1.
Surfer untereinander:
Das
Wegerecht auf dem Wasser nimmt immer beide "Verkehrsteilnehmer"
in die Pflicht. Es gibt einen Ausweichpflichtigen und einen Kurshaltepflichtigen.
Droht eine Kollision, muß im Zweifel auch der Surfer mit
Vorfahrt das "Manöver des letzten Augenblicks" fahren - je
nach Können ein kühles Bad oder eine Powerhalse. Auf
direktem Konfrontationskurs genießt der Surfer das Vorrecht,
der die rechte Hand vorne (am Mast) hat. Diese Regel nennen Surfer
und Segler Backbordbug vor Steuerbordbug. Dabei muß
derjenige klein beigeben, der das Segel in Fahrtrichtung gesehen
auf der rechten Seite (Steuerbord) hält. Haben
zwei oder mehrere Surfer den Wind von der gleichen Seite, während
sich ihre Wege zu kreuzen drohen, dann gilt die Regel Lee vor
Luv. In diesem Fall muß der Surfer ausweichen, der höher
am Wind fährt.
Für
Geschwindigkeitsrekordler gibt es auf dem Wasser kein Tempolimit,
aber eine anderweitige Verpflichtung: Überholer müssen
sich freihalten. Bei jedem Überholvorgang gilt: mindestens
zwei Mastlängen Abstand halten.
2.
Surfer und andere Wasserfahrzeuge:
Seit
dem 22.10.98 werden Surfer auf Binnengewässern und an der
Küste unterschiedlich bewertet.
Im
Bereich der Binnenschiffahrtsstraßenordnung haben Surfer
weiterhin theoretisch Vorfahrt gegenüber Ruder- und Motorbooten,
auf Kollisionskurs mit Seglern gelten die gleichen Regeln wie
bei Surfern untereinander. In der Praxis ist es aber oft besser,
rechtzeitig auszuweichen, weil der Surfer schneller reagieren
kann. Das Wegerecht sollte man sich nicht erzwingen. Vorsicht
auch vor Berufs- und Linienschiffen - die haben immer Vorrang.
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ImGeltungsbereich
der Seeschiffahrtsstraßenordnung sind Surfer nur noch "Geräte" ohne gesonderte Vorfahrtsrechte.
Mit fataler Wirkung: Damit sind Windsurfer ausweichpflichtig gegenüber
allen anderen Fahrzeugen, also auch gegenüber Seglern, Ruder-
und Motorbooten. Zusätzlich muß an Stränden mit
erkennbarem Badebetrieb im Abstand von bis zu 500 Metern die Geschwindigkeit
auf acht km/h reduziert werden.
Vorfahrt
in der Welle:
Handfeste
Diskussionen können vermieden werden, wenn man sich in der
Brandung an folgende Regeln hält: Wer durch die Brandungszone
hinausfährt, hat Vorrang gegenüber dem, der mit der
Welle in Richtung Ufer surf. Wenn allerdings Ausweichen möglich
ist, sollte man einen schönen Wellenritt nicht behindern.
Beim
Absurfen gilt: Wer die Welle zuerst hat, dem gehört sie auch.
Reiten mehrere Surfer eine Welle gleichzeitig ab, hat derjenige
Vorfahrt, der näher an der brechenden Lippe surft. Wellenreitern
sollte man grundsätzlich den Vortritt lassen und am besten
nicht in die Anpaddel-Zone hineinsurfen.
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