anderes!
Doch nachdem die Ausübung des Heilberufes nun ein Universitätsstudium
voraussetzte, konnten Frauen aus dem öffentlichen Leben verdrängt
werden, z.B. durch Auschluss von den Universitäten. Außerdem
wurden Lizenzgesetze geschaffen, die ausschließlich männlichen
Ärzten die Praxis gestatteten. Diese Gesetze konnten zwar
nicht konsequent eingehalten werden, aber sie genügten, um
Hebammen und anderen heilkundigen Frauen das Leben schwer zu machen.
Die heilkundigen Frauen waren eine ernsthafte Konkurrenz zu der
sich gerade etablierenden Ärzteschaft.
Mitte des 15. Jahrhunderts, als der Wirtschaft wieder genug Männer
zur Verfügung standen, verdrängten die Männer die
Frauen aus den Zünften und beschränkten bzw verboten
weibliche Berufstätigkeit. Frauen verloren alle politischen
Rechte, die sie einst bekommen hatten. Die Geburtshilfe und Frauenheilkunde,
bisher von den Hebammen durchgeführt, wurde im 15. Jahrhundert
unter die Aufsicht der Stadtärzte gestellt. Die Hebamme wurde
zur unselbständigen "Helferin" des Arztes.
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Luther & die Reformation
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