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| Monkey Island |
Das
Spiel hat(te) jedenfalls einfach alles: Eine spannende
Abenteuer-Geschichte
rund um einen "Anti-Helden", einen "sympathischen Verlierer", der auf
einer
karibischen Insel auftaucht und von heute auf morgen Pirat werden
möchte,
eine eigene Art von Humor ;-), eine Lovestory und überhaupt
eine
sehr
dichte Spielatmoshäre. Es ist wahrscheinlich nicht leicht zu
beschreiben,
also am besten selbst spielen. Die Geschichte ist in etwa im 17.
Jahrhundert
bzw. vor einigen 100 Jahren angesiedelt, nachdem aber sicher mehrere
Anachronismen
vorkommen, darf kann man das nicht so eng sehen.
The Secret of Monkey Island erschien ursprünglich für (DOS/IBM-kompatible) PC's (zuerst in EGA 16 Farben, dann auch in VGA 16/256), Amiga (diese Version habe ich gespielt; obwohl nur 32 Farben, möglicherweise technisch sogar etwas besser) und auch für den Atari, Mac und auch für das Spielkonsolen-System Sega Mega-CD. Die Amiga-Version war jedenfalls auf vier (DD-) Disketten verteilt - etwas mühsam war halt, dass viele Amigas zu dieser Zeit nur mit Diskettenlaufwerken ausgerüstet waren, aber mit 2 Laufwerken ging es einigermaßen. Die PC-Version wurde ursprünglich auf vier 5,25"-Disketten ausgeliefert. Auch wenn Sprachausgabe damals noch nicht Stand der Technik war, existiert dennoch eine CD-Fassung, die sich aber inhaltlich an sich nicht unterscheidet. Es soll auch eine CD-ROM-Version geben, bei der die Musik als CD-Audio enthalten ist, außerdem eine CD, die den kompletten Text in mehreren Sprachen enthält sowie schon die Bedienoberfläche von Monkey Island 2, bei der die mitgeführten Gegenstände (Inventory) als Icons statt als Text sichtbar sind.
Der Name der Hauptfigur Guybrush Threepwood leitet sich übrigens daraus ab, dass beim verwendeten Grafikprogramm (Deluxe Paint?) bei den Entwürfen die Datei "guy.brush" (Pinsel) hieß. "Scumm" (könnte an "Scum", dt. "Abschaum" angelehnt sein) heißt auch das lange Zeit für Lucasfilm-Adventures typische Steuerungssystem ("Script Creation Utility for Maniac Mansion").
Die Inseln: Melee Island / Monkey Island
Demo-Download: Deutsch / Englisch (für DOS, jeweils ca. 0,2 MB)
Obwohl man
The
Secret of Monkey Island an sich allein hätte stehen
lassen
können (zumindest gab es Hinweise darauf, was das Geheimnis von Monkey Island jetzt eigentlich ist), war der
Stoff dennoch reif für eine Fortsetzung. So erschien nicht
allzuviel
später (1991-92) Money Island 2 - Le
Chuck's Revenge
(nebenstehend eine Werbung aus dieser Zeit, zum
Vergrößern
klicken).
Die Grafik war etwas anders als im ersten Teil, sie basierte auf
händisch
gezeichneten Hintergründen und wurde nicht wie sonst
üblich
direkt
auf dem Computer gezeichnet. Die Story ist fast noch etwas
länger
und ausgeprägter
als im ersten Teil, beispielsweise kann man sich im Verlauf des Spiels
frei zwischen mehreren Inseln bewegen, aber wenn ich mich jetzt
entscheiden
müsste, welcher besser war... Einige wenige Dinge an
der
Handlung
haben mir im 2. nicht ganz so gefallen, aber alles in allem war es
jedenfalls
sehr gut.
Es
erschien
als Version für (MS)-DOS (256 Farben VGA) sowie für
den Amiga
(sah trotz nur 32 Farben ebenfalls prächtig aus, der Sound war mitunter
sogar etwas besser als das damals übliche Midi-Gedudel am PC ;-) und belegte dort 11 Disketten (das war
jetzt
ohne Festplatte wirklich schon ungemütlich, aber man hat dann
schon
gewusst, wann er welche Disk braucht ;-) Die PC-Version
erschien
ursprünglich auf 3,5" sowie auch noch auf 5,25"-Disketten, es gab auch eine Mac-Version.
So
wie Teil
1 läuft es heutzutage anstatt mit der Original-exe-Datei
mitunter
besser mit "ScummVM",
dieses Programm interpretiert die Original-Daten des Spiels, ohne dass
man sich mit Dingen wie DOS-Soundkarten- und Maustreibern spielen muss.
Es kann auch die 320x200-Grafik glätten und somit den
"Treppeneffekt" weitgehend verschwinden lassen.
Die Inseln: Booty Island / Phatt Island / Scabb Island / Dinky Island (4 Kartenteile)
Demo-Download: Englisch (für DOS, nicht spielbar, ca. 1,7 MB)
Dann
kam lange nichts. Jahrelang gab es nur Grüchte, bis es dann
irgendwann
offiziell wurde, dass es einen dritten Teil geben würde.
Selten
habe ich ein Spiel so sehr erwartet wie dieses! Es verzögerte
sich ungefähr ein halbes Jahr nach dem zuerst geplanten Erscheinungstermin (die
Demo-Version
und Berichte in Spielezeitschriften verkürzten zumindest die
Wartezeit), aber im November 1997 kam es dann endlich auf den Markt, und mein
Traum von sich auftürmenden The
Curse of
Monkey Island-Schachteln
wurde Realität.
Es war das erste Monkey Island-Spiel mit Sprachausgabe. Die "Comic-Grafik" (erstmals in 640x480) war zwar teilweise etwas umstritten, insgesamt ist es aber ziemlich gut angekommen.
Das Spiel gibt es ausschließlich für Windows/DirectX, es belegt 2 CDs. Gleichzeitig mit dem Erscheinen von Monkey Island 3 (wird auch CMI genannt) wurden auch die ersten beiden Teile als Doppelpack wiederveröffentlicht.
Demo-Download: Englisch (bei Lucasarts, für Windows, ca. 19 MB)
Etwa
im April 2000 verdichteten sich dann die Gerüchte, dass es
einen
vierten Teil geben würde, diese wurden dann schon wenig
später
auch offiziell bestätigt. Das Spiel erschien schließlich
Mitte November 2000 und heißt "Escape from
Monkey Island"
(auch EMI genannt). Bei der deutschen Version wurde erstmals bei einem
Monkey Island-Spiel der Titel übersetzt, dieser lautet
"Flucht
von Monkey Island". Auch hier wurden mit dem Erscheinen des
Spiels
die ersten drei Teile als Sammlung wiederveröffentlicht.
Die Story und die Spieltiefe bzw. der Schwierigkeitsgrad der Rätsel wirken am Anfang nicht unbedingt allzu ausgeprägt, dies entwickelt sich jedoch im Laufe des Spiels. Obwohl Monkey Island 4 alles in allem wieder sehr gelungen ist, war die Spieltiefe teilweise doch schon einmal irgendwie besser. Enttäuscht war ich aber (abgesehen von den technischen Schwierigkeiten) absolut nicht, allein schon das Wiedersehen mit lange nicht gesehenen Charakteren und Schauplätzen aus dem ersten Teil war interessant.
MI4 gab es zum Veröffentlichungszeitpunkt ausschließlich für Windows/DirectX (es gab dann auch eine Playstation 2- und eine Mac-Version), es läuft unter Direct3D oder OpenGL. Es benötigt zwingend eine Grafikkarte mit 3D-Chip, wobei aber viele verschiedene unterstützt werden. Bei 4 MB Grafikspeicher kann es mitunter zu einzelnen Grafikfehlern kommen, 16 MB sollten für dieses Spiel aber schon völlig ausreichen. Das Spiel belegt 2 CDs.
Demo-Download (für Windows, deutsch, bei EA): Vollständig (ca. 120 MB) / Ohne Intro (ca. 80 MB) / Minimum (ca. 30 MB)
Über ein mögliches Monkey Island 5 tauchen immer wieder Gerüchte auf, die sich vor allem auf eine Andeutung im 4. Teil stützen. Es kursiert auch eine angebliche Ankündigung über einen Erscheinungstermin im Jahr 2014, wobei man sich aber nicht sicher sein kann, ob das nicht nur ein Aprilscherz war ;-)
Ein Monkey Island-Spielfilm ist leider nicht einmal ein Gerücht, sondern ein Wunsch von allen die sich wundern, warum Computerspiele wie "Doom" verfilmt werden, nicht aber etwas mit einer so epischen Handlung wie Monkey Island. Als möglicher Darsteller für Guybrush Threepwood wurde da schon gelegentlich Brad Pitt genannt. Es gab mit Fluch der Karibik (Pirates Of The Caribbean) sogar schon so etwas wie einen Film, der zumindest an Monkey Island angelehnt ist, aber der ist meiner Ansicht nach leider nur mäßig bis durchschnittlich gelungen und völlig überbewertet.
Interessante externe Links
www.monkeyisland.de (derzeit offline)
www.scummbar.com (englisch)