Allgemein
Fahrzeuge
sind für einen großen Teil der Treibhausgasemissionen
Europas verantwortlich und sind die Primärursache der
Luftqualitätsprobleme, die jedes Jahr Ursache von
tausenden Todesfällen in Europa sind. Sauberere
Fahrzeuge können zu einer wesentlichen Verringerung der
Schadstoffemissionen führen. Viele sind auch leiser als
herkömmliche Automobile. Die Hauptemissionen und ihre
Effekte werden unten umrissen.
Partikelemissionen
(Particulate Matter - PM)
Gesundheitseffekte:
Verminderte Lungenfunktion. Atemwegserkrankungen.
Krebserregend
Hauptquellen:
Dieselmotoren. Andere Verbrennungsmotoren in geringerem
Ausmaß.
Mögliche Lösungen:
Wechsel zu alternativen Kraftstoffen. Bei Dieselmotoren
verringern moderne Verbrennungstechniken und
Niedrigenschwefeldiesel die Partikelemissionen
erheblich. Dieselrussfilter beseitigen die meisten
Partikelemissionen, werden aber aus Kostengründen zur
Zeit nur selten eingebaut.
Stickoxide
(NOx)
'NOx' hier steht für NO und NO2.
Gesundheitseffekte:
Vermindert Lungenfunktion. Atemwegserkrankungen.
In Verbindung mit dem Wasser aus der Luftfeuchtigkeit
bzw. dem Regen entsteht salpeterhaltiger Säure oder
Salpetersäure die zur Entstehung des "sauren
Regens" beiträgt. Außerdem spielen die NOx eine
wichtige Rolle bei der Entstehung des so genannten
"Los-Angeles-Smog", auch
"Photo-Smog" genannt, der vorwiegend an
sonnigen Sommertagen auftritt. Dabei spaltet die
Sonnenenergie das NO2
in Stickstoff und Sauerstoff. Dieser Sauerstoff oxidiert
mit dem in der Luft ohnehin enthaltenen Sauerstoff zu
Ozon (O3),
einem in Bodennähe für den Menschen und deren Umwelt
schädlichen, aggressiven Gas.
Hauptquellen:
Dieselmotoren. Anderes Verbrennungsmotoren in geringerem
Ausmaß. Sie entstehen durch eine Reaktion der in der
Luft enthaltenen Gase Stickstoff und Sauerstoff bei
Temperaturen über 1200°C, die bei der Verbrennung im
Motor entstehen. Als es darum ging, sparsamere
Kraftfahrzeugmotoren zu entwickeln, erhöhten die
Konstrukteure die Verbrennungstemperaturen auf 1800 bis
2300°C - der Stickstoff-Ausstoß stieg an.
Mögliche Lösungen:
Alternativekraftstoffe. Für Dieselmotoren, moderne
Verbrennungstechniken, die durch niedrigere maximale
Flammetemperaturen NOx-Emissionen verringern.
Ausgeklügelte Technologien zur NOx-Reduktion wie Abgasrückführung
und selektive katalytische Reduktion (SCR) bestehen auch
für Dieselmotoren. Diese Technologien werden in naher
Zukunft öfter eingesetzt werden, besonders in schweren
LKW.
Kohlenwasserstoffe
(CH)
Gesundheitseffekte:
Krebserregend
Hauptquellen:
Ottomotoren, besonders ältere Modelle. Andere
Verbrennungsmotoren in geringerem Ausmaß. Ausgenommen
die Wasserstoffbetriebenen, die keine CH produzieren. Erhebliche
Emissionen entstehen bei der Treibstoffherstellung sowie
durch Undichtheiten am Fahrzeug selbst.
Mögliche Lösungen:
Saubere Kraftstoffe, zum Beispiel Erdgas
oder Flüssiggas.
Kohlenmonoxid
(CO)
Gesundheitseffekte:
Bildet Karboxyhämoglobin
mit den roten Blutzellen und verringert die Fähigkeit
des Blutes, Sauerstoff zu transportieren.
Hauptquellen:
Ottomotoren, besonders ältere Modelle. Andere
Verbrennungsmotoren in geringerem Ausmaß. Ausgenommen
die Wasserstoffbetriebenen, die keine CH produzieren. Erhebliche
Emissionen entstehen bei der Treibstoffherstellung sowie
durch Undichtheiten am Fahrzeug selbst.
Mögliche Lösungen:
Durch moderne Verbrennungsmotoren mit Katalysatoren und Closed
Loop Systemen konnten
die CO-Emissionen deutlich reduziert
werden. Elektrofahrzeuge,
Brennstoffzellen-
und Wasserstoffbetriebene
Fahrzeuge produzieren kein CO.
Kohlendioxyd
(CO2)
Gesundheitseffekte:
Globale Erwärmung und daraus resultierende Effekte wie
das Schmelzen der polaren Eiskappen, der steigenden
Meerespegel, das vermehrte Auftreten von Überschwemmungen
und extremen Wetterbedingungen; Veränderungen in der
Landwirtschaft sowie bei Krankheitsbildern.
Hauptquellen:
Alle Fahrzeuge ausgenommen der durch Wasserstoff
angetriebenen, sofern dieser durch erneuerbare Energien
produziert wird.
Mögliche Lösungen:
Fahrzeuge und Motoren mit höherem Wirkungsgrad.
Kleinere Fahrzeuge. Hybridfahrzeuge.
Biodiesel.
Elektrofahrzeuge.
Brennstoffzellenfahrzeuge.
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