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WOZU BRAUCHEN WIR EIGENTLICH GÖTTINNEN ?
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Wir Menschen brauchen Bilder und Symbole u.ä. um uns Abstraktes
vorstellen zu können. Auch unsere Vorfahren/innen haben viele
Bilder geschaffen, um die kosmische Lebenskraft im Symbol zu verehren.
Davon zeugen die vielen Hinweise auf ihre Verehrung auf Felsritzungen,
Höhlenzeichnungen (z.b die Malereien in der Höhle
von Lascaux), Statuen und Statuetten. Und weil die frühen
Menschen die Analogien zwischen den Naturerscheinungen (z.B der
Einfluss des Mondes auf Ebbe und Flut und den Zyklus der Frauen)und
der Frau erkannten, wurde die Frau zum Symbol kosmischer, weiblicher
Schöpfungskraft.

Ursprünglich wurde allein die Göttin verehrt. Sie war
diejenige, die das Leben in zweigeschlechtlicher Form gebiert. Die
Göttin war somit die symbolische Darstellung des weiblichen
schöpferischen Prinzips. Alle frühgeschichtlichen Ausgrabungen
zeigen das Vorherrschen weiblicher Gottesbilder, die Sakralisierung
der Frau als wesensverwandt mit der mütterlichen Erde, dem
mütterlichen Kosmos. Der Göttinnen-Kult, eine der ältesten
und am längsten praktizierten Religionen der Antike, ist somit
ein wichtiger Bestandteil der geistigen Evolution der Menschheit.
Frauen wurden verehrt und respektiert, weil sie eine Möglichkeit
haben, die kein Mann besitzt oder je besitzen wird: wir Frauen können
Leben schenken, und wir können uns auch nach freiem Willen
entscheiden, dies nicht zu tun. Diese Fähigkeit unterscheidet
uns Frauen ganz gewaltig von Männern! Denn alles, aber auch
wirklich alles auf der Welt hängt mit Leben zusammen. Ohne
Leben wäre nichts. Das Leben steht im Zentrum des Seins und
Frauen können darüber bestimmen!

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