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    Johann Wolfgang von Goethe
     
Anonymus
Johann Wolfgang von Goethe
Heinrich Heine
  Johann Wolfgang von Goethe ist ein Weltkulturerbe, nämlich der größte deutsche Dichter. Doch nicht nur das, er war auch Staatsmann, Jurist, Naturwissenschaftler. Und er liebte die Frauen und verliebte sich bis ins hohe Alter stets aufs Neue. Man weiß, dass er seine strenge religiöse Erziehung trotzdem nie ganz abstreifen konnte, und dass er überdies stets Angst vor Syphilis hatte. Goethe und erotische Literatur? Erotische Romane hat er zwar nie geschrieben, trotzdem finden sich erotische und "obszöne" Passagen immer wieder in seinen Werken.
     
     
   

Tagebuch vom Meister Iste

     
   

Das Tagebuch vom Meister Iste (das ist das Pseudonym für Goethes Penis) ist in blumiger und zarter Sprache gehalten. Als eines der schönsten erotischen Gedichte gilt sein "Tagebuch", in dem er die erotischen Abenteuer von "Meister Iste" erzählt. Ein kleiner Auszug:

Doch Meister Iste hat nun seine Grillen
Und lässt sich nicht befehlen noch erachten,
Auf einmal ist er da, und ganz im stillen
Erhebt er sich zu allen seinen Prachten;
So steht es nun dem Wandrer ganz zu Willen,
Nicht lechzend mehr am Quell zu übernachten.
Er neigt sich hin, er will die Schläferin küssen,
Allein er stockt, er fühlt sich weggerissen.
Wer hat zur Kraft ihn wieder aufgestählet,
Als jenes Bild, das ihm auf ewig teuer,
Mit dem er sich in Jugendlust vermählet?

     
   

Hanswursts Hochzeit

     
   

Deftiger geht es in Goethes Stück "Hanswursts Hochzeit" zu. Das beginnt schon mit der Vorstellung der Hauptpersonen. Da treten auf:

Ursel mit dem kalten Loch,
Peter Sauschwanz, Lauszippel,
Jungfrau Wurstnickel,
Lapparsch und
Doktor Bonefurz.

Und entsprechend volkstümlich sind auch die Dialoge:

"...indes, was hab ich mit den Flegeln,
sie mögen fressen, doch ich will vögeln!"

     
   

Faust

     
   

In einer Vorfassung des Faust findet sich folgende Passage:

"Mädchen: Ach nun, der Herr dort spricht so gar kurios
Von Gold und Schwanz, von Gold und Schoß.
Und alles freut sich, wie es scheint,
doch das verstehen nur die Großen.
Mephisto: Mein liebes Kind, nur nicht geweint,
denn willst Du wissen, was der Teufel meint,
so greife nur dem Nachbar in die Hosen."

     
     
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