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| Radio CD International |
| Energy 104.2 (Wien) |
| Radio Wien |
| 92.9 RTL (Wien) |
| Ö3 |
| Blue Danube Radio / FM4 |
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Radio CD begann am 31. März 1990 von Bratislava (Preßburg) aus auf der Frequenz 101,8 MHz für Ostösterreich zu senden. Ö3 war zu dieser Zeit meiner Meinung nach zwar noch ein recht guter Sender, aber zu einer Zeit, wie über die mögliche offizielle Einführung von Privatradio in Österreich nur Sonntagsreden gehalten wurden, gab es schon eine echte Alternative. Das österreichische Studio war zunächst in Wien 15 (Hofmoklgasse 1-5) untergebracht.
Es gab zwar schon etwas vorher und eine Zeit lang auch parallel zu Radio CD International mit der "Antenne Austria" ein ostösterreichisches Privatradio (und die gelegentlichen Wiener Piratensender-Aktivitäten auf z.B. 103,3 MHz sollten auch nicht unerwähnt bleiben), aber Radio CD blieb dann schließlich als recht beliebter Sender über. Die Gründe für die Einstellung von Antenne Austria waren u.a. wirtschaftlicher Natur. Auf jeden Fall hatten sie aber eigentlich immer nur beim ungarischen Sender "Danubius", in Österreich bis heute auf 102 und 100.5 MHz zu hören, Sendezeiten gekauft. Genaueres dazu auf der "Antenne Austria Gedenkseite" (externer Link)Das Programm war anfangs angenehm klar strukturiert und bot vom Urlaubsquiz über Kabarett (wie etwa "Rädls Höhnende Wochenschau" bis zur Dancefloor-Show und manchmal dem Phänomen von Radio CD-exklusiven Musiktiteln oder solchen, die auf Ö3 überhaupt Sendeverbot hatten, wirklich so ziemlich alles. Dazu stündliche, angenehm kurze Nachrichten und deutlich weniger Werbung (die noch dazu oft regionalen Bezug hatte und somit sogar oft recht interessant war) als bei der Konkurrenz, obwohl sie natürlich keinerlei Rundfunkgebühren bekamen.
Leider passte sich der Sender mit der Zeit der allgemeinen Seichtheit an, machte aber immer noch einen sympathischeren Eindruck als die große Konkurrenz Ö3. Telekabel Wien sowie Richard Lugner ("Seitenblicke-Baumeister") beteiligten sich am Sender bzw. waren im Programm präsent. Auch das Studio übersiedelte dann in das Wiener Einkaufszentrum Lugner-City im 15. Bezirk, vorher war es zwischenzeitlich in der Kaiserstraße im 7. Bezirk untergebracht.
Es gab auch zunehmend so manche bürokratische Schwierigkeiten. In der Slowakei sahen (laut Zeitungsberichten) manche Leute fremdsprachige Radiosender im slowakischen Rundfunk (zu dem Radio CD rein rechtlich gehörte) nicht sehr gerne. Der slowakische Rundfunk selbst arbeitete jedoch angeblich gerne mit Radio CD zusammen. Schließlich führte dies aber zu so mancher "Zwangs-Sendepause". Die bis dahin längste dauerte dann von Anfang bis Mitte 1994, zuvor gab es auch schon eine ca. 2 Wochen dauernde. Auf 101,8 MHz sendete mittlerweile "Radio Twist", und so wurde Radio CD für den Neustart die Frequenz 96.6 MHz zugeteilt. Das bis dahin darauf sendende "Rock FM" wurde auf eine andere Frequenz mit deutlich geringerer Sendeleistung verschoben.
Bis in den Herbst 1996 ging es dann so dahin, bis aus bürokratischen Gründen wieder einmal ein längeres "Aus" folgte. Radio CD klagte übrigens dagegen, die Sendeanlage nicht mehr benützen zu dürfen, der Rechtsstreit dauert angeblich bis heue an. Es war dann geplant, im Februar 1997 als "CD City Radio" wieder auf Sendung zu gehen. Da man dann aber doch keine terrestrische Lizenz bekam, wurde nur im Wiener Kabelnetz auf 92.7 MHz gesendet. Die technische Reichweite ging damit natürlich den Bach hinunter, der Sender soll dann kurz vor dem allgemeinen großen Privatradio-Start in Österreich still und heimlich eingestellt worden sein. Lediglich das "Cafe CD" in der Lugner-City, nur einige Meter vom Sendestudio entfernt, erinnert heute noch an den Sender.
Energy 104.2 - Wien- der "jugendlichste" der vielen am 1. April 1998 offiziell gestarteten österreichischen Privatradios, der jetzt im früheren Studio von Radio CD in der Wiener Lugner-City untergebracht ist. Um Punkt Mitternacht, wie in Wien das ärgste Medienspektakel angesagt war, war aber nur ein Schnarchen und eine Ankündigung, dass man (passend zur Frequenz) erst um 10 Uhr 42 starte, zu hören, und zu dieser Zeit dann das hier:
Das Sendermotto war zu Beginn "Maxximum Music", dann "Wir machen die Hits" und ab etwa Mitte 2001 "Hit Music only". Seit etwa diesem Zeitpunkt klang der Sender aber zumindest meiner bescheidenen Meinung nach auch nur noch wie das Einheitsgedudel von Ö3, 88.6, Kronehit oder Antenne.
Später kam "Das Beste aus Black und R&B", mit dem Motto "You wanna feel it" kam dann auch wieder Dance/House ins Programm, und es wurde insgesamt wieder besser.
...das ORF-Regionalradio in Wien. Früher wurde der Sender als das Wiener Stadtradio - UKW 90 und 95 (was nicht einmal die exakten Frequenzen sind) beworben (in einigen Wiener U-Bahn-Zügen sind mitunter heute noch vereinzelt die Plakate zu sehen). Im November 1992 war man im Zuge einer großen Umstrukturierung bemüht, einen "moderneren" Eindruck zu machen. Von einigen Seiten war zu hören, dass dadurch nun ein "zweites Ö3" entstanden ist.
Im Februar 1998 wurden dann wie schon zuvor bei Ö3 die Einzelsendungen weitgehend abgeschafft. Neben den immer noch recht guten Nachrichten- bzw. Informationsblöcken gibt es jetzt grundsätzlich nur noch das totgespielteste Gedudel von ca. 1960-2000, während der Nachtstunden ist es eine Spur besser.
Von den ersten ernsthaften Diskussionen über das Privatradio-Gesetz bis kurz vor dem Start am 1. April 1998 wurde 92.9 RTL als "Kanal 4" (K4) gehandelt. Dann wurde der Name jedoch kurzfristig geändert, weil man es offenbar doch nicht verbergen wollte, dass es sich um einen österreichischen Sender des RTL-Konzerns handelt.Beim Start wurde so gut wie keine Werbung für den Sender gemacht, das anfängliche Konzept war "Rock und Pop nonstop". Wirklich innovativ hörte es sich zwar nicht an, es lief aber fast ein halbes Jahr lang mehr oder weniger erfolgreich und konnte doch ein paar Fans gewinnen.
Später kam dann "Power Music Radio", ein dem damaligen Radio Energy ähnliches, ziemlich "flottes" Format mit gelegentlichen "Power Music DJ-Mixes" (bzw. soll es an 104.6 RTL Berlin angelehnt worden sein). Dieses Format hielt sich nur ziemlich kurz (bis Ende 1998).Nach einer kurzen Übergangszeit hatte der Sender dann Anfang 1999 mit "Der beste Rock Mix" lange Zeit zu "seinem" Format gefunden und füllte damit in Österreich an sich eine Marktlücke. Ende Mai 2000 gab es dann allerdings eine radikale Änderung, es wurde nur noch mit minimaler Moderation (auch noch eher rock-orientierte) Musik gesendet. Es gab dann (tw. auch schon vorher) die verschiedensten Gerüchte, dass das Format im Sommer 2000 dann endgültig noch einmal reformiert werde soll, das hartnäckigste war das von einem Schlagersender.
Etwa gegen Ende Juli 2000 tauchte dann eine rätselhafte Werbekampagne auf (Plakate, Ansagen "Noch ... Tage") ohne jeden offiziellen Hinweis, worum es geht. Erst wenige Tage vor dem Neustart im August 2000 wurde dann bekannt, dass der neue Sender 92,9 HIT FM ("Jeden Tag neue Songs") heißen würde - kein Rocksender mehr, sondern eher eine Mischung aus Energy, Ö3 und vielleicht etwas FM4 mit "schriller" Moderation.
Im Juni 2001 wurde plötzlich bekannt, dass die vorübergehende Sendelizenz, die alle Privatradios vor einiger Zeit erhalten hatten, bei HIT FM als einzigem Sender nicht verlängert wird. Somit musste dieser dann schließlich am 19.06.2001 um 24 Uhr den Sendebetrieb einstellen. Für die an HIT FM und auch schon an anderen Sendern beteiligte Mediaprint stellte dies möglicherweise erstmals einen gewissen "Dämpfer" dar. Persönlich betrachte ich die Einstellung auch nicht als großen Verlust für die Programmvielfalt, auch wenn es schon irgendwie schade um den Sender ist. "HIT FM" wurde später in Niederösterreich und dem Burgenland durch Übernahme anderer Sender wieder gegründet, an Wien wendet sich das Programm jedoch nicht mehr.
Ö3 wurde im September 1967 als 3. Radioprogramm des ORF gegründet. Erste Versuchsübertragungen eines 3. Programms gab es jedoch bereits 1953, zunächst auf der bis heute betriebenen Frequenz 99,9 MHz von einer damals noch kleineren Sendeanlage am Kahlenberg in Wien. Der volle Name war eigentlich Österreich 3, was auch lange Zeit in der berühmten, nur aus ein paar Tönen bestehenden Senderkennung verwendet wurde. Es soll damals in Österreich eine echte Innovation gewesen sein und ist aus der Geschichte Österreichs sicher nicht wegzudenken.
Anfang bis Mitte der 1990er Jahre glaubte der ORF, das Niveau des Senders immer mehr nach unten korrigieren zu müssen. Man hatte womöglich auch wegen der damals noch aus dem Ausland hereinsendenden Privatsender Angst um die Einschaltqouten und wollte somit ein möglichst "durchhörbares" Programm machen. Einige Sendungen wurde ersatzlos gestrichen bzw. durch "stromlinineförmigere" ersetzt, andere wurden nach Ö1 oder FM4 "ausgelagert". Aus diesem Grund wird es hier grundsätzlich kaum jemals Ö3-Material geben das viel neuer als ca. 1995 ist. Die letzte halbwegs gelungene "Comedy" dürfte ja der "Vignettenman"gewesen sein, und das war auch schon wieder 1997. An sich kann man sagen dass Ö3 im Herbst 1996 praktisch eingestellt worden ist, was ich vom heutigen halte ist hier zu lesen.
Programmschema, ca. 1995 (374 KB jpeg)
Blue Danube Radio
FM 4Im Zuge des Baus der Uno-City wurde in Wien im Sommer 1979 vom ORF das englischsprachige "Blue Danube Radio" als "Diplomatenradio" eingerichtet. Es sendete bis März 1986 auf der Frequenz 102,2 MHz mit 5 kW Sendeleistung vom Kahlenberg und wechselte dann auf 102,5 MHz, was im Jahr 1998 die Frequenz von Antenne Wien wurde. Es warin Wien und auch im weitläufigen Umland zu empfangen. Der Sender war, wie zu dieser Zeit auch die ORF-Regionalradios, nur in Mono. Es wurden zunächst nur einige Stunden Programm am Tag ein eigenes Programm gesendet, die übrige Zeit wurde oft Ö3 übernommen. Es lief auch unter dem Titel "Ö3 International".
Im Mai 1992 wurde der Sender zu einem österreichweiten Programm ausgebaut (vierte Senderkette), es wurde jetzt auch in Stereo gesendet. Die bisherige Frequenz in Wien wurde (vorläufig) stillgelegt, stattdessen wurde auf der für dort vorgesehenen Frequenz der 4. ORF-Senderkette gesendet.. Neu war auch, dass es jetzt z.B. zu bestimmten Zeiten auch deutschsprachige Nachrichten gab. Die Musik war vorwiegend Easy Listening / Frank Sinatra-artig, das Motto war "Sounds great".
Im Jänner 1995 wurde dann auf den Frequenzen von Blue Danube Radio "FM4" gestartet, das mit nicht allzu "kommerziell" orientiertem Rock/Pop/Hip Hop/intelligenten Wortbeiträgen usw. eine echte Marktlücke füllte. Der Sender teilte sich also mit Blue Danube die Frequenz und sendete zunächst täglich von 19-1 h, später wurde die Sendezeit in der Nacht ausgeweitet. Es wurden auch tw. schon von Ö3 bekannte Sendungen wie "Salon Helga" mit Stermann und Grissemann oder "Silly Solid Swound System" mit DJ Makossa übernommen.
Interessant auch: Beim Start vieler Privatradio-Sender in der Nacht vom 31. März zum 1. April 1998 wurden diese mit den eigenen Mitteln gleich einmal parodiert (das ging wirklich zwei Tage so ;-).
Im Februar 2000 wurde FM4 dann, wie lange erwartet, zu einem 24-Stunden-Programm. Bei den Planungen für den Sender lief dieser unter dem Arbeitstitel "Radio 4". Von langjährigen großen Blue Danube-Fans sowie von den Privatradios waren einige negative Stimmen zu hören. Es gibt in Österreich jedoch nur wenige Radiosender, die mit FM4 vergleichbar wären, das Programm ist bis heute garantiert frei von Dingen wie Backstreet Boys, No Angels oder "Ö3-mäßiger Comedy". Persönlich störte mich eine Zeit lang der auffällig hohe Anteil an deutschem Hip Hop schon etwas, hier gibt es seit ca. 2001 meiner ganz bescheidenen Meinung nach halt nur noch selten gute Stücke. Heute ist es mir dafür zu Alternative/Indie-lastig, obwohl das Programm "offiziell" sehr vielfältig ist.
Auch wenn Blue Danube somit eingestellt wurde, sind immer noch einige Elemente (z.B. englische/französische Nachrichten) im Programm von FM4 zu finden, etwa die Hälfte des Tages wird auch nach wie vor auf englisch moderiert da diese ORF-Senderkette laut Gesetz "vorwiegend fremdsprachig" sein muss.
Hinweis: Es gibt auf dieser Website keine Tondokumente, da ich weder mühsam Genehmigungen einholen noch fürchten möchte, abgemahnt zu werden. Nach gängigen Rechtsansichten ist die reine Abbildung von Senderlogos außerdem frei möglich, da diese keine ausreichende Schöpfungshöhe erreichen.
(zuletzt geändert am 24.01.2009)