CLEANER DRIVE -
Steigerung des europäischen Marktpotentials für
saubere Fahrzeuge
Das
Cleaner Drive Projekt, unterstützt durch die europäische
Kommission - DG TREN, wird Aktionen spezifizieren und
testen, die Marktbarrieren bei der Einführung von zukünftigen
Fahrzeugantrieben überwinden.
Besondere Bedeutung hat die Beseitigung von
Informationsdefiziten.
Einleitung
Die
Forderung des Marktes nach neuen Fahrzeugen und
Antriebssystemen, welche den Kern des CLEANER-DRIVE
Projekts bildet, wird überwiegend durch
umwelttechnische Vorteile begründet.
Die wichtigsten sind: Geringerer
Kraftstoffverbrauch, Minimierte Lebenszyklusemissionen
von CO2, und deutlich weniger
Schadstoffemissionen. Der reduzierte
Transportenergieverbrauch soll zu neuen attraktiven
Transportsystemen führen und damit einen Beitrag zur Lösung
des Konflikts zwischen individuellem und öffentlichem
Verkehr leisten.
Die
Simulation des Umweltverhaltens der neuen Fahrzeuge hat
folgendes gezeigt:
-
Die
Verdoppelung der Zahl alternativer Fahrzeuge
zwischen 1990 und 2010, durch eine geeignete
Steuerpolitik, ergibt eine Verminderung der CO2-Emissionen
von 8%. Im Vergleich zu nur 4% in der
Ausgangssituation.
-
Wenn
diese Tendenz bis 2020 fortbesteht, würden sich die
externen Kosten der gesamten Emissionen des Straßenverkehrs
um 6,5% verringern.
CLEANER-DRIVE
hilft, die gesetzlichen Regelungen und Standards
anzupassen und Informationsbarrieren, die bei der Einführung
neuer Fahrzeuge und Antriebssysteme bestehen, zu überwinden.
CLEANER-DRIVE kann damit zur Realisierung der genannten
Umweltvorteile beitragen.
Sechs nationale Programme, die die Verwendung
sauberer Fahrzeuge fördern, werden durch die
Forschungsergebnisse von CLEANER-DRIVE während ihrer
Projektlaufzeit intensiv unterstützt.
Mittels der gemeinsamen CLEANER-DRIVE Homepage
wird der Informationsaustausch und die Publikation von
Ergebnissen erreicht.
Zusätzlich
adressiert das Projekt Sicherheitsfragen hinsichtlich
der Einführung neuer Kraftstoffe und der zugehörigen
Infrastruktur. Die
Auswirkungen auf die Sicherheit für Passagiere und die
Arbeitsbedingungen der Betreiber werden ebenfalls überprüft.
Das Projekt erhöht die Potentiale der neuen
Fahrzeuge und Antriebssysteme im Rahmen eines
gemeinsamen europäischen Marktes.
Damit unterstützt CLEANER-DRIVE das
Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit.
Der technologische Fortschritt der europäischen
Hersteller sauberer Fahrzeuge profitiert von der
Harmonisierung von Standards und vom erhöhten
Verbrauchervertrauen.
Das
Europäisches Konsortium:
Das
Konsortium besteht aus fünfzehn Organisationen aus neun
verschiedenen Ländern.
Die
Verantwortlichkeiten der einzelnen Partner in
Cleaner-Drive sind im folgenden beschrieben.
EST:
Projektkoordinator
Projektanalyse,
Projektmanagement und Kontakte zu relevanten externen
Anspruchsgruppen (Stakeholders);
Britische
Untersuchungen zu relevanten
Anspruchsgruppen und Websitebetreuung;
Fahrzeug-Umweltbewertung; Empfehlungen für
Informationsbereitstellung.
ADEME
wird Arbeiten auf dem Gebiet von sicherheitsrelevanten
Eigenschaften und über die Bewertung von
Fahrzeugtestergebnissen durchführen.
Diese Gruppe arbeitet auch an der
Projektevaluierung und an Anspruchsgruppenuntersuchungen
mit.
CETE-L
leitet die Arbeiten für Verwertungsstrategien sowie Informationstätigkeit
und entwickelt
die Webseite des CLEANER-DRIVE-Projekts und veröffentlicht
Publikationen.
CETE-NP
arbeitet mit ADEME an den nationalen Untersuchungen zu
relevanten externen Anspruchsgruppen und der
Websitebetreuung (Frankreich). Weiters bringt die Gruppe
ihre Erfahrungen mit Elektro-, Erdgas- und
LPG-Fahrzeugen der Stadt Lille sowie zu politischen
Entscheidungsprozeßen ein.
DITS
führt die nationalen Stakeholder-Untersuchungen in
Italien durch.
Diese Gruppe arbeitet auch an der Entwicklung von
Entscheidungswerkzeugen mit.
E’mobile
wird die Erkenntnisse aus der Übertragung des Tessiner
Förderprogramms VEL2 auf die anderen Landesteile und
Informationen zu allen neuen Fahrzeugkonzepten (nicht
nur zu Elektro- und Hybridfahrzeugen) einbringen.
ENGVA
arbeitet hauptsächlich an Empfehlungen über
Standards und Gesetzgebung.
Diese Gruppe hat umfangreiche Erfahrungen in der
Entwicklung von Standards für neue Fahrzeuge und Antriebssysteme,
sowie auf dem Gebiet der Fahrzeug-Umweltbewertung.
InfoVEL
führt die nationalen Beteiligtenuntersuchungen
und Webseitenbetreuung
(Schweiz) durch. Sie können Erfahrungen aus den
Mendrisio- und Ticinoprojekten, einschließlich der
Marketing- und Informationskampagnen, einbringen.
IAC-TUW
(Technische Universität Wien) führt die nationalen Untersuchungen (Österreich) zu
relevanten externen Anspruchsgruppen
(Stakeholders) und die deutschsprachige Website-Betreuung
durch. Es wird die wissenschaftliche Expertise auf dem
Gebiet von alternativer und sauberer
Antriebstechnologie, Technologiestandards und der
Bewertung von Fahrzeugtestergebnissen
eingebracht.
NOVEM
führt die nationalen Beteiligtenuntersuchungen
in den Niederlanden durch und bringt Erfahrungen vom
holländischen "DEMO-Programm"
("Demonstration from Mobile Sources") ein.
Dieses strebt die Einführung einer größeren Anzahl
von Fahrzeugen mit Alternativkraftstoffen an.
Novem arbeitet auch an der umwelttechnischen
Bewertung, Kundeninformation und an der Entwicklung der
Entscheidungswerkzeuge mit.
OMV
bringt ihre Expertise auf dem Gebiet von alternativen
Kraftstoffen, Kraftstoffverteilung und
Betankungssystemen eine (Österreich).
Sie führen auch Arbeiten über die Gesetzeslage
von Kraftstoffinfrastrukturbestimmungen und die
Kraftstoffsicherheit aus der Sicht eines Herstellers und
Tankstellenbetreibers durch.
TNO
Inro bringt Erfahrungen von den holländischen
Demonstrationsprojekten ein.
Sie leiten die Websitebetreuung, die zum
Grossteil auf den Erfahrungen vom holländischen
nationalen Programm "DEMO" basiert
("Demonstration from Mobile Sources").
TNO Automotive hat Sachkenntnisse über
Emissionsprüfung der neuen Fahrzeuge und über die
Bewertung der Testergebnisse von Fahrzyklen.
VINNOVA
führt die nationalen Untersuchungen zu relevanten externen Anspruchsgruppen und die Websitebetreuung
in Schweden durch.
Diese Gruppe arbeitet auch an Empfehlungen über
Standards und Gesetzgebung.
Sie bringen auch Erfahrungen von schwedischen
nationalen Demonstrationsprogrammen hinsichtlich der
Bereitstellung von Informationen ein.
VITO
leitet die nationalen Untersuchungen zu
relevanten externen Anspruchsgruppen und die
Websitebetreuung in Belgien und die Arbeiten zur computergestützten
Entscheidungshilfe für Flottenbetreiber.
VITO leistet ebenfalls einen Beitrag zu
Fahrzeugtestverfahren und Bewertung von Testergebnissen.
VTT
Energy arbeitet an verschiedenen Perspektiven von externen Anspruchsgruppen, Fahrzeugstandards,
Bewertung von Fahrzeugtestergebnissen und
Umwelteigenschaften.
Zielsetzungen
CLEANER-DRIVE
ist ein Forschungs- und Technologieentwicklungsprojekt.
Es verwendet die Erfahrungen, Kontakte
zu Anspruchsgruppen und den Markteinfluss der nationalen
Programme über sauberere Fahrzeuge.
Das Ziel von CLEANER-DRIVE ist, europäische Lösungen
für drei Themenbereiche zu entwickeln:
-
Informationen
für Fahrzeugflottenbetreiber;
-
Bewertung
der Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge;
-
Infrastrukturpolitik
für gasförmige Kraftstoffe (Wasserstoff und
Erdgas).
Das
Hauptziel von CLEANER-DRIVE ist die Überwindung von
Marktbarrieren bei der Einführung von neuartigen Fahrzeugen.
Der Hauptfokus zielt auf Informationsbarrieren.
Spezifische
Zielsetzungen sind:
-
Fundierte
Informationen zur Fahrzeugauswahl für
Marktteilnehmer im Rahmen von nationalen Websites
zur Verfügung zu stellen.
Diese Informationen basieren auf einem
allgemein gültigen europäischen Rahmen für
Dateneingaben.
-
Eine
robuste europäische Methode für
Fahrzeugumweltbewertung entwickeln.
Diese Methode beschäftigt sich insbesondere
mit sauberen Fahrzeugen und Technologien.
-
Einsatz
dieser Fahrzeugumweltbewertung im Rahmen einer
Web-basierten Anwendung.
-
Identifizieren
der Bedingungen für eine kommerziell verfügbare
Infrastruktur gasförmiger Kraftstoffe für
Langstreckentransporte.
Dieses umfasst die Empfehlung kurzfristiger
ökonomischer Anreize sowie die Einführung und
Harmonisierung von Normen und gesetzlichen
Regelungen.
Ausgangssituation
Der
Umfang des Projektes schließt Personenkraftwagen,
Lichte Lkw, schwere Lkw und Busse mit ein.
Das Projekt konzentriert sich besonders auf
Fahrzeuge für interurbanen Gebrauch.
In die Analysen dieses Projekts werden
fortschrittliche Diesel- und Benzinkraftstoffe,
Wasserstoff, CNG, LNG, LPG, Hybrid-
sowie Elektro- und
Brennstoffzellenfahrzeuge einbezogen.
Besonders beachtet werden auch die Randbedingungen für die Einführung einer
Tankstelleninfrastruktur für Wasserstoff und Erdgas.
Resultate von einer Vielzahl von Fahrzeugen werden in
die Demonstrationsprojekte miteinbezogen, und diese sind
den Partnern direkt zugänglich.
Langfristige
Perspektiven
Im
Rahmen der langfristigen Umsetzung prüft CLEANER-DRIVE
den Investitionsbedarf sowie die zwischenzeitlich
erforderlichen politischen Anreize, die notwendig sind,
um eine Tankstelleninfrastruktur für Wasserstoff und
des Erdgas einzuführen.
CLEANER-DRIVE überprüft darüber hinaus auch
die kritischen Barrieren und Prioritäten hinsichtlich
der erforderlichen Normungen und gesetzlichen
Regelungen. Diese
Arbeit baut auf vorhergehende technische Erkenntnisse.
Kurzfristige
Perspektiven
In
Naher Zukunft werden strukturell andere Maßnahmen
erforderlich sein, um Barrieren für die Einführung von
sauberen Fahrzeugen zu überwinden.
Das ist das zentrale Ziel des Projekts und
beinhaltet die folgenden Schritte:
-
Flottenbetreiber
und individuelle Fahrzeugkäufern unterstützen, um
ein passendes Fahrzeug zu finden und sein
Umweltverhalten zu evaluieren.
-
Entwicklung
von innovativen, internetbasierten Methoden um diese
Informationen zur Verfügung zu stellen.
Dies wird unter besonderer Berücksichtigung
der Eigenheiten von nationalen Märkten getan. Die
Website dient auch als europäische
Informationsbasis zur Unterstützung der
Zielsetzungen individueller Märkte.
-
Zur
Verfügung stellen einer allgemeinen
Informationsplattform für Produkte von
Markenherstellern (OEM) und Nachrüstern. Dies
umfasst geeignete Bewertungsmethoden für das ökologische
Verhalten.
-
Definition
der Struktur von Basisdaten, einschließlich der
passenden Fahrzeug-Abgastestverfahren und der zugehörigen
Analysemethoden.
Die
Hauptelemente von CLEANER-DRIVE
basieren auf einer umfassenden
Einbindung und
Interaktion mit den beteiligten Anspruchsgruppen.
Genannt seien Fahrzeug- und Kraftstofflieferanten
sowie Einzelhändler, Fahrzeugoperatoren, Endbenutzer,
Politiker, Planung und Aufsichtsbehörden, Standardkörper,
Bereitschaftsdienste, Rettung und
Wartungsorganisationen, Fahrzeugleasing und
Versicherungsgesellschaften, etc. Die Methoden der
Interaktion umfassen Interviews, internationale
Workshops und regelmäßige Kontakt mit Gruppen von
Anspruchseignern wie:
-
das
Cleaner Transport Forum in Großbritannien und ein
neues Alternativkraftstoff-Forum;
-
Seminare
für Anspruchsgruppen im Rahmen des nationalen
finnischen Programms MOBILE 2;
-
Technisch-
wissenschaftliche Veranstaltungen des A3-Programms
des österreichischen Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie sowie der
Energieverwertungsagentur;
-
das
VINNOVA "Transportforum" in Schweden;
-
das
DEMO "Benutzerforum" in den Niederlanden ;
-
ein
Beteiligtenforum,
das auf den regionalen und nationalen Niveaus unter
das Schweizer Programm VEL2 eingerichtet wird;
-
die
Arbeitsgruppe Kraftfahrzeugemissionen (MVEG) der
Europäischen Kommission.
Für
weiter Informationen besuchen sie bitte die Cleaner
Drive Projekt Website.
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Die
Österreichische Cleaner-Drive Website wird durch
das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und
Kraftfahrzeugbau sowie das Institut für
Analytisch Chemie der Technische Universität Wien
unterstützt und betreut. Weitere
Information können Sie hier finden.
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