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Breitbild-Fernsehgeräte oder 16:9-Projektoren haben in den Jahren nach 2000 eine große Verbreitung gefunden und sind heute der Standard bei neu verkauften Geräten. Das Bildschirmformat bzw. Seitenverhältnis entspricht ziemlich genau dem (unter anderem) schon seit langem gängigen Kinofilm-Format von 1,85:1; ein häufiges Argument ist auch, dass solche Bildschirme mehr dem menschlichen Blickfeld entsprechen. Genaugenommen ist 16:9 gleich ca. 1,78:1 (1,7777...), der Unterschied fällt aber in der Praxis üblicherweise nicht oder kaum auf. Bei vielen herkömmlichen TV-Geräten ist das Bild leicht über den sichtbaren Bereich der Bildröhre "hinausgedreht" um leichte Verzerrungen und Bildstörungen am äußersten Rand zu verbergen ("Overscan-Bereich", oft in einem Menü einstellbar), aber auch bei exakter Wiedergabe des gesamten Bildes sind die Letterbox-Balken bei 1,85:1 sehr klein und auch bei breiteren Formaten kleiner als bei 4:3-Geräten üblich.
Außerdem
werden seit etwa dem Jahr 2000 immer mehr TV-Serien und sonstige Fernsehsendungen in diesem Format
produziert.
Bei einem gängigen 16:9-Gerät mit einer angegebenen
Bildschirmdiagonale von 82 cm ist
das Bild
in etwa gleich hoch wie bei einem herkömmlichen 63 cm
4:3-Fernseher, so dass sich auch bei 4:3-Sendungen die gleiche
Bildgröße ergibt. Um die gleiche Bildhöhe
wie bei 4:3
zu erzielen, sollte die Diagonale um ca. 22% größer
sein (*
1,22), während die Bildbreite um ca. 33%
größer ist.
![]() Typischer, herkömmlicher TV-Bildschirm |
![]() Gleich hoher, aber breiterer Bildschirm |
Heute gibt es zwei
gängige
Bildformate
für Kinofilme: Einerseits 1,85:1 (zeitweise auch als
typisches "Steven Spielberg-Format" bekannt) das ziemlich genau einem
16:9-Fernseher
entspricht und andererseits das noch breitere 2,35:1
(die
grundsätzliche
Schreibweise bei Kinoformaten ist Dezimalzahl:1, Verhältnis
von
Breite
zu Höhe in dieser Reihenfolge, gelegentlich auch umgekehrt).
Wenn letzteres auf einem
16:9-Fernsehgerät
dargestellt wird sind immer noch schwarze Balken zu sehen, die jedoch
relativ
klein sind. Ein bekannter Markenname eines Aufnahmeverfahren von
2,35:1-Filmen ist "Cinemascope" (daher auch "Scope" genannt), was aber
nur einer von vielen ist. Es
wird
teilweise auch 21:9 genannt. Einigen
Quellen nach liegt bei nach 1970 entstandenen Filmen das
tatsächliche Bildformat bei 2,39:1,
wenn
2,35:1 angegeben wird, auch ist in letzter Zeit zunehmend 2,40:1 als
Seitenverhältnis-Angabe zu lesen.
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Früher wurde auch das Format 1,66:1 relativ häufig verwendet; solche Filme wurden oftmals soft matted produziert und oft war bei einem Film 1:66 für Europa und 1,85 für die USA vorgesehen. Es existieren auch einige wenige Filme, die noch breiter als 2,35:1 oder 2,40:1 sind, wie z.B. Ben Hur mit 2,76:1, sowie einige eher selten verwendete Zwischenformate.
In der Frühzeit des Kinos wurde das genau 4:3 entsprechende Format 1,33:1 verwendet, bis etwa 1950 das (aufgrund der Tonspur auf dem Filmstreifen) minimal unterschiedliche 1,37:1 ("Academy-Format"). Ein Sonderfall ist auch das "Stanley Kubrick-Format". Die meisten seiner Filme wurden anscheinend "soft matted" gedreht, im Kino in 1,85:1 gezeigt und sehen in diesem Format auch gut aus (z.B. The Shining, Full Metal Jacket). Fernseh- und Videofassungen sind jedoch grundsätzlich in 4:3 da dies das eigentlich von ihm gewünschte Format sein soll. Kinofilme in 4:3 sind jedenfalls seit ca. 1960 eine seltene Ausnahme (etwa Blair Witch Project).
Bei heutigen
"Big Budget"-Produktionen ist jedenfalls häufig, wenn auch nicht
immer, das Seitenverhältnis 2,39:1 (ca. 21:9) üblich, was im
Heimbereich die unten beschriebenen Probleme mit sich bringen kann.
Zwar wird oftmals damit argumentiert, dass das eben den Wünschen
und Vorstellungen der Filmschaffenden entspricht, andererseits entsteht
auch oft der Eindruck, dass das halt einfach das vorgegebene
Standardformat ist, egal ob der breite Bildrahmen wirklich ausgenutzt
wird oder nicht.
Abgesehen
von zunehmend üblichen volldigitalen
Produktionen wurde für Kinofilme und auch für TV-Produktionen oftmals 35mm-Film
ähnlich dem in analogen Fotokameras verwendet. 8 und teilweise 16mm
waren
eher im Amateurbereich verbreitet, 70mm ist ein Kinofilm-Format, das
ebenfalls hochwertige Breitbilder ermöglicht, jedoch nur selten
verwendet wird.
Das
"klassische" Bildformat
für Fernsehsendungen
ist 4:3 (1,33:1), es wird zumindest im
deutschsprachigen
Fernsehen
bis heute immer noch häufig verwendet, wenn auch seit ungefähr dem Jahr 2008 immer seltener. Die gesamte Video- und
auch
35mm
Kinofilm-Technik beruhte lange Zeit fast immer auf diesem Standardformat.
Innerhalb
dieses Bildrahmens
werden
mit verschiedenen technischen Verfahren auch andere Formate
gespeichert, entweder durch verzerren und bei der Wiedergabe wieder
entzerren und/oder durch Einfügen von schwarzen Balken, siehe
auch
anamorph und Letterbox.
Auch
bei
einem
16:9-Breitbild-Fernseher können bei Spielfilmen manchmal immer
noch
schwarze Balken zu sehen sein, was bis heute manchmal für Verwirrung sorgt. Das kommt dann vor, wenn der Spielfilm
in einem breiteren Format als ca. 1,85:1 produziert wurde, was eben nach
wie vor bei vielen bekannten Kinofilmen der letzten Jahre der Fall ist.
DVD-Player
haben oftmals eine
Zoom-Funktion, mit der diese Balken z.B. in der ersten Zoom-Stufe
weitgehend oder ganz eliminiert werden könnten.
Allerdings ginge dabei ein Teil des ursprünglichen Kino-Bildes
verloren, was
noch schlimmer ist, wenn man den Film kurz zuvor im Originalformat
gesehen hat. Die Bildauflösung sollte sich bei DVDs (und erst recht Blu-ray-Discs) nicht
merklich
verschlechtern, generell ist aber eher davon abzuraten.
![]() kleinere Bildfläche, aber Originalformat |
![]() größere Bildfläche, aber Rand fehlt |
Die überwiegende Anzahl der Spielfilme im Format 1,85:1 wird im "Soft Matted"-Verfahren produziert (z.B. "Zurück in die Zukunft", "Running Man", "From Dusk Till Dawn"), auch bekannt als "Shoot and protect" ("weiche Abdeckung", "Filmen und schützen"). Die Einzelbilder des belichteten Filmmaterials haben dabei ziemlich genau das Format eines 4:3-Fernsehbildschirms. In oberen und unteren Bereich des Bildes befinden sich jedoch keine wichtigen Bildinformationen, also etwa großflächiger blauer Himmel, große Grünflächen, Wasser etc. Bei der Vorführung im Kino bzw. bei Breitbild-Fassungen wird dann mit entsprechenden Abdeckungen ("Kasch", von Kaschierung) ein Bildausschnitt im Format 1,85:1 gezeigt, was dem optimalen vorgesehenen Bildeindruck entspricht.
Da eben
noch
zusätzliche Bildinformationen
vorhanden sind, können solche Filme auf
4:3-Fernsehgeräten
ohne schwarze
Balken
gezeigt werden. Wird ein Film so gezeigt dann spricht man
von
"Open
Matte"
(geöffnete
Abdeckung), und sieht sogar mehr
als im Kino. Der Nachteil
ist allerdings, dass die eigentlich vorgesehene Bildkomposition
leiden könnte,
außerdem kann es manchmal vorkommen, dass dann zum Beispiel
Mikrofone
zeitweise
sichtbar sind. Weiters werden Spezialeffekte oftmals so produziert, dass
sie tatsächlich nur im Format 1,85:1
vorhanden sind,
weil dies billiger kommt. Solche Szenen werden bei Open Matte-Fassungen
in Pan & Scan
dargestellt, was den
bekannten Nachteil der abgeschnittenen seitlichen Ränder hat.
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| gesamtes
gefilmtes Bild |
unwichtige
Bereiche abgedeckt ("matted") |
gesamtes
Bild umkopiert |
Ein
ähnliches Verfahren wie
Open
Matte ist "Super 35" (z.B. "Herr der Ringe",
"Terminator 2",
"Matrix"), es unterscheidet
sich dadurch dass der vorgesehene Bildausschnitt das noch breitere
Format
2,35:1 hat. Dieser liegt hier auch nicht in der Mitte, sondern im
oberen
Bereich. Der Film wird für die Vorführung im Kino
allerdings
nicht oben
und unten abgedeckt, sondern anamorph
umkopiert.
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| gesamtes
gefilmtes Bild |
Bild
auf Kino-Filmstreifen |
gezeigtes
entzerrtes Bild |
Die meisten ab etwa 1950 produzierten Spielfilme sind deutlich breiter als der Bildschirm eines herkömmlichen 4:3- und tw. auch eines 16:9-Fernsehgerätes. Um diese trotzdem ohne Verzerrungen und ohne etwas wegschneiden zu müssen auf solchen Bildschirmen darstellen zu können, müssen "schwarze Balken" eingefügt werden. Diese sind schon im übertragenen bzw. gespeicherten Videosignal selbst enthalten und dieses Verfahren nennt sich Letterbox bzw. Letterboxing ("wie durch einen Briefkasten-Einwurf"), manchmal mit LBX abgekürzt.
Das
gesamte übertragene Bild inklusive der Balken hat immer das
Format
4:3 bzw. ist für die Widergabe auf einem solchen Bildschirm
gedacht. Auf einer 16:9-Bildfläche erscheint, sofern nicht
durch
eine automatische Letterbox-Erkennung oder ein mitgesendetes
Schaltsignal umgeschaltet wird, ein schwarzer Rahmen um das Bild. Es
kann mit der Einstellung "Zoom"
oder ähnlich vergrößert und richtig
dargestellt werden,
dabei aber je nach Gerät mitunter etwas unschärfer
bzw.
grobkörniger werden.
Allerdings können in den Letterbox-Balken auch Untertitel
enthalten sein, die dann verloren gehen würden - ein
Kompromiss
zur Darstellung könnte dann der Modus "Caption 1", "Zoom 1"
oder
ähnlich sein, bei dem das Bild etwas nach oben verschoben wird.

Es
wird
häufig im deutschsprachigen Fernsehen verwendet (vor allem auf
Privatsendern),
außerdem seit etwa Anfang bis Mitte der 1990er Jahre
auch oft auf bespielten deutschsprachigen VHS-Videos. Teilweise ist es
auch auf amerikanischen DVDs zu finden, meistens werden diese aber auch
dort mit anamorphem
Bild produziert.
Es war auch häufig auf den um 2000 weitgehend zu Gunsten der
DVD
vom Markt verschwundenen Laserdiscs zu finden.
Manche Satellitenreceiver geben Breitbild-Sendungen, die in Letterbox
und nicht anamorph übertragen werden, bei der Einstellung
"16:9" im Menü auf einem 16:9-Bildschirm mit einem schwarzen
Rahmen rundherum aus, weil sie in diesem Fall seitliche schwarze Balken
in das Videosignal einfügen und immer ein
Breitbild-Schaltsignal ausgeben. In diesem Fall muss der Receiver auf
4:3 und der Bildschirm auf Zoom gestellt werden, damit das Bild den
ganzen Bildschirm ausfüllt.
"Widescreen"
(Breitbild) bedeutet
allgemein, dass das Bild breiter als ein 4:3-Bildschirm ist, es kann
für eine Speicherung im Letterbox-Format, aber auch
für
"Anamorphic Widescreen" stehen.
Ohne nähere Angaben, etwa auf DVD-Covers, deutet das häufig auf das Letterbox-Format hin.
Siehe auch PALplus
Dies
ist das
Standard-Format
für
Spielfilme und einige TV-Serien auf DVD, der Begriff steht für
"verformt".
Auch Breitbild-Sendungen im "herkömmlichen" Digital-TV (also bei
Sendern in herkömmlicher Auflösung und nicht in HDTV) werden
häufig so
übertragen, insbesondere bei öffentlich-rechtlichen
Anstalten
wie ORF, ARD, ZDF, zunehmend aber auch
bei Privatsendern,
welche sonst eher Letterbox
verwenden. Das
Bild wird
dabei
im Standard-4:3-Rahmen um den Faktor 1,33 seitlich zusammengequetscht
(womit z.B. Kreise zu Ellipsen werden) und bei der
Wiedergabe in 16:9 wieder entzerrt, so dass sich eben wieder das
Bildformat von ca. 1,78:1 ergibt.
Der Vorteil gegenüber Letterbox liegt in der höheren
Auflösung, weil der gesamte verfügbare Bildrahmen
bzw. alle
übertragenen Bildzeilen auch
für tatsächliche
Bildinformationen genutzt werden. Die effektive horizontale
Auflösung verbessert sich gegenüber einem gezoomten
Letterbox-Bild zwar nicht, wohl aber die vertikale.
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![]() |
| übertragenes
Bild |
dargestelltes
Bild |
Ist
das
Originalbild breiter als
16:9,
müssen aber auch hier immer noch schwarze Balken in das
Videosignal eingefügt
werden um keine Informationen zu verlieren. Dies stellt dann eine
Kombination von anamorpher Codierung und Letterbox dar, und liefert
immer noch ein besseres Bild als eine nicht anamorphe Letterbox-Sendung
und ohne etwas vom Inhalt abschneiden zu müssen.
Jeder
DVD-Player bzw. digitale
Satellitenreceiver kann das Bild
bei entsprechender Einstellung aber auch im Letterbox-Format
ausgeben,
so dass es auch auf 4:3-Geräten ohne "16:9-Umschaltung"
ohne Verzerrungen
und in den richtigen Proportionen dargestellt wird. Hat ein
4:3-Fernsehgerät eine "16:9-Umschaltung", dann kann die
Bildqualität bei anamorph gespeicherten Bildern aber etwas
besser
sein, wenn man den
DVD-Player bzw. Satellitenreceiver auf "16:9" einstellt und das Bild
von der Schaltung des Fernsehers auf das richtige
Seitenverhältnis
skalieren lässt.
Das anamorphe Format könnte an sich auch bei vorbespielten VHS-Videos und analogem Fernsehen verwendet werden, üblicherweise wird das aber nicht gemacht weil die Darstellung auf 4:3-Geräten ohne 16:9-Umschaltung dann verzerrt wäre. Auf DVDs ist "16:9" bzw. "16:9 enhanced" oft ein Synonym für anamorph, speziell auf älteren amerikanischen kann das fallweise bzw. Berichten nach aber auch für Letterbox stehen.
Auch digital übertragene Bilder in 4:3 werden grundsätzlich mehr oder weniger leicht verzerrt übertragen - zum Beispiel in 720, 704 oder teilweise 480 horizontalen Bildpunkten und (bei PAL) 576 vertikalen - und dann bei der Wiedergabe entzerrt dargestellt. Bei Computern muss dies eventuell (etwa bei Fernseh-Aufnahmen) händisch eingestellt werden. Quadratisch (und somit unverzerrt) wären die Pixel bei einer gespeicherten Auflösung von 768 x 576, was jedoch bei DVD-Video und digitalem Fernsehen nicht als Standard-Auflösung vorgesehen ist.
Dieses Verfahren wurde aus dem
Kinofilm-Bereich
abgeschaut, viele Spielfilme im Format 2,35:1 werden bzw. wurden
anamorph
gedreht (z.B. die Star Trek-Kinofilme). Das Gegenteil ist
"sphärisch" (mit
"runder", unverzerrender Kameralinse). Sowohl bei der Aufnahme als auch
bei
der Vorführung im Kino wird ein spezieller Satz optischer
Linsen
verwendet, der das Bild
im gleichen Verhältnis ver- bzw. wieder entzerrt, das Bild auf
dem
35mm-Filmstreifen ist
verzerrt
gespeichert.
Dieses
Verfahren
dient dazu um
(vor
allem in 2,35:1 produzierte) Kinofilme ohne schwarze Balken auf einem
4:3-Bildschirm
darzustellen. Dabei wird aus dem Original-Filmmaterial ein Ausschnitt
gewählt,
der sich ständig nach links und rechts (und besonders bei
einigen Transfers von Super 35-
Filmen unter Umständen auch nach oben
und unten) verschieben kann. Der Nachteil ist, dass dabei fast die
Hälfte
des ursprünglichen Bildes verloren geht und der Film zumindest
stellenweise
etwas "beengt" wirkt. Außerdem kann durch das Verschieben des
Bildausschnittes
der Eindruck einer zusätzlichen Kamerabewegung entstehen, was
den
Film
zusätzlich zerstört. Im deutschsprachigen Raum wird
Pan &
Scan deshalb
seit Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre kaum noch verwendet. Auf
VHS-Videos und teilweise DVDs
im englischsprachigen Raum ist es bis heute Standard (in den USA wurden
häufig beide Fassungen oder teilweise zweiseitigen DVDs mit
beiden
veröffentlicht), ein Text wie
"This movie has been altered to fit your screen" ist ein Hinweis auf
Pan & Scan. Besonders
ärgerlich
ist es natürlich, auf einem 16:9-Fernsehgerät eine
solche
Fassung zu betrachten,
hier ist es dann wirklich ratsam sich nach einer "Widescreen"-Version
umzusehen.

Eine
weniger radikale
Möglichkeit
zur Formatanpassung ist es, im Originalformat 2,35:1 gedrehte Filme
über
der Mitte zentriert auf ca. 16:9 zu vergrößern (auch
"cropping" genannt, abschneiden). Dabei geht
zwar auch noch
ein gewisser Teil des Bildes verloren (ca. 25%) was auch oft bei den
Vorspännen und bei aufmerksamer Betrachtung in einigen Szenen
auffällt,
es entsteht aber keine zusätzliche ungewollte Bewegung und die
Balken wirken auf 4:3-Geräten weniger "bedrohlich" und fallen
bei
16:9-Fernsehern überhaupt ganz weg. Dieses
Verfahren
wurde früher häufig und wird teilweise auch heute
noch im
deutschsprachigen Fernsehen verwendet (z.B. ORF, SAT.1), auf
ProSieben und im ZDF z.B. sind in den letzten Jahren häufig
Kinofilme in 2,35:1 gelaufen
während sie früher auch etwas gezoomt wurden.
Pan&Scan
ist jedenfalls einen starker Eingriff in das Originalbild und kann den
Eindruck stark stören, während
Zoomen Geschmackssache
ist, von "wirklichen Fans" aber auch meist abgelehnt wird.
"Tilt
& Scan" ist eine auch nicht wirklich optimale
Methode, um
4:3-Material wie Fernsehserien und Spielfilme von ca. 1900-1950 auf ein
bildschirmfüllendes 16:9-Format zu bringen, hier wird das
Gleiche
eben in vertikaler Richtung gemacht. Dies scheint Berichten nach vor
allem in
den USA bei HDTV-Sendungen
oder manchmal z.B. bei der Verwendung von altem Filmmaterial in neueren
Dokumentarfilmen üblich zu sein.
PAL
ist bzw. war das unter anderem in weiten
Teilen Europas verbreitete Farbfernsehsystem, es hat (in analoger Form)
625 von oben nach
unten übereinander liegende Bildzeilen, wovon 576 (laut manchen Quellen 575) für sichtbare Bildinformationen
verwendet werden. Der Rest ist unter anderem die
"Austastlücke", engl. "vertical blank", in der z.B.
der Teletext übertragen wird. Bei der horizontalen
Auflösung
von links nach rechts sind (in digitalisierter Form) bis zu 720 Linien
möglich. Die DVD kann
die maximal mögliche Auflösung ausnutzen,
gängige Werte
für VHS liegen bei ca. 240 x 576 (tatsächlich auch
alle senkrechten Zeilen), die klassische Video-CD hat wieder mehr
horizontale und dafür eine halbierte vertikale
Auflösung.
Analoge TV-Ausstrahlungen sollen im Bereich von 352 x 576 liegen.
Insbesondere
bei analogen Medien
kann man die effektive Auflösung aber nicht exakt in Pixel
fassen.
Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 25 fps (Frames per second, Vollbilder pro Sekunde) was in verschachtelten Halbbildern ("interlaced") mit 50 Hz (Hertz, Schwingungen oder sonstige Vorgänge pro Sekunde) bzw. bei einigen Geräten mittels digitalem Bildspeicher noch einmal verdoppelt mit 100 Hz dargestellt wird. Es kann noch besser aussehen, wenn gleich mit Progressive Scan gearbeitet wird (mit Vollbildern, gegebenenfalls doppelt gezeigt, damit kein Flimmern wegen zu geringer Bildfrequenz pro Sekunde auftritt), etwa bei Computern und einigen DVD-Playern. Ansonsten führen neuere Anzeige-Geräte (wie etwa LCD-Projektoren) ein De-Interlacing durch und stellen danach die Vollbilder dar. Bei Bildröhren-Fernsehern hingegen ist das nicht nötig - es kann sich aber ein mehr oder weniger sichtbares "Interlace-Flimmern" zeigen.
SECAM,
das
in
verschiedenen Versionen z.B. in Frankreich sowie im früheren
Ostblock verwendet
wurde bzw. wird arbeitet mit der gleichen Auflösung und
Wiederholfrequenz,
auf DVDs wird es jedoch üblicherweise nicht verwendet bzw.
wenn dann nur vom DVD-Player selbst erzeugt. NTSC,
das unter anderem in den
USA
verwendet wird bzw. wurde, hat die technischen Parameter 29,97 fps (was zirka,
jedoch
nicht genau 60 Hz entspricht) und 525 vertikale Zeilen (480 sichtbar).
Es gibt
auch noch das
Speicherformat
"NTSC Film", das mit 23,976fps sehr genau bei den 24fps eines Kinofilms
liegt. Allgemein werden die Bezeichnungen PAL/SECAM/NTSC angesichts des
digitalen Fernsehens zunehmend nur noch für die Beschreibung
von
Auflösung und Bildwiederholfrequenz verwendet, und weniger als
technische Bezeichnung einer analogen TV-Übertragung. Man
spricht
auch von "576i" im Fall von herkömmlichen
TV-Übertragungen
(PAL/SECAM) oder "576p", falls ein Gerät wie z.B. ein
DVD-Player
ein Signal in herkömmlicher TV-Auflösung in
"Progressive
Scan" ausgibt (bei NTSC 480i bzw. 480p).
Außerdem werden bei jedem System die Farbinformationen anders übertragen bzw. auf Bildträgern gespeichert, so dass bei der Wiedergabe auf einem für ein anderes System gedachten Gerät das Bild entweder schwarz/weiß ist oder überhaupt nur Flimmern zu sehen ist. Das spielt aber wie gesagt nur bei analogen Medien wie VHS-Videos wirklich eine Rolle, in digitalisierter Form hilft oft eine Umstellung auf "auto" bzw. das entsprechende System im Menü. Europäische DVD-Player (sofern sie codefree sind) und TV-Geräte können oftmals auch amerikanische DVDs und VCDs in NTSC abspielen.
Weiters existiert, anfangs häufig nur in den USA, auch noch ein digitales HDTV-Format (High Definition Television) mit einer Auflösung von 1280 x 720 ("720p") oder 1920 x 1080 Pixel (1080i, Fernsehen oder 1080p, Blu-Ray), in dem unter anderem viele neuere TV-Serien produziert werden. "720i" ist nicht vorgesehen. Es wird auch kurz von "HD" gesprochen, was aber speziell bei Satelliten-Receivern nicht mit Hard Disc (Festplatte) zu verwechseln ist. Die Schreibweise 1080p24 bedeutet z.B., dass das Bildmaterials 24 Vollbilder pro Sekunde enthält, also ein Kinofilm ist, andere gängige sind 720p50 und 1080i25. Ein für diese Auflösungen ausgelegtes Wiedergabegerät vorausgesetzt, kann das Bild dadurch wesentlich detailreicher, schärfer und insgesamt eindrucksvoller sein. Allerdings kann der Effekt auch gering sein, wenn der Abstand vom Bildschirm viel größer als z.B. die zweifache Bild-Diagonale ist.
Hier hat der übertragene Bildrahmen tatsächlich das Format 16:9 (4:3 kann "sideboxed" gesendet werden), das Bild wird nicht anamorh ver- und wieder entzerrt. Einige TV-Sender übertragen jedoch in der Auflösung 1440 x 1080 Pixel (was auch dem Format von HDV-Camcordern entspricht), was dann doch wieder ein anamorphes Format ist und bei der Wiedergabe auf 1920 x 1080 entzerrt wird. Dadurch wird Bandbreite eingespart, die Bildqualität aber zumindest theoretisch nicht merklich verschlechtert.
Wie gut ein Bild wirklich aussieht, hängt aber vom Quellmaterial und der Skalierung des Anzeigegerätes ab, eine hochskalierte DVD kann auf einem Projektor mit 1280 x 720 Auflösung mitunter besser aussehen als eine direkt in 1280 x 720 produzierte Fernsehsendung. Einige Aufregung gibt es auch um den zugehörigen Kopierschutz "HDCP", der auch zu Problemen bei der reinen Wiedergabe führen kann, während das direkte Aufnehmen von einem HDMI-Ausgang technisch sowieso kaum möglich ist.
Mögliche HDTV-Quellen sind einerseits Blu-ray-Discs, andererseits einige TV-Sender, die häufig zusätzlich zu den Standard-Versionen gesendet werden (arte, Anixe, ORF, ARD, ZDF, Servus TV ...), aber nur zum Teil frei empfangbar sind. Neben "echtem" Bezahl-Fernsehen werden aber auch die HDTV-Versionen einiger deutscher Privatsender verschlüsselt gesendet und sind nur gegen eine Gebühr zugänglich, enthalten jedoch trotzdem immer noch Werbeunterbrechungen. Außerdem wurde auch angekündigt, dass beim verwendeten "HD+"-Standard das Vorspulen bei Aufnahmen, speziell bei der Werbung, oder überhaupt das Aufnehmen komplett unterbunden werden soll. Ansonsten kann HDTV-Material auch von hochauflösenden Video-Dateien von einem Computer stammen. Generell ist es zum Teil aus herkömmlichem Material hochskaliert, und zum Teil direkt in hoher Auflösung produziert. Auch bei älteren Filmen und TV-Serien ist eine gute HDTV-Fassung möglich, wenn diese direkt aus den originalen Filmrollen erstellt wird, deren Filmmaterial eine ausreichend hohe Auflösung dafür bietet.
Ein Kinofilm hat mit 24 fps eine unterschiedliche Bildwiederholfrequenz als das Fernsehen, auch viele TV-Serien wurden in diesem Format gedreht. Beim mit 29,97 fps arbeitenden NTSC wird der Film mittels "3:2 Pulldown" so auf die einzelnen Halbbilder aufgeteilt, dass sich (vom extrem geringen Unterschied zwischen 30 und 29,97 fps abgesehen) genau die gleiche Laufzeit wie im Kino ergibt. Ein Vollbild wird abwechselnd jeweils auf 3 und auf 2 Halbbilder aufgeteilt.
Bei PAL mit seinen 25 fps wird einfach ein Film-Bild 1:1 auf ein PAL-Bild kopiert (bzw. ein Vollbild auf jeweils 2 aufeinander folgende Halbbilder). Der Film läuft deshalb um ca. 4% schneller ab, dieses Phänomen wird allgemein "PAL Speedup" genannt. In der Praxis fällt das nicht auf, im direkten Vergleich klingt der Ton (ohne aufwändige Nachbearbeitung) jedoch etwas höher. Die Laufzeit kann sich aber um einige Minuten verkürzen und stimmt dann, auch ohne dass der Film zensiert worden wäre, nicht mehr mit den Angaben auf z.B. imdb.com überein. Nach einigen Quellen kann auch die Abspielgeschwindigkeit von Kino-Projektoren (abgesehen davon, dass die Einzelbilder zur Vermeidung von Flimmern mit einer Umlaufblende zwei- oder mitunter dreimal hinter gezeigt werden) leicht von 24 Bildern pro Sekunde abweichen.
Auch bei Fernsehsendungen in HDTV kann dieses Phänomen auftreten, da die gängigen Standards für 25 oder 50 Bilder pro Sekunde ausgelegt sind. Hingegen sind bei der Blu-ray Disc auch 24 Bilder pro Sekunde vorgesehen.
PALplus dient(e) dazu, um Breitbild-Sendungen im analogen Fernsehen gegenüber Letterbox mit verbesserter Auflösung zeigen zu können. Ein Bild im Letterbox-Format wird auf einem 16:9-Fernsehgerät mit einem schwarzen Rahmen rundherum dargestellt und kann mit der Zoom-Funktion des TV-Geräts bildschirmfüllend vergrößert werden. Die Bildauflösung kann dabei allerdings gröber wirken, weil dann nur 432 statt 576 Zeilen zur Übertragung der Bildinhalte zur Verfügung stehen.
Bei PALplus werden die schwarzen Letterbox-Balken dazu verwedet, um unsichtbar zusätzliche Informationen zu übertragen ("Helper", je 72 Zeilen oben und unten, diese sind oft bei genauer Betrachtung als blaue Farbschlieren sichtbar). Ist ein 16:9-Gerät mit einem entsprechenden Decoder ausgestattet, so kann es aus dem Letterbox-Bild und den versteckten Informationen ein 16:9-Bild mit erhöhter Auflösung (voller Zeilenanzahl) zusammensetzen, ansonsten wird eine PALplus-Sendung als Letterbox dargestellt. Allgemein durchgesetzt hat sich dieses System nicht, bei DVD und DVB (Digitalfernsehen) kann stattdessen ohnehin problemloser das anamorphe Verfahren verwendet werden. Es gab und gibt auch viele Breitbild-Fernsehgeräte die keinen PALplus-Decoder haben, anamorphe Bilder können diese jedoch auch richtig interpretieren. Einige Geräte können das Schaltsignal bei PALplus zumindest soweit interpretieren als dass sie sofort in den Zoom-Modus schalten.
Dieses Verfahren ist durch das digitale Fernsehen verdrängt worden, heutige noch vorhandene analoge Übertragungen sind häufig in Letterbox ohne PALplus.
Dieser Absatz ist zugegebenermaßen ca. am Stand 2003-2005, bei einem Neukauf würde ich mich eher um einen Blu-ray-Player im 100 bis 250 Euro-Preisbereich umsehen, welcher auch DVDs abspielen kann.
Ein
guter
DVD-Player sollte
auf jeden Fall RGB-Video
ausgeben können (häufig über Scart), also
ein in die Farbkomponenten rot, grün
und blau zerlegtes
Videosignal, das technisch besser als das bei VHS und analogem
Fernsehen
übliche
gemischte Composite
Video (CVBS oder FBAS, meist gelber "Cinch"-Stecker). Eine
ähnlich gute
Qualität (der Unterschied kann je nach Gerät mehr
oder weniger groß sein) liefert auch S-Video (meist
über "Hosiden"-Stecker, teilweise auch über Scart
möglich),
manchmal auch S-VHS-Ausgang genannt, da S-VHS-Recorder früher
die
gängigsten
Geräte waren die so ein Signal geliefert haben. Wenn
möglich,
sollte aber grundsätzlich RGB benutzt werden, jedes
TV-Gerät mit einem Scart-Eingang (eigentlich eine
französische Abkürzung und lediglich eine Stecker-
und keine
Signalnorm) kann
grundsätzlich
ein RGB-Signal verarbeiten. Sind mehrere Eingänge vorhanden,
beherrschen eventuell nur manche RGB oder müssen darauf
umgeschaltet werden. Ein allzu billiges bzw. sehr schlecht
verarbeitetes Verbindungskabel kann die
Bildqualität mitunter
beeinträchtigen, es ist aber auch fragwürdig ob
diverse sehr
hochpreisige Kabel die auch oft angeboten werden (vergoldet, mehrfache
Abschirmung, spezielle Metalle, teuer aussehend...) wirklich ein
sichtbar
besseres Bild liefern. Das Gleiche gilt grundsätzlich
für digitale
Satellitenreceiver (DVB-S bzw. DVB-S2).
Viele
gar nicht so teure Geräte haben auch einen Komponenten-Ausgang, was
dann eventuell noch etwas besser als
RGB-Video aussehen kann. Die später
entwickelte digitale Schnittstelle HDMI
(kompatibel mit DVI) ist zwar
theoretisch die bestmögliche Verbindung bei heute
gängigen Geräten, in der Praxis kann das
Bild über eine Komponenten- oder RGB-Verbindung aber genauso
gut
aussehen. Somit ist es nicht unbedingt nötig, nur deswegen
gleich
einen
neuen DVD-Player zu kaufen. Es ist relativ schwierig, HDMI-Kabel zu
vernünftigen Preisen zu bekommen (im erstbesten
Geschäft
beispielsweise 60 Euro und mehr, im Versandhandel zum Teil etwa 10
für ein 3m-Kabel), obwohl gerade im Digital-Bereich und bei
kürzeren Längen prinzipiell
auch preiswertere Kabel ausreichen.
Eine typische DVD-9 (die zumindest in Europa für fast alle auf DVD veröffentlichten Spielfilme verwendet wird), die eine für ein sehr gutes Bild ausreichende Datenrate verwendet und sowohl deutschen als auch Original-Ton enthält, hat (inklusive etwaiger Extras) eine maximale Laufzeit im Bereich von 3 Stunden.
Da es
bei den elektronischen Bauteilen
und allgemein bei der Verarbeitung doch
gewisse
Qualitätsunterschiede geben kann, ist von sehr billigen
Geräten (zum Teil ab ca. 29 Euro) trotz oft sehr reichhaltiger
Ausstattung eher abzuraten.
Die Preise von DVD-Playern sind aber konstant
gefallen, heute bekommt man für um die 100 Euro locker ein
gutes
Gerät. Geräte der 200-Euro-Preisklasse sind auch noch
überlegenswert, deutlich teurere bieten, was
allerdings Ansichtssache ist, für den Mehrpreis nur noch
geringe, wenn überhaupt merkliche
Qualitätszuwächse. Auch z.B. C*berh*me,
früher eher
als
Billigsdorfer-Marke verschrien, ist heute ein ernstzunehmender
Hersteller. DVD-Player von S*ny waren einst dafür bekannt,
keine
CD-Rs abspielen zu können. Ein Qualitätsmerkmal ist
auch wie
sehr der Layer-Wechsel bei zweischichtigen DVDs (das sind fast alle
kommerziell bespielten) auffällt, idealerweise gar nicht.
Das VCD-Format
(Video-CD)
war unter anderem in Europa ca. 1993-95 mit mäßigem
Erfolg
auf dem
Markt. Es hatte
gegenüber dem etablierten VHS kaum Vorteile, es war ein neues
Gerät nötig
(z.B. Philips CD-i) mit dem man auch nicht aufnehmen konnte, und die CDs
hatten auch kaum über 70 Minuten Spielzeit, so dass ein
Spielfilm oft auf
zwei CDs verteilt war. Es konnte sich nur in (Süd-)Ostasien
etablieren (z.B. in Indien), später
kam dann auch die SVCD (Super Video CD mit MPEG2)
auf dem Markt,
die zwar eine
höhere Auflösung, dafür aber eine noch
geringere
Spieldauer hat (oft ca. 40 Minuten oder auch eine Stunde in Letterbox). Auf VCD ist ein
linker und ein
rechter Tonkanal möglich, auf SVCD (theoretisch) auch mehrere
ähnlich wie
bei der DVD. Bei kommerziellen VCDs ist das Bild bei Spielfilmen
häufig in Pan&Scan.
VCDs und SVCDs
können von fast allen DVD-Playern (jedoch nicht unbedingt
Blu-ray-Playern) und fast allen Computern abgespielt werden, die
zumindest ein CD-ROM-Laufwerk und
einen Prozessor ab einigen 100 MHz Taktfrequenz haben. Jeder
DVD-Player kann
üblicherweise sowohl in MPEG2 (SVCD, DVD) als auch MPEG1 (VCD) codiertes Video verarbeiten. Einzelne
Ausnahmen kann es immer geben, einige
DVD-Player die keine CD-Rs akzeptieren, funktionieren mitunter mit
CD-RWs oder nur mit Medien bestimmter Marken.
Dadurch dass in Europa (und z.B. den USA) sowohl Breitband-Internet (neben den "halblegalen" gibt es auch einige völlig legale Video-Dateien und natürlich auch eigene Fernsehaufnahmen oder selbst gedrehte Videos), CD-Brenner und DVD-Player ab etwa dem Jahr 2001 weit verbreitet waren, hat die Video-CD in selbst produzierter Form aber wieder eine gewisse Bedeutung gewonnen. Die Video-Bildauflösung von 352 x 240 bei NTSC und 352 x 288 bei PAL liegt zwar unter der einer DVD, bei entsprechendem Quellmaterial und guter Codierung ist jedoch immer noch ein recht gutes, wenn auch im direkten Vergleich nicht sehr detailreiches Bild möglich. Die SVCD hat die volle vertikale Auflösung einer DVD bei einer Breite von 480 Pixel (480 x 480 bei NTSC und 480 x 576 bei PAL). Mit dem Preisverfall bei DVD-Rohlingen und den zugehörigen Brennern für den Computer hat die VCD und ihre Abwandlungen dann wieder an Bedeutung verloren.
Video-CDs
werdem
im Gegensatz zu
Daten-CD-ROMs
in einem Format beschrieben, das (durch die wegfallende
Fehlerkorrektur) eine um ca. 13% höhere
Speicherkapazität
erlaubt. Die Laufzeitangabe auf CDs in Minuten bezieht sich sowohl auf
das Beschreiben im CD-Audio- als auch im Standard-VCD-Format. Eine
90-Minuten-CD hat
eine "herkömmliche" Speicherkapazität von 800 MB, sie
kann
aber auch
problemlos
zur Herstellung einer 90 Minuten langen VCD aus einer über 900
MB
großen
mpeg-Datei verwendet werden. Es genügt meistens nicht, einfach
eine mpeg-Datei
auf eine CD zu kopieren, diese muss eine genormte Verzeichnisstruktur
haben
und die Videodatei muss in normgerechtem MPEG1 vorliegen bzw. in dieses
umgewandelt werden. Die Standard-CD-Länge beträgt an
sich 74
Minuten (650 MB), 80 Minuten (700 MB) ist aber praktisch heute Standard
und funktioniert auch fast immer, es gab schon um 1990 auch
kommerzielle gepresste Audio-CDs mit 82 Minuten Spieldauer. Nur mit
90-Minuten (800 MB) oder noch
längeren CD-Rs könnten einige ältere
Geräte
mitunter Schwierigkeiten
haben, hier hilft nur ein Anpassen der Einstellungen (auch z.B. 88
Minuten können oft nur mit "Überbrennen" gebrannt
werden) und
ausprobieren.
Abgewandelt
von der Standard-VCD
und SVCD gibt es auch "halboffizielle" Nicht-Standard-Varianten, wobei
etwa die MVCD
recht beliebt ist bzw. war. Der Vorteil dieser ist, dass diese bei
längerer Spielzeit und trotzdem annnähernd gleich
bleibender
oder stellenweise ev. sogar
besserer Qualität als beim Standard
auf ebenfalls sehr vielen DVD-Playern laufen. Die Spieldauer
beträgt bei einer 700 MB-CD maximal etwa 130 Minuten und mehr
im
MVCD- und im Bereich von 90 Minuten im
MSVCD-Format.
Wichtig ist, dass bei diesen Formaten beim Brennen der
CDs die Software (wie z.B. das bei vielen CD-Brennern enthaltene
"Nero") auf "Nicht-Standard" gestellt bzw.
"standardgemäße CD erzeugen" deaktiviert ist.
Neben Mono mit einem Tonkanal und Stereo mit je einem für links und rechs (bedeutet zwar allgemein "räumlich", steht aber oft für zwei Tonkanäle) sind auch die Tonsysteme Dolby Surround und Dolby Digital recht weit verbreitet.
Bei Dolby
Surround wird
ein
2-Kanal-Stereosignal übertragen, in das zusätzliche
Informationen
hineincodiert
sind. Zum linken und rechten Kanal kommt noch ein
rückwärtiger "Surround-Kanal"
hinzu (Mono, in der Regel über zwei Lautsprecher
wiedergegeben), bei "Dolby Surround Pro Logic"
außerdem
noch ein
"Center-Kanal"
in der Mitte. Diese Tonübertragung kann überall
verwendet
werden wo zwei
Tonkanäle übertragen werden (analog oder digital) und
wird
häufig bei
Spielfilmen und Serien im Fernsehen
und auf bespielten VHS-Videos verwendet. Ohne entsprechenden Decoder
ist
eine problemlose Wiedergabe in zweikanaligem Stereo (oder in Mono)
möglich.
Das Verfahren wird auch "Dolby Stereo" genannt und wurde bei vielen
Kinofilmen
von Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre verwendet,
außerdem
auch bei manchen TV-Serien. "Dolby Pro Logic II" (es sind zwei
rückwärtige und qualitativ bessere Kanäle
statt nur
einer möglich) und "Dolby Pro Logic
IIx" (unterstützt auch rückwärtige
Center-Lautsprecher)
sind in den letzten Jahren entwickelte Effektschaltungen für
Stereo- bzw. Dolby Surround-Tonquellen und besonders effektiv, wenn der
Ton ursprünglich aus einer Mehrkanal-Quelle
stammte oder
speziell für Pro Logic II gedacht ist.
Bei
der DVD und
teilweise im digitalen Fernsehen hat sich Dolby Digital
(auch
als "AC-3"
bekannt) als Tonsystem
etabliert,
bei Kinofilmen wird es (neben Systemen wie DTS) seit etwa Mitte der
1990er
Jahre häufig verwendet. Wie der Name schon erkennen
lässt, wird es bei analogen
Medien nicht verwendet. In der häufigsten Variante 5.1
gibt
es Kanäle
für vorne links und rechts (Front), Mitte (Center) sowie
hinten
links und hinten rechts (Surround), das ".1" steht für einen
"LFE"-Kanal (Low Frequency Effects) für die Basswiedergabe,
der
über einen Subwoofer genannten Tiefton-Lautsprecher
wiedergegeben werden kann.
Noch extremere Varianten sind 6.1 (ein zusätzlicher
Lautsprecher
zwischen den beiden rückwärtigen, ist aber nur bei
wenigen
Filmen enthalten und wird ansonsten aus dem linken und rechten
Surround-Kanal generiert) und 7.1 (zwei solche Zusatz-Lautsprecher),
wobei diese Konfigurationen auch als Extended Surround
bekannt sind. Da Ton-Abmischungen mit mehr
als 5.1 relativ selten sind, werden die zusätzlichen
Kanäle dann "künstlich" (z.B. mit Dolby Pro Logic IIx)
generiert,
was klanglich teilweise umstritten ist, besonders bei
ungünstiger
bzw. zu naher Aufstellung der Surround-Lautsprecher.
Das
Ganze
muss deswegen aber nicht unbedingt besser klingen als nur ein linker
oder rechter Kanal und die besonderen Effekte sind oft auch auf
einzelne Szenen beschränkt - ist Geschmackssache bzw. kommt
auf
den Film an. Bei älteren Filmen wird der Ton auch
häufig mehr
oder weniger gut nachträglich im 5.1-Verfahren neu abgemischt
("Upmix"). Entgegen der verbreiteten Meinung sind - zumindest unter
bestimmten Voraussetzungen (günstige räumliche
Verhältnisse und Sitzposition, möglichst
große vordere
Boxen, die auch noch Tonfrequenzen bis ca. 30 Hz hinunter gut
wiedergeben können) - auch mit 4 Lautsprechern (Center-Kanal
und
LFE-Kanal auf die Front-Lautsprecher umgelenkt) eindrucksvolle
Ergebnisse möglich.
Jeder DVD-Player
kann Dolby Digital 5.1 oder andere
Varianten auch als zweikanaliges
Stereo (2.0) ausgeben ("Downmix"), das ohne Zusatzgeräte von
jedem
Fernsehgerät oder herkömmlichen Verstärker
interpretiert
werden kann (Einstellung "2 Kanal analog" oder
ähnliches, aber nicht
"Bitstream"). Bei "Cinch"-Audiokabeln ist der rote Stecker meist der
rechte Kanal, wenn der Ton
bei einer Szene mit einem schnell vorbeifahrenden Auto oder
vorbeireitendem Pferd etc. in die falschen
Richtung wandert, dann sind die Kanäle ziemlich sicher
vertauscht
oder die Anschlüsse wurden falsch beschriftet.
Dolby Digital und jeglicher Ton von digitalen Satellitenreceivern, DVD-Playern und manchen Computern/Soundkarten kann über ein koaxiales Kabel (das ist ein herkömmliches Cinch-Kabel, auch wenn hier einige spezielle "Digital-Kabel" verkaufen wollen) oder ein optisches Lichtwellenleiter-Kabel (TOS-Link) zu einem Verstärker mit entsprechendem Decoder (AV-Receiver) übertragen werden (Einstellung "Bitstream"). Es ist technisch relativ einfach möglich, diese beiden Signalarten ineinander zu konvertieren, bei Notebooks/Soundkarten kann ein Adapter nötig sein (zum Teil mitgeliefert), um einen TOSLINK-Stecker an den 3,5 mm Klinkenstecker-Anschluss anzuschließen, wenn dieser wahlweise auch ein optisches, digitales Signal ausgeben kann. So wie HDMI-Kabel sind optische Kabel oft nur bei Internet-Händlern zu vernünftigen Preisen von einigen Euro für zum Beispiel ein 2-Meter-Kabel zu bekommen, während die gänigen Geschäfte oft nur fragwürdige Hochpreis-Produkte vorrätig haben. Ein Cinch-Kabel sollte tatsächlich eines in Koaxial-Ausführung sein, also mit einem Drahtgeflecht um die Isolation des Innenleiters herum - das sind aber ohnehin die meisten. Bei anderen Kabeln wie etwa Doppellitzenkabel (diese sind eher als Strom- oder Lautsprecherkabel geeignet) kann es sonst zu Störungen in Form von gelegentlichen Ton-Aussetzern kommen, besonders, wenn in der Nähe gerade Elektrogeräte ein- und ausgeschaltet werden.
"THX" ist nicht direkt ein Tonsystem, sondern ein festgelegter Qualitätsstandard für Bild, Ton und Wiedergabegeräte, welche dann dann Zeichen wie THX Select, THX Ultra etc. tragen dürfen, und jedenfalls eher etwas für die High End-Fraktion. Das THX-Logo ist aber auch auf manchen derart zertifizierten DVDs enthalten, wo man sich dann eben eine besonders gute Qualität des Bild- und Ton-Materials erwarten kann - das heißt aber nicht unbedingt, dass alle anderen DVDs grundsätzlich schlechter sind.
Diese
ist
unter www.imdb.com
zu finden, unter akas.imdb.com,
"also knows as" (auch bekannt als),
sind auch die Titel von deutsch synchronisierten und anderen
Sprachversionen enthalten. Sie sollte meist recht detaillierte
Informationen über so ziemlich
jeden Film enthalten der
jemals veröffentlicht
wurde, inklusive TV-Serien und Fernsehfilmen. Bei den technischen Daten
zu jedem Film sollte an sich das Original-Bildformat zu finden sein.
Wenn
von "Spherical" und "Intended ratio" die Rede ist
dann ist es
ein
Soft Matted-Film,
wer
auf einem 16:9-Fernseher eine 4:3-Fassung davon sieht, kann diese getrost
aufzoomen. Auch viele Filme, bei denen nur "Spherical" und "1,85:1" zu
lesen
ist, wurden oft in Soft Matted und nicht wie man annehmen
könnte
"Hard Matted"
produziert, leider ist dies nicht immer korrekt angegeben. Im
Zweifelsfall
ist eine Open Matte-Fassung im Gegensatz zu Pan
& Scan daran zu erkennen, dass im Vorspann nie Text am
oberen oder
unteren
Bildrand zu lesen ist, bei Dialogszenen immer relativ viel Platz
über
den Köpfen ist und das Bild insgesamt nicht "beengt" wirkt.
Eine deutschsprachige Datenbank, die sich vor allem auf das Entlarven von geschnittenen Fassungen und eine Übersicht über verschiedene TV-, VHS-, DVD-, Blu-ray und Kinofassungen eines Films spezialisiert hat, ist http://www.ofdb.de. Teilweise werden sogar Filme mit ab 6-Freigabe geschnitten, um eine "ab 0" zu erreichen. Auch Angaben wie "ab 18" oder "keine Jugendfreigabe" müssen nicht unbedingt bedeuten, dass es sich um eine ungeschnittene Fassung handelt. Der Informationsgehalt der einzelnen Einträge kann aber recht unterschiedlich sein.
Bei http://www.schnittberichte.com
werden geschnittene Szenen ausführlich dokumentiert. Aufgrund
von
Problemen mit den "Jugendschutzbestimmungen" (Zensur darf man es ja
nicht
nennen, da dies dort verfassungs- bzw. grundgesetzwidrig wäre)
in
Deutschland ist diese Seite nach Österreich ausgewichen.
(zuletzt aktualisiert am 05.11.2011)