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Mein eigenes Heimkino

Hier geht es um mein eigenes "Heimkino", auf dieser Seite habe ich allgemeine Informationen zum diesem Thema zusammengestellt.

Heimkino - aktuelle Version Nachdem manche Leute im Internet ihr "Heimkino" vorstellen, habe ich mich entschlossen hier auch eine entsprechende Rubrik über mein persönliches aufzumachen. Da das Preis-Leistungs-Verhältnis im Sommer 2005 sehr attraktiv war, habe ich nun statt einem 16:9-Bildröhren-Fernseher einen Video-Projektor installiert, den Sanyo PLV-Z3 (seit 2011 ein Z4000). Damit hat sich eigentlich ein sehr lange gehegter Wunsch erfüllt, denn wie ich vor vielen Jahren zum ersten Mal von solchen Projektoren gehört habe, haben diese so viel wie ein Auto gekostet und trotzdem ein zwar großes, aber zum Teil nur mäßig gutes Bild gezeigt.

Im Gegensatz zu so manch anderen habe ich unter "Heimkino" zunächst in erster Linie ein Bild verstanden, dass sich vom Größeneindruck her deutlich von einem üblichen TV-Gerät unterscheidet, und nicht sofort kostspielige Surround-Tonsysteme, die erst einmal mit einem kleinen TV-Gerät betrieben werden. Ich zähle mich nicht zur "High-End-Fraktion", glaube nicht, dass man für einen guten Heimkino-Aufbau unbedingt mehrere 1000 Euro investieren muss und lege keinen Wert auf diverse Luxusmarken, stehe aber auch nicht auf die allerbilligsten Angebote, wenn man schon für eine Spur mehr Geld wesentlich bessere Qualität bekommt. Deshalb lese ich zwar manchmal die gängigen Diskussionsforen, wo es durchaus auch einige wissenswerte Dinge und Anregungen gibt, halte mich aber sonst, zumindest schreibend, eher von dort fern.

Das Bild zeigt die aktuelle Version (seit 2008)


Übersicht 

Heimkino - vorherige Version
Vorherige Version - etwas kleiner und höher hängend
Bild: 1,7 m Breite in 16:9 (siehe oben), LCD-Projektion
Video-Systeme: 1080p sowie niedrigere Auflösungen, digital über HDMI
Lautsprecher-System: 7.0 (Subwoofer-Kanal = vorne links und rechts)
Audio-Systeme: 2-Kanal-Stereo, Dolby Pro Logic IIx, Dolby Digital EX, DTS und HD-Tonformate
Zuspiel-Systeme: Blu-ray (und DVD-Video), Videos/Streams auf Notebook oder von Festplatte an Blu-ray-Player, DVB-S2 (Astra 1), VHS auch möglich (und terrestrisch-analoges Fernsehen falls es das noch gäbe ;-)
 
Irgendwann geplant: ~ 2,5 Meter-Leinwand wenn platzmäßig möglich

 
Projektor: Sanyo PLV-Z4000 (vormals: Z3)

Da sich beim vorher von mir verwendeten Modell Z3 aus dieser Produktreihe am rechten und unteren Bildrand im Jahr 2011 bei manchen Farben ein leichter "Blauschleier" über dem Bild abgezeichnet hat, der sich auch mit geänderten Einstellungen nicht zum Verschwinden bringen ließ, und ich weder herumbasteln noch eine "zahlt sich ohnehin nicht mehr aus"-Reperatur in Auftrag geben wollte, habe ich mir schließlich das aktuelle Nachfolgemodell bestellt. Interessanterweise wäre dieses in Österreich sowohl schwieriger zu bekommen als auch wesentlich teurer gewesen, weshalb ich über eBay bei einem deutschen Händler bestellt habe (ein neuwertiges Gerät).

Auffällig ist zunächst einmal, dass dieser Projektor deutlich größer und auch schwerer ist, augenscheinliche Verbesserungen sind die Full HD-Auflösung 1080p, der bessere Schwarzwert und das oft wirklich fast nicht mehr zu bemerkende Lüftergeräusch, sowie auch die automatische Staubschutz-Abdeckung und die Lens-Shift-Verriegelung. Auch der Staubfilter ist besser zugänglich.

Einstellungen / Allgemeiner Bildmodus:

Erweitertes Menü: aktivieren
Beim Übernehmen von detaillierten Einstellungs-Vorschlägen aus Foren eher vorsichtig sein, speziell wenn das Bild ohnehin schon zufriedenstellend aussieht. Es gibt eine gewisse "Serienstreuung" und unterschiedliche persönliche Geschmäcker.

Am Ende auf einem "Benutzereinstellungen"-Platz speichern (nur noch eine Taste zum Abrufen und Durchschalten aller 8 Speicherplätze vorhanden).

Quelle und weitere Informationen: http://www.cine4home.de/tests/projektoren/SanyoZ3000/z3000test.htm, diverse über Google gefundene Forenbeiträge


Mögliche Probleme:


Vorheriges Modell: Sanyo PLV-Z3
Der Schwarzwert dieses kurz "Z3" genannten Projektors ist bedingt durch die LCD-Technik zur Zeit der Markteinführung nicht perfekt, aber annehmbar bis gut. An den Grundeinstellungen habe ich nach dem "never change a running system"-Prinzip erst gar nicht viel herumgestellt - den Overscan auf 0 stellen und die Iris-Blende leicht zudrehen (bis auf etwa 20) ist jedenfalls empfehlenswert. Das Menü bietet, am besten mit Hilfe von Testbildern, aber sehr viel Raum zum Ausprobieren, auch sind 4 verschiedene Einstellungen speicherbar. Diese verwende ich momentan für verschiedene Overscan-Einstelllungen, nachdem manche TV-Sender offenbar nicht in der Lage sind, ein sauberes Bild zu übertragen.

Die "Anlaufzeit" beim Einschalten ist kaum länger als bei einem Fernsehgerät. Durch die hohe physikalische Bildauflösung kommt er bei den gängigen Betrachtungsabständen auch ohne so etwas wie die "Smooth Screen"-Technik aus, die sich bei vergleichbaren Modell PT-AE700 von Panasonic findet (dieser war in meiner engsten Wahl, die Testberichte des Sanyo konnten mich aber doch noch etwas mehr überzeugen).

Erste Aufstellungsvariante - jetzt so ähnlich an einer anderen Stelle

Die Kaufargumente waren für mich jedenfalls: Mögliche Probleme / Besonderheiten:

Es ist schon vorgekommen, dass das Bild auf einmal mehr oder weniger deutlich sichbar geflackert hat. Wenn der Lampenmodus für eine Weile auf eine höhere Stufe gestellt wird, eine halbe Stunde dürfte reichen, dann verschwindet das aber offenbar wieder, wenn später wieder auf den Lampenspar-Modus zurückgeschaltet wird. Auch die Einstellung A1 oder A2, bei denen der Lüfter meist noch auf der niedrigsten Stufe läuft, scheinen das Problem zu beseitigen. Die Lens-Shift-Mechanik neigt leider dazu, sich leicht zu verschieben und muss dann für eine perfekte Bildlage geringfügig nachgeregelt werden (kann mit passenden Testbildern exakt eingestellt werden), bei den Nachfolgemodellen gibt es eine Verriegelung.

Die möglichen Betriebsstunden der Lampe, bis diese merklich dünkler oder sonst irgendwie defekt wird, können recht unterschiedlich sein. Jemand berichtet beim Vorgängermodell Z2 von 10000 Stunden (externer Link), manche auch von Problemen nach wenigen 100 Stunden. Bei mir ist das Bild nach über 2000 Stunden, vom beschriebenen kleinen Flacker-Problem abgesehen, noch nicht merklich schlechter geworden.

Anzeige der Lampen-Betriebsstunden
Anzeige der Betriebsstunden:

1. Projektor muss eingeschaltet sein und ein Videosignal oder Schwarzbild zeigen

2. "Power off-Bestätigung" im erweiterten Menü muss eingeschaltet sein
3. "ON / OFF"-Taste auf der Fernbedienung drücken und gedrückt halten
4. Nach ca. 20 Sekunden erscheint im Bild eine Anzeige
5. Schnell merken oder fotografieren, denn sie verschwindet nach einigen Sekunden wieder



Informationen zur Nachjustierung der Farbkonvergenz über ein verstecktes Menü: 
Externer Link (Z3 unten auf der Seite, bei meinem anscheinend noch nicht nötig)



 

Die Projektionsfläche / Leinwand

Meine Leinwand
Material der Projektionsfläche
Als Projektionsfläche verwende ich eine Spanplatte, die mit matter, weißer Wandfarbe gestrichen ist. Zwar hat sie sich dadurch etwas gewellt, ich habe sie dann aber doch noch glatt montieren können. Eine mit irgendeiner schon vorhandenen Beschichtung als Untergrund wäre also vielleicht besser gewesen.

Vorher war es eine weiß beschichtete aus meinem örtlichen Baumarkt. Nachdem sich dann doch ein Problem mit einem deutlich sichbaren, zu hellem "Hotspot" ergeben hat, habe ich es mit Abschleifen bzw. Aufrauhen probiert und dann doch die ganze Fläche mit weißer Wandfarbe gestrichen, seither gibt es keine Hotspot-Effekte mehr.


Ich wollte nach Möglichkeit eine fest montierte Projektionsfläche, wobei eine Spanplatte eben den Vorteil hat, dass sie glatt und ohne Wellen und auch absolut lichtundurchlässig ist. Obwohl manche der Ansicht sind, dass der Schwarzwert mit einem leichten Grauton deutlich besser wird, möchte ich mich lieber nicht auf Experimente einlassen und bin erst einmal bei reinem Weiß geblieben. Für spezielle "Leinwand-Farbe" werde ich sicher kein Geld ausgeben, zumal da auch genug kritische Töne darüber zu hören sind.


Erste Version der fest montierten "Leinwand" - noch kleiner und zu hoch hängend

Bildgröße und -format
Die Bildgröße im 16:9-Seitenverhältnis beträgt ca. 170 mal 95,7 cm - das ist zwar etwas kleiner als "typische" Standardgrößen um die 2 Meter, jedoch immer noch größer als bei den gängigen und zum Teil immer noch tausende Euro kostenden Flachbildschirmen und für meine Raumverhältnisse so ziemlich die "Maximallösung". Das Bild ist mir sogar fast zu groß (nach einer Gewöhnungsphase aber gerade richtig ;-) und selbst in 5-6 Meter Entfernung (üblicher Abstand ca. 3 Meter) entsteht noch ein guter "Kino-Eindruck". Geplant sind eventuell noch einfügbare Abdeckungen (Maskierung) um das Restlicht der schwarzen Letterbox- bzw. seitlichen Balken bei 4:3 und ~ 2,40:1 zu verdecken - für die sehr schmalen Streifen bei 1,85:1 lohnt es sich kaum. Als seitliche Abdeckung wären Vorhänge besonders elegant. Die umlaufende schwarze Maskierung (großteils 15 cm breit) ist zum Teil aus Papier und zum Teil aus Stoff, vorher habe ich zusätzlich noch eine Maskierung direkt auf der Projektionsfläche aus Klebeband gehabt. Auch auf den seitlichen Wänden habe ich später schwarze Streifen aus Stoff montiert.

Bei meinem ersten eher behelfsmäßigen Aufbau hatte ich eine Leinwandbreite von ca. 1,20 m (ältere Dia-Leinwand), was als erster Eindruck auch schon sehr groß aussah. Im äußersten Fall wäre eine Breite an die 1,8 oder im Extremfall ca. 2 Meter möglich, weil ich den Abstand nicht mehr weiter vergrößern kann und das Bild doch schon etwas übertrieben groß und mit vielleicht sichtbarer Pixel-Struktur wäre, aber nur mit größerem Umbau-Aufwand. Sollte es einmal in einem anderen Raum möglich sein, dann plane ich aber eine Projektionsfläche mit etwa 2,4 m Breite oder eventuell noch etwas mehr.

Obwohl ich auch relativ viel in 4:3 sehe, kam für mich nur eine 16:9-Leinwand und ein 16:9-Projektor in Frage. Als langfristiges Projekt habe ich mir auch einmal eine Leinwand mit ~ 2,35:1 bis 2,39:1 überlegt, da ja sehr viele Spielfilme in diesem Format veröffentlicht werden, allerdings wäre das eine komplizierte Sonderlösung. Möglich wäre eine elektronische Streckung auf 16:9 ohne Letterbox-Balken, und dann eine Entzerrung mit einer anamorphotischen Vorsatz-Linse, aber soweit ich das gelesen habe, sind derartige Heimkino-Linsen weder technisch ausgereift, noch zu realistischen Preisen zu bekommen. Hier könnte das Bild auch wie im Kino mittels Vorhängen nach Bedarf nur horizontal "maskiert" werden, von 1,33:1 (4:3) bis 2,40:1. Auf einer großen Leinwand finde ich die Letterbox-Balken im Gegensatz zu einem "Briefmarkenschirm" (Fernseher) aber nicht wirklich störend. Falls ich wirklich einmal so eine Projektionsfläche habe, wird es also wohl eher auf eine Verstellung des Zooms bei Kinofilmen herauslaufen.

Abstand des Projektors zur Projektionsfläche
Je nach Abstand des Projektors zur Leinwand ist nur eine bestimmte maximale Bildgröße möglich. Genauso ist ein gewisser Mindestabstand nötig, unter 2 Meter Abstand ist kaum ein vernünftiges Bild möglich. Ich habe den Projektor etwa beim bei meiner Bildgröße minimal möglichen Abstand von ca. 2,6 m auf einer Regal-Konstruktion (ca. 1,8 m über dem Boden) über der Sitzposition aufgestellt. Im Gegensatz zur vorherigen Lösung musste ich den Projektor hier sogar näher heranrücken, weil das Bild zumindest in der ursprünglichen Heimkino-Version sonst zu groß geworden wäre.

Betrachtungsabstand
Der Betrachtungsabstand beträgt bei mir etwas unter 3 Meter (ca. 2,75 m), mit großem Aufwand wäre auch etwas über 3 m möglich. Die Empfehlungen bewegen sich meist zwischen etwa 1,5 bis 2 Mal Bildbreite, besonders bei heute üblichen Projektoren ab einer Auflösung von 720p aufwärts eher zu ersterem tendierend.

Bildlage
Mit der "Lens Shift"-Funktion lässt sich die Lage des Bildes in der Höhe und Breite ohne Verlust an Bildqualität verschieben, allerdings soll es angeblich zu Problemen führen, wenn die möglichen Maximaleinstellungen (fast) ausgenutzt werden. Ich verwende diese Funktion, habe sie in vertikaler Richtung auch recht stark ausgereizt und noch keine wirklichen Probleme bemerkt. Die "Keystone"-Funktion (vertikale Trapezkorrektur) verwende ich nicht, weil sich dadurch die effektive Bildauflösung verringert - bei mir ist das Bild auch ohne diese rechteckig so wie es sein sollte.

Stattdessen habe ich für die Feineinstellung auf einer Seite des Projektors etwas untergelegt (z.B. dünne Kartonstücke) oder die Standfüße ausgefahren. Die Trapezverzerrung in horizontaler Richtung habe ich durch Drehen in der horizontalen Ebene um einige Grad nach links oder rechts beseitigen können - am Anfang habe ich den Fehler gemacht, ihn genau an der Regalkante auszurichten, die natürlich nicht exakt parallel zur Leinwand war.

Die Leinwand bzw. Projektionsfläche sollte natürlich auch völlig horizontal und von oben nach unten senkrecht sein, also mit einer Wasserwaage ausrichten und dabei auch gleich testen, ob sie Wölbungen bzw. Wellen hat.

Die Richtlinien für die vertikale Lage des Bildes sind unterschiedlich, so zum Beispiel dass die Bildmitte oder untere Bildkante ungefähr auf Augenhöhe sein sollte. Daraus ergäbe sich dann eine Lage der unteren Kante im Bereich um einen Meter über dem Boden - jedenfalls sollte das Bild angenehm und ohne Verrenkungen zu sehen sein. Bei mir sind es eine Spur über 60 cm, nachdem mir die vorherigen ca. 80 cm doch etwas zu hoch waren.

Sichtwinkel
Als idealer Sichtwinkel (zwischen Sitzposition und dem linken und rechten Ende der Leinwand) werden oft ca. 30 oder bis zu 35 Grad genannt, was bei mir ungefähr hinkommt. Das menschliche Blickfeld ist zwar noch deutlich breiter, Winkel von etwa 50 Grad und mehr werden aber eher selten empfohlen. So wie es jetzt ist, wirkt das Bild sehr "weit" und gerade noch angenehm.

Gain-Faktor
Die allererste Version meiner Projektionsfläche war eine ältere, aber gut erhaltenen Dia-Rollleinwand mit fast 120 cm Bildbreite - das Bild war an sich sehr gut, sie neigt jedoch zur Bildung von Wellen. Die Helligkeit hat sich hier abhängig vom Blickwinkel auch etwas geändert - das kann am so genannten "Gain-Faktor" liegen, der die Reflexionseigenschaften beschreibt und für den meist ein Wert von 1 oder leicht darüber empfohlen wird. Die nächste Variante war eine frei im Raum hängende, etwas breitere beschichtete Spanplatte, die an die Decke klapp- und verriegelbar war. Bei den Spanplatten-Lösungen ist die Helligkeit in jedem Blickwinkel ziemlich gleich, allerdings kann nach meinen Erfahrungen mitunter ein gewisser "Hot Spot"-Effekt (deutlich hellerer Bereich an einer bestimmten Stelle, wie auch bei Leinwand-Modellen mit hohem Gain-Faktor möglich) auftreten. Dieses Problem habe ich aber durch Aufrauhen des betreffenden Bereichs mit Schleifpapier und dann noch besser mit Überstreichen lösen können. Besser wäre also gleich von Beginn an mattweiße Wandfarbe (unbedingt matt und nicht glänzend) auf einer glatten, ebenen Fläche gewesen.

Auch bei der neuen Version, die mit mattweißer Farbe gestrichen wurde, habe ich eine kleine, bei bestimmten Farben im Bild auffällig "leuchtende" Stelle mit vorsichtigem Abschleifen recht einfach beseitigen können.


Tonsystem

Der Verstärker: Yamaha RX-V565
Ich war eigentlich bis 2005 schon mit meinem Stereo 2.0-System sehr zufrieden (über einen älteren Verstärker von Sanyo); Dolby Surround, Dolby Digital 5.1 usw. war für mich immer "nett wenn man's hat", aber im Gegensatz zu einem großen Bild kein dringender Wunsch.  Diese Anlage habe ich auch noch ca. ein halbes Jahr für den Heimkino-Betrieb verwendet.

Da ich gegen Ende 2005 jedoch sehr günstig einen Heimkino-Receiver (Yamaha RX-V557) erstanden habe, der vom Bedienungskomfort und den technischen Daten her sowieso etwas besser als der Sanyo ist, habe ich später dennoch ein "richtiges" Mehrkanal-Tonsystem installiert. Bemerkenswert ist auch, dass er nach einer Trennung vom Stromnetz in den letzten Zustand zurückkehrt (Eingangsquelle, Lautstärke, Tonmodus). Die Fernbedienung scheint ziemlich stark zu sein (funktioniert auch bei nicht ganz direktem Sichtkontakt) und kann (nach Eingabe der Codes) auch andere Geräte steuern -  allerdings nicht meinen Satellitenreceiver und Projektor.
Den Video-Teil (es ist ja ein AV-Receiver) habe ich bislang kaum genutzt, da er weder RGB-Video (der beste Video-Modus meines bisherigen Satelliten-Receivers; das kann aber offenbar kaum einer) noch HDMI unterstützt, weshalb die meisten Zuspiel-Geräte direkt an den Projektor angeschlossen waren und ich dort den Eingang umschalten musste. Ich habe aber für alle Fälle ein Komponenten-Videokabel (YPbPr) vom AV-Receiver zum Projektor gelegt, so dass auch dessen Video-Eingänge (Composite und S-Video kann konvertiert werden) verwendet werden können. Seit ich den Satellitenreceiver gegen einen mit Komponenten-Ausgang getauscht habe, habe ich aber auch DVD-Player und Sat-Receiver über den AV-Receiver angeschlossen; dadurch hat sich keine merkliche Verschlechterung ergeben, Bild und Ton können aber gemeinsam umgeschaltet werden. Lediglich bei Zuspielungen von meinem Notebook musste ich so wie bisher am Projektor auf HDMI umschalten. Bei Filmen mit "Extended Surround" wie Dolby Digital 5.1 EX kann es nötig sein, diesen Modus extra zu aktivieren, weil das bei der Einstellung "Auto" doch nicht von selbst passiert. Das liegt dann aber vielleicht auch an den DVDs.

2010 habe ich diesen verkauft und gegen einen Yamaha RX-V565 getauscht, der nun auch HDMI hat und sogar ein 7.1-System ist. Nett ist auch das Einmess-System mit einem Mess-Mikrofon (wo ich dann bei den Ergebnissen aber noch ein bisschen nachkorrigiert habe), und die Konvertierungs-Möglichkeit von analogem Video nach HDMI. Bei der Einstellung 720p (und 1080p) habe ich hier aber interessanterweise zumindest beim Bildschirm-Menü ein leichtes Zittern im Bild (unabhängig von der Deinterlacer-Einstellung des Projektors), bei 1080i, jedoch nicht. Die Bildqualität scheint sich beim Hochskalieren auch nicht dramatisch zu verbessern, das gibt es wohl nur bei Luxusklasse-Modellen - aber wann brauche ich das schon?

Er verfügt auf schon über ein Firmware-Upgrade, wodurch sich einigen Audio-Eingängen andere Video-Eingänge zuweisen lassen - für Geräte wo es nicht vorhanden ist, gibt es das auf der Yamaha-Website, und ist über den optischen Eingang und eine gebrannte Audio-CD einzuspielen. Am Anfang war dies für mein Notebook nützlich, wo die Dolby Digital-Ausgabe über HDMI nicht so ganz zu klappen schien, über den optischen Ausgang jedoch schon - seit ich entdeckt habe, dass man dafür noch einen zusätzlichen HDMI-Treiber installieren muss, ist das aber auch nicht mehr nötig..

Beim über HDMI angeschlossenen Satellitenreceiver ist mir schon einige Male aufgefallen, dass kein Bild, kein Ton, nur ein Störmuster ähnlich wie eine analoge Verschlüsselung oder kleine Stör-Linien am Bildrand zu sehen waren. Nach dem Aufrufen und gleich wieder Ausblenden des Setup-Menüs des AV-Receivers verschwinden diese Probleme aber sofort, ebenso wenn kurz auf einen anderen HDMI-Eingang und dann wieder zurück geschaltet wird. Mit dem neuen Projektor scheint er jedoch besser zusammenzuarbeiten.

Die vorderen Lautsprecher (Front)
Die vorderen (linken und rechten) Lautsprecher sind zwei "Cat Berlin 2000/2" (3-Wege-Bassreflex) und sie schaffen zumindest laut Herstellerangaben 29 Hz bis 21 kHz, was auch einigermaßen realistisch zu sein scheint. Sie stehen auf einem Stück Teppich auf Regalbrettern. Das gefällt mir optisch auch fast besser als riesige, hohe Standboxen und auch besser als winzige "PC-Speaker". Obwohl die Marke in Heimkino-Kreisen nicht ernst genommen wird, bin ich seit Jahren damit zufrieden und habe noch nicht das dringende Verlangen nach teureren und "ernsthaften" Boxen gehabt. Sie sind auch deutlich besser als zwei ähnlich große, die ich früher gehabt habe und die eine ausgelassene Party einmal nicht überstanden haben ;-)

Da ich keinen Subwoofer für die Bass-Wiedergabe habe und auch nicht plane, einen zu installieren, wird der .1 bzw. LFE-Kanal (der immerhin bis 120 Hz gehen kann und wo es weitgehend egal ist, aus welcher Richtung er kommt) auf die Front-Boxen umgelenkt. Bei entsprechenden Filmszenen (Explosionen, "bedrohliche" Atmosphäre etc.) sind die tiefen Frequenzen jedenfalls fast schon mehr spür- als hörbar. Viele vertreten gern die Meinung, dass es sich um eine unverzichtbare Komponente handelt - an sich ist es aber ein "Hilfslautsprecher" zur Unterstützung von kleinen bzw. bassschwachen Haupt-Boxen, und manche Modelle gehen ja gerade einmal bis 40 Hz oder so hinunter. Der Verstärker hat sich auch noch nie wegen Überlastung abgeschaltet.

Die Aufstellungshöhe ist so gewählt, dass die Hochtöner der Boxen ungefähr in Ohrhöhe sind - der Abstand zueinander liegt im Bereich des Hörabstandes.

Center-Lautsprecher
Einen Center-Lautsprecher in der Mitte habe ich längere Zeit keinen gehabt, der diesem zugedachte Ton wurde daher auf die Haupt-Lautsprecher aufgeteilt und war über die ganze Breite bzw. scheinbar aus der Mitte ("Phantom-Center") zu hören.

Obwohl der Center-Kanal häufig als "sehr wichtiger zentraler Haupt-Lautsprecher" bezeichnet wird und oft gesagt wird, dass viele Filme so abgemischt sind, dass die Dialoge meist aus diesem bei Surround-Sytemen vorgesehenen Kanal zu hören sind (was tatsächlich so ist), so hat mir das Klangbild auch ohne diesen gut gefallen. Seit einem Versuch mit einem Lautsprecher, der von den technischen Daten und Klang-Eigenschaften her halbwegs gepasst hat (der ist jetzt ein Surround Back), habe ich aber eine (quer liegende) "richtige" Lautsprecherbox (Sony SS-CN190) als Center installiert - diese ist durch ihre schwarze Farbe auch ein Teil meiner Leinwand-Maskierung. Da der Bassbereich nicht so weit wie bei meinen bisherigen Boxen heruntergeht, habe ich es einmal mit der "Small"-Einstellung am AV-Receiver probiert. Der Klang ist irgendwie besser, wenn der Originalton auch wirklich Dolby Surround bzw. Dolby Digital-Mehrkanalton und nicht nur ein "Upmix" des Receivers aus reinem 2-Kanal-Stereoton ist - für Radio und Musik benutze ich eher die "2 ch Stereo"-Einstellung. Mit dem neuen Receiver scheint aber auch das besser geworden zu sein, so dass auch "7ch Enhancer" im Radiobetrieb ganz gut und "raumfüllend" klingt.

Als Aufstellungsort wird allgemein so nah wie möglich beim Bild empfohlen - bei mir jedenfalls sehr knapp unter der Unterkante der Projektionswand auf einem kleinen Regalbrett. Durch die Form des Raumes "verschwindet" die Box auch sehr schön und bildet mit der Vorderseite ungefähr eine Ebene mit der "Leinwand", trotzdem ist noch etwas Platz rundherum. Da meine Projektionsfläche in der jetzt wahrscheinlich für längere Zeit endgültigen "Version" schon ziemlich tief hängt, habe ich ihn, wie manchmal empfohlen wird, etwas nach oben gerichtet aufgestellt - der Klang ist dadurch scheinbar wirklich besser, bzw. die Höhen.

Surround-Boxen
Die Surround-Lautsprecher (außen links und rechts) sind zwei Regal-Boxen von Philips, die ähnlich groß wie die vorderen Boxen und somit größer als "übliche" Surround-Lautsprecher sind.

Für die Aufstellung habe ich die zwei Stützen der Dachschräge genutzt und dort in ca. 1,35 Meter Höhe Regalbretter montiert, was auch gut zu meiner Raum-Situation passt. Die Boxen sind etwas nach innen gedreht und jeweils ca. 2,5 Meter von der Hörposition entfernt. Hier bin ich der Empfehlung gefolgt, dass die Surround-Boxen generell deutlich höher als die Front-Boxen aufgestellt sein sollten - auch wenn es weniger als die häufig empfohlenen 1,60 - 1,80 m sind. Wie ich nur einen 2.0-Stereo-Verstärker mit Ausgängen für 2 Lautsprechergruppen hatte, habe ich diese manchmal dazu geschaltet und so den linken und rechten Kanal "verdoppelt", was sich etwa bei "lauten" Actionfilmen auch schon sehr eindrucksvoll angehört hat.


Da der Yamaha ein 6.1-System ist, habe ich dann später auch einen "Surround Back" zwischen den Surround-Boxen montiert, aus räumlichen Gründen in ca. 2,1 m Höhe auf einem Querbalken. Er ist ungefähr gleich weit wie die anderen Surround-Boxen entfernt und nach unten gewinkelt aufgehängt; es ist eine Eigenbau-Box, die ich vorher testweise als vorderen Center verwendet habe. Generell dürfte diese Box weniger anspruchsvoll als der vordere Center-Lautsprecher sein, da sie grundsätzlich nur für gelegentliche Effekte verwendet wird. Nur relativ wenige Filme enthalten diesen Kanal direkt (Dolby Digital EX, DTS Discrete und Matrix), ansonsten wird er mit einer Einstellung wie Pro Logic IIx aus dem vorhandenen Material generiert, was klanglich teilweise umstritten ist und natürlich auch abgeschaltet werden kann. Gegenüber einer Wiedergabe in "4.0" oder "5.0" sind mir die Surround-Effekte aber noch nicht wirklich schlechter vorgekommen.

Nachdem der neue AV-Receiver ein 7-Kanal-System ist, ist dann aus einem passenden Einbau-Lautsprecher aus meinem Lagerbestand ein zweiter Surround Back geworden, den ich nach einer Verschiebung des vorhandenen ebenfalls so montiert habe.

Blu-ray Player: Samsung BD-P3600

2010 habe ich schließlich meinen DVD- gegen einen Blu-ray-Player getauscht, es ist ein Samsung geworden, nachdem die Testberichte großteils überzeugend waren und ich ihn ziemlich günstig als Vorführgerät mit voller Gewährleistung bekommen habe. Bild und Ton sind über HDMI an den AV-Receiver angeschlossen, und ich verwende ihn momentan eher als "modernen DVD-Player" mit der üblichen Hochskalierungs-Möglichkeit.

Es werden auch viele gängige Formate von Filmdateien unterstützt, allerdings gibt es doch relativ oft eine fehlerhafte bis gar keine Wiedergabe, wenn gleichzeitig VLC auf dem Computer keine Probleme damit hat. Damit das Spulen innerhalb von Film-Dateien oder das Springen zu einer bestimmten Zeit funktioniert, muss die externe Festplatte an den USB-Anschluss an der Vorder- und nicht an der Rückseite angeschlossen werden.

Auffällig ist, dass er zusammen mit dem Sanyo PLV-Z3 oft von selbst auf die Auflösung 1080i gesprungen ist, obwohl 720p hier die beste Einstellung ist. Bis auf 3D, wo ich lieber die Marktentwicklung (und das Filmangebot) in nächster Zeit abwarte, unterstützt er so ziemlich alle gängigen Blu-ray-Standards. Die integrierte YouTube-Funktion ist auch "nice to have" und funktioniert erstaunlich gut und ohne Hängen und Ruckeln. CDs laufen allerdings nur, wenn es entweder Audio-CDs sind, oder aber Daten-CDs mit Dateiformaten wie unter anderem DivX, die der Blu-ray-Player lesen kann.



Vorher: DVD-Player Toshiba SD-210

DVD-PlayerDieser kostete Anfang 2002 deutlich über 200 Euro, aber schließlich wollte ich nicht unbedingt den Allerbilligsten haben und habe ja immerhin die Marke schon lange vorher gekannt. Manche der damals unteren Preisklasse sollen ja angeblich kein RGB-Signal ausgeben können und einen sehr dürftigen MPEG-Decoder und mitunter ein schlecht verarbeitetes Laufwerk haben. Er verfügt jedenfalls neben Composite, S-Video und RGB sogar schon über Komponenten-Ausgänge, weshalb ich ihn jetzt über diese mit einem (dreiteiligen) Komponenten-Kabel an den Projektor angeschlossen habe. Eventuell tausche ich ihn aber einmal gegen einen neueren DVD-Player mit HDMI-Ausgang, oder am besten gleich einen technisch ausgereiften Blu-ray-Player, der natürlich auch weniger als 300 Euro kosten sollte.

Blu-Ray reizte mich bei der Markteinführung wegen der hohen Preise und möglicher technischer Probleme wenig, auch sind mir noch keine Vermiet-Bluray-Discs aufgefallen bzw. gibt es ohnehin kaum noch Videotheken in meiner Nähe (mehr). Manche DVDs oder z.B. Natur-Dokumentationen im Fernsehen sind vom Bild her jetzt schon wirklich erstaunlich - noch eine Spur besser wird es wohl immer gehen. Während der Wechsel von VHS auf DVD ein "Quantensprung" war, bin bzw. war ich bei den derzeitigen HD-Medien noch abwartend. HD-Videos, die ich schon über den Computer auf meinen Projektor gesehen habe, wirken zwar manchmal erstaunlich scharf und detailreich, und die herkömmliche Auflösung gleich darauf wie ein "Pixelmatsch", trotzdem ist eben auch mit der herkömmlichen DVD-Auflösung immer noch eine sehr gute Qualität möglich, wenn die technischen Möglichkeiten bei der Herstellung ausgereizt werden.
Ich besitze zwar fast nur Region 2-DVDs (auch wenn ich eher den Originalton bevorzuge, der hier aber eben meist auch enthalten ist), trotzdem ist es natürlich nützlich, das der DVD-Player schon "codefree" ausgeliefert worden ist. Interessant ist, dass die typischen kurzen Bildstillstände bei den Layerwechseln manchmal überhaupt nicht mehr auffallen und manchmal eben schon. Dem "Kaufrausch" bin ich nie wirklich verfallen und ich habe auch nur eine überschaubare Sammlung.

Bisher erfolgreich verarbeitete Medien: gepresste DVD, DVD-R, gepresste CD, CD-R, CD-RW. Eine DVD+R hat einmal nicht funktioniert, auf dem Computer aber schon.

Bisher abspielbare Aufzeichnungsformate: DVD-Video, VCD, SVCD, alle möglichen Video-CD-Variationen (MVCD in MPEG1 352x288 bzw. 352x240, MSVCD in MPEG2 480x576 bzw. 480x480, AVCD...), mp3 auf einer Standard-CD-ROM, CD-Audio, sogar einige Kopierschutz-CDs (obwohl ich sowas üblicherweise nicht kaufe). DivX funktioniert leider nicht, aber das geht mit dem Computer wahrscheinlich sowieso besser.

Sowohl PAL- als auch NTSC-Medien werden problemlos abgespielt, allerdings muss man den Projektor dann gegebenenfalls auf NTSC bzw. "automatisch" stellen, weil das Bild sonst schwarz/weiß und verzerrt ist (vielleicht, wie ich einmal ein S-Video-Kabel verwendet habe).


Satellitenreceiver: Homecast HS 9000 CIPVR

Ein HDTV-fähiger Satellitenreceiver mit Doppel-Tuner, Bild und Ton über HDMI an den AV-Receiver angeschlossen. Ich wollte ihn übergangsweise über Komponenten-Video anschließen, aber über HDMI war das Bild doch noch einmal eine Spur besser. Bei HDTV-Sendungen ist es deutlich schärfer und deteilreicher als früher, und sogar z.B. 3sat sieht hochskaliert ziemlich gut aus, obwohl es in Standard-Auflösung sendet. Bei Sendern mit mäßiger Bildqualität sind allerdings auch keine Wunder möglich. Mir ist auch aufgefallen, dass am linken Rand scheinbar ein minimaler schwarzer Streifen immer im Videosignal enthalten ist - durch eine Justierung des Projektor-Lensshift leicht nach links fällt dies aber nicht mehr nennenswert auf, und er scheint auch keine Bildteile zu verdecken.

Homecast-Forum(externer Link) - mit zahlreichen nützlichen Informationen und Software. Interessant ist z.B. "ts2tp0" zur Konvertierung von Videos, so dass sie auf dem Homecast abspielbar sind, allerdings müssen sie dafür schon mit einer anderen Software (z.B. "SUPER") in das .ts-Format konvertiert sein (wegen dem Aufwand natürlich eher eine experimentelle, technische Spielerei). Außerdem der "HCFS-Explorer", der alternativ zum offiziellen Programm die Übertragung über USB und das Arbeiten mit Verzeichnissen auf dem Reveiver ermöglicht, sowie "HC-Load", bei dem das nur eingeschränkt der Fall ist, das aber die maximale USB 2.0-Geschwindigkeit ausreizt. Bei der Übertragung muss der "normale" Standby-Modus eingestellt sein, im voll eingeschalteten Zustand das Kabel angeschlossen, und dann der Standby-Modus aktiviert sein, so dass der Receiver vom Computer erkannt wird. Bei der Übertragung vom Computer zum Receiver muss dieser danach "hart" ausgeschaltet werden (mit dem Netzschalter hinten am Gehäuse oder einem externen Schalter), weil beim "normalen Herunterfahren" mit der Taste an der Vorderseite oder Fernbedienung sonst alle Änderungen auf der Festplatte "vergessen" werden. Dies ist ein "Workaround", und eine offizielle Lösung mit einem Firmware-Update noch ausständig. FTP über ein Netzwerk-Kabel (Direkt-Crossover, oder 1:1 verbunden über einen Router/Switch) ist auch möglich, aber wesentlich langsamer.

Zuvor: Homecast S 8000 CIPVR - Nachdem bei meinem digitalen Satellitenreceiver mit Festplatte (
Opentel ODS4000PVR) die Aufnahmefunktion auf einmal nicht mehr funktioniert hat, habe ich ihn gegen diesen von Homecast getauscht. Dieser hat außerdem einige Ausstattungsmerkmale die dem anderen gefehlt haben, wie etwa eine USB-Schnittstelle und einen Komponenten-Videoausgang (YPbPr). Dies ist für mich jedenfalls die einzig wahre Möglichkeit, Fernsehen zu empfangen - Kabelfernsehen ist gebührenpflichtig und bei mir ohnehin nicht verfügbar, DVB-T würde ich höchstens als Ergänzung sehen und Internet-Fernsehen ist ja momentan auch nur Kabelfernsehen über ein etwas anderes System, wo man interessanterweise kaum technische Daten über die Auflösung und Bitrate erfährt.

Zusammen mit dem elektronischen Programmführer ist es mit  so einemm PVR recht leicht, interessante bzw. intelligente Sendungen (die es nach wie vor gibt, wenn man sich etwas umsieht) herauszusuchen und zu programmieren, um sie sich dann zu einer beliebigen Zeit in Ruhe anzuschauen. Da der Bild- und Datenstrom bei digitalen Satellitenreceivern so wie gesendet direkt aufgenommen wird (eine Einstellmöglichkeit der Aufnahme-Qualität gibt es daher nicht), gibt es auch keine Qualitätsverluste. Auch gleichzeitiges Aufnehmen und Wiedergeben einer bereits angefangenen Sendung die man programmiert hat ist möglich. Durch den Aufbau mit zwei Tunern ist auch das Anschauen einer Sendung und gleichzeitige Aufnehmen einer anderen möglich, bei nur einem Kabel von einer Satellitenantenne aber nur auf der gleichen Polarisationsebene, wobei die meisten interessanten Sender jedoch horizontal polarisiert sind. Seit (von einem Quad-LNB ausgehend) zwei Kabel zu mir führen, fällt auch diese Einschränkung weg.

Eine nicht dokumentierte Funktion des Opentel war jene, bei laufender Wiedergabe mit der grünen Taste auf der Fernbedienung die Zeitleiste einzublenden und dann mit den gedrückt gehaltenen Lautstärke -/+ Tasten im Gegensatz zum Bildsuchlauf sehr schnell vor oder zurück springen zu können (das ist die "berühmte" Funktion von Festplattenrecordern, Werbeblöcke oder sonstige unerwünschte Programmteile leicht überspringen zu können). Die kleinen runden Symbole bei der Wiedergabe und Aufnahme können (eventuell erst nach einigen Sekunden) ebenfalls durch Drücken der grünen Taste ausgeblendet werden. Beim Homecast funktioniert das Überspringen mit den Pfeiltasten im Steuerkreis der Fernbedienung, geht aber eher schnell und erfordert eventuell etwas Gefühl. Während laufender Aufnahmen kann man zurückspringen, indem man zuerst den Bildsuchlauf rückwärts wählt, bis der Balken nach kurzer Zeit grün wird - dann funktionieren auch die Pfeiltasten. Was anscheinend fehlte, war auch ein Schaltsignal für die automatische Formatumschaltung zwischen 4:3 und 16:9, bei meinem Projektor muss ich das Format aber sowieso selbst einstellen.

Der Satellitenreceiver war im RGB-Modus über ein Adapterkabel an den VGA-Eingang (= RGBHV) angeschlossen, der sich auch auf den RGB-Modus aus der Fernsehtechnik (= sRGB) umschalten lässt. Ein YPbPr-Komponenten-Ausgang wäre von der Verkabelung her besser, weil ich dann das Bild auch über den AV-Receiver schalten könnte; auch habe ich den VGA-Eingang früher auch für den Computer gebraucht. Leider fehlt so ein Component-Video-Ausgang bei den meisten Satellitenreceivern, und auch externe Konverter sind ziemlich teuer, so dass man sich gleich nach einem neuen Receiver umsehen könnte. Der Homecast war dann mittels Adapterkabel (bei der Pin-Belegung entspricht R Y, Pb B und Pr R) und ohne sichtbaren Qualitätsverlust über den AV-Receiver verbunden, in der nicht dokumentierten Einstellung für Komponenten-Video.

Ich habe auch einmal den allseits gelobten Topfield TF5000 PVR ausprobiert, der einen solchen YPbPr-Ausgang (häufig als "YUV-Ausgang" bezeichnet, was technisch aber nicht ganz dasselbe ist) und dazu noch ein paar sehr gute Ausstattungsmerkmale hat - aber leider wurde das Bild mit einem dünnen schwarzen Rahmen ausgegeben, der den Rand überdeckt hat. Da leider keine brauchbaren Hinweise zu bekommen waren, wie sich die Video-Ausgabe richtig einstellen lässt, habe ich ihn dann nach etwa einer Woche dem Händler zurückgegeben.

Auch die Zeit stellt sich von selbst über Satellit ein, was besonder toll ist weil ich grundsätzlich alle Geräte ohne echten Netzschalter bei Nichtgebrauch vom Stromnetz trenne (bzw. einen Schalter in das Netzkabel einbaue). Netzwerk- oder USB-Anschluss um direkt mit einem Computer auf Aufnahmen zugreifen zu können hatte der Opentel leider keinen (die Festplatte kann aber bei Bedarf relativ leicht ausgebaut und ausgelesen werden), der Homecast kann über USB und vom Hersteller zur Verfügung gestellter Software ausgelesen werden, was bei mir schon beim ersten Versuch reibungslos geklappt hat. Im Internet kursieren zwar endlose Bug-Listen, wobei ich persönlich aber eigentlich keines der angeblichen Probleme bemerkt habe.

VHS-Videorecorder: Blaupunkt

Zusätzlich habe ich über die einzige Möglichkeit Composite Video (Scart auf Cinch für jeweils Video und Audio-Bastellösung) noch einen VHS-Videorecorder angeschlossen, es ist ein Blaupunkt, der schon seit 1989 im Einsatz ist. Die Bildqualität meiner alten Aufnahmen ist oft noch überraschend gut, obwohl das natürlich belächelt wird, ist es nett, auch in einem modernen Heimkino eine VHS-Abspielmöglichkeit zu haben, da dies eben lange Zeit ein sehr verbreitetes Format war.

Bei meiner Geräte-Zusammenstellung war das auch die einzige Möglichkeit, über den integrierten analogen Tuner lokale terrestrische TV-Sender zu empfangen. Da in Wien damit aber nur noch Restsignale zu empfangen sind, von den Fernsehsendern im Stadtgebiet jedenfalls nichts mehr, ist dieser jetzt ohnehin ziemlich nutzlos. Eine DVB-T-Box habe ich nicht, da es momentan gegenüber der Satellitenausstrahlung kaum ein nennenswertes Zusatzangebot gibt - wenn, dann wirds wohl ein USB-Stick fürs Notebook.

Ich habe kaum vor, alle meine bisherigen gut erhaltenen VHS-Videos zu digitalisieren und möchte sie (sachgemäß gelagert) eher so behalten wie sie sind, auch können "Ausgrabungen" früherer Fernsehaufnahmen sehr interessant sein. Meine Lieblings-Spielfilme habe ich aber eher durch die DVD-Versionen ersetzt.

Verkabelung und Fernbedienung:

Heute großteils über HDMI und über den AV-Reveiver laufend, bei meinem Notebook läuft der Ton seit der Installation des richtigen HDMI-Audio-Treibers von Realtek mit dem Bild ebenfalls reibungslos über HDMI, einige Zusatzgeräte analog über Cinch-Kabel. Der Ton des Satellitenreceivers wird gleichzeitig analog (geht zum Zusatz-Bildschirm) und digital ausgegeben.

Die Zuspiel-Geräte stehen auf einem Regal hinter der Sitzposition (aber auch so weit entfernt, dass die Laufgeräusche nicht stören), wodurch sich auch die Kabellänge sehr kurz halten lässt. Zwar sollten ja auch 5 Meter in der Regel problemlos möglich, so gibt es aber schon einmal ein geringeres Fehler-Risiko und alles ist in Griffweite.

Unter der Adresse http://www.hifiaktiv.at/diverses/realistische_betrachtungen_themen/realistische_betrachtungen_verbindungskabel.htm (von einem Geschäft, das sich nicht gerade auf Billigangebote spezialisiert hat) habe ich einen interessanten Artikel über Verbindungskabel gefunden (und auch über "Blindtests" mit interessanten Ergebnissen), die auch häufig von vielen übermäßig wichtig genommen werden. Meine Audio- und Video-Verbindungen sind jedenfalls meist entweder individuell (aus vorhandenen Beständen) zusammengestückelt, oder aber zu einem realistischen Preis gekauft. Ich hatte früher tatsächlich einmal Probleme mit der Bildqualität eines Kabels, nach dem Kauf eines anderen für 4,99 oder so waren diese aber verschwunden. Sehr billig ausgeführte Stecker und Lötstellen oder fehlende Abschirmungen können wohl möglicherweise tatsächlich zu Schwierigkeiten führen, aber grundsätzlich glaube ich nicht daran, dass völlig überteuerte Luxuskabel, insbesondere von immer wieder in diversen Foren genannten Marken, wirklich etwas bringen.

Die Fernbedienung des Projektors und auch AV-Receivers ist außerordentlich stark und funktioniert sogar sogar noch, obwohl dieser über mir steht. Auch die anderen funktionieren, obwohl die Geräte hinter mir aufgestellt sind, offenbar reichen die geringfügigen Reflexionen der Infrarot-Signale an den Wänden aus.


Computer-Anschluss

Außerdem gibt es noch eine "Docking-Station" für mein Notebook, die aus einem HDMI-Kabel und einer Strom-Steckdose in der Nähe besteht. Früher habe ich für den digitalen Ton zusätzlich ein optisches Kabel verwendet.Das Bild ist natürlich merklich besser als über die sonst noch vorhandene Möglichkeit S-Video. Im Gegensatz zum früher verwendeten Anschluss über VGA habe ich sogar den Eindruck, wie wenn früher vorhandene, bei genauer Betrachtung aus der Nähe zu sehende kleine Bildstörungen mit der digitalen Bildübertragung jetzt völlig verschwunden sind. Das Kabel ist ein 3 Meter langes für ca. 7 Euro zum AV-Receiver, durch den sich das Signal als standardgemäßes 1080p-Video schicken lässt (vormals 720p). Die Grafikkarten-Software stellt beim Anschließen des Kabels automatisch auf "externen Monitor" sowie das Bild auf 1920 x 1080 Pixel Auflösung) ein, was der maximalen Auflösung des Projektors entspricht. Auch der Audio-Ausgang wird dann automatisch mit umgeschaltet. Bei der ersten Aktivierung der neuen 1080p-Auflösung war ein großer schwarzer Rahmen um das Bild zu sehen - die Lösung des Problems war, im Einstellprogramm der ATI-Grafikkarte einen Regler auf 0 zu stellen.

Zum Abspielen von Videos benutze ich meistens den VLC Player, früher auch den GOM Player oder Media Player Classic Home Cinema und habe auch mit Video-Material in höheren Auflösungen meist keine Probleme. Im Gegensatz zum Blu-ray Player lässt sich natürlich wirklich alles abspielen, für das es einen Codec gibt, und z.B. auch die Streams von der South Park-Website. Vielleich installiere ich irgendwann einen "Home Theatre PC" (HTPC), der dann möglichst viele Funktionen vereinen sollte (HDTV-Satellitenreceiver, Blu-ray- und DVD-Player, Internet-Videos, Mediatheken und sämtliche Video-Dateiformate, Internet-Radio etc.) - wegen Stromverbrauch, Wärme- und Geräuschentwirklung dann aber vorzugsweise zum Teil aus Notebook-Komponenten.

Zusatz-Monitor

Bei einem Projektor-System ist es grundsätzlich sinnvoll, einen zusätzlichen Bildschirm als "Kontrollmonitor" zu installieren. Dadurch wird der Projektor bzw. dessen Lampe geschont, und man kann den Bildschirm "schnell einmal" einschalten, um z.B. am Satellitenreceivcer Aufnahmen zu programmieren oder "im Vorbeigehen" Sendungen wie die Nachrichten und dergleichen sehen. Ich verwende dafür meinen "guten alten" Bildröhren-Video-Monitor von Commodore, der wesentlich weniger Platz als mein vorher genutzter 16:9-Fernseher braucht und an einer Stelle auf der Seite aufgestellt ist, wo er nicht stört - voll "Retro-Style" und ausreichend, da ohnehin eher selten genutzt. Dies wurde auch einmal als "90 Grad zur Leinwand" (eben auf der Seite) "Dual-Installation" bezeichnet, im Gegensatz zu "Fernseher, vor den sich eine Roll-Leinwand schiebt"-Systemen. Er wäre sogar RGB-fähig, ist aber wegen der einfacheren Verkabelung und der immer noch guten Qualität über Composite Video an den Satellitenreceiver angeschlossen (direkt und nicht über den AV-Receiver). Auch die analogen Audio-Ausgänge sind mit den integrierten Lautsprechern (sogar Stereo) verbunden. Irgendwann kommt stattdessen vermutlich ein LCD-Fernseher mit allerhöchstens 26 Zoll Diagonale hin.

Vorherige Lösung

Hier für alle die es vielleicht brauchen können ein paar wissenswerte Dinge zu meinem früheren Fernsehgerät:

HeimkinoThomson 32WR45E - 82cm 16:9-Bildröhre, 100 Hz

Da gute Video-Projektoren im Jahr 2002 vom Preis her noch nicht so attraktiv waren, habe ich diesen damals bei meinem örtlichen Media Markt erstanden und war mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis jedenfalls sehr zufrieden.

Er hat sogar drei Scart-Eingänge (RGB und Composite Video-fähig, zusätzlich S-Video-Eingang), womit ich sämliche Peripheriegeräte gleichzeitig anschließen konnte. Selbst bei 4:3-Sendungen ist das Bild immer noch ca. gleich groß wie auf meinem alten 63 cm 4:3 Blaupunkt. Was fehlt ist allerdings ein PALplus-Decoder, was angesichts von digitales Fernsehen über Satellit, wo Breitbild-Sendungen sowieso zumindest teilweise anamorph sind, aber nicht sehr schlimm ist. Auch etwaige Schaltsignale, die bei Letterbox-Material automatisch in den Zoom-Modus schalten, werden ausgewertet. Der Zoom kann auch manuell gut dazu verwendet werden um z.B. Filme in Open Matte zu vergrößern.

Das Gerät ist allerdings ziemlich schwer (eher nur zu zweit zu tragen) und hat auch eine große Bautiefe.

Service-Menü
Es gibt einen undokumentierten Befehl um in ein Service-Menü zu kommen:

1. TV-Gerät einschalten und mit der Fernbedienung in den Standby-Zustand schalten
2. Prog - und Vol - an Gerät gleichzeitg drücken und gedrückt halten, Vol - dabei zuerst drücken
3. Wenn sich die Farbe der Einschalt-Anzeige von Rot auf gelb/orange ändert (nach ca. 10 Sekunden) loslassen
4. Hat es funktioniert, so sollte wenig später das links abgebildete Menü erscheinen

Dies sollte auch bei ähnlichen Modellen von Thomson so oder ähnlich funktionieren. Vor dem Verändern der Bildgeometrie und anderen Werten jedoch unbedingt die standardmäßig eingestellten aufschreiben (hexadezimal bis FF) und beim Verändern von Werten nicht vergessen, diese im Menü zu speichern (store). Im "regulären" Menü (das über die Menü-Taste der Fernbedienung erreichbar ist) gibt es auch noch einen Menüpunkt um das Bild zu drehen, die optimale Einstellung kann hier auch vom örtlichen Erdmagnetfeld abhängen. Zum Einstellen am besten ein Testbild mit mehreren geraden Linien und eventuell Kreisen oder zumindest irgendein Standbild verwenden.


Einstellungsmöglichkeiten unter "Geometry"
V-Amplitude
Größe vertikal
V-Position
Lage vertikal
H-Delay
Bildlage horizontal im 4:3-Modus
H-Position
Lage horizontal
H-Amplitude
Größe horizontal
EW-Amplitude
Kissenverzerrung
EW-Trapezium
Trapezverzerrung
H-Parallel
Parallelogrammverzerrung


(zuletzt geändert am 10.09.2011)

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