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JOHANNISKRAUT

Hypericum perforatum
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Sammelzeit und Sammelgut:
die Blüten im Juni/Juli bis September
Mythologie und Geschichte:
Johanniskraut gilt als Symbol für Vitalität, Lebensfreude
und Fruchtbarkeit.
Ihre Heilkraft ist am 21. Juni und am 24.Juni("Johannistag")
am stärksten, also zur Zeit der Sommersonnenwende. Die Sommersonnenwende
war/ist ein machtvolles Fruchtbarkeits- und Gesundheitsritual. In
den Flammen des reinigenden Feuers wird Belastendes und Krankes
rituell verbrannt. Der Sprung übers Feuer und der Tanz darum
befreit uns von Sorgen und Krankheiten. Früher trugen die Frauen
gerne Kränze aus Johanniskraut um die Hüften, weil sie
seine reinigende Wirkung auf den Unterleib kannten.
Johanniskraut galt schon im Altertum als hervorragendes Wund- und
Schmerzmittel.
Ärzte der Antike lobten die harmonisierende Wirkung des Johanniskraut.
Dann geriet die Pflanze läger in Vergessenheit. Erst im 16.
Jahrhundert entdeckte der berühmte Wanderarzt Paracelsus aufs
neue die damals rätselhafte Wirkung des Johanniskrauts auf
das Nervensystem.

Medizinische Anwendung:
Wirkt appetitanregend und fördert die Verdauung. Zumeist äußerliche
Anwendung als Öl bei Wunden,
Hautausschlägen, Verbrennungen, nach einem Sonnenbrand (wirkt
kühlend).
Johanniskraut wird oft bei depressiven Verstimmungen, Angstzuständen,
Einschlafstörungen und Unruhe eingesetzt. Achtung, es wirkt
phototoxisch! Das heißt, dass die Lichtempflindlichkeit der
Haut erhöht wird, während einer Johanniskraut-Kur solltest
du auf Sonnenbäder unbedingt verzichten!!!
Gesundheit/Kosmetik:
Johanniskrautöl:
Frisch gesammelte Blüten und Knospen in ein Glas geben und
mit kaltgepresstem Olivenöl aufgießen, bis die Blütenmasse
zu schwimmen beginnt. Mehrere Wochen in die Sonne stellen und täglich
schütteln. Wenn das Öl dunkelrot geworden ist, abseihen,
auspressen und in kleine, dunkle Flaschen abfüllen. Kühl
lagern.
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