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HOLUNDER

Sambucus nigra
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Sammelzeit und Sammelgut:
im Frühjahr die blühenden Dolden, im Spätsommer die
Beeren
Mythologie und Geschichte:
Benannt nach der Göttin Holda (Hulda,
Holla, Hollermutter, im Alpenraum auch unter Percht bekannt).
"Holuntar" ist althochdeutsch und bedeutet Baum der Frau
Holle. Es heisst, dass der Holunder ihre Wohnstätte ist, und
wer einen Hollerstrauch im Garten hat, kann sich glücklich
schätzen. Sie ist die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit.
Ihre Zeit ist die Zeit der Rauhnächte( auch die "Zwölfernächte"
benannt: 25.Dezember bis 6.Jänner), in dieser Zeit darf nicht
gewaschen, gesponnen, gewebt geputzt etc werden, denn sie ist auch
die Schutzgöttin der Frauen und sorgt dafür, dass diese
nicht zuviel arbeiten.
Schon lange schätzen die Menschen die Kraft des Holunders:
Hippokrates beschäftigte sich ausführlich mit dieser Heilpflanze
und empfahl sie als harntreibendes und abführendes Mittel.
Der griechische Arzt Dioskurides empfahl bei Geschwüren und
Entzündungen einen Umschlag aus den Blättern. Frauen benutzten
die schwarzen Beeren als Haarfärbemittel.
Medizinische Anwendung:
Wirkt entschlackend, schleimlösend(Erkrankungen der Atemwege),
entzündungshemmend und fiebersenkend.

Küche:
Holunderbeer-Suppe:
sehr reife Holunderbeeren
1-2 Zimtstangen
Wasser
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Salz
etwas Butter
Kartoffelmehl
1/4 Liter Weißwein
Die Holunderbeeren waschen und mit den Zimtstangen
und der Zitronenschale in einen Topf geben und mit soviel Wasser
auffüllen, dass die Beeren bedeckt sind. Du kannst auch klein
geschnittene Äpfel, Birnen oder Zwetschgen dazu geben. Eine
halbe Stunde kochen. Durch ein Sieb streichen und mit Zucker, einem
Liter heißen Wasser, einer Prise Salz und etwas Butter wieder
zum Kochen bringen. Ein Löfferl Kartoffelmehl in einem Glas
Weißwein auflösen und damit die Suppe sämig machen.
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Gesundheit:
Holunder beruhigt und kann daher bei Schlafstörungen gut eingesetzt
werden(z.B am Abend einen Tee aus den Hollerblüten trinken).
Der Tee hilft auch bei Fieber und Grippe, die Temperatur zu senken
und dabei auch schweißtreibend.
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