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    Fundstellen
     
Fundstellen
Die Mutzenbacherin
  Die hier veröffentlichen erotischen Geschichten haben merkwürdige Quellen, die ich kurz beschreiben möchte.

Nicht nur in einer geerbten uralten Bibliothek habe ich tausende erotische Geschichten gefunden sondern auch in einem versteckten Papierbündel, auf einem gefundenen Notebook und in meinen E-Mails.

     

Papierbündel
Notebook
Datenhygiene
E-Mails

  Die Rekonstruktion und Veröffentlichung aller aufgefundenen Texte wird jedoch noch einige Zeit dauern. Wenn es aber Interesse an den Geschichten gibt, kann ich ja die eine oder andere via E-Mail zuschicken.
     
    Das Papierbündel  
       
    In einer Mauernische eines Abbruchhauses habe ich Texte in einem verschnürten Papierbündel gefunden. Die einzelnen Blätter waren fein säuberlich einseitig mit schöner Handschrift in Bleistift beschrieben, manche auch mit brauner Tinte.

Der Verfall des Manuskripts war durch Feuchtigkeit und Mikroorganismen an vielen Stellen bereits stark fortgeschritten, eine Folge der unglücklichen Lagerung in diesem Versteck. Zum Teil waren die Blätter recht ramponiert und verschmutzt und bedingt durch die für dieses Genre üblichen Wichsspuren zum Teil schlecht oder gar nicht mehr lesbar.

 
     

Eines Tages finde ich wieder einen Packen Papier in einer trüben Pfütze liegen. Die Blätter sind vom Wasser triefnass, ohne Überschrift, ohne Datum, ohne Autor. Also lege ich die einzelnen Blätter am Boden zum Trocknen auf. Als sie dann trocken sind tippe ich sie mit großem Vergnügen ab, um sie den Lesern zur Verfügung stellen zu können.

       
    Das alte Notebook  
       
    Eigentlich kaufte ich das alte Notebook nur, um im Urlaub meine Reiseeindrücke aufschreiben zu können. Jenes Geschäft, wo ich das gebrauchte und abgenutzte aber noch voll funktionsfähige Gerät sehr billig erwarb, befand sich beim Wiener Nachmarkt. Eine schmierige, düstere Bude, randvoll mit alten technischen Geräten, Elektroschrott und Computerramsch. Der Inhaber ist ein undurchsichtiges Schlitzohr namens Christian, mit dem man über die Preise feilschen kann.  
     

Zuhause angekommen war ich natürlich neugierig und ließ das Programm UNERASE von Peter Norton über die alte Festplatte laufen. Meine Neugier wurde reichlich belohnt. Ich hatte so eine riesige Sammlung erotische Geschichten gefunden. Ob damit jedoch alle auf der Platte vorhandenen Informationen gerettet wurden, kann ich nicht sagen.

    Die Gefahr, dass Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse nach außen dringen ist durch eine einfache Formatierung nicht gebannt. Formatieren allein reicht nicht, denn die gängigen Löschroutinen und selbst Formatierungskommandos der heutigen PC-Betriebssysteme gewährleisten nach Angaben der Datenschützer keine nachhaltige Entfernung der Daten. Sie ändern lediglich die Struktur der Festplatte, hinterlassen den größten Teil der Daten unversehrt und können mit entsprechendem Fachwissen zumindest teilweise wieder hergestellt werden.  
     

Ein Schnäppchen sind gebrauchte Computer allemal und ich staunte nicht schlecht, als ich zu Hause plötzlich anrüchige Texte auf dem Bildschirm hatte. Die Ursache war, dass die Festplatte dieses PC nicht sorgfältig genug gelöscht worden war.

   

Die Texte habe ich vorsichtig restauriert und typografisch einheitlich gestaltet. Inhaltlich habe ich sie so gelassen, wie ich sie, nach ihrer Rettung vor dem vergessen Werden, vorgefunden habe. Alle Geschichten konnten aus Zeitgründen noch nicht fertig editiert werden, da bei einigen doch recht viel nachzuarbeiten ist. Das liegt zum Teil an den alten Textformaten und zum Teil an den vielen Rechtschreibfehler in den Geschichten, die noch korrigiert werden müssen.

 
       
    Mangelhafte Datenhygiene  
       
    Computer werden meist völlig achtlos entsorgt oder weiterverkauft, ohne Rücksicht auf Intimsphäre oder Datenschutz. Neun von zehn aller gebraucht erworbenen Festplatten sind wahre Datenschleudern, weil sie nicht fachgerecht gelöscht worden waren.

Da ist dann alles drauf: Liebesbriefe, pornografische Bilder, Kreditkartennummern, Kontonummern, Kontostände und Patientendaten.

 
      Viele Nutzer machen sich Sorgen über die Datenpiraten im Internet, aber auf ihrer eigenen Festplatte halten sie sich nicht einmal an die einfachsten Regeln der Datenhygiene.
    Einer der Gründe für den ungewollten Daten-Exhibitionismus ist die Begriffsverwirrung um das Wörtchen "Löschen": Wer per Mausklick eine Datei "löscht", entfernt in Wahrheit nicht deren Daten, sondern ändert lediglich den Verweis, wo sie auf der Festplatte zu finden sind und den Namen der Datei. Die Daten lassen sich weiterhin praktisch ohne Probleme auslesen, weiter gehende Löschvorgänge lassen sich oft mit simplen Datenrettungsprogrammen wieder rückgängig machen.  

 

      Datenrettung funktioniert ein bisschen wie Archäologie. Schicht für Schicht kann man mit Filterprogrammen die alten Daten herauspräparieren - auch wenn eine Festplatte inzwischen bereits x-mal überschrieben worden ist. Jeder Speichervorgang hinterlässt ganz reale, physische Spuren auf dem Trägermedium, denn elektronisch gespeicherte Daten sind eben doch nicht so immateriell, wie gemeinhin angenommen wird.
    Dazu kommt, dass heute jedes elektronische Gerät - vom Handy über Drucker, Kopierer, Faxgerät bis zur Digitalkamera - über eingebaute Speicher verfügt. Dazu kommt praktisch jede Form von Verrechnungshilfen - von der Bankomatkarte über Chipkarten bis zum winzigen Chip in neueren Textilien -, die ebenfalls irgendeine Form von digitalem Speicher haben. Aber nur in den seltensten Fällen lässt sich dieser eingebaute Speicher auch einfach und sicher löschen.  
      Fachleute und geübte Hacker könnten relativ leicht rekonstruieren, was z.B. auf einem Kopierer alles vervielfältigt worden ist. Aus einem Handy lassen sich auch "gelöschte" SMS wieder auslesen.

Eine Flut immer klügerer Geräte und Chipkarten unterhöhlt den Datenschutz immer weiter.

       
    Die E-Mails
       
    Ich hatte vor vielen Jahren eine E-Mailadresse für alle Fälle eingerichtet. Jahrelang habe ich mich nicht drum gekümmert.  
      Wie groß war mein Erstaunen, als ich dann doch einmal nachsah. Irgendjemand hatte Tausende erotischer Geschichten an die Adresse unverlangt geschickt. Die Absenderadresse war nicht mehr erreichbar, wahrscheinlich war sie bereits vor Jahren wieder gelöscht worden oder es war von vorne herein eine Adressfälschung.
       
     
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