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Allgemeine Hinweise zu at.* & de.* Newsgroups

Da das deutschsprachige Usenet (at.* und de.* Newsgroups) meinen Erfahrungen nach vor allem eine "Spielwiese" bzw. ein "Stammtisch" für so genannte "Netcops" ist, was sich regelmäßig an den hier aufgelisteten Problempunkten und der dadurch entstehenden unangenehmen Atmosphäre zeigt, habe ich mich schließlich davon zurückgezogen. Es dürfte am besten sein, die Netcops einfach unter sich zu lassen, z.B. auf Webforen auszuweichen (wo aber auch nicht immer ein freundliches Klima herrscht) und das Usenet allenfalls zum Lesen bzw. als Archiv zu benutzen.

Wer sich dennoch nicht abschrecken lässt, findet hier einen kleinen Überblick über das österreichische Usenet, einerseits für alle die auch etwas anderes als die üblichen konservativen Texte bzw. FAQs lesen wollen und auch allgemein eine Übersicht über bestimmte immer wieder auftretende Dinge, die sich an der aktuellen Realität orientiert. Das hier Gesagte gilt durchwegs auch für die Hierachie de.*, für nicht deutschsprachige Newsgroups jedoch nur bedingt bis überhaupt nicht.




Richtiger Vor- und Familienname

Es gibt einige Leute (bekannt als "Netcops" oder auch "Usenetsheriffs") die es sich zum Hobby gemacht haben, alle ohne korrekten Vor- und Familiennamen im entsprechenden Feld des Newsreaders zu belästigen. Wer diesen dennoch nicht eintragen will, könnte sich als Umgehungsmöglichkeit einen realistisch klingenden Namen ausdenken, so wie es ja auch die meisten Schauspieler/innen tun. Dies solltest du aber sehr gut vorbereiten (ach ja, die höfliche Anrede ist im Usenet allgemein unüblich), da die Konsequenzen beim Entdecktwerden vermutlich verheerend sind und man sich dann wohl erst nach einem Providerwechsel wieder unbemerkt sehen lassen könnte. Es ist eben keine Problemlösung, sondern ein "Workaround".

Es gibt einige wenige Newsgroups über Themen wie etwa Drogen oder Sex, wo ein "Nickname" allgemein geduldet wird. Außerdem wird auch allgemein akzeptiert (jedoch keineswegs gefordert), zusätzlich zum Vor- und Familiennamen einen frei gewählten Namen anzugeben, z.B. Vorname 'captainpicard' Nachname. Vereinzelt gibt es auch Gruppen zu "nicht heiklen Themen" wie Kleinanzeigen, wo "Nicknames" manchmal auch geduldet werden.

Dies ist der häufigste Problempunkt im deutschsprachigen Usenet, mehr dazu auch unter Realnames im Usenet.


Gültige E-Mail-Adresse

Es wird auch allgemein verlangt eine gültige, antwortfähige E-Mail-Adresse anzugeben, damit auf öffentliche Beiträge in einem vor allem für die öffentliche Diskussion gedachten Medium auch mit privaten Mails geantwortet werden kann. Das ist zwar auch eine nützliche Zusatzfunktion des Usenets, allerdings wird diese Adresse dann zur Zielscheibe für Spam (unseriöse, unverlangt zugesandte Werbung) und E-Mail-Viren, ein einziges Posting reicht dafür aus. Diese Regel stammt auch noch aus der "guten, alten Zeit", während E-Mail-Viren ("Würmer") erst ab etwa 2000 zum Problem wurden und Spam immerhin auch schon ab etwa 1995.

Eine mögliche Lösung wäre somit, eine nicht tatsächlich existierende E-Mail-Adresse wie z.B. vorname.nachname@nospam.invalid zu verwenden, die auch auf den ersten Blick ungültig wirken sollte. Wichtig ist dabei keine Adresse zu verwenden, die tatsächlich existieren könnte, so gibt es z.B. die Domains "invalid.de", "removethis.de" oder "nospam.at" wirklich, und es könnte auch jederzeit jemand eine ähnlich klingende registrieren, falls der Name noch nicht vergeben ist. Die Top Level Domain "invalid" ist aber ausdrücklich zur allgemeinen Verwendung für ungültige Domainnamen wie eben zum Beispiel "nospam.invalid" vorgesehen. Zusätzlich ist es empfehlenswert, in der Signatur auf eine gültige Adresse für eventuelle Antworten hinzuweisen, die aber in umgeschriebener Form wie vorname punkt nachname (at) example net angegeben werden sollte. Wer sich beschwert dass das Abschreiben ein unzumutbarer Aufwand ist, dürfte ohnehin kein echtes Interesse am Senden einer privaten Mail haben. Das größte Problem dieser Lösung ist aber die Tatsache, dass man dann mit Beschimpfungen als "Adressfälscher" und "asozial" rechnen muss, da die vor allem durch Spam und Viren entstehenden Fehlermeldungen bzw. "Bounces" als unzumutbare Belastung der Mailserver angesehen werden. Somit muss ich im deutschsprachigen Usenet von dieser Methode grundsätzlich abraten.

Die oft empfohlene Methode, bei "From:" ("E-Mail-Adresse") eine zwar gültige, aber üblicherweise nicht verwendete Mailadresse und bei "Reply-To:" ("Antwortadresse") die wirkliche einzutragen, bietet zwar möglicherweise immer noch recht guten Schutz gegen Spam, nicht jedoch gegen E-Mail-Viren. Beim automatisierten Absuchen der Newsgroups durch sogenannte "Harvester" ("Erntemaschinen") wurden zwar früher üblicherweise nur die Informationen im "From:" ausgelesen, um diese dann zur Versendung von Spam zu verwenden, E-Mail-Viren ("Würmer") können sich jedoch auch an die Reply-To-Adresse versenden. Die "Swen"-Virenwelle im 2. Halbjahr 2003 hat gezeigt, dass dieses Verfahren nicht mehr brauchbar ist.

Die optimale Lösung scheint also derzeit zu sein, sich für das Usenet eine eigene Adresse anzulegen die gültig ist, jedoch streng gefiltert wird. Ein ganz guter solche Dienst ist etwa Despammed, auch wenn es dort zwischenzeitlich größere Probleme gab. Diese Adresse kann dann getrost im From: angegeben werden und mögliche erwünschte Mails können automatisch an die sonst für private Mails benutzte Adresse weitergeleitet werden, während Spam und Viren (Mail-Würmer) ausgefiltert werden.

Näheres zu diesem Punkt auch unter http://usenet.noemails.net/email-adressen.html


Textformat

Auf keinen Fall Beiträge im HTML-Format schreiben. Das ist wirklich allgemein unüblich und was noch schlimmer ist, auch hier gibt es einige die sich sehr darüber aufregen. Viele häufig (zumindest von den alteingesessenen Usern) verwendete Newsreader können dieses Format nicht interpretieren, es wurde ja auch in erster Linie für das WWW entwickelt. Stattdessen immer reinen Text verwenden und diesen am besten bei Spalte 72-74 umbrechen.

In Mitteleuropa ist reiner ASCII-Text im Zeichensatz ISO 8859-1 ("Westeuropäisch") üblich, dies sollte bei korrekter Einstellung des Newsreaders auch im Header eines jeden Postings auftauchen (z.B. "Mime-Version: 1.0" / "Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1"). Immerhin ist hier der gleiche Zeichensatz wie etwa auch auf einer Webseite möglich, früher war es auch üblich, Umlaute und das scharfe ß zu umschreiben (ae, ss ...). 8859-15 mit dem Eurozeichen ist eher unüblich (stattdessen Euro oder EUR schreiben), 8859-2 wird z.B. in Ungarn und der Slowakei verwendet ("Mitteleuropäisch").


Zitate und TOFU

Bei Antworten grundsätzlich nur die Textstellen zitieren auf die du dich beziehst (üblicherweise mit ">", seltener mit anderen Zeichen wie "|") und nach einer Leerzeile dann die Antwort(en) darunterschreiben. Auf keinen Fall (wie es bei geschäftlichen Mails oft üblich ist) den kompletten Text übernehmen, wenn die "Oberlehrer" von TOFU sprechen dann ist das nichts zu essen, sondern bedeutet "Text oben, Fullquote unten". Häufig wird auf die ausführliche Abhandlung unter http://learn.to/qoute hingewiesen. Die Zitate sollten auch den Personen die sie verfasst haben richtig zugeordnet und nicht leichtfertig durcheinander gebracht werden.

Auch lange Einleitungen bei Zitaten sind nicht notwendig und oft auch nicht gern gesehen, "(Name) schrieb:"  ist ausreichend.


Signaturen

Eine Signatur am Ende der eigenen Beiträge wird zwar nicht unbedingt verlangt, aber wenn dann sollte diese so aussehen:

--(Leerzeichen)
bis zu vier Zeilen beliebiger Text
z.B.
Homepage-URL
Telefonnummer

Wer sich "Zurechtweisungen" ersparen will, sollte die Signatur maximal 4 Zeilen lang gestalten. Bei Outlook Express wird bei älteren Versionen das Leerzeichen beim Signatur-Trenner verschluckt und so die Signatur von anderen Newsreadern nicht mehr als solche erkannt, bei der neuesten tritt dieses Problem aber nicht mehr auf. In diesem Fall ist es als "Workaround" z.B. möglich, in der Zeile davor das Zeichen » einzufügen, es hat den Ascii-Code 175 (Alt+175), das Leerzeichen wird dann als solches erkannt. Auch OE-Quotefix löst in diesem Fall das Problem, es ist außerdem bei OE sowieso empfehlenswert, da dann die Textformatierung deutlich besser aussieht.


Attachments und Newsreader

Attachments (anhängte Dateien) in für reinen Text vorgesehenen Gruppen kann man eher ignorieren, diese sind nämlich in den meisten Fällen gar keine. Hier nutzen nur einige einen bekannten Fehler von Outlook Express aus, um andere zu ver*rschen. Dies hat aber auch den Vorteil dass dann Text wie

begin  Porn-videos-for-free-click-me.html.txt
I am a signature, not a virus!
end

die manche Leute absichtlich einfügen erst gar nicht angezeigt werden (was zwischen "begin" und "end" steht, wird als Attachment interpretiert). Üblicherweise sind dies alteingesessene "Netcops", und manche der ganz extremen Sorte beginnen sogar ihr Posting mit "begin" (der Text ist dann dennoch mit Ctrl-F3 sichtbar).

Das Programm hat zwar einen schlechten Ruf ("OjE"), ist aber richtig konfiguriert trotzdem ein nettes Mailprogramm mit Newsreader. Ältere Versionen (unter 6.0) können allerdings einige Sicherheitslücken haben, so dass z.B. E-Mail-Viren ohne jegliche User-Interaktion von selbst gestartet werden könnten.

Anstelle von Outlook Express ist aber sowieso Thunderbird sehr empfehlenswert, allerdings sieht auch hier die Darstellung von Textzitaten erst mit einer Erweiterung (Quote Colors) wirklich gut aus. Auch die (empfehlenswerte) Einstellmöglichkeit, Nachrichten als reinen Text und nicht HTML zu verfassen ist etwas versteckt (Extras / Konten / Verfassen & Adressieren).

Wer will, kann aber natürlich auch sowas wie den auch oft genannten Forte Agent probieren, im Gegensatz zum "Free Agent" soll er sogar Umlaute richtig darstellen können ;-) Ein kostenloser (Spenden erwünscht) und ebenfalls umfangreicher Newsreader ist 40tude Dialog.

Auch das Anhängen von wirklichen Attachments sollte man (zur Vermeidung von Beschwerden) dringend unterlassen, es sein denn es ist in einer Gruppe, wo "Binaries" ausdrücklich erwünscht sind.


Killfile und plonken

Spammer mit immer gleicher Adresse (leider eher selten) oder auch "Netcops" die einem wiederholt negativ auffallen, sollte man mit der "Killfile"-Funktion des Newsreaders automatisch ausblenden, das kann einiges an Nerven ersparen. Die "Oberlehrer" selber bezeichnen das als "plonken". In Outlook Express geschieht dies mittels Nachricht markieren->Nachricht->Absender blockieren; oder unter "Nachrichtenregeln" händisch einstellen. Achtung, bei Thunderbird wird bei "Filter aus aktueller Nachricht erstellen" dieser nur für die aktuelle Newsgroup übernommen. Hier am besten unter "Extras / Filter / (eingestellter News-Server) / Diesen Newsserver wählen" für alle Newsgroups gültige Filterregeln erstellen. Das Sammeln bekannter Adressen von Spammern, Netcops etc. in einer eigenen Textdatei (bzw. das regelmäßige Sichern in eine solche) erleichtert das Wiederherstellen der Filtereinstellungen, wenn diese verloren gehen sollten.

Achtung, auf me@privacy.net hin sollte nicht gefiltert werden. Wer dies macht läuft Gefahr, gleichzeitig auch Beiträge von anderen Personen zu filtern. Dies ist eine zur allgemeinen Verwendung vorgesehene öffentliche Adresse, jede an diese Adresse gesandte Mail wird automatisch gelöscht.  Diese Adresse ist unter den Netcops aber ohnehin umstritten, da sie definitionsgemäß nicht antwortfähig ist. Manche Leute ändern auch z.B. jedes Monat ihre E-Mail-Adresse, so dass es schwieriger wird, sie auszufiltern.


"Plenken"

So nennen es die Netcops, wenn jemand am Ende eines Satzes - oder auch an anderen Stellen - zwischen dem letzten Buchstaben und dem Satzzeichen ein Leerzeichen macht (wiederholt, in Einzelfällen vielleicht eher nicht). Der Begriff leitet sich von blank (Leerzeichen bzw. leer, freigelassen) ab.

Ich schreibe wie ich will !
Warum sollte ich machen was mir ein paar Leute vorschreiben wollen ?

Das ist zwar ungewöhnlich und an sich auch nicht richtig, kann allerdings genauso eine individuelle Schreibweise wie etwa durchgehendes Kleinschreiben sein. Während letzteres zumindest manchmal toleriert wird (durchgehendes Großschreiben allerdings nicht, weil es im Internet international als lautes Schreien interpretiert wird), ziehen Leerzeichen vor Satzzeichen früher oder später unweigerlich Antworten wie "Du plenkst" nach sich. Bei tiefer gehenden Diskussionen wird diese unheimlich wichtige Regel mit möglichen technischen Problemen und schlechter Lesbarkeit beim Zeilenumbruch begründet. Durch einen Abstand zwischen einem Rufzeichen und dem Buchstaben l kann sich die Lesbarkeit aber sogar durchaus verbessern.
  


Deutschland / Österreich

Es kommt gelegentlich vor, dass Deutsche mit Deutschland-spezifischen Fragen in für Österreich gedachten Newsgroups schreiben und offenbar denken, in einer deutschen zu sein. Bitte trotzdem immer freundlich bleiben ;-) Dagegen gibt es auch mehrere allgemeine deutschsprachige de.*-Newsgroups, speziell zu Themen die unter at.* nicht oder kaum behandelt werden und die von internationalem Interesse sind. de steht auch nicht unbedingt nur für Deutschland, sondern kann im Namen von Usenet-Gruppen auch allgemein deutschsprachig bedeuten.


Netcops allgemein

Es gibt auch "Netcops" (auch "Sheriffs" genannt), die sich darauf beschränken, immer wieder stur "trage hier bitte deinen richtigen Namen ein" und ähnliches zu wiederholen, und bei einem zwar vielleicht etwas arroganten, aber sonst höflichem Tonfall bleiben. Dennoch ist es nicht selten, dass diese rasch ausfallend werden, wenn jemand anderer Meinung als sie ist und sich intolerant und rechthaberisch gegenüber Andersdenkenden verhalten. Wer sich ihnen konsequent widersetzt wird "Troll" genannt, auch wenn "Trolle" manchmal wirklich Leute sind, die einfach nur um jeden Preis auffallen bzw. provozieren wollen. Ein bekannter Fall war einmal "Moshe", der mit häufig wechselnden Adressen postete.

Netcops sind in sehr vielen Gruppen unabhängig vom Thema zu finden. Wer gerne endlose Diskussionen mit stark unterschiedlichen Standpunkten führt und einige Beleidigungen und Beschimpfungen einstecken kann, findet in ihnen jedenfalls ideale Gesprächspartner. Wer Konflikte und Magengeschwüre lieber vermeidet, sollte ihnen aber ganz einfach möglichst aus dem Weg gehen, ihre Antworten ignorieren bzw. ausfiltern und von ihnen stark frequentierte Newsgroups eher meiden. Leute, die regelmäßig Beschimpfungen oder arrogante Meldungen über "Pseudos", "Adressfälscher", "Trolle", "Newbies" oder ähnliches abgeben würde ich auf jeden Fall filtern, da deren Postings häufig nur aus Wichtigtuerei über Verstöße gegen von ihnen aufgestellte Regeln bestehen und gleichzeitig oft gar nicht oder maximal mit unbrauchbaren Antworten auf den eigentlichen Inhalt eingegangen wird. Häufig ist auch die Selbstbezeichnung "Regulars", das bedeutet zwar nur, dass jemand regelmäßig im Usenet schreibt, nicht selten ist "Regular" aber gleichbedeutend mit "Netcop".

Besonders stark von Netcops besuchte Gruppen sind beispielsweise:

at.internet.breitband (typische Österreich-spezifische, technisch orientierte Gruppe)
at.internet.provider (typische Österreich-spezifische, technisch orientierte Gruppe)

de.admin.net-abuse.mail (typische technisch orientierte Gruppe)
de.alt.gruppenkasper (wurde zur Verspottung von "Trollen" eingerichtet)
de.rec.tv.simpsons (gutes Beispiel einer nicht direkt technisch-akademisch orientierten Gruppe)
de.soc.netzkultur.umgangsformen (extra für Endlosdiskussionen zur Netcop-Problematik eingerichtet)


Fragen stellen

Schau dich vor dem Stellen von Fragen um, ob diese nicht vielleicht vor kurzem erst jemand gestellt hat oder ob es eine FAQ gibt. Außerdem gibt es zwar natürlich noch andere Suchmaschinen als das häufig genannte Google, aber dort findet man anscheinend wirklich am meisten. Dort werden auch bis in die 1980er Jahre zurückreichend Usenet-Postings archiviert, wenn auch nicht unbedingt vollständig. Sollte eine Frage nicht beantwortet werden, dann beschwere dich nicht dass niemand antwortet (gilt aber auch für Webforen). Andererseits kommen in diesem Fall dann oft doch noch erstaunlich viele Antworten, die zum Teil sogar brauchbar sein können.

Frage niemals öffentlich wo du Filme, Fernsehserien, Musik, Computerspiele etc. downloaden kannst, du wirst sowieso nur dumme oder gar keine Antworten bekommen.


Binaries-Gruppen

Eine wesentliche Funktion des Usenets ist auch die Verbreitung von Dateien wie Bildern, Musik oder Filmen ("Binaries" genannt), wenn auch, so wie in den bekannten Tauschbörsen, nicht immer rechtlich einwandfrei. Die entsprechenden Gruppen haben oft ein "binaries" im Namen und sind etwa unter "alt.binaries.*" zu finden. Da die Benutzung mit einem vor allem für Text gedachten Newsreader mühsam sein kann (häufig müssen auch mehrere Nachrichten zu einer Datei zusammengesetzt werden), gibt es auch diverse "Binaries-Saugtools". Binaries-Gruppen sind nicht auf jedem Newsserver zu finden, die Vollständigkeit kann sehr unterschiedlich sein.

In letzter Zeit massiv unter verschiedenen Namen an verschiedenen Stellen beworbene Anbieter von Binaries-Downloads aus dem Usenet sind mit Vorsicht zu genießen, da hier einigen Berichten nach trotz "kostenlosem Testzugang" in der Folge dennoch Gebühren verrechnet wurden. Auch die versprochene Anonymität, man muss ja allein schon bei der Anmeldung persönliche Daten angeben, und die (urheber-)rechtliche Unbedenklichkeit der zu finden Daten erscheint fraglich. Geworben wird häufig damit, dass alles ganz schnell und einfach herunterzuladen sei.


Die Eigenheiten einiger at-Newsgroups

Die "offiziellen" Eigenheiten einer Newsgroup sind in den gelegentlich geposteten "Chartas" zu finden, auch zu finden auf http://www.usenet.at. Gruppen werden öfters auch mit den Anfangsbuchstaben ihrer Namensbestandteile abgekürzt, afs wäre z.B. at.freizeit.startrek
 

at.anzeigen.computer.pc

  • keine Ortsangabe = mit hoher Wahrscheinlichkeit in Wien
  • fehlender vollständiger Name wird üblicherweise geduldet
  • Die Preisangaben sollten auch wirklich annähernd realistische Marktpreise sein
  • Keine Preisangabe und "Bitte um Angebote" wird in letzter Zeit tw. nicht mehr gern gesehen, Hinweise auf Angebote bei Versteigerungsseiten nerven auch
  • Hardware die viel älter als 3 Jahre ist am besten eher behalten oder verschenken, sonst kommen nur Antworten wie dass man dafür ja schon Entsorgungsgebühr zahlen müsste. Selbst wenn nicht bewegen sich die erzielbaren Preise gegen Null. Ein gut erhaltenes mehrere Jahre altes Notebook kann man durchaus verkaufen, einen derartigen kompletten Desktop-PC aber kaum.
  • Eine beliebte Orientierungshilfe bei der Preisgestaltung ist Geizhals.
  • keine Bilder anhängen, zieht nur "böse" Antworten nach sich
  • nichts verkaufen das illegal ist oder auch nur danach aussieht, wie etwa mehrere gerade erst erschienene Computerspiele oder DVD-Filme für je 5 Euro.

  • Mögliche Alternative: z.B. http://www.geizhals.at/kleinanzeigen/


    at.anzeigen.telekomm

    hier gilt im Wesentlichen das Gleiche wie oben erwähnt
     


    at.freizeit.film

    leider sehr wenig los und auch nicht besonders "gepflegt", aber scheinbar wenigstens mit angenehmer Atmosphäre ;-) Anscheinend gibt es dort aber auch nur wenige die annähernd soetwas wie "Cineasten" sind. Schade, nachdem ja "Movie" auf der Blackbox auch schon lange eingeschlafen ist. Gelegentlich sind dort Filmkritiken von einem gewissen Tuvok zu finden der seinen ganz besonderen Stil hat.


    at.freizeit.sf.startrek

    zwar gut gepflegt, aber eher wenig los, dafür recht "entspannt". Hauptsächlich einige Stammbesucher/-innen. Dies ist fast eher nur eine Newsgroup über die Star Trek-Romane, es gibt auch regelmäßig die Möglichkeit Episoden zu benoten. In den deutschen Newsgroups über Star Trek ist jedenfalls um ein vielfaches mehr los.


    at.gesellschaft.recht

    Sehr gut besucht, Treffpunkt für Hobby- und einige richtige Juristen. Immer wieder was interessantes zu lesen. Realnames sind absolut üblich. Es ist auch von Vorteil, sich ein bisschen mit der Aufteilung in Straf- und Zivilrecht, Verwaltungsübertretungen, Bundes- und Landesgesetze usw. auszukennen und mit http://www.ris.bka.gv.at umgehen zu können.


    at.internet.breitband

    Die Leute fragen, wie sie den Router zur Anbindung ihres privaten Netzwerkes an einen ADSL-Anschluss konfigurieren müssen, oder z.B. nach Webspace-Anbietern. Gelegentlich schimpft jemand (zumindest früher) über das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern, bekommt aber leider oft nicht von allen Recht. Dazwischen gibt's auch ein paar die sich auskennen, ein paar die "sachlich" schreiben und einige "Sheriffs".

    Mögliche Alternative: http://www.xdsl.at/


    at.internet.provider

    Diese Gruppe ist inhaltlich mit at.internet.breitband ziemlich identisch und könnte an sich zusammengelegt werden. "Breitband" ist an sich alles das über der maximalen Bandbreite eines ISDN-Anschlusses und erst recht eines Analog-Modems liegt, wird aber ohnehin immer mehr zum Standard. Hier geht es aber nicht nur um Schmalband-Internetzugänge, sondern auch allgemein um Dinge wie z.B. Webspace-Anbieter oder technische Standards. Gelegentlich fragen Deutsche, welchen Internetzugang sie bei ihrem Österreich-Urlaub verwenden sollen (Antwort: z.B. Technix).

    Mögliche Alternative: z.B. http://www.xdsl.at/


    at.internet.sonstiges

    Manchmal eine Ansammlung von Spam und dummen Fragen, aber doch eine gute Ergänzung zu den oben genannten Newsgroups. Aber Achtung, die Sheriffs schlafen auch hier nicht *g*

    Mögliche Alternative: z.B. http://www.xdsl.at/


    at.medien.fernsehen

    Recht entspannt und oft "sheriff-frei", allerdings im Allgemeinen eher wenig los. Interessante Diskussionen verlaufen sich leider oft schnell wieder, dafür gibt's gelegentlich eher langatmige  Endlos-Threads. Wenn dann werden meist danebengegangene Sendungen von Sendern wie ATV oder ORF, Auftritte von bestimmte Personen oder politische Themen breitgetreten oder über das Pay-TV (UPC Telekabel) und gelegentlich über digitale Satellitensender diskutiert.

    Mögliche Alternative: z.B. http://www.tvmatix.at/, http://forum.digitalfernsehen.de/


    at.medien.radio

    Nicht selten gibt es leider oft nur ein paar Beiträge im Monat, diese passen dann aber oft sehr gut zum Thema. Wenn diese Newsgroup besser besucht wäre wär's ein toller Treffpunkt für technisch Interessierte oder ein guter Ort, um über Ö3 zu schimpfen ;-) Letzteres findet auch tatsächlich gelegentlich statt.

    Mögliche Alternative: z.B. http://www.ukwtv.de/, http://radioszene.de/


    at.telekomm.mobil

    Gut besucht, soetwas ähnliches wie die ORF Futurezone nur ausschließlich auf Handys bezogen.


    at.telekomm.sonstiges

    Festnetz, ISDN-Telefonanlagen, verschiedene österreichische Telefongesellschaften und so, fast eher wenig los.


    at.test

    Wer den Newsreader bzw. verschiedene Einstellungen ausprobieren oder überprüfen will ob ein Posting überhaupt abgeschickt werden kann sollte das in dieser Gruppe tun, woanders sind Test-Postings nicht gern gesehen. Steht irgendwo im Text ignore dann kommen keine automatisierten Rückantworten, ansonsten etwa drei.


    at.usenet.missbrauch

    Hier werden ab und zu Spammer öffentlich auseinander genommen, dazwischen toben sich die Sheriffs aus.


    at.usenet.schmankerl

    Gelegentlich ein paar gesammelte kuriose Postings aus dem at-Usenet die meist auch wirklich gut ausgesucht sind. Diese Gruppe ist nicht für Diskussionen vorgesehen.


    at.verkehr.bahn

    Sehr gut besuchter ÖBB-Fahrgast-Treffpunkt, teilweise sind auch Auslandsreisen ein Thema. Es ist auch über andere öffentliche Verkehrsmittel als Fernverkehrs- und Regionalzüge zu lesen, wie aus dem Namen hervorgeht aber vorzugsweise wenn sie schienengebunden sind. Das Klima in dieser Gruppe ist grob geschätzt zu 90% recht gut.


    at.verkehr.strasse

    Hier gibt es zwar nicht selten Massen von Beiträgen, aber eher nicht besonders viele Inhalte, es kann auch sein dass eine zeitlang fast garnichts zu lesen ist. Wenn jemand ein Thema wie "Fahren mit Licht bei Tag" anschneidet sind locker 200 Beiträge drin die aber für gelegentlich Mitlesende schnell zu langweiligen Endlosthreads werden können.



    (zuletzt aktualisiert am 03.10.2008)

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