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Mobile Ladegeräte für
Handys/Smartphones
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Heutige
moderne Handys/Mobiltelefone/Smartphones sind sehr reichhaltig
ausgestattet und
quasi sehr kompakte, vollwertige Computer - mit mobilem
Internetzugang, GPS-Satellitenempfang zur Positionsbestimmung,
Kamera und Musik-Wiedergabe
sowieso, und so weiter. Wird dies alles unterwegs genutzt, so wird
gegenüber älteren Modellen, die außer
Telefonieren
nicht viel konnten, der Akku recht stark belastet. Es ist
mir nicht nur einmal passiert, dass dieser unterwegs dann
schließlich leer war (bei einem Nokia 5800 Xpress Music),
obwohl
er beim Weggehen noch voll aufgeladen war.
Es gibt aber einige Lösungsmöglichkeiten für
dieses Problem:
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Einen
passenden, zweiten Akku kaufen
Das
ist nicht
besonders praktisch, weil das Gerät ausgeschaltet, zerlegt und
nach dem Tausch des
Akkus wieder neu gestartet werden muss. Außerdem muss es zum
Laden der
zwei Akkus zuhause auch immer zerlegt werden, sofern kein spezielles
Ladegerät vorhanden ist, das direkt Handy-Akkus laden
kann.
Abgesehen davon funktioniert das Öffnen bei einigen
Geräten wie dem Nokia N8 nur durch Aufschrauben und
ist offiziell nicht vorgesehen, ganz zu
schweigen von den Apple-Modellen ;-)
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Einige
Standard-Akkus (Mignon AA oder andere) zusammenschalten und mit einem
Lade-Kabel verbinden
Dies
wäre
schon eine elegantere Lösung, die theoretisch auch einfach
selbst
zu bauen ist. Allerdings reicht es nicht, einfach einige Akkus zusammen
zu schalten, bis diese die übliche Spannung des
Ladegeräts von etwa 5 Volt erreichen (also 4 x 1,2 V
= 4,8
V), weil auch die Stromstärke am Eingang des Handys passen
muss
(etwa 400 bis 900 mA). Ohne Schaltung zur Stromregelung kann es
also passieren, dass sich entweder gar nichts tut, eine Meldung "Akku
wird nicht geladen" erscheint, oder schlimmstenfalls etwas kaputt wird.
Außerdem muss verhindert werden, dass der Strom vom internen
Handy-Akku wieder zurück fließt. Mit
herkömmlichen 1,5
Volt-Batterien könnte auch die Spannung zu hoch sein.
Das
DC-8 (externer Link) ist ein
wahrscheinlich eher einfaches, aber sehr nützliches kleines
Gerät,
um ein Handy unterwegs auch mit Standard-AA-Mignon-Akkus betreiben zu
können. Natürlich funktionieren auch
herkömmliche
Batterien in dieser Größe, was aber auf Dauer allein
schon
wegen der Kosten nicht empfehlenswert ist. Es ist für um die
20
Euro in verschiedenen Online-Shops zu bekommen und enthält
auch ein
Verbindungskabel mit einem 2 mm-Stromstecker auf jeder Seite.
Es kann
zusammen mit dem Steckernetzteil-Ladegerät des Handys auch zum
Aufladen von Akkus
verwendet werden. Ein Überladen wird anscheinend bei schon
vollen
Akkus auch durch eine Schaltung verhindert (Licht wechselt von
grün blinkend auf ständig grün). Allerdings kann
das eine
"holprige" Angelegenheit sein, und Akkus manchmal
fälschlich
als defekt angezeigt werden (rotes Licht) oder der Ladevorgang zu
früh enden. Ein
"richtiges" Ladegerät für zuhause, das auch mehrere Akkus auf einmal
laden kann und ebenfalls bei vollem Akku selbstständig abschalten
sollte, ist also eher empfehenswert, am besten ohne Verwendung einer Schnelllade-Funktion.
Es
funktioniert
mit einem einzigen Akku, wobei durch die integrierte Schaltung dann
eine Gleichspannung von 5 V bei 400 mA herauskommt. Bei einem
gängigen NiMH-Akku mit 2850 mAh ergibt sich bei 1,2 V
ein
Energiegehalt von maximal 3,42 Wattstunden, was schon in der
Nähe des internen Akkus liegt (1320 mAh bei 3,7 V und
somit
4,884 Wattstunden). Natürlich sind dies theoretische
Maximalwerte,
die in der Praxis geringer ausfallen können, auch sind
gewisse Verluste beim Laden und Entladen und bei der Spannungswandlung
zu berücksichtigen. Trotzdem
sollten
somit einige geladene Akkus praktisch "unerschöpfliche"
Energie für unterwegs liefern.
Ein
Problem von Akkus ist aber die Selbstentladung -
die Ladung wird einfach von selbst immer weniger, auch ohne dass
sie in einem Gerät verwendet werden. Dem lässt sich
aber
begegnen, indem sie nach Möglichkeit erst kurz vor Gebrauch
aufgeladen werden. Mit der häufig gelobten Marke "eneloop" (externer Link)
von Sanyo sollten die Ergebnisse auch deutlich besser sein, denn
erstens haben diese nur eine sehr geringe Selbstentladung, und zweitens
ist auch die Entladekurve bzw. der Spannungsabfall beim Gebrauch
günstiger, so dass effektiv mehr Energie zur
Verfügung steht, trotz einer angegebenen Kapazität
von nur 2000 mAh.
Schon mit einem Akku im gelieferten, teilweise geladenen Zustand bin
ich, bei gleichzeitigem weiteren Gebrauch von Internet, GPS etc. von 1
auf 2 Striche Ladung gekommen, ohne weitere "Akku schwach"-Meldungen.
Das
DC-8
sollte
spätestens bei der ersten "Akku schwach"-Meldung angesteckt
werden, noch besser vielleicht rechtzeitig davor bei einigen verbleibenden Strichen in der Anzeige, woraufhin eine "Wird geladen"-Anzeige zu sehen sein sollte. Wie
bei der Verwendung eines herkömmlichen Ladegeräts
für
Wechselstrom kann das Handy/Smartphone dann natürlich
weiterhin
verwendet
werden. Es
kann mitunter vorkommen, dass zwischendurch eine falsche "Akku
voll"-Meldung
erscheint, der Ladevorgang dann aber trotzdem noch weitergeht,
eventuell nach Herausnehmen und wieder Einlegen des Akkus im DC-8. Auch
kann es sein, dass sich beim Einlegen eines
Akkus zuerst einmal gar nichts tut - dann einfach wieder herausnehmen
und noch einmal probieren. Auch hier scheinen die Ergebnisse mit
eneloop-Akkus besser zu sein.
-
Andere
"mobile Ladegeräte" oder "Notfall-Ladegeräte"
Auch
wenn so
etwas scheinbar ein Nischenprodukt ist, so gibt es auch von anderen
Firmen eine Reihe von Ladegeräten, die mit AA-Mignon-Akkus
oder
einem internen Akku funktionieren, wie etwa dieses von Conrad (externer Link), oder das Nokia DC-11 Extra Power
(externer
Link, ca. 40 Euro?). Die Preise und Erfahrungsberichte sind recht
unterschiedlich, ist ein Wirkungsgrad angegeben, so sind 85% schon ein
recht guter Wert, wobei ständig leuchtende LEDs diesen etwas
verringern können. Zu beachten ist generell, ob der
Stecker zum Telefon-Modell passt (USB, 2 mm Rundstecker,
größere
Stecker
...), wobei es aber zahlreiche Adapter-Kabel gibt. Bei einem angegebenen Ladestrom von deutlich unter 400 mA kann die Ladung recht lange dauern.
Zu bedenken ist
auch, dass AA-Mignon-Akkus und Standard-Batterien sehr weit verbreitet
und daher in der Praxis mitunter besser als ein interner Akku sind, sie
lassen sich auch in beliebiger Stückzahl mitnehmen und vielerorts
kaufen. Generell sollten die Akkus/Batterien bei Nichtgebrauch
aus den mobilen Ladegeräten genommen bzw. erst bei Bedarf
eingelegt werden, da diese einen minimalen Leerlaufstrom haben
können, und es somit erst wieder eine unnötige
Selbstentladung geben könnte.
Diese gibt
es auch in kleiner, tragbarer Form zu kaufen, idealerweise mit einem Akku
kombiniert - wie zum Beispiel Swiss Solar Card (externer Link, auch .de) oder Solio (externer
Link). Li-Ion-Akkus sollten aber nicht unbedingt direkt in der prallen
Sonne liegen. Der Nachteil ist, dass diese beim Gehen wohl nicht
unbedingt praktisch sind (vielleicht auf einen Rucksack montiert?), sie
möglichst zur Sonne hin ausgerichtet
sein sollten, das Wetter passen muss und Solarzellen
natürlich nur tagsüber funktionieren. Speziell
für mehrtägige Wandertouren, Camping oder z.B. bei stundenlangem Aufenthalt auf
einem Strand etc. könnten solche
Solar-Ladegeräte
aber sehr nützlich sein. Es gibt auch Solar-Rucksäcke
und -taschen (leicht über Google zu finden, mit
unterschiedlichen
Meinungen dazu, speziell bei den günstigeren Modellen).
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Hinweis zu nicht aufladbaren Batterien
Diese
zahlen sich
hauptsächlich für Not- oder
Sonderfälle und sonst für Geräte mit sehr
geringem
Stromverbrauch aus, wie Fernbedienungen und Uhren ohne leuchtende
Anzeige, bzw. solche,
die sehr selten eingeschaltet werden. Bei diesen sollte es auch
über einige Jahre hinweg nur eine äußerst
geringe Selbstentladung geben. Würden hier Akkus verwendet,
so
könnte die Selbstentladung schon viel höher sein als
der
Stromverbrauch. Eine Wanduhr läuft mitunter noch jahrelang mit
einer
scheinbar leeren Batterie. Inoffiziell können dennoch einige
Aufladungen möglich sein, wobei es Hinweise
darauf gibt, dass "D***cell
Alcaline" besonders gut dafür geeignet
sind, und sich mit Ladegeräten, die für alte
NiCd-Akkus und mehrere Stunden Ladezeit bzw. geringen Ladestrom gedacht
sind, die besten Ergebnisse erzielen lassen - ich habe schon zahlreiche
erfolgreich geladen. Schlimmstenfalls laufen die Batterien aus, oder in
einem noch schlimmeren Fall fängt etwas Feuer - alle Angaben
ohne Gewähr und Ausprobieren auf eigene Gefahr!
(zuletzt
geändert am 26.06.2011)
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