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Ungewöhnlich
langsame Modemverbindungen
Langsame
Verbindungen
können
natürlich oft auch am Internet selbst liegen. Wenn aber oft nur
eine
wesentlich langsamere Verbindung bzw. "Connect"-Meldung zustandekommt,
als
das
Modem tatsächlich maximal kann, kann das auch mehrere Ursachen
haben.
Oft kommt es vor, dass das Telefon das Modem stört, ein bekannter
Fall ist das Telefonmodell "T95" der Telekom Austria.
Eine korrekte Verkabelung sollte an sich 4 Drähte haben, diese sind "a" und "b" die normalerweise benutzt werden, und "a1" und "b1" als weiteres Leitungspaar. Das Modem sollte theoretisch, wenn es aktiv ist, das Telefon aus dem Signalweg trennen. Üblicherweise funktioniert aber auch eine "Hausverkabelung", die nur aus 2 zu einem Gerät führenden Drähten besteht (nur a und b, wie gesagt standardmäßig rot und grün). Nach der Telefonsteckdose kann man prinzipiell tun und anschließen was man will, solange das Netz der Telekom bzw. des jeweiligen Netzbetreibers nicht gestört wird, die Zeit von "postgenehmigten" Endgeräten ist lange vorbei. Die drei Steckdosen der Telefonsteckdose sollten an sich verschieden beschaltet und je nach Beschriftung für Haupt-Telefon (Telefonhörer-Symbol) und weitere Geräte wie Anrufbeantworter, Fax oder eben Modem (Dreieck, Kreis) gedacht - eventuell verschiedene Steckerpositionen probieren. Es ist auch möglich, dass die Steckdose bei der Installation vielleicht falsch verkabelt wurde.
Es kann auch sein, dass der Telefonanschluss ein "Trägerfrequenzanschluss" ist, wo wegen mangelnder Leitungskapazität der Anschluss einfach über einen anderen überlagert wurde (es ist dann ein zusätzlicher, ca. 20x20 cm großer Kasten neben der Telefonsteckdose montiert). Wenn es mittlerweile genug Kapazitäten gibt, gibt es aber die Möglichkeit, diesen Anschluss von der Telekom kostenlos in einen "normalen" umbauen zu lassen (Auskünfte: 0800 100 100). "Viertelanschlüsse" mit elektromechanischer Technik gibt es seit ca. 2000 in Österreich nicht mehr.
Die Kabellänge ist hingegen
selten eine Ursache für Störungen. Mein Kabel vom
Modem (sowohl xDSL als auch früher Analog-Modem) bis zur Steckdose
ist über 20 Meter lang, und die
Qualität
ist nicht anders als mit einem kurzen Kabel direkt bei der
Telefonsteckdose.
Die Kabellänge von der Vermittlungsstelle (Wählamt) bis zu
einem am Telefonnetz hängenden Gerät kann prinzipiell bis zu
einige Kilometer betragen, wovon die kurze Strecke innerhalb eines
Hauses natürlich kaum ins Gewicht fällt. Lediglich bei sehr
minderwertigem bzw. ungeeigneten Kabelmaterial (es muss nicht unbedingt
ein standardmäßiges Telefonkabel sein) kann es eventuell zu
Problemen
kommen. Bei einem selber verlegten "Wald- und Wiesen-Kabel" kann es
also einen Versuch wert sein, das Modem einmal versuchsweise mit einem
kurzen Standard-Telefonkabel an die Steckdose anzuschliessen. Auch
schlecht ausgeführte Verbindungsstellen (nicht ausreichend
abisoliert, mangelhafte Lötstellen oder Blockklemmen etc.)
können Probleme verursachen.
Eingehende Anrufe bei aufrechter Modemverbindung / Anklopfen
Die
Anklopf-Funktion
des Telefonnetzes kann dazu verwendet werden, bei eingehenden Anrufen
die
Modem-Wählverbindung automatisch zu trennen und so keine Anrufe zu
versäumen. Dies kann recht nützlich sein wenn man nicht
gleich ISDN oder Breitband-Internet anschaffen will oder kann. Im
Hörer eines
angeschlossenen Telefons
würde während einer bestehenden Sprachverbindung ein
Anklopf-Ton zu hören sein und man könnte mit der "R"-Taste
auf die
andere Leitung schalten. Dieser Ton stört jedoch
üblicherweise das
Modem, es legt (allerdings erst nach einigen Malen läuten) von
selbst auf und das Läuten des Telefons ist zu hören. Dies
gilt aber nur für Modems bis zum Standard "V.90", beim neueren
Standard "V.92" gibt es eine "Modem on hold"-Funktion
(softwaremäßig einzustellen), mit der eine bestehende
Verbindung genauso wie ein Sprachtelefonie-Anruf gehalten und
später fortgesetzt werden kann.
Genauso kann diese Funktion ausdrücklich abgeschaltet werden, wenn man keine Anrufe erwartet und sicher eine störungsfreie Verbindung haben will.
Anklopfen
einschalten:
Am Telefon *43# wählen
Wieder
ausschalten:
#43#
Bestätigung: "Ihr Auftrag wurde angenommen" oder ähnliche
Ansage
Die
Funktion
bleibt so lange aktiviert bzw. deaktiviert, bis wieder das Gegenteilige
eingestellt wird. Das Anklopfen funktioniert automatisch bei jedem
Anschluss
der Telekom Austria und eventuell auch bei anderen Anbietern. Das Ein-
und
Ausschalten ist kostenlos - Angaben ohne Gewähr.
Belegung einer österreichischen Telefonsteckdose
Wen es
interessiert...
Dies
ist eine uralte Beschreibung, die ursprünglich
nicht von mir ist, es könnte sein dass sie (vor allem von der
Reihenfolge der Steckplätze oder den Farben her) nicht mehr ganz
auf dem neuesten
Stand ist. Die Telefonsteckdose (TDO) selbst ist noch Teil des Telekom
Austria-eigenen Netzes, daher Vorsicht beim eventuellen Öffnen.
Die österreichischen Stecker unterscheiden sich von den deutschen
"TAE"-Steckern, die eine andere Form und anders liegende Kontakte haben.

Nähere Informationen (externer Link)
(zuletzt geändert am 02.12.2007)