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Internetzugänge in Österreich / FAQ

Dies ist eine Übersicht über besonders interessante, bekannte oder oft diskutierte Internet-Provider für den Privatgebrauch bzw. häufig auftauchende Fragen. Es gibt häufig, oftmals im Monatsabstand, neue Angebote, die aktuellen Tarife sollten auf den Websites der Provider (Anbieter von Internetzugängen) zu finden sein. Alle Angaben sind ohne Gewähr, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und beruhen auf eigenen Erfahrungen bzw. Recherchen. Alle angegebenen Preise sind inkl. 20% USt und in Euro.
 


 
Allgemeines über Internet-Zugänge / Angebote / Werbung

Die Provider-Landschaft besteht etwa seit dem Jahr 2007 neben den Mobilfunk-Anbietern hauptsächlich aus A1 (Telekom Austria, frühere Marke aon), UPC (chello, inode) und Tele2 und ist von zahlreichen Übernahmen im Laufe der Jahre davor geprägt, es gibt aber nach wie vor auch mehrere andere, zum Teil nur regional auftretende Anbieter. Es sollte heute fast überall in Österreich möglich sein, für maximal etwa 20 Euro im Monat einen (weitgehend) unlimitierten Internetzugang zu bekommen.

Welches Angebot das beste ist, hängt hauptsächlich von der Verfügbarkeit am Wohnort, dem persönlichen Bedarf bzw. Nutzungsverhalten und auch von den Vertragsbedingungen ab. Gängige ungünstige Bedingungen im "Kleingedruckten", manchmal mit Sternchen im Werbetext gekennzeichnet, manchmal noch schwieriger zu finden, sind:
Außerdem sind manche Angebote nur innerhalb von einigen Wochen bestellbar, und sonst wesentlich teurer, wer den letzten Tag der Aktionsfrist versäumt, hat abgesehen von einzelnen "Kulanzfällen" Pech gehabt.

Modem / ISDN (Einwahl-Zugänge, Dial-In)

Allgemein

Einwahl-Zugänge über das Telefon-Festnetz sind grundsätzlich überall verfügbar wo eine Telefonsteckdose vorhanden ist bzw. ein herkömmlicher Telefonanschluss installiert werden kann, was in den meisten Fällen einer der Telekom Austria AG (TA) ist. Ein solcher Internet-Zugang war vor der allgemeinen Etablierung von ADSL der gängige Standard, ist aber heute kaum noch von Bedeutung, da praktisch überall bessere und auch bei nicht sehr intensivem Gebrauch günstigere Technologien verfügbar sind (z.B. Mobiles Internet). Die tatsächliche Download-Bandbreite bei 56K-Modem-Einwahl beträgt oft zB 44-48 kbit/s, der Upstream ist mit bis zu etwa 33 kbit/s etwas niedriger. Oft ist dann auch das technisch verbesserte ISDN verfügbar, die Übertragungsgeschwindigkeit ist jedenfalls im Vergleich zu anderen heute verwendeten Techniken äußerst langsam. 

Das von der Grundgebühr her teurere ISDN ist zwar etwas schneller (64 kbit/s, bei Kanalbündelung die bei einigen Providern unterstützt wird und zu doppelten Onlinegebühren sogar 128) und ermöglicht auch einen rascheren Verbindungsaufbau, ist aber eher nur etwas für Leute, die auch wirklich zwei Telefonleitungen bzw. einen professionellen Einwahl-Zugang benötigen. Viele ADSL- bzw. Entbündelungs-Angebote setzen einen herkömmlichen Telefonanschluss ("POTS", österreichisches System "OES") voraus. "Dial-In"-Zugänge sind bzw. waren auch die einzige Möglichkeit sich einen "Dialer" einzufangen (Programm, das tw. ungefragt eine Verbindung zu einer Mehrwertnummer herstellt (oft 0900 / 0930) und oft als "kostenlose Highspeed-Zugangssoftware", "Video-Plugin" oder ähnliches getarnt ist), sonst ist dies technisch unmöglich.

Meist werden zeitabhängige Online-Gebühren verrechnet, die je nach Anbieter unterschiedlich sein können, aber meist ca. 1 bis 1,3 Cent/min in der Freizeit (18-8 Uhr sowie Sa, So, Feiertag ganztägig; keine allgemeinen gesetzlichen Feiertage sind der 24. und 31.12 sowie Landes-Feiertage an denen teilweise schulfrei ist) und um die 2,5 Cent/min in der Geschäftszeit betragen. Eine viel längere Nutzungsdauer als 50 Stunden im Monat kann somit ziemlich teuer werden. Das übertragene Datenvolumen spielt keine Rolle, es ist eher selten dass ein "Dial-In"-Provider hier ein Limit hat bzw. zusätzlich den Datenverkehr verrechnet.

Die Takte können unterschiedlich sein, so bedeutet z.B. "30/1" 30 Sekunden Mindestverrechnung ab Verbindungsaufbau, danach im Sekundentakt, "60/1" eine Verrechnung im Sekundentakt nach einer Minute Mindestverrechnung, "60/60" eine Abrechnung in ganzen Minuten oder "1/1" einen Sekundentakt ab dem Verbindungsaufbau. Die Taktung ist oftmals versteckt aber doch auf den Webseiten der Anbieter zu finden.

Die Gebühren werden meist direkt vom Provider und nicht über die Telefonrechnung der Telekom Austria bzw. der jeweiligen Telefongesellschaft verrechnet. Für diesen Zweck gibt es mit 0804 beginnende Einwahlnummern, für die am jeweiligen Anschluss keine Telefongebühren anfallen. Ist der Provider gleichzeitig eine alternative Telefongesellschaft (eine andere als die TA) so muss der Anschluss erst für die Einwahl über deren 10xx-Netzkennung freigeschaltet werden. Nur bei 0810 scheinen die Gebühren auf der Telefonrechnung des Anschlusses von dem die Einwahl erfolgt auf, ebenso bei der Vorwahl 07189, die aber mittlerweile weitgehend verschwunden sein dürfte.

Bei anderen Telefonanschlüssen als jenen der Telekom Austria (z.B. Priority, entbündelte Anschlüsse) können die Online-Gebühren abweichen oder die Einwahl eventuell nicht möglich sein. Eine Einwahl über 10xx ist bei diesen Anschlüssen üblicherweise nicht möglich. Bei Priority Telecom können nur einige wenige Internetprovider verwendet werden, die eine Einwahlnummer mit 07189 oder 0810 haben. Die offiziellen Informationen sind eher spärlich, da man bei UPC ja eher das eigene Produkt chello (oder inode) verkaufen will.


An Gebühren fällt neben der Grundgebühr des Telefonanschlusses (abgesehen von den Stromkosten usw.) sonst meist nichts mehr zusätzlich an, eine Befreiung ist unter bestimmten Umständen wie etwa Bezug von Arbeitslosengeld möglich. Internetzugänge, wo neben den Online-Gebühren auch noch eine Monatsgebühr verlangt wird (wenn, dann entspricht diese oft einem Stundenguthaben) gehören der Vergangenheit an bzw. sind mittlerweile eher unüblich. Die Einrichtung ist oft kostenlos bzw. bewegt sich in der Größenordnung von einigen Euro.

Eine "Flatrate" (fixe Monatsgebühr unanbhängig von der Verbindungsdauer) gibt es in Österreich grundsätzlich nicht. Früher gab es einige wenige wie die "YLine Flatrate", heute existieren an sich nur noch bestehende "Aon Complete"-Verträge (ca. EUR 43 im Monat inkl. Telefon-Grundgebühr, kein Daten-/Zeitlimit über 1 ISDN-Kanal, wurde nur mit ISDN verkauft). Diese können jedoch nicht mehr bzw. bestenfalls mit Tricks und Glück an andere Personen weitergegeben werden, außerdem wurde 2005 ein Datentransferlimit von 10 GB/Monat mit Nachverrechnung bei Überschreitung eingeführt. Es gibt bzw. gab jedoch einige Angebote mit einem Onlinestunden-Guthaben pro Monat zu einem Pauschalpreis. Heute noch gelegentlich auftauchende Flatrate-Angebote kann man üblicherweise getrost als unseriös einstufen.


Anbieter/Produkte sind z.B.

Tele2 Easy Internet

Vormals "Tele2UTA Easy Internet" und "UTA Easy Internet Lemon", Anmeldung zu Tele2-Telefonie (vormals "UTA Festnetz Green Apple") erforderlich, auf dem Formular kann dann der Internetzugang ausgewählt werden. Es wird eine Online-Gebühr je nach Nutzung, aber keine monatliche Gebühr (zwischenzeitlich unter gewissen Umständen 3 Euro) verrechnet. Die Bestellung eines Startpakets ist nicht unbedingt nötig. Tele 2 gibt an, dass die Gebühren "pro Minute" sein, macht aber keine Angabe zur Taktung. Tele 2 hat die UTA übernommen und deren Produkte zeitweise unter dem Namen Tele2UTA weitergeführt.


aonFlash

Dies ist ein Tarif der TA für Telefonmoden, es sind mehrere Onlinestunden-Pakete bis zu 50 Stunden pro Monat erhältlich. Die Einwahl erfolgt über 0804, Taktung 60/60 (was vergleichsweise unvorteilhaft ist). Das enthaltene Stunden-Guthaben kann zu jeder Tagezeit verwendet werden. Bei Überschreitung der inbegriffenen Onlinezeit sowie im Tarif "aonFlash easy" der kein Guthaben enthält und keine monatliche Gebühr kostet, wird je nach Tageszeit der übliche Online-Tarif verrechnet.


technix

Keine langwierige Anmeldung erforderlich, man erhält unter einem bestimmten Menüpunkt sofort Username und Passwort. Die Einwahl erfolgt über 0810 und scheint auf der Telefonrechnung des Anschlusses auf (Taktung bei TikTak-Tarif 60/1). Funktioniert laut Produktbeschreibung auch für 2,2 Cent/min. rund um die Uhr mit Priority Telecom.

Bietet auch Breitband an.


NUsurf (eTel surf private)

Onlinetarif von weniger als 1 Cent/Minute in der Freizeit, 30/1-Takt. Freischaltung des Anschlusses für eTel erforderlich, aber alternativ auch Einwahl über 07189-Nummer möglich. "Kostenlos" im Hinblick darauf, dass keine monatliche Gebühr, sondern nur eine Gebühr je nach Onlinezeit verrechnet wird. eTel wurde von der TA übernommen.


A1.net


Registrierung für das A1.net-Portal (direkt online möglich) und entweder Besitz eines A1-Handyvertrages oder Anlegen eines "Verrechnungskontos" erforderlich. Informationen zur Festnetz-Einwahl (übliche Onlinetarife, 30/30-Takt, auch mit Stundenpaket) sind dann in einem etwas verstecken Menüpunkt zu finden. Die Einwahl erfolgt über 0804, der enthaltene Webspace (FTP-Zugang über jeden Provider möglich) ist recht schnell.


tele.ring web

Soll früheren Berichten nach gut funktionieren, allerdings werden jeweils 6 (Freizeit) bzw. 3 angefangene Minuten (Geschäftszeit) voll verrechnet. Freischaltung des Telefonanschlusses für tele.ring erforderlich. Während der Anmeldephase muß der Proxy von tele.ring zwingend verwendet werden, danach nicht mehr. Auch mit Kombi-Tarif Fest-/Mobilnetz. tele.ring wurde von T-Mobile übernommen (T-Online war in Österreich zeitweise als Provider tätig), wird aber als Marke wie bisher weitergeführt.



ADSL im Telekom Austria-Netz

Allgemein

Der Vorteil von ADSL (Asymetric Digital Subscriber Line) liegt in den hohen Übertragungsgeschwindigkeiten, außerdem gibt es in den allermeisten Tarifen keine Abrechnung nach Onlinezeit ("always on"). Es wird technisch über bisher ungenutzte Frequenzbereiche in herkömmlichen Telefonleitungen realisiert. Weiterentwicklungen sind ADSL2, ADSL2+ und VDSL, welche heute auch teilweise von den Providern angeboten werden und noch höhere Geschwindigkeiten ermöglichen, welche z.B. für die Übertragung von Fernsehen in HDTV-Auflösung mehr als ausreichend ist. Allerdings kann die tatsächliche Geschwindigkeit von der beworbenen abweichen, wenn mit "8 MBit best effort" geworben wird, dann können tatsächliche 5 MBit/s schon ein guter Wert sein.

Ein Nachteil war lange Zeit der relativ hohe Preis und vor allem das zumindest früher oft beschränkte Datenvolumen, heute werden vorwiegend unbeschränkte Zugänge zu realistischen Preisen angeboten. Beim Überschreiten wurden meist horrende Gebühren fällig (Standardgebühr oft 7 Cent/MB = ca. 70 Euro/GB) wenn nicht, wurde der Anschluss bis Monatsende gesperrt oder mit Nachverrechnung oder Kündigung gedroht.

ADSL ist in vielen, wenn auch noch nicht unbedingt allen Orten Österreichs verfügbar, da die Ortsvermittlungsstellen (Wählämter) mit speziellen Geräten (wie DSLAMs) ausgerüstet werden müssen. Wo genau, lässt sich oftmals auf den Websites der Provider nachprüfen. Der maximale technisch mögliche Abstand beträgt einige wenige Kilometer Kabellänge, was aber unterschiedlich gehandhabt wird.

Für die Installation ist ein herkömmlicher Telefonanschluss der Telekom Austria erforderlich bzw. muss ein solcher installiert werden. ADSL ist auch in Kombination mit einem ISDN-Anschluss möglich (was aber eventuell nicht immer angeboten wird), die Grundgebühr ist dann aber höher.

ADSL ohne Sprachtelefonie wurde bei einem Telekom Austria-Anschluss lange Zeit nicht angeboten, die Grundgebühr hierfür (dzt. mindestens EUR 15,98/Monat, nicht wie bei einigen Providern möglicherweise noch angegeben der teurere "Standardtarif") muss bei den besonders günstigen Angeboten fast immer zusätzlich mitbezahlt werden, wodurch scheinbar günstige Internet-Angebote um zum Beispiel 9,90 Euro im Monat gleich anders aussehen. Unter bestimmten Umständen wie z.B. Bezug von Arbeitslosengeld ist eine Befreiung möglich. Später gab es auch "reine" ADSL-Angebote (zum Beispiel "aon pur"), bei denen keine Sprachtelefonie dazu genommen werden muss. Dies sind bzw. waren allerdings nur einige spezielle und relativ teure Angebote, die "herkömmlichen" Angebote gibt es nach wie vor nur mit zusätzicher Telefon-Grundgebühr.

Die Telekom Austria stellt die nötige Hardware in Form eines ADSL-Modems und eines Splitters (zum Betrieb von herkömmlichen Festnetz-Telefongeräten) zur Verfügung. Dabei stehen ein Modell mit Ethernet-Schnittstelle (Ethernet-Netzwerkkarte erforderlich, in vielen Notebooks eingebaut und in Computerläden als PCI-Karte schon ab einigen Euro erhältlich) und eines mit USB zur Auswahl (USB 1.x ist ausreichend, kein Netzwerkanschluss nötig). Die Verbindung ADSL-Modem - Computer funktioniert mit einem 1:1 verbundenen Ethernet-Netzwerkkabel, wobei Längen bis an die 100m ohne weiteres möglich sein sollten und ein kurzes üblicherweise mitgeliefert wird. Ethernet-ADSL-Modems funktionieren grundsätzlich mit allen Betriebssystemen, die Ethernet unterstützen (also auf jeden Fall Windows (auch ältere Versionen), Linux und MacOS) und benötigen keine speziellen Treiber, während USB von MS Windows 95, NT 4.0 oder MacOS vor 8.1 nicht unterstützt wird. Die gängigen Linux-Distributionen unterstützen zwar USB, allerdings sind oft keine oder keine offiziellen Modemtreiber verfügbar. Bei (Windows)-Einzelplatz-Zugängen ist USB aber an sich eine durchaus brauchbare Lösung und man benötigt keine Netzwerkkarte und keine zusätzliche Stromversorgung für das Modem. Generell ist aber Ethernet die "bessere" Lösung, auch Netzwerk-Hardware wie etwa WLAN-Router hat oft nur solche Schnittstellen.

Weiters ist oftmals entweder Vor-Ort-Installation (relativ teuer) oder Selbstinstallation möglich, hier wird die Hardware dann nach der Anmeldung per Post versendet und die Einrichtung ist deutlich preiswerter. Die Installationsgebühr wird von der Telekom Austria verrechnet, es kann sein dass der Provider zusätzlich eine Gebühr von einigen Euro für ein "Startpaket" verrechnet.

Der Wechsel zu einem anderen Provider kostet seitens der Telekom eine einmalige Gebühr, das vorhandene ADSL-Modem kann man dabei behalten und braucht üblicherweise nur User-ID/Passwort und gegebenenfalls den SMTP- und News-Server in den schon vorhandenen Verbindungseinstellungen zu ändern. Für einen möglichst reibungslosen Wechsel sollte man den alten Provider gleich kündigen und sich in der Kündigungsfrist (oftmals ein Monat und zum Monatsletzten, siehe AGB des Providers) beim neuen anmelden und die Kündigung bzw. Kündigungsbestätigung des alten Providers beilegen.

Die Verbindung kann nach einer gewissen maximalen Verbindungsdauer automatisch getrennt werden, es ist dann aber sofort ein neuer Verbindungsaufbau möglich (etwa mit einem Hardware-Router oder bestimmter Software). Bei aon beträgt diese Zwangstrennungs-Zeit 8 Stunden, bei anderen Providern gibt es oftmals keine, oder etwa 12 oder 24 Stunden. Die IP-Adresse wird bei den meisten Anbietern dynamisch vergeben (DHCP), es kann sein dass bei einer sofortigen Wiederverbindung die gleiche wie zuvor vergeben wird wenn sie noch frei ist.


Anbieter/Produkte sind z.B.

aon (Telekom Austria)

Bei aon (vormals "A-Online", "Aon", "Aon Speed" etc.) wurden die Tarife schon immer mit der üblichen Telekom-Telefonrechnung verrechnet. Bei vor ca. Mitte 2003 abgeschlossenen "alten" Verträgen bzw. im alten Tarif "Aon Speed 4 GB" wird der Upload nicht gezählt (bzw. wurde er früher nicht), bei neueren jedoch wie grundsätzlich überall schon. Bei alten "Aon Speed 4 GB"-Paketen wird der Zugang bei Überschreitung von ca. 4,5 GB Download bis zum Monatsende komplett gesperrt. Ansonsten können erhebliche Mehrkosten entstehen (ca. 7 Cent/MB, je nach Vertrag ab dem 2. GB Überschreitung sogar noch mehr).

Über "Aon Freetime" (das jedoch vom Preis her nicht gerade ein Schnäppchen war) wurde teilweise berichtet dass man die enthaltenen 10 GB pro Monat in der Freizeit auch großzügig überziehen kann und trotz Androhung nicht gesperrt wird, in der Geschäftszeit gilt aber eine 1 GB-Beschränkung mit Nachverrechnung. Dieser Tarif wird seit Oktober 2004 nicht mehr neu verkauft, über den Nachfolge-Tarif (aonspeed Fair use, ohne Beschränkung des Datenvolumens auf bestimmte Tageszeiten) ist bzw. war in Diskussionsforen Ähnliches zu lesen. Daneben gibt es momentan auch noch zahlreiche andere Tarifmodelle mit niedrigerem enthaltenen Datenvolumen pro Monat.

Im ebenfalls nicht mehr neu abschließbaren Tarif "Aon Speed 30" gibt es kein beschränktes Datenvolumen, es kann aber wegen der Beschränkung auf 30 Stunden im Monat und darüber Online-Gebühren pro Minute nur wie ein Einwahl-Internetzugang verwendet werden.

Bei der Bestellung empfiehlt es sich besonders auf Dinge wie etwaige Nebenkosten wie die Telefon-Grundgebühr zu achten (bei aonPur ist keine Festnetz-Telefonie möglich), oder ob der beworbene Tarif nur für eine bestimmte Zeit oder für die ganze Laufzeit des Vertrags gilt.

Im Jahr 2007 kam das "Aon Kombipaket" mit einem im Vergleich zu früher sehr günstigen Inklusivpreis von unter 20 Euro im Monat auf den Markt, hier wird keine Telefon-Grundgebühr zusätzlich verrechnet. Hier gibt es regelmäßige, befristet anmeldbare Sonderaktionen.


Tele2 ADSL

Vormals "Tele2UTA ADSL Universal" und "UTA ADSL Wild Cherry". Es gibt einige Tarifmodelle mit Flatrate (unlimitierter Datentransfer) oder auch mit beschränktem Datenvolumen. Früher gab es nur eine "Fair Use"-Regelung und zwischenzeitlich ein festes Limit. Wenn verfügbar, sollte aber besser zu den entbündelten Angeboten von Tele2 gegriffen werden. Ist nur in Verbindung mit TA-Sprachtelefonie und der damit verbundenen Grundgebühr verfügbar.

 
UPC Inode aDSL

Die "Fair Use"-Grenze soll früheren Erfahrungsberichten zufolge eher locker gehandhabt werden, die Meinungen über diesen Provider sind (bzw waren) eher gut. Später gab es mehrere Tarifmodelle, auch mit Flatrate ("unlimited") und ohne TA-Telefongrundgebühr ("solo"). Wenn verfügbar, sollte besser zum entbündelten "xDSL" (vormals "xDSL@home") gegriffen werden. Inode wurde von UPC übernommen, wird aber als Marke noch weitergeführt.




ADSL (entbündelt)

Allgemein

Da die Provider bei entbündelten Anschlüssen nicht mehr die (zumindest lange Zeit) im internationalem Vergleich recht hohen Durchleitungsgebühren an die Telekom Austria zahlen müssen, haben diese Anschlüsse ein eher besseres Preis-/Leistungsverhältnis als nicht entbündelte. In manchen Fällen stimmt das heute aber auch nicht mehr. Der Haken liegt allerdings in der immer noch etwas eingeschränkten Verfügbarkeit, da die Entbündelung für die Provider oft recht langwierig und kostspielig ist. Entbündeltes ADSL (zum Teil xDSL genannt) ist oft nur in Wien sowie einigen Landeshaupt- bzw. größeren Städten und Ballungsräumen verfügbar. So wie bei Telekom-ADSL ist es möglich, dass die tatsächliche Bandbreite zum Beispiel nur halb so groß wie die beworbene ist, da auch hier zunehmend "bis zu"-Angaben üblich sind.

Der Provider übernimmt einen vorhandenen Telefonanschluss oder lässt einen neuen installieren, somit muss auch keine Grundgebühr an die Telekom Austria mehr gezahlt werden. Telefonie ist dann über diesen Anschluss nicht mehr möglich und wenn dann nur noch über den entbündelten Anbieter. Alternative Telefongesellschaften sind nicht gesetzlich verpflichtet, die Einwahl über 10xx zu ermöglichen. Oftmals gibt es auch eine Bindefrist von einem Jahr, manchmal auch länger. Es ist bei Bedarf und entsprechend höheren Kosten oft auch möglich, den Telekom Austria-Anschluss zu behalten und zusätzlich einen entbündelten installieren zu lassen. Mit Voice over IP kann man aber auch aus dem Internet mit einem Computer und spezieller Software oder mit einer Hardware an die sich ein herkömmliches Telefon anschließen lässt ins Telefonnetz telefonieren, bei Sipgate beispielsweise ist das ohne Grundgebühr möglich und es ist auch eine Festnetznummer inklusive, bei VoIPCheap sind die Gespräche zum Teil überhaupt gratis.

Es ist grundsätzlich nicht erforderlich, den alten Telekom Austria-Vertrag zu kündigen, stattdessen muss oft ein Standard-Entbündelungsformular ausgefüllt oder eine Vollmacht für den Provider unterschrieben werden. Aon Speed-Internetzugänge werden dabei automatisch mitgekündigt, bestimmte Kündigungsfristen für den TA-Anschluss müssen grundsätzlich nicht beachtet werden (es kann allerdings im Rahmen von früheren Sonderaktionen eine Mindestvertragsdauer bestehen). Nur andere ADSL-Provider müssen selbst und rechtzeitig gekündigt werden, wer einen Provider schon vorher über eine nicht entbündelte Leitung genutzt hat (z.B. Tele2, Inode), sollte an sich nur einen Produktwechsel durchführen müssen. Wichtig: Vor der Anmeldung sollte per Mail oder telefonisch geklärt werden ob ein entbündelter Anschluss wirklich definitiv verfübar ist, "demnächst"-Ankündigungen sind oft wenig verlässlich.

Etwaige noch vorhandene ADSL-Hardware ist an sich Eigentum der Telekom Austria und muss an diese zurückgegeben werden, ich habe aber auch schon von Fällen gehört wo diese dort niemand haben wollte. Vom neuen Anbieter wird während der Vertragslaufzeit (oftmals 12 Monate Bindefrist) ein neues Modem (und ev. ein ADSL-Splitter) zu Verfügung gestellt, teilweise wird dafür eine Kaution von um die 100 Euro verlangt. Im Rahmen der Entbündelungs-Prozedur ist an sich vorgesehen, dass jemand von der Telekom Austria vorbeikommt und kurz die Telefonsteckdose überprüft oder bei einem komplett neu bestellten Anschluss eine montiert. Ein Wechsel von einem entbündelten Provider zu einem anderen ist zwar möglich, allerdings muss man in diesem Fall die volle Anschlussgebühr wie bei einem neuen Anschluss zahlen, sofern nicht gerade eine Sonderaktion besteht.


Anbieter/Produkte sind z.B.

UPC Inode xDSL

(vormals xDSL@home)

Inode war bis zur Übernahme durch UPC dafür bekannt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis ständig verbessert wurde, zum Beispiel durch Erhöhung der Bandbreite bei gleichem Preis alle paar Monate. Allerdings wurden auch schon bestimmte Produkte nicht automatisch bzw. erst später angepasst. Heute ist in jedem Tarifmodell der Datentransfer unlimitiert. zwar gab es einige Diskussionen um eine AGB-Klausel über "übermäßigen Gebrauch", allerdings wurde bis jetzt nichts darüber bekannt, dass jemand deswegen belangt worden ist.

Das Unternehmen wurde von UPC übernommen, wobei Inode als Marke bis jetzt beibehalten wurde.

Es gibt keine Zwangstrennung der Verbindung, und Störungen treten nach meinen Erfahrungen nur äußerst selten auf.

Telefonieren mit einem Telefonapparat direkt an der Telefonsteckdose ist hier nicht möglich, optional (gegen zusätzliche Monatsgebühr) gibt es aber eine Inode-eigene Voice over IP-Lösung. Mittlerweile gibt es scheinbar nur noch Kombipakete unter der Marke Web&Phone, später wurden die Produkte als "Take I.T." vermarktet.




Tele2 DSL Fun und Tele2 Complete

(Vormals "Tele2UTA Complete", "UTA Complete" und "UTA Family Complete")

Bei "DSL Fun" ist kein Telefonanschluss enthalten, bei "Tele2 Complete" schon. Es gibt jeweils mehrere Tarifmodelle und bei jedem eine Flatrate (kein Datentransferlimit). Später wurden die Produkte als "Volles Rohr!" in verschiedenen Varianten verkauft, es gibt regelmäßige Sonderaktionen, die aber zum Teil nur bei Neuanmeldung zu bekommen sind, Telefonieren ist jetzt immer möglich.

Anfangs gab es nur ein Tarifmodell mit 10 GB Datenvolumen für EUR 59,90 pro Monat mit einer Fair Use-Regelung, danach auch andere Tarifmodelle. 


Das Paket enthielt früher einen herkömmlichen Sprachtelefonanschluss (Anrufe zu anderen entbündelten UTA-Anschlüssen gratis, nicht jedoch eine etwaige Modemeinwahl zu UTA),
seit der Übernahme der UTA durch Tele2 wird der Telefonanschluss über Voice over IP realisiert, außerdem wurde zwischenzeitlich das enthaltene Transfervolumen auf ein festes Limit mit Nachverrechnung bei Überschreitung umgestellt.

Bei Selbstinstallation und vorhandenem Telekom Austria-Anschluss je nach Sonderaktion keine Einrichtungskosten, es wird auch keine Kaution für das ADSL-Modem und den Splitter verlangt. Man muss mit ca. 4-5 Wochen Wartezeit ab Anmeldung rechnen. Nach 12 Stunden durchgehender Verbindungsdauer wurde zwangsgetrennt (Stand 2004). Heute bei Tele2 gibt es nach meinen Erfahrungen keine Zwangstrennung.

Bei Wahl der USB-Variante wurde einst (Stand 2003) das Modem "Santis 10" von Siemens für die Laufzeit des Vertrages zur Verfügung gestellt. Es gibt mehrere Erfahrungsberichte (mich eingeschlossen) dass dieses Modem nicht mit allen Computern einwandfrei zusammenarbeitet. Unabhängig vom Betriebssystem kann es nach einigen Minuten zu Verbindungsabbrüchen und in weiterer Folge zu Systemabstürzen kommen. Das Modem "stürzt" dabei ab und kann erst nach einem Reset wieder eine Verbindung aufbauen.
Ein bekannter Fall ist ein Gericom Overdose-Notebook, problemlos läuft es dagegen auf einem Targa Visionary. Mit dem Ethernet-Modell Santis 20 soll es dagegen keine Probleme geben. Eine andere Möglichkeit wäre in diesem Fall auch (besonders zu empfehlen für ein Einzelplatzsystem) z.B. gebraucht im Internet etwa ein "Speed Touch USB" (für einen "herkömmlichen Telefonanschluss", nicht ISDN) zu kaufen und den Standard-Treiber des Modems an die Parameter von UTA anzupassen. Die entsprechenden Werte (bei Windows mit "regedit" in der Registry zu ändern, die Werte können mehrmals vorkommen und sollten alle geändert werden) lauten VCI = 35 (dezimal!), VPI = 0, Encapsulation = LLC (entspricht in der Windows-Registry dem Wert 1). Dieses ADSL-Modem läuft im allgemeinen auf den meisten Computern stabil. Auch das "Speed Touch Home" sollte mit diesen Einstellungen funktionieren.

Heute erhält man bei Tele 2 ein Modell "Tilgin Vood" (funktioniert über Ethernet oder USB), mit dem ich keine größeren Probleme bemerkt habe und das sich von selbst über die Leitung konfiguriert. Es ist über ein Web-Interface (http://vood.lan/) zugänglich und halboffiziell auf verschiedenen Internet-Seiten dokumentiert. Angeblich kann man nichts kaputt machen, im Gegensatz z.B. zu den Inode-Modems.

Die Verbindugn wird von selbst ohne DFÜ-Verbindung auf dem Computer hergestellt, was aber nach dem Einschalten einige Minuten dauert. Auch wenn kein VoIP bestellt wurde, kann die angegebene Telefonnummer (z.B. +43 1 9xx xx xx) für eingehende Anrufe freigeschaltet sein, wenn ein herkömmliches Telefon angeschlossen wird.


silverserver SILVER:ADSL

Nicht zu verwechseln mit dem nicht entbündelten ADSL, mehrere Tarife, in Wien und teilweise darüber hinaus verfügbar. Ist schon seit der Frühzeit des großen "Internet-Hypes" als Provider tätig und scheint eher auf ein professionelles Auftreten als auf möglichst billige Preise wert zu legen. Achtung, die Preise sind exkl. USt, die Angebote aber grundsätzlich auch für Privatpersonen erhältlich.



Kabel (Cable)

Allgemein

Kabel-TV war bis ca. 1990 so ziemlich die einzige Möglichkeit, zu vertretbaren Kosten auch andere TV-Programme als den ORF zu empfangen. Im Laufe der Zeit wurden viele Netze rückkanaltauglich ausgebaut, heute ist das Medium vor allem als Internetzugang interessant. Technisch ist es ein gemeinsam genutztes (shared) Netzwerk und somit an sich technisch nicht so gut wie ADSL. Die tatsächliche Geschwindigkeit sollte zwar ähnlich sein und kann heute auch mit den erweiterten ADSL-Varianten mithalten, kann aber mitunter bzw. Berichten nach auch stark schwanken. Ein Nachteil liegt in der etwas eingeschränkten Verfügbarkeit, selbst in größeren Städten ist ein Anschluss oft nicht überall möglich. Üblicherweise tritt in einem Gebiet nur ein Kabel-Anbieter auf.

Es kann mitunter verlangt werden Kabelfernsehen dazuzunehmen, was den ganzen Anschluss ähnlich wie die Zwangs-Telefongrundgebühr bei ADSL etwas verteuert. Zumindest bei UPC ist dies aber nicht so (bei anderen Anbietern vor der Bestellung erkundigen), wer dort kein Kabel-TV will, kann durch den dann gesetzten Filter immer noch den ORF, ATV und einige weitere Programme sehen sowie einige Radioprogramme empfangen, was eine kostenlose "Grundversorgung" z.B. in einigen Wohnhausanlagen darstellt. Das Montieren eine Satellitenantenne darf angeblich nirgens verboten werden (zumindest, wenn diese nicht fest an einer Hausmauer montiert und sehr auffällig ist), der Empfang ist aber nur bei ausreichend freier Sicht nach Süden technisch möglich.

Das nötige spezielle Kabelmodem wird oftmals vom Provider gegen eine Kaution zur Verfügung gestellt oder muss gekauft werden, oftmals ist eine Ethernet-Netzwerkkarte im Computer erforderlich. Auch Festnetz-Telefonie wird oft (optional) angeboten, im Gegensatz etwa zu einzelnen Voice over IP-Angeboten oder Handy-Wertkarten aber oft mit Grundgebühr.


Anbieter/Produkte sind z.B.

chello (Wien, Wr. Neustadt, Graz, Klagenfurt und andere Städte)

Hier gibt es bis heute kein audrückliches Datentransfer-Limit, es wurde aber in der Vergangenheit viel darüber diskutiert und einmal in einer Presseaussendung ein Wert von 10 GB angedeutet. Erfahrungsberichten nach war auch deutlich mehr problemlos möglich bzw. konnte das sehr unterschiedlich sein. Heute ist der Datentransfer offiziell "unlimited".

Ein Anschluss, dessen Installation im Rahmen von häufigen Sonderaktionen gratis ist, ist auch ohne Kabel-TV möglich. "chello light" gehört, seit es auch einzeln bestellt werden kann, zu den günstigsten Internet-Anschlüssen überhaupt, es gibt auch keine Nachverrechnung bei Überschreitung des (nur hier beschränkten) Datenvolumens, sondern nur eine Drosselung der Geschwindigkeit.



Kabelsignal (Teile von Niederösterreich inkl. St. Pölten, außerdem Bereich Bad Aussee/Schladming)

Auch bekannt als Kabsi, mehrere Tarife, zum Teil auch unlimitiert.


Liwest (Oberösterreich)

Mehrere Tarife, auch mit recht günstigem Tarif ohne Transferlimit


Salzburg AG (Salzburg Stadt, tw. Salzburg Land)

"CableLink" - Mehrere Tarife, Fair use ohne genaue zahlenmäßige Beschränkung


B.net (Burgenland)




Internet über Funk / WLAN

Allgemein

Je nach Bundesland bzw. Gegend sind in Österreich auch einige Anbieter verfügbar, die eine ständige Internet-Anbindung über ein terrestrisches Funknetz bieten. Oft ist dies ein WLAN nach dem Standard IEEE 802.11b oder ähnlichem (zum Teil auch WiMax), wie es auch für interne Netzwerke und räumlich begrenzte "Hotspots" für den mobilen Internetzugang verwendet wird. Die Antennen sind z.B. auf Getreidesilos montiert und sollten idealerweise annähernd in Sichtweite sein.

Auch hier empfiehlt sich eine Anfrage, ob an einer bestimmten Wohnadresse wirklich definitv eine Funkanbindung möglich ist.  Bei der Einrichtung fallen üblicherweise Kosten ab etwa 100 Euro aufwärts an, z.B. für den Kauf der Hardware (Außenantenne...), eine Kaution, Montage oder Freischaltgebühr.


Ein Nachteil ist auch, dass der Datenverkehr oft limitiert ist bzw. Internetzugänge mit mehr als einigen Gigabyte enthaltenem Datenvolumen nicht gerade billig sind (zumindest waren sie das lange Zeit). Funk-Internet ist eine überlegenswerte Alternative, wenn kein ADSL oder Kabel-Internet verfügbar ist und sollte auch qualitativ ähnlich sein, immerhin kann man sich auch die Kosten für die Telefon-Grundgebühr sparen. 


Anbieter/Produkte sind z.B.

(dies ist eine beispielhafte Liste, da es relativ viele regionale Anbieter gibt)

funknetz.at (Wien, Marchfeld)

ewave.at (Wien, NÖ Bezirke Wien Umgebung, Mödling, Baden, Korneuburg )

cyberservice.org (Wien, Raum bis Mödling)

Alpha NetWork (Wien und Raum bis etwa Bad Vöslau)

wavenet.at (NÖ)

rf-funkinternet.at (Tullnerfeld, tw. Marchfeld sowie u.a. Wolkersdorf, Korneuburg, Vösendorf )

funklan-ost.at (Bezirke Bruck/Leitha, Neusiedl/See)

netpark.at (OÖ, Burgenland) - Recht günstig, bei Überschreitung des Fair Use-Datenvolumens allerdings Drosselung der Bandbreite und Sperre der meisten Ports

kt-net.at (OÖ, Steyr und Umgebung)



UMTS / HSDPA / Mobilfunk

Allgemein

Ein Internetzugang über das Handynetz mittels spezieller Datenkarte für PCMCIA (üblicherweise PC-Card, Cardbus Typ II, bei vielen Notebooks vorhanden), Internet-fähigem Handy(direkt oder in Verbindung mit einem Computer) oder einer USB-Box oder seltener ExpressCard bietet sich ebenfalls als Alternative zu ADSL oder anderen Funk-Anbindungen an, es wird ebenfalls nicht nach Online-Zeit abgerechnet und die möglichen Bandbreiten sind derzeit im gleich hohen Bereich von einigen MBit/s. Allerdings werden die beworbenen Geschwindigkeiten mehreren Berichten nach und erfahrungsgemäß oft nicht einmal annähernd erreicht. Bei beworbenen "bis zu 3,6 MBit/s" oder "bis zu 7,2 MBit/s" kann man eher mit tatsächlichen 2 MBit/s rechnen. Wird das Endgerät oder der Tarif mit "HSUPA" beworben, dann ist (theoretisch) eine Upload-Geschwindigkeit von bis zu einigen MBit/s möglich, sonst bis zu 384 kbit/s. Das ist auch die maximale Download-Geschwindigkeit, falls die Hardware nur UMTS (3G) und nicht HSDPA (3,5G) unterstützen sollte oder sonst kein Netz verfügbar ist. Noch langsamer sind EDGE und GPRS, üblicherweise keine Rolle mehr spielen HSCSD und CSD (GSM-Daten).

Die Vorteile sind die oft geringen Herstellungskosten bzw. Kaufpreise der Karte in Verbindung mit einem Vertrag, außerdem hat man dadurch einen kabellosen Internetzugang, der in fast ganz Österreich funktioniert, und das üblicherweise innerhalb weniger Tage ab Bestellung, bei Abholung oft sogar am gleichen Tag. Außerhalb der Ballungsräume ist die Geschwindigkeit allerdings eher langsamer, und sogar im Ausland funktioniert die Verbindung, allerdings mit Ausnahme der Netze von "3" zu extrem überhöhten Roaming-Gebühren, dort und in Grenzregionen also sehr aufpassen.

Ein großer Nachteil ist, dass bei den günstigen Tarifen oft nur ein eher geringes Datenvolumen pro Monat enthalten ist (könnte aber für "nur E-Mail und etwas Surfen" ausreichen) und Tarifmodelle mit mehr Datenvolumen relativ teuer sind. Ist das Datenvolumen nicht beschränkt bzw. keine Nachverrechnung vorgesehen, dann wird dafür oftmals nach Überschreitung eines Grenzwertes die Bandbreite reduziert. Ende 2006 war z.B. noch eine Nachverrechnung von 50 Cent pro überschrittenem MB üblich, heute meist 10 Cent, bei neueren Tarifmodellen auch einige Euro pro angefangenem Gigabyte, womit "Kostenfallen" dann zumindest in Österreich weitgehend ausgeschlossen sind. Außerdem gibt es meist eine Mindestvertragsdauer von 2 Jahren, aber auch einzelne Vertragstarife ohne längere Bindefrist.

Somit bietet sich so ein Internetzugang besonders als Übergangslösung an, etwa bei einem geplanten Umzug, oder wenn sonst keine vernünftige Anbindung möglich ist. Auch wer gerne einen sowohl unterwegs als auch zuhaue verwendbaren Internetzugang hätte, nicht unbedingt Rekord-Bandbreiten und höchste Leistungsfähigkeit benötigt und mit dem enthaltenen Datenvolumen auskommt, könnte mit einem mobilen Internetzugang gut beraten sein. Ein Vorteil kann auch sein, dass üblicherweise auch eine Telefonnummer enthalten ist, und die SIM-Karte wie jede andere auch in einem Handy verwendet werden kann. Die zusätzlichen Gebühren für aktive Gespräche und SMS-Nachrichten sind je nach Mobilfunkbetreiber unterschiedlich, ohne speziellen Sprachtarif aber oft eher teuer (z.B. 10 Cent/Min).

Die Datenkarten unterstützen offiziell meist nur Windows-Versionen ab 2000, zum Teil gibt es auch Mac-Software. Es kursieren auch Anleitungen für Linux, wo dann aber eher fortgeschrittene Linux-Kenntnisse nötig sind. Auch einige Handys (ab ca. 2008) unterstützen HSDPA, davor eher nur die langsamere UMTS-Version, und können auch als Modem verwendet werden.


Anbieter/Produkte

Alle Mobilfunk-Betreiber (A1, T-Mobile inkl. Telering, Orange, 3), die sich laufend mit Sonderangeboten zu übertrumpfen versuchen. Ende 2006 waren Aktionen verbreitet, bei denen im ersten Jahr ein vergünstigter Preis verrechnet wird und im zweiten (zwei Jahre sind ja meist die Mindestvertragsdauer) dann der "reguläre", dazu gab es die Karte (die einem dann wie ein vertragsgebundenes Handy gehört) von gratis bis max. etwa 50 Euro. Im Laufe des Jahres 2007 kamen laufend Angebote mit höherem Datenvolumen bei gleichzeitig niedriger werdenden Kosten auf den Markt. Auch 2008 war die Werbung mit Monatspreisen üblich, welche sich laut Kleingedrucktem nach einiger Zeit erhöhen, von dieser Praktik scheint man eher abgekommen zu sein.

Bei Orange (vormals One, externer Link) gibt es 15 GB um 15 Euro, laut aktueller Produktbeschreibung wird nun nicht mehr ab
6 GB Transfervolumen die Geschwindigkeit gedrosselt. Erst bei Erreichen von 15 GB ist dies der Fall, und es wird nichts nachverrechnet.

Bei 3 (externer Link) gibt es einen 19 GB-Vertrag (vormals 15 GB) um 15 Euro pro Monat, hier wird die Geschwindigkeit nicht gedrosselt, allerdings das zusätzliche Datenvolumen verrechnet, wenn die 19 GB überschritten werden sollten. Es gibt auch einen Tarif nur mit (U)SIM-Karte ohne Vertragsbindung (allerdings mit 8 Wochen Kündigungsfrist), bei dem bei Bestellung über das Internet auch keine Freischaltgebühr verrechnet wird. Außerdem gibt es seit Ende 2009 eine Flatrate für 24,90 im Monat, mit unlimitiertem und auch nicht künstlich gedrosseltem Datenvolumen. Zusätzlicher Vorteil ist, dass das Datenvolumen auch bei einigen 3-Gesellschaften im Ausland ohne Roaminggebühren nutzbar ist (aber nur bei diesen und nicht überall im ganzen Land!), und das 3-interne Streaming-Angebot (mehrere TV- und einige Radio-Kanäle) ohne Aufpreis dabei ist (bei neueren Verträgen nur noch eingeschränkt?) und auch nicht vom Datenvolumen abgezogen wird. Je nach Bedarf ist auch das 6 GB-Paket (vormals 3 GB) interessant, zum Beispiel als mobile Ergänzung zu ADSL. Alle diese Tarife gibt es wahlweise auch mit 2 Jahren Bindefrist, nur mit Karte und dafür mit 20% Rabatt auf den Paketpreis pro Monat.

Bei A1 kosten 19 GB/Monat 19 Euro, die Erfahrungsberichte über die Qualität sind oft eher gut.

Bei einem Bedarf von meist nur 1 GB pro Monat, das aber regelmäßig, sind auch die Tarife von bob (auch mit 9 GB für 8,80 Euro pro Monat, ohne Bindefrist) und yesss interessant. Bei Überschreitung des Datenvolumens wird je ein weiteres angefangenes GB zu einem Preis von einigen Euro verrechnet, so dass diese Tarife bei einem monatlichen Bedarf von ca. 1-2 GB attraktiv sind. Auch die Sprachtelefonie (inkl. SMS-Nachrichten) ist möglich und nicht allzu teuer.

Generell werden bestehende Verträge nicht unbedingt automatisch an später eingeführte, günstigere Bedingungen angepasst, auch auf Anfrage kann ein Tarifwechsel entweder verweigert oder dafür eine Gebühr verlangt werden. Dies ist natürlich von Betreiber zu Betreiber unterschiedlich.

Es gibt, so wie im Telefonie-Bereich, auch Wertkarten auf dem Markt (yesss, B-Free, 3 Internet To Go ...), diese müssen nur einmal und ohne jede Vertragsbindung gekauft werden und können dann verwendet werden, bis das enthaltene Volumen verbraucht ist, das Guthaben kann nach Belieben nachgeladen werden. Das Datenvolumen ist generell deutlich teurer als bei regulären Vertragstarifen, dafür gibt es eben keine monatliche Rechnung. Achtung, das Guthaben verfällt zum Teil schon nach einem Monat (meist eher ein Jahr), immer auf das Kleingedruckte achten. Zum Teil muss zwingend ein Modem dazu gekauft werden. Für den gelegentlichen oder nicht sehr intensiven Gebrauch oder als Übergangslösung können diese Wertkarten-Tarife aber interessant sein.



Satellit

Der Vorteil eins Internet-Zugangs über Satellit ist, dass dies theoretisch überall möglich ist, ein Nachteil ist auf jeden Fall, dass bei den günstigen Angeboten für die Upload-Richtung nach wie vor ein herkömmlicher Internetzugang notwendig ist. Jene mit Rückkanal über Satellit sind üblicherweise deutlich teurer, noch dazu hat die dafür nötige Hardware inkl. spezieller Sendeantenne natürlich einen stolzen Preis. Im Computer ist eine datenübertragungsfähige DVB-S-Karte (oder entsprechende externe Hardware) erforderlich, sonst noch eine Satellitenantenne wie sie auch für digitalen Fernsehempfang verwendet wird. Auch Angebote mit unbeschränktem Datenvolumen sind recht häufig. Teilweise wird die in Mitteleuropa für den TV-Empfang gängige Position Astra 19,2 Grad Ost verwendet, teilweise andere.

Ein Signal mit Lichtgeschwindigkeit (ca. 300000 km/s) benötigt vom Satelliten und zurück (2x 36000 km, geostationäre Umlaufbahn) ca. 0,24 Sekunden (= 240 ms). Somit können die Ping-Zeiten leiden (in der Praxis sollen sie nach Erfahrungsberichten eher über 500 ms liegen) und das Ganze für z.B. Online-Spiele schon einmal ungeeignet sein. Zumindest früher waren die Meinungen und Erfahrungsberichte darüber durchwegs negativ, etwa dass die beworbenen Geschwindigkeiten oft nicht einmal annäherd erreicht wurden, heute sind sie eher besser. Trotzdem kann es heute eine Überlegung wert sein, wenn sonst kein vernünftiger Internetzugang verfügbar ist, auch sind 2-Weg-Angebote wie "Astra2Connect" heute vergleichsweise preiswert.

Die Leistungsfähigkeit liegt also grob geschätzt im Bereich von Mobilfunk-Internetzugängen (wo die Ping-Zeiten mit höchstens etwa 200 ms aber schneller sind), der Installations-Aufwand ist aber höher. Bei Interesse empiehlt sich eine Google-Suche mittels "Internet über Satellit" oder ähnlichem nach den teilweise europaweit tätigen Anbietern. Oft treten auch einige verschiedene Anbieter als Wiederverkäufer des gleichen Produktes auf.



Stromnetz (PLC)

Internet über das Stromnetz (Powerline Communication, PLC) hat nie wirklich den großen Durchbruch geschafft, es ist an verschiedenen bürokratischen und technischen Hürden gescheitert. Es tauchen auch immer wieder Meldungen und Erfahrungsberichte auf, wonach PLC den Funkverkehr stört, insbesondere Radio und diverse Funkdienste auf Kurzwelle.

An Anbietern gibt es in Österreich momentan abgesehen von (früheren) Feldversuchen anscheinend nur die Linz AG, auch sind die angebotenen Bandbreiten im Vergleich zu ADSL eher langsam. Es gibt auch interne Netzwerk-Lösungen, die auf dieser Basis funktionieren.


PLC ist wie Kabel-Internet ein geteilt genutztes ("shared") Medium, für dessen Funktionieren ein spezielles Modem, Umrüstungen in den Trafo-Stationen und ein bestimmter maximaler Abstand zu diesen erforderlich ist.



Glasfaser (FTTH)

Auch "Fiber to the home" (FTTH), direkter Glasfaseranschluss. Sehr hohe Bandbreiten möglich (zum Beispiel 10, 20, 30 ... 100 MBit/s sowohl für Up- als auch Download), aber bis auf Weiteres nur sehr eingeschränkt bzw. an wenigen Standorten verfügbar.

Angeboten wird dies momentan etwa von blizznet.at in momentan noch sehr eingeschränkten Bereichen in Wien. Dahinter steckt Wienstrom (Wien Energie), wo man nicht an Powerline interessiert ist und stattdessen dieses Produkt auf den Markt gebracht hat. Seit 2007 tritt blizznet nicht mehr selbst als Internet-Provider auf, sondern das Netz wird durch einige verschiedene Anbieter vermarktet.




Sonstiges

E-Mail-Adressen

Fast jeder Internet-Provider wirft mit inkludierten E-Mail-Adressen um sich, der Nachteil ist nur dass diese weg sind, sobald man den Provider wechselt. Somit ist es ratsam sich eine von einem bestimmten Internetzugangs-Provider unabhängige E-Mail-Adresse zu besorgen. GMX (externer Link) kann ich schon in der kostenlosen Version durchaus empfehlen empfehlen, der Newsletter lässt sich mittels eines lokalen Filters im E-Mail-Programm automatisch löschen, bevor er überhaupt zu sehen ist. Seit ich einmal "ProMail" getestet habe, bekomme ich ihn interessanterweie auch nicht mehr, außerdem wird auch keine Werbung in den Fußzeilen versendeter Mails angehängt. Das gilt allerdings nur für die Nutzung mit einem E-Mail-Programm auf einem Computer (POP3-Abruf, SMTP-Server von GMX), die Webmail-Oberfläche enthält sehr viel Werbung. Außerdem gibt es öfters Werbung für kostenlose Testangebote (z.B. als "Geburtstagsgeschenk") - diese werden dann kostenpflichtig, wenn sie nicht rechtzeitig per Fax oder Brief abbestellt werden.Es gibt einige wenige Webseiten, die keine Adressen von GMX oder anderen "Freemailern" akzeptieren.

Diese Adresse sollte aber möglichst nicht öffentlich sichtbar z.B. auf privaten Websites angegeben werden, da sie sonst früher oder später mit unerwünschten Mails in Form von Spam ("make money fast", Casinos, Medikamente, "Sie haben gewonnen", "besuch meine Webcam", vorgetäuschte private Mails ...) und durch z.B. als Software-Patches, Beschuldigungen oder als wichtige Dokumente getarnte Viren (teilweise auch deutschsprachig) zugeschüttet wird. Mit "Phishing" (gefälschte Mails von z.B. eBay, Paypal oder verschiedenen Banken, um an Daten wie Passwörter, TAN- oder Kreditkartennummern zu kommen) gab es später eine weitere Art von unerwünschten Mails. Der Spam-Filter von GMX ist aber meiner Erfahrung nach recht gut.

Das Spam-Risiko lässt sich aber durch Codierung von @ als @ in HTML-Dokumenten möglicherweise etwas verkleinern, weil dadurch das automatische Auslesen durch "Harvester" erschwert, die Adresse aber trotzdem noch in jedem Browser problemlos angezeigt wird. Virenfilter kann man unbesorgt aktivieren, während die Konfiguration von Spamfiltern so dass keine erwünschten Mails verlorengehen ("false positives") eine kleine Wissenschaft für sich ist. Eine Grundregel ist auch, nie auf Spam zu antworten, weder mit Beschimpfungen (die Adresse ist üblicherweise ohnehin ungültig) noch mit "please remove me" oder über angegebene Links (da dies in Wahrheit eine Lesebestätigung ist). Außerdem nie unverlangt von unbekannten Personen zugeschickte Attachments/Dateianhänge öffnen, da dies üblicherweie mehr oder weniger gut getarnte Viren sind. Spam-Beschwerden sind eher zwecklos (wenn, dann nur nach Analyse des E-Mail-Headers ("Kopfzeilen"), mit vollständigen Header-Zeilen und an die richtige Adresse (abuse@.....) die üblicherweise nicht den Domain-Namen der Absendeadresse hat), am besten aber einfach ignorieren.

Wenn irgendwo die Angabe einer E-Mail-Adresse gefordert wird (z.B. weil dort ein Passwort hingeschickt wird, mit dem man eine Seite nutzen kann, die man sich nur so einmal anschauen wollte oder deren Seriosität fraglich ist), so bietet sich auch ein Dienst wie Mailinator (externer Link) an - einfach eine beliebige Adresse mit ....@mailinator.com ausdenken und die Mail nach Eingabe dieser Adresse auf der Seite von Mailinator lesen. Alternativ funktioniert auch der Domainname "mailinater.com" und noch einige andere, falls eine Fehlermeldung kommt - siehe Website. Dieser Dienst sollte aber nur dafür verwendet werden, weil die Mails nicht passwortgeschützt für alle lesbar sind und nach einiger Zeit automatisch gelöscht werden.

Die enthaltene Adresse des Providers sollte aber trotzdem regelmäßig abgefragt werden (Weiterleitung einrichten oder mittels POP3-Sammeldienst) da dieser dorthin wichtige Mitteilungen schicken könnte. Der SMTP-Postausgangs-Server eines Provides kann üblicherweise mit jeder beliebigen Adresse im from: ("Absender") verwendet werden und nicht nur mit der enthaltenen. Es kann aber vorkommen dass versendete Mails in Spamfiltern hängen bleiben wenn man diese z.B. mit einer GMX-Adresse im from: über den SMTP-Server des eigenen Internetproviders verschickt.



Newsgroups (Usenet) / News-Server

Nicht alle Provider bieten einen eigenen News-Server an, und selbst wenn, kann die Qualität ziemlich unterschiedlich sein. Neben einigen kostenpflichtigen Newsserver-Anbietern bietet auch der Server news.individual.de (vormals news.cis.dfn.de, externer Link) einen zuverlässigen Usenet-Zugang, wenn auch ohne binaries-Gruppen, allerdings ist dieser seit April 2005 ebenfalls kostenpflichtig.

Hat der eigene Provider einen News-Server so empfiehlt es sich auch wenn dieser langsam sein sollte einen Blick darauf zu werfen, da er mitunter nur dort zu findende lokale Gruppen führt (zB local.*, at.[Providername], [Providername].*). Eine andere Möglichkeit auf Newsgroups zuzugreifen wäre noch http://groups.google.at, dies ist aber eher als Archiv gedacht und bietet weniger Möglichkeiten als ein eigenes Newsreader-Programm, auch ist dort eher mehr Spam zu sehen. Wer sich noch nie näher mit Newsgroups (Usenet) beschäftigt hat - es gibt dort tw. einige enge Formvorschriften. Neben at.* wendet sich auch die (mitunter nicht auf jedem Server zu findende) Hierachie oesterreich.* an Österreich.

Im Usenet sollte nie die sonst für private Mails verwendete E-Mail-Adresse verwendet werden (auch nicht als "reply-to"), da diese sonst in kürzester Zeit mit Spam und Viren/"Mail-Würmern" überhäuft wird. Stattdessen ist es besser dafür eine gesonderte Adresse zu verwenden wie es sie z.B. bei Diensten wie Despammed gibt. Es gibt auch Erfahrungsberichte, wonach "spam" enthaltende Adressen (also z.B. ist_gueltig_obwohl_nospam_drinsteht@example.net oder jede von despammed.com) um einiges weniger betroffen sind.



Wieviel Datenvolumen? Was ist "Fair Use"?

Eigentlich bedeutet "Fair Use" so etwas wie "Bitte nicht ständig die ganze Bandbreite beanspruchen, sonst können wir unsere Tarife auf Dauer nicht mehr halten und einige wenige sind schuld dass das Netz für alle so langsam ist" ohne dass ein bestimmter Grenzwert für das Datenvolumen genannt wird. In der Praxis stand der Begriff in Österreich längere Zeit und teilweise heute noch für ein zahlenmäßig festgelegtes Limit, bei dessen Überschreitung es aber keine Nachverrechnung gibt. Oftmals wurden dann Verwarnungs-E-Mails versendet und der Internetzugang nach einem gewissen Toleranzwert für den Rest des Monats gesperrt oder mit starken Einschränkungen versehen, bei einigen Providern wird stattdessen (was an sich optimal für alle Beteiligten ist) die Bandbreite reduziert.

Internetzugänge ohne beschränktes Datenvolumen ("Flatrates", "unlimited" etc.) waren in Österreich lange Zeit selten und wenn dann oft recht teuer, erst seit etwa 2007 sind diese verbreitet üblich. Teilweise werden Begriffe wie "Fair" oder "unlimited" heute für Angebote von Mobilfunk-Betreibern verwendet, wo es (nicht selten im Kleingedruckten versteckt) sehr wohl eine feste Grenze mit Nachverrechnung bei Überschreitung gibt.

Für eine halbwegs uneingeschränkte Verwendung sind aber schon mindestens 8-10 oder zumindest 3-4 GB Datenvolumen im Monat empfehlenswert. 1 Byte entspricht einem Zeichen in einer Textdatei, 1024 Bytes = 1 KB, 1024 KB = 1 MB, 1024 MB = 1 GB (Gigabyte). Da es aber nicht nur Texte gibt, sondern eben auch Daten wie Fotos, Videos, Musik oder Software, sind Werbeaussagen wie "entspricht 40000 Schreibmaschinenseiten" nicht besonders aussagekräftig und seriös. 
Am Rande sei erwähnt, dass hier Werte auf der Basis von Dezimal- und Binärsystem (wie z.B. 1000 gegenüber 1024) teilweise durcheinandergebracht werden und auch unterschiedliche Schreibweisen wie KiB für letzteres teilweise üblich sind, auch können sich dadurch leicht unterschiedliche Werte und Datenmengen ergeben.

Die Verwendung von E-Mail (ohne bzw. ohne größere Attachments), Text-Newsgroups oder Chats verursacht nur wenig Datenverkehr (hier könnten 250-500 MB im Monat ausreichen), aber schon übliches "Surfen" oder der Besuch von Web-Foren kann ohne weiteres bis zu einige MB pro Stunde verbrauchen. 1 GB kann also inklusive Upload auch ohne Downloaden von größeren Dateien z.B. beim regelmäßigen Besuch von Nachrichten-Websites rasch verbraucht sein; 2-3 GB reichen für die Übertragung von ein paar größeren Dateien im Monat auch oft nicht aus.

Besonders kritisch ist Filesharing (was nicht zwangsläufig illegal ist), selbst mit einer freigegebenen Upload-Bandbreite von nur 1 KB/s produziert es ist innerhalb von 24 Stunden allein ca. 85 MB an Upload. Natürlich sind auch Anwendungen wie Online-Radio, Voice over IP-Telefonie, Internet-Angebote wie YouTube oder Webcam-Übertragungen mit einem niedrigen Limit kritisch. Wer diese Anwendungen nicht verwendet und auch sonst keine größeren Dateien überträgt (das können auch schon ein paar Filmtrailer in hoher Auflösung sein), könnte aber mit einem "kleinen" Produkt auskommen. Bei limitierten Tarifen mit Nachverrechnung sollte jedenfalls das verbrauchte Datenvolumen genau im Auge behalten werden. Um unnötigen Datenverkehr durch Viren etc. zu verhindern, sollte besonders bei Windows darauf geachtet werden, dass die neuesten Patches installiert sind (bei XP mindestens Service Pack 2), ebenso kann in diesem Fall eine Firewall wie Zone Alarm oder Ashampoo Firewall, obwohl sicherheitstechnisch umstritten, helfen.


Die Bandbreite bzw. der mögliche Datendurchsatz wird oft in Bit/Sekunde angegeben, in der Praxis in kbit/s oder MBit/s. Aufgrund von 8 Bit = 1 Byte und systembedingtem "Overhead" (Verlust durch Verpackung der Datenpakete und Fehlerkorrektur) ergeben sich bei z.B. 128 k(ilo)bit/s in der Praxis bis zu etwa 13-14 KByte/s, maximal 16.


Kündigung

In den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) eines Providers sollten die genauen Bedingungen für eine Kündigung zu finden sein, etwa wann diese spätestens abgeschickt werden muss, um zum gewünschten Termin wirksam zu werden. Schon vor dem Abschluss eines Vertrages empfiehlt es sich generell, genau auf die Produktbeschreibung zu achten, insbesondere auf Mindestvertragsdauern, Nebenkosten, ob ein Monatstarif nur für eine bestimmte Zeit oder immer gilt oder etwaige "Fair Use"-Klauseln.

Üblich ist nach einem Jahr Mindestvertragsdauer (bei den Mobilfunk-Betreibern meist 2 Jahre) eine Kündigungsmöglichkeit zum Ende eines jeden Monats mit einem Monat Kündigungsfrist. Das heißt, eine Kündigung muss beispielsweise allerspätestens am 31. Juli eingehen, wenn ein Internetzugang zum 31. August gekündigt werden soll (das heißt, mit Ablauf dieses Tages ist der Vertrag gekündigt). Diese Bedingungen können aber unterschiedlich sein und sollten jedenfalls aus den AGB oder der Produktbeschreibung hervorgehen, relativ oft beträgt die Kündigungsfrist auch 2 Monate und mehr, und die Mindestvertragsdauer auch im Festnetz manchmal 2 Jahre. Werden die Konditionen eines laufenden Vertrages verschlechtert (z.B. Preiserhöhung, auch für etwaige Nebenkosten und im Vergleich zu den früheren AGB), so kann laut Gesetz ein sofortiges, fristloses Sonderkündigungsrecht entstehen - hier aber vorher genaue Erkundigungen einholen.

Die sicherste Möglichkeit einer Kündigung ist ein eingeschriebener Brief per Post oder auch ein Fax, jeweils mit eigenhändiger, handschriftlicher Unterschrift. Ein Fax kann auch z.B. von einem Callshop/Internet-Cafe abgeschickt werden (Sendebestätigung verlangen und aufbewahren). Kündigungen per E-Mail werden üblicherweise nicht angenommen, mit einem herkömmlichen Brief kann es funktionieren, oder auch nicht. Der beste Termin für eine Kündigung dürfte spätestens ca. eine Woche vor dem spätestmöglichen Zeitpunkt sein, um die Frist nicht zu versäumen (also zum Beispiel am 22. Juli), allgemein gilt aber "das Datum des Poststempels". Es gibt grundsätzlich keine besonderen Formvorschriften, es genügt ein üblicher Geschäftsbrief-Text wie etwa

 
Vorname Familienname

Straße 99
0000 Musterstadt



Beispielprovider GmbH
Internetgasse 1
0000 Musterstadt

Musterstadt, 22. Juli 2009


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich, [Vorname Familienname], Kundennummer [xxxxxxx, wenn vorhanden], den Vertrag über das momentan von mir genutzte Produkt [Megasuper XYDSL 4096/512], [wenn vorhanden, Vertrags-Nummer], zugehörige Telefonnummer xxxx [wenn vorhanden] zum vertragsmäßig nächstmöglichen Zeitpunkt / zum xx.xx.20xx.

[eventuell Bitte um Auskunft, wie und wo etwaige dem Provider gehörende Hardware zurückgegeben werden muss, falls eine Kaution bezahlt wurde, Bitte um Rückzahlung nach Vertragsende]

[eventuell eine Begründung, aber lieber höflich bleiben].

Ich ersuche um eine Bestätigung der Kündigung.


Mit freundlichen Grüßen

(eigenhändige Unterschrift)

Vorname Familienname
 
 
 
Die Kündigung sollte an die im Impressum des Providers bzw. an die auf dessen Website unter "Kontakt" oder in den AGB angegebene Postadresse oder Fax-Nummer geschickt werden - im Zweifelsfall fragen. Am besten auch immer die vollständige eigene Adresse an Textanfang und einige Zeilen darunter den vollständigen Firmenwortlaut des Providers einfügen, welcher auch aus dem Impressum hervorgehen sollte.

Ein guter Zeitpunkt für die Bestellung bei einem anderen Anbieter ist im Fall von ADSL, egal ob entbündelt, "naked" oder mit herkömmlicher Telefonleitung, ungefähr ein Monat, bevor der Vertrag mit dem alten endet. Es dauert üblicherweise einige Wochen, bis der Anschluss installiert wird bzw. freigeschaltet und wenn noch nicht vorhanden das Modem geliefert bzw. installiert wird. Es kann vorkommen, entweder einige Tage oder noch länger überhaupt keinen Internetzugang zu haben, oder den alten Provider noch für eine Weile bezahlen zu müssen, obwohl man diesen nicht mehr nutzt.


Telekom-Onlinetarif

Die Grundgebühr für einen fast überall verfügbaren Telefonanschluss der Telekom Austria AG (A1, auch bzw. früher bekannt als "Post", von der bis 1996 bestehenden Post- und Telegrafenverwaltung), die meist auch bei Verwendung von nicht entbündeltem ADSL gezahlt werden muss, beträgt derzeit mindestens EUR 15,98/Monat (TikTak Privat). Eine Ausnahme ist das "Aon Kombipaket", wo sie inklusive ist. Es ist kaum sinnvoll den "Standardtarif" zu nehmen, da dieser EUR 17,44 Grundgebühr kostet und etwaige Telefonverbindungen über die Telekom nicht nach Sekunden, sondern nach Gebührenimpulsen zu je ca. 7,7 Cent verrechnet werden. Achtung, der "Haken" an den TikTak-Tarifen ist, dass sie mitunter mit einer Bindefrist behaftet sind, vor dem Unterschreiben also genau das Kleingedruckte lesen.

Bei Verrechnung nach Impulsen erfolgt ab dem Abheben der Gegenstelle (auch bei erfolglosem Modem-Verbindungsaufbau) sowie alle 360 Sekunden in der Freizeit und alle 180 Sekunden in der Geschäftszeit ein Gebührenimpuls der z.B. im Standardtarif je ca. 7,7 Cent kostet  Bei "TikTak" werden solche Verbindungen nach einer Mindestverrechnung von 60 Sekunden immer im Sekundentakt abgerechnet (60/1).


Viele "Dial In"-Provider (Modemeinwahl) verrechnen mittlerweile die Onlinegebühren über ihre eigene Netzkennung (10xx) oder eine 0804-Nummer selbst. Es gibt aber teilweise auch noch mit 07189 beginnende Einwahlnummern die zu einem festen Tarif (1,3 Cent/Minute in der Freizeit; 2,5 in der Geschäftszeit) über die Telekom Austria-Rechnung verrechnet werden. Bei Verwendung des Standard- oder eines "Geschäftstarifes" können die tatsächlichen Gebühren aufgrund der Impulsverrechnung deutlich teurer sein, insbesonders bei kurzen Verbindungen.

Auch 0810 wird manchmal für Verbindungen die über die Telekom Austria abgerechnet werden verwendet, hier können die Gebühren eventuell leicht abweichen. An sich ist dies für "Servicenummern" vorgesehen die ca. 7 Cent/Minute kosten (früher und teilweise bis heute "zum Ortstarif" genannt), in diesem Fall wird aber der übliche Onlinetarif verrechnet.


Weiterführende Links

Allgemeine Übersicht über Internet-Provider

http://www.geizhals.at/isp/

http://www.infospot.at/
http://www.tarifecheck.at/rtr/


Diskussionsforen

news:at.internet.provider (bitte beachten)
news:at.internet.breitband

http://www.adsl.at (= http://www.xdsl.at)


Technische Details

http://www.zarathustra.at (Einstellungen von ADSL-Modems und Routern bei verschiedenen Providern)
http://www.filipic.biz (Informationen zu verschiedenen Routern v.a. bei Inode)


Entbündelung

Wer entbündelt wo?


(zuletzt aktualisiert am 20.06.2011)


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