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YSOP

Hyssopus officinalis
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Sammelzeit und Sammelgut:
Blüten und Blätter
Mythologie und Geschichte:
Ysop wird schon sehr lange als Heilmittel und Gewürz verwendet
- die Hebräer setzten den Ysop zur Tempelreinigung und zur
Behandlung Leprakranker ein, die Perser nutzten ihn für die
Körperpflege. Auch die Römer nutzten den Ysop als Heilmittel:
Sie würzten ihren Wein damit! Nach Mitteleuropa gelangte der
Ysop durch die Benediktiner. Im Mittelalter wurde er in den Klostergärten
angebaut und im 15./16. Jahrhundert war der Ysop sehr verbreitet,
doch heutzutage ist er leider ziemlich vergessen. Er wird ab und
zu noch als Zierpflanze angebaut, doch um seine Heilkräfte
wissen nicht mehr viele.
Medizinische Anwendung:
Die Inhaltsstoffe des Ysop sind schleimlösend, entzündungshemmend
und krampflösend - er wirkt daher sehr gut bei Bronchitis u.a.Atemwegserkrankungen.
Bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl
wirken die ätherischen Öle beruhigend auf den Verdauungstrakt.
Ich habe gelesen, dass auf den Blättern ein Pilz der Gattung
Penicillum wächst (also eine starke antibiotische Wirkung hat)
- dies dürfte die Erklärung für die heilende Wirkung
der Ysop-Bäder bei Lepra sein. -Wenn du schwanger bist, solltest
du besser keinen Ysop verwenden.

Küche:
Passt gut zu Paradeisern. Ergibt, in Topfen verrührt, einen
feinen Wildkräuteraufstrich.
Solltest du Ysop als Gewürz in warmen Speisen verwenden, beachte,
dass du das Kraut nicht mitkochst, denn dann verliert es sein Aroma.
Gib Ysop immer erst in die fertigen Speisen!
Gesundheit:
Hustentee:
1 Teelöffel des getrockneten Krautes mit kochendem Wasser überbrühen.
Trink täglich 2-3 Tassen davon.
Ysopsirup:
hilft dir bei Husten und Halsentzündungen. 1 Liter Wasser und
1,6 kg Zucker werden zu Sirup verkochen. In den warmen Sirup gibst
du 100g der blühende Triebspitzen hinzu und verrührst
das ganze. Lass es abkühlen; dann abseihen und in ein Glas
füllen. Fertig!
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