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| Vorwort der Herausgeberin zur Sinnellust | |||
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Herausgeberin |
All diese Geschichten sind natürlich nicht von mir, sondern vereint Prosa und Lyrik höchst unterschiedliche Autoren und Autorinnen. Sollte ich gegen irgend eine Bestimmung des Urheberrechts verstoßen, so ist das unwissentlich geschehen und ich entschuldige mich im Voraus. Ich werde bei Bekannt werden dieses Umstandes die betroffene Geschichte sofort zurückziehen. |
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Wenn ein Text dezidiert erotischen Inhalts enthält, dann dient er im besten Falle noch dem Zwecke der Zerstreuung der niederen Instinkte. Kunst aber ist selbstverständlich deutlich davon abgehoben und eine Angelegenheit reiner, hoher Kultur. |
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Die Herausgeberin |
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PS Ausreichend Lesestoff findet man derzeit auch in unserer Märchenwelt. |
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| Vorwort des Herausgebers zur Sinnellust | |||
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Falls du auf der Suche nach anspruchsvoller, erotischer Literatur bist, wirst du hier bestimmt fündig. Wir bieten erotische Romane, Erzählungen und Lyrik von erstklassigen, zum Teil weltbekannten Autoren an, die in diesem Genres eine Spitzenposition einnehmen. Empfehlenswert für alle, für die es auch auf die literarische Leistung ankommt und die mehr wollen als nur eine Aneinanderreihung geiler Episoden um die klassische Abfolge der steigenden Anspannung und des Abbaus der Spannung zu erreichen: lesen, wichsen, spritzen. |
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Anders als manch anderer Beobachter kultureller Entwicklungen sehen wir nun auch nicht die erotische Literatur als solche in Gefahr, denn in dem einen oder anderen Qualitätsniveau wird es sie immer geben. Zwar gibt es im Internet und auf dem erotischen Buchmarkt eine Fülle von Geschichten, persönlichen Zeugnissen, Ratgebern und anderen Sachtiteln. Aber der Anteil der qualitativ hochwertigen erotischen Romane, Erzählungen, Lyrik und ähnlichem wird immer geringer. Das ist eindeutig eine Mangelerscheinung. Um diesen Mangel an Literatur auszugleichen, bieten wir hier erotischer Literatur Raum, um anspruchsvolle Texte zu veröffentlichen. |
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Wir hoffen langfristig auch in diesem Bereich der Kultur eine ähnliche Trendwende, wie sie in den letzten Jahren in der Musikszene stattgefunden hat. |
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| Lena Lengau | |||
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Erotische Literatur ist ein Sammelbegriff für alle literarischen Genres, in denen der dominierende Stoff körperlich-sinnliche Liebes- und Geschlechtsbeziehungen sind; dabei sind die Übergänge zu einer ästhetisch stilisierten Liebesdichtung einerseits (Minnesang, Petrarkismus, galante Dichtung des 18. Jahrhunderts etc.) sowie zur sexuell stimulierenden Pornographie und obszönen Literatur andererseits fließend: Die Freimütigkeit in der literarischen Darstellung der sinnlichen Liebe schwankt historisch und kulturell je nach dem Grad der öffentlichen Tabuisierung des Sexuellen - so gestaltet die antike erotische Literatur neben allen Erscheinungsvarianten heterosexueller Liebe auch Homosexualität, Päderastie und Sodomie. Die zum Skandal gemachten Werke des Marquis de Sade (u. a. La Nouvelle Justine, 1797) und Leopold von Sacher-Masochs (Venus im Pelz, 1866) wurden namengebend für Spielarten erotischer Literatur und zugleich der sexuellen Praktiken des Sadismus bzw. Masochismus. |
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Die Geschichte der erotischen Literatur ist daher eng verknüpft mit der Geschichte der Zensur vor dem Hintergrund wechselnder Moralvorstellungen; folgerichtig erschien sie häufig anonym, unter Pseudonym oder unter der Vorgabe eines fiktiven Autors, so John Clelands Memoirs of Fanny Hill (1750) und Felix Saltens Josefine Mutzenbacher. Die Lebensgeschichte einer wienerischen Dirne, von ihr selbst erzählt (1906). Kennzeichnend ist auch, dass erotische Literatur überwiegend von Männern geschrieben wird, ihr daher aus moderner feministischer Perspektive Ventilfunktion bzw. der Charakter von „Männerphantasie" zugeschrieben wird. Zur erotischen Weltliteratur zählen so unterschiedliche Werke wie das indische Kamasutra, der japanische Sittenroman, namentlich Ihara Saikakus Yonosuke, der dreitausendfache Liebhaber, Kalidasas Abhijnanaskuntala, das hebräische Hohelied oder die arabische Märchensammlung Tausendundeine Nacht, aus der griechisch-römischen Antike die Milesischen Geschichten des Aristeides von Milet, die Hetärengespräche des Lukian oder Ovids Ars Amatoria. Derbe Erotik kennzeichnet das mittelalterliche französische Fabliau und die deutsche Schwankliteratur; aus der Renaissancezeit sind Giovanni Boccaccios Dekameron und das Heptameron der Marguerite de Navarre berühmte Beispiele. |
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Das galante 18. Jahrhundert war eine Blütezeit der erotischen Literatur, der sich Autoren wie Pierre de Bourdeille Brantome, Choderlos de Laclos, Honoré Gabriel Conte de Mirabeau oder Giacomo Casanova annahmen, ebenso wie die Dekadenzliteratur im ausgehenden 19. Jahrhundert, namentlich von Charles Baudelaire, Paul Verlaine oder Oscar Wilde. Zu den Hauptwerken der erotischen deutschen Literatur gehören Friedrich Schillers Venuswagen (1781/82), Johann Wolfgang von Goethes Römische Elegien (1788-1790) und Venezianische Epigramme (1795), Arthur Schnitzlers Reigen (1900) oder Frank Wedekinds Die Büchse der Pandora (1902). Bestsellerautoren erotischer Literatur im 20. Jahrhundert sind u. a. D. H. Lawrence mit Lady Chatterley's Lover (1928, Lady Chatterleys Liebhaber), Henry Miller mit Tropic of Cancer (1934, Wendekreis des Krebses), Tropic of Capricorn (1939, Wendekreis des Steinbocks) und The Rosy Crucifixion (1945-1947), Jean Genet mit Notre-Dame-des-fleurs (1948), Vladimir Nabokov mit Lolita (1955), Lawrence Durrell mit seiner Tetralogie The Alexandria Quartet ( 1957-1960; Alexandria-Quartett), Alberto Moravia mit La Noia (1960) sowie Anais Nin mit ihren Tagebüchern (1966-1984). Weitere Vertreter sind und waren so unterschiedliche Schriftsteller wie etwa Sidonie-Gabrielle Colette, Gustave Flaubert, James Joyce, Frank Harris, Arnolt Bronnen, Walter Serner, Marcel Aymé, Georges Bataille, Marguerite Duras, Gerhard Zwerenz und Philip Roth. |
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Alle Geschichten sind reines Kopfkino. Vieles von dem, was hier geschrieben steht, möchte man wohl nicht wirklich selber machen oder erleben. Es ist so, wie den Science Fiction Autoren, von denen keiner jemals ein Raumschiff gebaut hat, noch in einer fremden Welt war. Und: nicht ein einziger hat's zum Astro- oder Kosmonauten gebracht. Und auch diese Erzählungen sind eben "Erotic Fiction" oder "Erotic Fantasy" je nachdem wie man will – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ganz einfach Kopfkino. Und genau so wenig wie man einen der Science Fiction Autoren deswegen verfolgen sollt, weil er in seinen Geschichten gegen die Gesetze der Physik verstoßen hat, sollte man Erotik Autoren verfolgen, weil sie gegen die Gesetzte der Moral oder des guten Geschmacks verstoßen haben. |
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Keine dieser Geschichten darf im Internet, im Usenet, Mailboxen und sonstigen Netzdiensten kopiert oder weitergegeben werden. Jede Textdatei wird individuell ausgelieferten, daher ist in jeder Textdatei ein digitales Wasserzeichen integriert, über das die jeweilige Quelle für eine unerlaubte Verbreitung rückverfolgbar ist. |
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