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Breitbild-TV, Bildformate und DVD



 

Bild-Seitenverhältnisse - 4:3, 16:9 etc.

16:9 gegenüber dem 4:3-Format

Breitbild-Fernsehgeräte oder 16:9-Projektoren haben in den Jahren nach 2000 eine große Verbreitung gefunden und sind heute der Standard bei neu verkauften Geräten. Das Bildschirmformat bzw. Seitenverhältnis entspricht ziemlich genau dem (unter anderem) schon seit langem gängigen Kinofilm-Format von 1,85:1; ein häufiges Argument ist auch, dass solche Bildschirme mehr dem menschlichen Blickfeld entsprechen. Genaugenommen ist 16:9 gleich ca. 1,78:1 (1,7777...), der Unterschied fällt aber in der Praxis üblicherweise nicht oder kaum auf. Bei vielen herkömmlichen TV-Geräten ist das Bild leicht über den sichtbaren Bereich der Bildröhre "hinausgedreht" um leichte Verzerrungen und Bildstörungen am äußersten Rand zu verbergen ("Overscan-Bereich", oft in einem Menü einstellbar), aber auch bei exakter Wiedergabe des gesamten Bildes sind die Letterbox-Balken bei 1,85:1 sehr klein und auch bei breiteren Formaten kleiner als bei 4:3-Geräten üblich.

Außerdem werden seit etwa dem Jahr 2000 immer mehr TV-Serien und sonstige Fernsehsendungen in diesem Format produziert. Bei einem gängigen 16:9-Gerät mit einer angegebenen Bildschirmdiagonale von 82 cm ist das Bild in etwa gleich hoch wie bei einem herkömmlichen 63 cm 4:3-Fernseher, so dass sich auch bei 4:3-Sendungen die gleiche Bildgröße ergibt. Um die gleiche Bildhöhe wie bei 4:3 zu erzielen, sollte die Diagonale um ca. 22% größer sein (* 1,22), während die Bildbreite um ca. 33% größer ist.

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Typischer, herkömmlicher TV-Bildschirm
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Gleich hoher, aber breiterer Bildschirm

Computer-Bildschirme haben teilweise ein etwas unterschiedliches Seitenverhältnis - neben 4:3 häufig 5:4 (zum Beispiel wenn ein Bildschirm für eine Auflösung von 1280 x 1024 Pixel gedacht ist, hier entstehen sogar bei 4:3 Letterbox-Balken) oder als Breitbild-Format grundsätzlich 16:10, was je nach Betrachtungsweise eine Spur weniger breit oder leicht höher als 16:9 ist. Seit ungefähr 2009 haben aber auch Computer-Bildschirme häufig das Seitenverhältnis 16:9.
 

Kino-Bildformate

Heute gibt es zwei gängige Bildformate für Kinofilme: Einerseits 1,85:1 (zeitweise auch als typisches "Steven Spielberg-Format" bekannt) das ziemlich genau einem 16:9-Fernseher entspricht und andererseits das noch breitere 2,35:1 (die grundsätzliche Schreibweise bei Kinoformaten ist Dezimalzahl:1, Verhältnis von Breite zu Höhe in dieser Reihenfolge, gelegentlich auch umgekehrt). Wenn letzteres auf einem 16:9-Fernsehgerät dargestellt wird sind immer noch schwarze Balken zu sehen, die jedoch relativ klein sind. Ein bekannter Markenname eines Aufnahmeverfahren von 2,35:1-Filmen ist "Cinemascope" (daher auch "Scope" genannt), was aber nur einer von vielen ist. Es wird teilweise auch 21:9 genannt. Einigen Quellen nach liegt bei nach 1970 entstandenen Filmen das tatsächliche Bildformat bei 2,39:1, wenn 2,35:1 angegeben wird, auch ist in letzter Zeit zunehmend 2,40:1 als Seitenverhältnis-Angabe zu lesen.

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1,85:1 wird häufig im Soft Matted oder fallweise Hard Matted-Verfahren gedreht, Filme in 2,35:1 werden anamorph oder oft auch in Super35 (manchmal auch bekannt als "James Cameron-Format") gedreht, wobei sich nach dem Jahr 2000 zunehmend digitale Aufnahmeverfahren etablierten.

Früher wurde auch das Format 1,66:1 relativ häufig verwendet; solche Filme wurden oftmals soft matted produziert und oft war bei einem Film 1:66 für Europa und 1,85 für die USA vorgesehen. Es existieren auch einige wenige Filme, die noch breiter als 2,35:1 oder 2,40:1 sind, wie z.B. Ben Hur mit 2,76:1, sowie einige eher selten verwendete Zwischenformate.

In der Frühzeit des Kinos wurde das genau 4:3 entsprechende Format 1,33:1 verwendet, bis etwa 1950 das (aufgrund der Tonspur auf dem Filmstreifen) minimal unterschiedliche 1,37:1 ("Academy-Format"). Ein Sonderfall ist auch das "Stanley Kubrick-Format". Die meisten seiner Filme wurden anscheinend "soft matted" gedreht, im Kino in 1,85:1 gezeigt und sehen in diesem Format auch gut aus (z.B. The Shining, Full Metal Jacket). Fernseh- und Videofassungen sind jedoch grundsätzlich in 4:3 da dies das eigentlich von ihm gewünschte Format sein soll. Kinofilme in 4:3 sind jedenfalls seit ca. 1960 eine seltene Ausnahme (etwa Blair Witch Project).

Bei heutigen "Big Budget"-Produktionen ist jedenfalls häufig, wenn auch nicht immer, das Seitenverhältnis 2,39:1 (ca. 21:9) üblich, was im Heimbereich die unten beschriebenen Probleme mit sich bringen kann. Zwar wird oftmals damit argumentiert, dass das eben den Wünschen und Vorstellungen der Filmschaffenden entspricht, andererseits entsteht auch oft der Eindruck, dass das halt einfach das vorgegebene Standardformat ist, egal ob der breite Bildrahmen wirklich ausgenutzt wird oder nicht.

Abgesehen von zunehmend üblichen volldigitalen Produktionen wurde für Kinofilme und auch für TV-Produktionen oftmals 35mm-Film ähnlich dem in analogen Fotokameras verwendet. 8 und teilweise 16mm waren eher im Amateurbereich verbreitet, 70mm ist ein Kinofilm-Format, das ebenfalls hochwertige Breitbilder ermöglicht, jedoch nur selten verwendet wird.
 

Fernseh-Bildformate

Das "klassische" Bildformat für Fernsehsendungen ist 4:3 (1,33:1), es wird zumindest im deutschsprachigen Fernsehen bis heute immer noch häufig verwendet, wenn auch seit ungefähr dem Jahr 2008 immer seltener. Die gesamte Video- und auch 35mm Kinofilm-Technik beruhte lange Zeit fast immer auf diesem Standardformat.

Innerhalb dieses Bildrahmens werden mit verschiedenen technischen Verfahren auch andere Formate gespeichert, entweder durch verzerren und bei der Wiedergabe wieder entzerren und/oder durch Einfügen von schwarzen Balken, siehe auch anamorph und Letterbox.

Seit den 1990er Jahren werden immer mehr Fernsehsendungen in 16:9 (1,78:1) produziert. Ein Zwischenformat um 4:3-Material auf einem 16:9-Gerät darzustellen und umgekehrt ist 14:9, dabei wird jedoch ein Teil des Bildes abgeschnitten. An sich wird ein 4:3-Bild auf einem 16:9-Fernseher am besten mit schwarzen Balken links und rechts dargestellt, dies wird "Pillarbox" (nach typischen englischen Briefkästen mit senkrechtem Einwurf) oder auch "sideboxed" oder "Bookends" (Buchstützen) genannt. So ein Bild sollte möglichst nur bildschirmfüllend auf 16:9 vergrößert werden (gleichmäßig gezoomt und nicht in die Breite gestreckt) wenn es sich um einen Open Matte-Film handelt.


Schwarze Balken auf 16:9-Fernsehgeräten

Auch bei einem 16:9-Breitbild-Fernseher können bei Spielfilmen manchmal immer noch schwarze Balken zu sehen sein, was bis heute manchmal für Verwirrung sorgt. Das kommt dann vor, wenn der Spielfilm in einem breiteren Format als ca. 1,85:1 produziert wurde, was eben nach wie vor bei vielen bekannten Kinofilmen der letzten Jahre der Fall ist.

DVD-Player haben oftmals eine Zoom-Funktion, mit der diese Balken z.B. in der ersten Zoom-Stufe weitgehend oder ganz eliminiert werden könnten. Allerdings ginge dabei ein Teil des ursprünglichen Kino-Bildes verloren, was noch schlimmer ist, wenn man den Film kurz zuvor im Originalformat gesehen hat. Die Bildauflösung sollte sich bei DVDs (und erst recht Blu-ray-Discs) nicht merklich verschlechtern, generell ist aber eher davon abzuraten.

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kleinere Bildfläche, aber Originalformat
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größere Bildfläche, aber Rand fehlt

Zumindest in Super 35 gedrehte Spielfilme (und das sind nicht wenige) könnten ohne Verlust von Bildinformationen und ohne wesentlich beeinträchtigten Bildeindruck auch in bildschirmfüllendem 16:9 auf DVD (oder Blu-ray) transferiert werden, in der Praxis gibt es solche Fassungen nur vereinzelt. Gerade dass dies eventuell manchmal im Fernsehen getan wird, ansonsten könnte man höchstens aus einer Open Matte-Fassung, die wirklich das komplette gefilmte Bild zeigt und mit entsprechender Computer- und Software-Ausrüstung oder durch Aufzoomen eine solche Fassung "basteln". In letzter Zeit gibt es einzelne Berichte über solche "geöffneten" Fassungen in 16:9, die recht gelungen sein sollen und sehr gut mit den gängigen TV- und Heimkino-Ausrüstungen harmonieren, ohne dass das Bild zerstört wird.

Wenn schwarzen Balken oben und unten erscheinen, ist es auch möglich, dass der Film in 4:3 Letterbox und nicht anamorph und das Gerät falsch eingestellt ist, oder ein Schaltsignal falsch ist oder falsch oder nicht erkannt wird. In diesem Fall sollte das dadurch auffallen, dass das Bild auffällig in die Breite verzerrt ist, und zur Behebung des Problems ein Modus wie "Zoom" oder ähnlich und nicht "16:9" gewählt werden, eventuell zuerst bei externem Receiver und/oder TV-Gerät/Projektor auf 4:3, "Normal", "Standard" etc. stellen und dann auf "Zoom".


Soft Matted / Hard Matted / Super 35

Die überwiegende Anzahl der Spielfilme im Format 1,85:1 wird im "Soft Matted"-Verfahren produziert (z.B. "Zurück in die Zukunft", "Running Man", "From Dusk Till Dawn"), auch bekannt als "Shoot and protect" ("weiche Abdeckung", "Filmen und schützen"). Die Einzelbilder des belichteten Filmmaterials haben dabei ziemlich genau das Format eines 4:3-Fernsehbildschirms. In oberen und unteren Bereich des Bildes befinden sich jedoch keine wichtigen Bildinformationen, also etwa großflächiger blauer Himmel, große Grünflächen, Wasser etc. Bei der Vorführung im Kino bzw. bei Breitbild-Fassungen wird dann mit entsprechenden Abdeckungen ("Kasch", von Kaschierung) ein Bildausschnitt im Format 1,85:1 gezeigt, was dem optimalen vorgesehenen Bildeindruck entspricht.

Da eben noch zusätzliche Bildinformationen vorhanden sind, können solche Filme auf 4:3-Fernsehgeräten ohne schwarze Balken gezeigt werden. Wird ein Film so gezeigt dann spricht man von "Open Matte" (geöffnete Abdeckung), und sieht sogar mehr als im Kino. Der Nachteil ist allerdings, dass die eigentlich vorgesehene Bildkomposition leiden könnte, außerdem kann es manchmal vorkommen, dass dann zum Beispiel Mikrofone zeitweise sichtbar sind. Weiters werden Spezialeffekte oftmals so produziert, dass sie tatsächlich nur im Format 1,85:1 vorhanden sind, weil dies billiger kommt. Solche Szenen werden bei Open Matte-Fassungen in Pan & Scan dargestellt, was den bekannten Nachteil der abgeschnittenen seitlichen Ränder hat.

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gesamtes gefilmtes Bild
unwichtige Bereiche abgedeckt ("matted")
gesamtes Bild umkopiert

Bei einigen (eher wenigen) Filmen wird die Kamera so eingerichtet, dass die Abdeckungen schon beim Drehen des Films auf dem Filmmaterial zu sehen sind bzw. werden diese spätestens beim Umkopieren eingefügt. Dies nennt sich dann "Hard Matted" (z.B. "Aliens") und es ist nur der vogesehene 1,85:1-Bildausschnitt und keine zusätzliche Information vorhanden. Es entspricht quasi dem Letterbox-Verfahren im Fernsehen, obwohl hier nur ein Teil des Filmmaterials ausgenutzt wird ist dies nicht problematisch, da für Kinoproduktionen verwendeter 35mm-Film genug Qualitätsreserven hat.

Ein ähnliches Verfahren wie Open Matte ist "Super 35" (z.B. "Herr der Ringe", "Terminator 2", "Matrix"), es unterscheidet sich dadurch dass der vorgesehene Bildausschnitt das noch breitere Format 2,35:1 hat. Dieser liegt hier auch nicht in der Mitte, sondern im oberen Bereich. Der Film wird für die Vorführung im Kino allerdings nicht oben und unten abgedeckt, sondern anamorph umkopiert.

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gesamtes gefilmtes Bild
Bild auf Kino-Filmstreifen
gezeigtes entzerrtes Bild

Ein weiteres ähnliches Verfahren wäre auch eines, für das Namen wie "4:3 safe" oder "Side-Panel-Verfahren" kursieren, wie etwa beim TV-Sender Eurosport oder Berichten nach bei vielen britischen TV-Produktionen. Hierbei
wird ein breites Bild gefilmt, die wesentliche Handlung findet jedoch möglichst nicht am linken oder rechten Bildrand statt. Somit kann der Film auch auf einem 4:3-Fernsehgerät in ansehnlicher Weise bildschirmfüllend dargestellt werden.
 

Letterbox

Die meisten ab etwa 1950 produzierten Spielfilme sind deutlich breiter als der Bildschirm eines herkömmlichen 4:3- und tw. auch eines 16:9-Fernsehgerätes. Um diese trotzdem ohne Verzerrungen und ohne etwas wegschneiden zu müssen auf solchen Bildschirmen darstellen zu können, müssen "schwarze Balken" eingefügt werden. Diese sind schon im übertragenen bzw. gespeicherten Videosignal selbst enthalten und dieses Verfahren nennt sich Letterbox bzw. Letterboxing ("wie durch einen Briefkasten-Einwurf"), manchmal mit LBX abgekürzt.

Das gesamte übertragene Bild inklusive der Balken hat immer das Format 4:3 bzw. ist für die Widergabe auf einem solchen Bildschirm gedacht. Auf einer 16:9-Bildfläche erscheint, sofern nicht durch eine automatische Letterbox-Erkennung oder ein mitgesendetes Schaltsignal umgeschaltet wird, ein schwarzer Rahmen um das Bild. Es kann mit der Einstellung "Zoom" oder ähnlich vergrößert und richtig dargestellt werden, dabei aber je nach Gerät mitunter etwas unschärfer bzw. grobkörniger werden. Allerdings können in den Letterbox-Balken auch Untertitel enthalten sein, die dann verloren gehen würden - ein Kompromiss zur Darstellung könnte dann der Modus "Caption 1", "Zoom 1" oder ähnlich sein, bei dem das Bild etwas nach oben verschoben wird.

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Es wird häufig im deutschsprachigen Fernsehen verwendet (vor allem auf Privatsendern), außerdem seit etwa Anfang bis Mitte der 1990er Jahre auch oft auf bespielten deutschsprachigen VHS-Videos. Teilweise ist es auch auf amerikanischen DVDs zu finden, meistens werden diese aber auch dort mit anamorphem Bild produziert. Es war auch häufig auf den um 2000 weitgehend zu Gunsten der DVD vom Markt verschwundenen Laserdiscs zu finden.

Manche Satellitenreceiver geben Breitbild-Sendungen, die in Letterbox und nicht anamorph übertragen werden, bei der Einstellung "16:9" im Menü auf einem 16:9-Bildschirm mit einem schwarzen Rahmen rundherum aus, weil sie in diesem Fall seitliche schwarze Balken in das Videosignal einfügen und immer ein Breitbild-Schaltsignal ausgeben. In diesem Fall muss der Receiver auf 4:3 und der Bildschirm auf Zoom gestellt werden, damit das Bild den ganzen Bildschirm ausfüllt.

"Widescreen" (Breitbild) bedeutet allgemein, dass das Bild breiter als ein 4:3-Bildschirm ist, es kann für eine Speicherung im Letterbox-Format, aber auch für "Anamorphic Widescreen" stehen. Ohne nähere Angaben, etwa auf DVD-Covers, deutet das häufig auf das Letterbox-Format hin.

Siehe auch PALplus

 

Anamorph (anamorphotisch, anamorphic)

Dies ist das Standard-Format für Spielfilme und einige TV-Serien auf DVD, der Begriff steht für "verformt". Auch Breitbild-Sendungen im "herkömmlichen" Digital-TV (also bei Sendern in herkömmlicher Auflösung und nicht in HDTV) werden häufig so übertragen, insbesondere bei öffentlich-rechtlichen Anstalten wie ORF, ARD, ZDF, zunehmend aber auch bei Privatsendern, welche sonst eher Letterbox verwenden. Das Bild wird dabei im Standard-4:3-Rahmen um den Faktor 1,33 seitlich zusammengequetscht (womit z.B. Kreise zu Ellipsen werden) und bei der Wiedergabe in 16:9 wieder entzerrt, so dass sich eben wieder das Bildformat von ca. 1,78:1 ergibt. Der Vorteil gegenüber Letterbox liegt in der höheren Auflösung, weil der gesamte verfügbare Bildrahmen bzw. alle übertragenen Bildzeilen auch für tatsächliche Bildinformationen genutzt werden. Die effektive horizontale Auflösung verbessert sich gegenüber einem gezoomten Letterbox-Bild zwar nicht, wohl aber die vertikale.

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übertragenes Bild
dargestelltes Bild

Auf digitalen Medien wie DVD oder Video-CD kann ein Film in Letterbox aber in manchen Fällen ähnlich gut wie anamorph aussehen, da dann für weniger aktive Bildzeilen dennoch die gleiche Datenrate wie für die volle Zeilenanzahl zur Verfügung steht, was sich positiv auf die Bildqualität auswirken kann. Schwarze Balken verbrauchen nur einen sehr kleinen Teil der gesamten Datenmenge (sofern sie wirklich schwarz und nicht "ausgefranst" sind). Im Zweifelsfall hilft nur ausprobieren und vergleichen.

Ist das Originalbild breiter als 16:9, müssen aber auch hier immer noch schwarze Balken in das Videosignal eingefügt werden um keine Informationen zu verlieren. Dies stellt dann eine Kombination von anamorpher Codierung und Letterbox dar, und liefert immer noch ein besseres Bild als eine nicht anamorphe Letterbox-Sendung und ohne etwas vom Inhalt abschneiden zu müssen.

Jeder DVD-Player bzw. digitale Satellitenreceiver kann das Bild bei entsprechender Einstellung aber auch im Letterbox-Format ausgeben, so dass es auch auf 4:3-Geräten ohne "16:9-Umschaltung" ohne Verzerrungen und in den richtigen Proportionen dargestellt wird. Hat ein 4:3-Fernsehgerät eine "16:9-Umschaltung", dann kann die Bildqualität bei anamorph gespeicherten Bildern aber etwas besser sein, wenn man den DVD-Player bzw. Satellitenreceiver auf "16:9" einstellt und das Bild von der Schaltung des Fernsehers auf das richtige Seitenverhältnis skalieren lässt.

Das anamorphe Format könnte an sich auch bei vorbespielten VHS-Videos und analogem Fernsehen verwendet werden, üblicherweise wird das aber nicht gemacht weil die Darstellung auf 4:3-Geräten ohne 16:9-Umschaltung dann verzerrt wäre. Auf DVDs ist "16:9" bzw. "16:9 enhanced" oft ein Synonym für anamorph, speziell auf älteren amerikanischen kann das fallweise bzw. Berichten nach aber auch für Letterbox stehen.

Auch digital übertragene Bilder in 4:3 werden grundsätzlich mehr oder weniger leicht verzerrt übertragen  - zum Beispiel in 720, 704 oder teilweise 480 horizontalen Bildpunkten und (bei PAL) 576 vertikalen - und dann bei der Wiedergabe entzerrt dargestellt. Bei Computern muss dies eventuell (etwa bei Fernseh-Aufnahmen) händisch eingestellt werden. Quadratisch (und somit unverzerrt) wären die Pixel bei einer gespeicherten Auflösung von 768 x 576, was jedoch bei DVD-Video und digitalem Fernsehen nicht als Standard-Auflösung vorgesehen ist.

Dieses Verfahren wurde aus dem Kinofilm-Bereich abgeschaut, viele Spielfilme im Format 2,35:1 werden bzw. wurden anamorph gedreht (z.B. die Star Trek-Kinofilme). Das Gegenteil ist "sphärisch" (mit "runder", unverzerrender Kameralinse). Sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Vorführung im Kino wird ein spezieller Satz optischer Linsen verwendet, der das Bild im gleichen Verhältnis ver- bzw. wieder entzerrt, das Bild auf dem 35mm-Filmstreifen ist verzerrt gespeichert.
 

Pan & Scan

Dieses Verfahren dient dazu um (vor allem in 2,35:1 produzierte) Kinofilme ohne schwarze Balken auf einem 4:3-Bildschirm darzustellen. Dabei wird aus dem Original-Filmmaterial ein Ausschnitt gewählt, der sich ständig nach links und rechts (und besonders bei einigen Transfers von Super 35- Filmen unter Umständen auch nach oben und unten) verschieben kann. Der Nachteil ist, dass dabei fast die Hälfte des ursprünglichen Bildes verloren geht und der Film zumindest stellenweise etwas "beengt" wirkt. Außerdem kann durch das Verschieben des Bildausschnittes der Eindruck einer zusätzlichen Kamerabewegung entstehen, was den Film zusätzlich zerstört. Im deutschsprachigen Raum wird Pan & Scan deshalb seit Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre kaum noch verwendet. Auf VHS-Videos und teilweise DVDs im englischsprachigen Raum ist es bis heute Standard (in den USA wurden häufig beide Fassungen oder teilweise zweiseitigen DVDs mit beiden veröffentlicht), ein Text wie "This movie has been altered to fit your screen" ist ein Hinweis auf Pan & Scan. Besonders ärgerlich ist es natürlich, auf einem 16:9-Fernsehgerät eine solche Fassung zu betrachten, hier ist es dann wirklich ratsam sich nach einer "Widescreen"-Version umzusehen.

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Eine weniger radikale Möglichkeit zur Formatanpassung ist es, im Originalformat 2,35:1 gedrehte Filme über der Mitte zentriert auf ca. 16:9 zu vergrößern (auch "cropping" genannt, abschneiden). Dabei geht zwar auch noch ein gewisser Teil des Bildes verloren (ca. 25%) was auch oft bei den Vorspännen und bei aufmerksamer Betrachtung in einigen Szenen auffällt, es entsteht aber keine zusätzliche ungewollte Bewegung und die Balken wirken auf 4:3-Geräten weniger "bedrohlich" und fallen bei 16:9-Fernsehern überhaupt ganz weg. Dieses Verfahren wurde früher häufig und wird teilweise auch heute noch im deutschsprachigen Fernsehen verwendet (z.B. ORF, SAT.1), auf ProSieben und im ZDF z.B. sind in den letzten Jahren häufig Kinofilme in 2,35:1 gelaufen während sie früher auch etwas gezoomt wurden. Pan&Scan ist jedenfalls einen starker Eingriff in das Originalbild und kann den Eindruck stark stören, während Zoomen Geschmackssache ist, von "wirklichen Fans" aber auch meist abgelehnt wird.

"Tilt & Scan" ist eine auch nicht wirklich optimale Methode, um 4:3-Material wie Fernsehserien und Spielfilme von ca. 1900-1950 auf ein bildschirmfüllendes 16:9-Format zu bringen, hier wird das Gleiche eben in vertikaler Richtung gemacht. Dies scheint Berichten nach vor allem in den USA bei HDTV-Sendungen oder manchmal z.B. bei der Verwendung von altem Filmmaterial in neueren Dokumentarfilmen üblich zu sein.
 

Fernseh- und Videosignal-Normen

PAL / NTSC

PAL ist bzw. war das unter anderem in weiten Teilen Europas verbreitete Farbfernsehsystem, es hat (in analoger Form) 625 von oben nach unten übereinander liegende Bildzeilen, wovon 576 (laut manchen Quellen 575) für sichtbare Bildinformationen verwendet werden. Der Rest ist unter anderem die "Austastlücke", engl. "vertical blank", in der z.B. der Teletext übertragen wird. Bei der horizontalen Auflösung von links nach rechts sind (in digitalisierter Form) bis zu 720 Linien möglich. Die DVD kann die maximal mögliche Auflösung ausnutzen, gängige Werte für VHS liegen bei ca. 240 x 576 (tatsächlich auch alle senkrechten Zeilen), die klassische Video-CD hat wieder mehr horizontale und dafür eine halbierte vertikale Auflösung. Analoge TV-Ausstrahlungen sollen im Bereich von 352 x 576 liegen. Insbesondere bei analogen Medien kann man die effektive Auflösung aber nicht exakt in Pixel fassen.

Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 25 fps (Frames per second, Vollbilder pro Sekunde) was in verschachtelten Halbbildern ("interlaced") mit 50 Hz (Hertz, Schwingungen oder sonstige Vorgänge pro Sekunde) bzw. bei einigen Geräten mittels digitalem Bildspeicher noch einmal verdoppelt mit 100 Hz dargestellt wird. Es kann noch besser aussehen, wenn gleich mit Progressive Scan gearbeitet wird (mit Vollbildern, gegebenenfalls doppelt gezeigt, damit kein Flimmern wegen zu geringer Bildfrequenz pro Sekunde auftritt), etwa bei Computern und einigen DVD-Playern. Ansonsten führen neuere Anzeige-Geräte (wie etwa LCD-Projektoren) ein De-Interlacing durch und stellen danach die Vollbilder dar. Bei Bildröhren-Fernsehern hingegen ist das nicht nötig - es kann sich aber ein mehr oder weniger sichtbares "Interlace-Flimmern" zeigen.

SECAM, das in verschiedenen Versionen z.B. in Frankreich sowie im früheren Ostblock verwendet wurde bzw. wird arbeitet mit der gleichen Auflösung und Wiederholfrequenz, auf DVDs wird es jedoch üblicherweise nicht verwendet bzw. wenn dann nur vom DVD-Player selbst erzeugt. NTSC, das unter anderem in den USA verwendet wird bzw. wurde, hat die technischen Parameter 29,97 fps (was zirka, jedoch nicht genau 60 Hz entspricht) und 525 vertikale Zeilen (480 sichtbar). Es gibt auch noch das Speicherformat "NTSC Film", das mit 23,976fps sehr genau bei den 24fps eines Kinofilms liegt. Allgemein werden die Bezeichnungen PAL/SECAM/NTSC angesichts des digitalen Fernsehens zunehmend nur noch für die Beschreibung von Auflösung und Bildwiederholfrequenz verwendet, und weniger als technische Bezeichnung einer analogen TV-Übertragung. Man spricht auch von "576i" im Fall von herkömmlichen TV-Übertragungen (PAL/SECAM) oder "576p", falls ein Gerät wie z.B. ein DVD-Player ein Signal in herkömmlicher TV-Auflösung in "Progressive Scan" ausgibt (bei NTSC 480i bzw. 480p).

Außerdem werden bei jedem System die Farbinformationen anders übertragen bzw. auf Bildträgern gespeichert, so dass bei der Wiedergabe auf einem für ein anderes System gedachten Gerät das Bild entweder schwarz/weiß ist oder überhaupt nur Flimmern zu sehen ist. Das spielt aber wie gesagt nur bei analogen Medien wie VHS-Videos wirklich eine Rolle, in digitalisierter Form hilft oft eine Umstellung auf "auto" bzw. das entsprechende System im Menü. Europäische DVD-Player (sofern sie codefree sind) und TV-Geräte können oftmals auch amerikanische DVDs und VCDs in NTSC abspielen.


HDTV

Weiters existiert, anfangs häufig nur in den USA, auch noch ein digitales HDTV-Format (High Definition Television) mit einer Auflösung von 1280 x 720 ("720p") oder 1920 x 1080 Pixel (1080i, Fernsehen oder 1080p, Blu-Ray), in dem unter anderem viele neuere TV-Serien produziert werden. "720i" ist nicht vorgesehen. Es wird auch kurz von "HD" gesprochen, was aber speziell bei Satelliten-Receivern nicht mit Hard Disc (Festplatte) zu verwechseln ist. Die Schreibweise 1080p24 bedeutet z.B., dass das Bildmaterials 24 Vollbilder pro Sekunde enthält, also ein Kinofilm ist, andere gängige sind 720p50 und 1080i25. Ein für diese Auflösungen ausgelegtes Wiedergabegerät vorausgesetzt, kann das Bild dadurch wesentlich detailreicher, schärfer und insgesamt eindrucksvoller sein. Allerdings kann der Effekt auch gering sein, wenn der Abstand vom Bildschirm viel größer als z.B. die zweifache Bild-Diagonale ist.

Hier hat der übertragene Bildrahmen tatsächlich das Format 16:9 (4:3 kann "sideboxed" gesendet werden), das Bild wird nicht anamorh ver- und wieder entzerrt. Einige TV-Sender übertragen jedoch in der Auflösung 1440 x 1080 Pixel (was auch dem Format von HDV-Camcordern entspricht), was dann doch wieder ein anamorphes Format ist und bei der Wiedergabe auf 1920 x 1080 entzerrt wird. Dadurch wird Bandbreite eingespart, die Bildqualität aber zumindest theoretisch nicht merklich verschlechtert.

Wie gut ein Bild wirklich aussieht, hängt aber vom Quellmaterial und der Skalierung des Anzeigegerätes ab, eine hochskalierte DVD kann auf einem Projektor mit 1280 x 720 Auflösung mitunter besser aussehen als eine direkt in 1280 x 720 produzierte Fernsehsendung. Einige Aufregung gibt es auch um den zugehörigen Kopierschutz "HDCP", der auch zu Problemen bei der reinen Wiedergabe führen kann, während das direkte Aufnehmen von einem HDMI-Ausgang technisch sowieso kaum möglich ist.

Mögliche HDTV-Quellen sind einerseits Blu-ray-Discs, andererseits einige TV-Sender, die häufig zusätzlich zu den Standard-Versionen gesendet werden (arte, Anixe, ORF, ARD, ZDF, Servus TV ...), aber nur zum Teil frei empfangbar sind. Neben "echtem" Bezahl-Fernsehen werden aber auch die HDTV-Versionen einiger deutscher Privatsender verschlüsselt gesendet und sind nur gegen eine Gebühr zugänglich, enthalten jedoch trotzdem immer noch Werbeunterbrechungen. Außerdem wurde auch angekündigt, dass beim verwendeten "HD+"-Standard das Vorspulen bei Aufnahmen, speziell bei der Werbung, oder überhaupt das Aufnehmen komplett unterbunden werden soll. Ansonsten kann HDTV-Material auch von hochauflösenden Video-Dateien von einem Computer stammen. Generell ist es zum Teil aus herkömmlichem Material hochskaliert, und zum Teil direkt in hoher Auflösung produziert. Auch bei älteren Filmen und TV-Serien ist eine gute HDTV-Fassung möglich, wenn diese direkt aus den originalen Filmrollen erstellt wird, deren Filmmaterial eine ausreichend hohe Auflösung dafür bietet.


Komponenten-Video

Komponenten-Video (Component) bedeutet allgemein, dass das Videosignal in seine Komponenten (Helligkeit, Farbe, Synchronisations- und eventuell Zusatzsignale) zerlegt über mehrere Leitungen anstatt gemischt übertragen wird. Dadurch ist eine deutlich bessere Bildqualität möglich. Diese Anschlussart ist üblicherweise bei DVD-Playern, Video-Projektoren, neueren Flachbildschirmen und AV-Receivern (Mehrkanal-Verstärker mit Video-Schaltmöglichkeit) zu finden, bei Satellitenreceivern nur bei relativ wenigen Modellen, zumindest vor ca. 2005. Dieser Ausgang kann (besonders bei neueren Geräten, auch der unteren Preisklassen) auch Progressive Scan ausgeben (Wiedergabe in Voll- statt in Halbbildern). Außerdem ist auch eine Übertragung von HDTV-Auflösungen möglich, auch wenn dafür bei neueren Geräten üblicherweise digitale HDMI-Verbindungen verwendet werden. Somit ist es, in etwa gleichwertig mit einer meist nur bei Computern möglichen VGA-Verbindung meist die nächstbeste Wahl, wenn keine DVI- oder HDMI-Verbindung verfügbar ist.

Übertragen wird dieses Signal oft über ein 3teiliges Cinch-Kabel, wobei Buchsen und Stecker standardmäßig Grün, Blau und Rot gefärbt sind. Eine Leitung besteht immer aus der eigentlichen Signalleitung und einer für Masse bzw. Abschirmung. Auch wenn manche die Kabel-Qualität als zu schlecht betrachten, so funktioniert es prinzipiell auch mit gelb-rot-weißen "Composite Video/Audio analog links/rechts"-Kabeln (Gelb mit Klebeband als Grün (= Y) und Weiß als Blau (=Pb) ummarkieren, Rot = Rot (= Pr)) und natürlich auch mit drei einzelnen gelben Composite-Video-Kabeln. Zum Teil liegt auch an anderen Buchsen wie Scart oder VGA ein solches Component-Video-Signal an, wobei dann ein Adapter (oder ein Selbstbau) und ein Umstellen im Geräte-Menü nötig sein kann. Die Belegung der einzelen Leitungen ist in diesem Fall oft bei verschiedenen Fabrikaten einheitlich, obwohl hier kein allgemeiner Standard vorgesehen ist.

Das Helligkeits-Signal wird dabei mit Y bezeichnet, dieses allein würde zur Übertragung eines s/w-Bildes ausreichen. Um das Bild darzustellen, ist außerdem ein "Synchronisationssignal" nötig, welches jedoch in diesem Y-Signal enthalten ist. Das Farbsignal wird nach einem relativ komplizierten Verfahren aufgetrennt über weitere getrennte, mit verschiedenen anderen Buchstaben bezeichnete Leitungen übertragen (Pb, Pr). Dadurch ergibt sich etwa gegenüber S-Video (Y/C), bei dem das Farbsignal gemischt über eine als C bezeichnete Leitung übertragen wird, und erst recht gegenüber Composite Video (FBAS, CVBS), wo alles gemischt über eine einzige Leitung übertragen wird, eine Steigerung der Bildqualität.

Dieses Komponenten-Videosignal wird in verschiedenen Bildschirmmenüs, Beschreibungen, Testberichten und Katalogen häufig als YUV bezeichnet, zum Teil werden auch für Interlaced (Halbbild)- und Progressive Scan (Vollbild)-Ausgabe unterschiedliche Bezeichnungen verwendet. Dies ist aber eigentlich technisch falsch - die korrekte Bezeichnung ist YPbPr. Verwirrend kann auch sein, dass die verschiedenen Fachbegriffe oft synonym verwendet werden, aber technisch unterschiedliche Bedeutungen haben:
Im allgemeinen Sinn wird auch RGB-Video manchmal als Komponenten-Video bezeichnet (wird häufig über Scart-Ausgänge ausgegeben), weil hier das Signal ebenfalls in mehreren einzelnen Komponenten übertragen wird. Dieses benötigt jeweils eine Leitung für Rot, Grün und Blau, zusätzlich wird das Synchronisationssignal meist getrennt über ein parallel ausgegebenes Composite-Video-Signal bzw. die sonst dafür vorgesehene Leitung ausgegeben, so dass also 4 Leitungen nötig sind. Dieses Signal kann auch zusammen mit der grünen Farbkomponente ausgegeben werden ("Sync on green"), so dass dann bei falscher Einstellung nur ein grün gefärbtes Bild zu sehen ist. RGB kann annähernd verlustfrei in YPbPr konvertiert werden (und umgekehrt), auch solche Geräte werden häufig technisch unkorrekt als RGB-YUV-Konverter bezeichnet. Sie sind jedoch relativ teuer.

PAL Speedup

Ein Kinofilm hat mit 24 fps eine unterschiedliche Bildwiederholfrequenz als das Fernsehen, auch viele TV-Serien wurden in diesem Format gedreht. Beim mit 29,97 fps arbeitenden NTSC wird der Film mittels "3:2 Pulldown" so auf die einzelnen Halbbilder aufgeteilt, dass sich (vom extrem geringen Unterschied zwischen 30 und 29,97 fps abgesehen) genau die gleiche Laufzeit wie im Kino ergibt. Ein Vollbild wird abwechselnd jeweils auf 3 und auf 2 Halbbilder aufgeteilt.

Bei PAL mit seinen 25 fps wird einfach ein Film-Bild 1:1 auf ein PAL-Bild kopiert (bzw. ein Vollbild auf jeweils 2 aufeinander folgende Halbbilder). Der Film läuft deshalb um ca. 4% schneller ab, dieses Phänomen wird allgemein "PAL Speedup" genannt. In der Praxis fällt das nicht auf, im direkten Vergleich klingt der Ton (ohne aufwändige Nachbearbeitung) jedoch etwas höher. Die Laufzeit kann sich aber um einige Minuten verkürzen und stimmt dann, auch ohne dass der Film zensiert worden wäre, nicht mehr mit den Angaben auf z.B. imdb.com überein. Nach einigen Quellen kann auch die Abspielgeschwindigkeit von Kino-Projektoren (abgesehen davon, dass die Einzelbilder zur Vermeidung von Flimmern mit einer Umlaufblende zwei- oder mitunter dreimal hinter gezeigt werden) leicht von 24 Bildern pro Sekunde abweichen.

Auch bei Fernsehsendungen in HDTV kann dieses Phänomen auftreten, da die gängigen Standards für 25 oder 50 Bilder pro Sekunde ausgelegt sind. Hingegen sind bei der Blu-ray Disc auch 24 Bilder pro Sekunde vorgesehen.

   

PALplus

PALplus dient(e) dazu, um Breitbild-Sendungen im analogen Fernsehen gegenüber Letterbox mit verbesserter Auflösung zeigen zu können. Ein Bild im Letterbox-Format wird auf einem 16:9-Fernsehgerät mit einem schwarzen Rahmen rundherum dargestellt und kann mit  der Zoom-Funktion des TV-Geräts bildschirmfüllend vergrößert werden. Die Bildauflösung kann dabei allerdings gröber wirken, weil dann nur 432 statt 576 Zeilen zur Übertragung der Bildinhalte zur Verfügung stehen.

Bei PALplus werden die schwarzen Letterbox-Balken dazu verwedet, um unsichtbar zusätzliche Informationen zu übertragen ("Helper", je 72 Zeilen oben und unten, diese sind oft bei genauer Betrachtung als blaue Farbschlieren sichtbar). Ist ein 16:9-Gerät mit einem entsprechenden Decoder ausgestattet, so kann es aus dem Letterbox-Bild und den versteckten Informationen ein 16:9-Bild mit erhöhter Auflösung (voller Zeilenanzahl) zusammensetzen, ansonsten wird eine PALplus-Sendung als Letterbox dargestellt. Allgemein durchgesetzt hat sich dieses System nicht, bei DVD und DVB (Digitalfernsehen) kann stattdessen ohnehin problemloser das anamorphe Verfahren verwendet werden. Es gab und gibt auch viele Breitbild-Fernsehgeräte die keinen PALplus-Decoder haben, anamorphe Bilder können diese jedoch auch richtig interpretieren. Einige Geräte können das Schaltsignal bei PALplus zumindest soweit interpretieren als dass sie sofort in den Zoom-Modus schalten. 

Dieses Verfahren ist durch das digitale Fernsehen verdrängt worden, heutige noch vorhandene analoge Übertragungen sind häufig in Letterbox ohne PALplus.

  

Wiedergabe-Geräte und Aufnahme-Medien

TV-Geräte und Video-Projektoren

Die früher gängigen und heute kaum noch verkauften Fernseher mit Bildröhre liefern nach wie vor ein ansehnliches Bild, sofern es nicht gerade ein sehr billiges Modell ist, Vorteile sind auch der gute Schwarzwert (möglichst dunkle und nicht graue Darstellung von tiefschwarzen Bildanteilen) und der günstige Preis, Nachteile sind die große Bautiefe, mögliche Bildverzerrungen und abgeschnittene Ränder (Overscan) und auch der schwierige Transport.

Plasma-Bildschirme sind dagegen nur wenige Zentimeter dick, jedoch trotz gesunkener Preise manchmal immer noch etwas teuer. Das kursierende Gerücht, dass die Bildqualität bzw. Helligkeit schon nach wenigen Jahren merklich abnimmt dürfte nicht ganz so dramatisch sein, Erfahrungsberichte über Schäden
gibt es aber relativ häufig. Zeigen können sich diese in Form von Einbrennungen im Bild und unterschiedlich heller Bilddarstellung in der Mitte und am Rand, wenn häufig Standbilder/Logos/Anzeigen bei Computer-/Videospielen oder Filme in Letterbox oder schwarzen Balken auf der Seite dargestellt werden. Erst bei Geräten ab der sogenannten 10. Generation gibt es Hinweise darauf, dass dieses Problem deutlich entschärft wurde. Ein typischer Negativpunkt von früheren Plasma-Modellen war auch der hohe Stromverbrauch, bei neueren sollte sich dieser jedoch auf dem Niveau von LCD-Geräten bewegen. Er kann auch je nach Bildinhalt (dunkel/hell) stark schwanken, und die Angaben in den technischen Daten können sich auch auf dem Maximalwert beziehen. Auch beim Transport sollen Plasma-Bildschirme empfindlich sein und sollten nur stehend und nicht liegend transportiert werden.

Ebenfalls sehr dünne LCD- bzw. TFT-Bildschirme, die im Computerbereich heute Standard sind, haben sich in den Jahren nach 2000 ebenfalls allgemein verbreitet und sind generell eher preisgünstiger als Plasma-Bildschirme. Ein Schwachpunkt der LCD-Technik war auch immer der Schwarzwert (Fähigkeit zur möglichst dunklen Darstellung von tiefschwarzen Stellen im Bild), der jedoch bei neureren Modellen oft schon verbessert wurde. Eine besondere Weiterentwicklung in dieser Richtung ist die Verwendung von Leuchtdioden (weißen LEDs) statt Leuchtstoffröhren als Hintergrundbeleuchtung, insgesamt haben sich LCD-Bildschirme heute eher auf dem Markt etabliert als Plasmas, wobei die Ansichten natürlich unterschiedlich sind.

Beide Arten von Flachbildschirmen habe eine bestimmte physikalische Auflösung und können das Problem haben, Bildmaterial in anderen Auflösungen nur schlecht skalieren zu können. Ein TV-Sender kann so auf einem älteren Bildröhren-Gerät mitunter besser aussehen als auf einem modernen Flachbild-TV - hier hilft nur der Vergleich von ausgestellten Geräten und das Lesen von Testberichten. Weniger dramatisch ist dies allerdings, wenn das Signal schon vom zuspielenden Gerät (z.B. Satelliten-Receiver, DVD-Player) auf die maximale Auflösung des Bildschirms skaliert wird, und die Skalierungs-Qualität hierbei besser ist.

Jeder Bildschirm oder Projektor sollte bei 4:3 mindestens 768 x 576 und bei 16:9 mindestens 1024 x 576 Pixel darstellen können. Das entspricht der maximalen, von 720 x 576 Pixel entzerrten DVD/PAL-Auflösung, mehr ist für den Anschluss von Computern und HDTV-Quellen von Vorteil. Ein auf eine höhere Auflösung skaliertes Bild kann auch besser als in der ursprünglichen Version aussehen - je nach Gerät kann dieser Effekt aber auch gering oder sogar das Gegenteil der Fall sein. Es sind bzw. waren auch viele Geräte mit einer Auflösung von 640 x 480 oder 852 x 480 bzw. 854 x 480 in Umlauf, was NTSC-optimiert und somit nicht ganz optimal ist, heute sind diese aber zumeist vom Markt verschwunden. Manche Bildschirme haben ein vermutlich dem Computerbereich entstammendes Format von 15:9 mit 1280 x 768 Pixel, heute üblich ist aber 16:9 mit 1280 x 720 (eher bei Projektoren) oder 1366 x 768 Bildpunkten (eher bei TV-Geräten). Geräte mit 1920 x 1080 ("Full HD") sind aber oft nicht mehr wesentlich teurer, zeigen aber bei Quellmaterial mit niedrigerer Auflösung nicht unbedingt ein sichtbar besseres Bild. Auch verschiedene "krumme" Auflösungen sind bzw. waren im Umlauf, zum Beispiel 1024 x 768 im 16:9-Format, wo die Bildpunkte in horizonaler und vertikaler Richtung dann also unterschiedlich breit sind. Für eine Neuanschaffung empfiehlt sich aber jedenfalls fast immer ein Gerät mit dem "Full HD"-Zeichen.

Typische Bildgrößen bei 16:9-Fernsehgeräten sind 66 cm (26 Zoll = Inch), 76 cm (30 Zoll), 82 cm (32 Zoll), 92 cm (36 Zoll), 107 cm (42 Zoll) oder 127 cm (50 Zoll), vereinzelt zu bekommende noch größere Geräte (bis etwa 2,54 Meter Diagonale = 100 Zoll, und sogar noch mehr) sind typischerweise kaum bezahlbar und können auch einen sehr hohen Stromverbrauch haben. Die ideale Größe ist natürlich Geschmackssache bzw. hängt von den räumlichen Umständen ab, für ein wirklich großes Bild gibt es ohnehin kaum eine Alternative zu einem Projektor, wo die Bildgröße ja in gewissem Rahmen variabel ist. Bei Bildröhren-Geräten ist das sichtbare Bild grundsätzlich einige Zentimeter kleiner als angegeben, auch ist hier bei etwa einem Meter Diagonale die technisch mögliche Grenze erreicht.

Video-Projektoren ("Beamer") können ein Bild mit bis zu einigen Metern Diagonale darstellen, Heimkino-Geräte realistischerweise bis etwa 3, da sonst zumindest theoretisch die Helligkeit merklich abnimmt. Es gibt vorwiegend die Typen Röhrenprojektor (CRT, heute eher schon veraltet) sowie DLP- und LCD-Projektoren, allgemein interessant sind speziell letztere. Während solche Projektoren früher praktisch unbezahlbar waren, sind die Preise seit ungefähr 2004 auf ein akzeptables Niveau gefallen, ein guter LCD-Projektor ist neu schon für um die 1000 Euro zu bekommen. Sie bieten somit ein meist unschlagbares Verhältnis von Preis zu Bildgröße.

Gute Geräte haben eine Helligkeit ab etwa 800 ANSI-Lumen, das ist bei einem einigermaßen dunklen Raum ohne direkten Lichteinfall für ein sehr gutes Bild ausreichend, bei annähernd völliger Dunkelheit sollen aber auch mit 600 und weniger gute Ergebnisse möglich sein. Eine besonders große Helligkeit kann für die Bildqualität von Filmen sogar schlecht sein und ist eher nur für Präsentationen in hellen Räumen notwendig. Die Auflösung sollte bei 16:9 wie bei Flachbild-TVs mindestens 1024 x 576 Bildpunkte betragen, in der Praxis gibt (gab) es einige Geräte mit 960 x 540 und leider sehr viele mit etwa 848 x 480 oder solche die nur 4:3 darstellen können. Empfehlenswerte Projektoren im "gehobenen Einsteigersegment" haben oft 1280 x 720, aber auch Full HD-Geräte (1920 x 1080 Pixel), welche seit etwa 2008 auf dem Markt sind, sind oft nicht mehr wesentlich teurer.

Oft ist von speziellen Leinwänden mit einem bestimmten "Gain-Factor" zu lesen (typischerweise um den Wert 1, gibt an, wie gut das Licht reflektiert wird), als Projektonsfläche eignet sich aber prinzipiell alles, das ausreichend glatt und weiß ist (matt, nicht "glänzend"), also eventuell auch weiße Zimmerwände (siehe auch Heimkino).

Bei LCD-Projektoren gibt es allerdings das Problem, dass diese eine spezielle Projektorlampe benötigen, die sowohl eine begrenzte Haltbarkeit hat (oft ca. 2000-3000 Betriebsstunden) als auch sehr teuer ist (etwa 200-300 Euro und mehr). Wer sich nicht gerade den ganzen Tag Talkshows und Quizsendungen anschaut, könnte damit aber einige Jahre auskommen. In Fachkreisen kursiert aber auch der Begriff "Lampen-Lotto", also dass die tatsächliche Zeit zum Teil ein Glücksspiel ist. Ein weiterer Nachteil kann das Geräusch des Lüfters sein, was aber bei neueren Modellen verbessert wurde. Das ist aber bei vielen Geräten in gewissem Rahmen so.


Neben Bilderzeugungs-Technologie, Bildgröße, Auflösung und Kontrastvermögen (kann theoretisch schon ab einigen Hundert zu 1 ausreichend gut sein, wesentlich höhere Werbe-Angaben müssen in der Praxis nicht unbedingt wesentlich besser als etwa einigen 1000 zu 1 sein) ist generell auch interessant, ob es einen Overscan (abgeschnittene Bildränder) gibt und ob sich dieser reduzieren oder abstellen lässt.


DVD-Player

Dieser Absatz ist zugegebenermaßen ca. am Stand 2003-2005, bei einem Neukauf würde ich mich eher um einen Blu-ray-Player im 100 bis 250 Euro-Preisbereich umsehen, welcher auch DVDs abspielen kann.

Ein guter DVD-Player sollte auf jeden Fall RGB-Video ausgeben können (häufig über Scart), also ein in die Farbkomponenten rot, grün und blau zerlegtes Videosignal, das technisch besser als das bei VHS und analogem Fernsehen übliche gemischte Composite Video (CVBS oder FBAS, meist gelber "Cinch"-Stecker). Eine ähnlich gute Qualität (der Unterschied kann je nach Gerät mehr oder weniger groß sein) liefert auch S-Video (meist über "Hosiden"-Stecker, teilweise auch über Scart möglich), manchmal auch S-VHS-Ausgang genannt, da S-VHS-Recorder früher die gängigsten Geräte waren die so ein Signal geliefert haben. Wenn möglich, sollte aber grundsätzlich RGB benutzt werden, jedes TV-Gerät mit einem Scart-Eingang (eigentlich eine französische Abkürzung und lediglich eine Stecker- und keine Signalnorm) kann grundsätzlich ein RGB-Signal verarbeiten. Sind mehrere Eingänge vorhanden, beherrschen eventuell nur manche RGB oder müssen darauf umgeschaltet werden. Ein allzu billiges bzw. sehr schlecht verarbeitetes Verbindungskabel kann die Bildqualität mitunter beeinträchtigen, es ist aber auch fragwürdig ob diverse sehr hochpreisige Kabel die auch oft angeboten werden (vergoldet, mehrfache Abschirmung, spezielle Metalle, teuer aussehend...) wirklich ein sichtbar besseres Bild liefern. Das Gleiche gilt grundsätzlich für digitale Satellitenreceiver (DVB-S bzw. DVB-S2).

Viele gar nicht so teure Geräte haben auch einen Komponenten-Ausgang, was dann eventuell noch etwas besser als RGB-Video aussehen kann. Die später entwickelte digitale Schnittstelle HDMI (kompatibel mit DVI) ist zwar theoretisch die bestmögliche Verbindung bei heute gängigen Geräten, in der Praxis kann das Bild über eine Komponenten- oder RGB-Verbindung aber genauso gut aussehen. Somit ist es nicht unbedingt nötig, nur deswegen gleich einen neuen DVD-Player zu kaufen. Es ist relativ schwierig, HDMI-Kabel zu vernünftigen Preisen zu bekommen (im erstbesten Geschäft beispielsweise 60 Euro und mehr, im Versandhandel zum Teil etwa 10 für ein 3m-Kabel), obwohl gerade im Digital-Bereich und bei kürzeren Längen prinzipiell auch preiswertere Kabel ausreichen.

Eine typische DVD-9 (die zumindest in Europa für fast alle auf DVD veröffentlichten Spielfilme verwendet wird), die eine für ein sehr gutes Bild ausreichende Datenrate verwendet und sowohl deutschen als auch Original-Ton enthält, hat (inklusive etwaiger Extras) eine maximale Laufzeit im Bereich von 3 Stunden.

Da es bei den elektronischen Bauteilen und allgemein bei der Verarbeitung doch gewisse Qualitätsunterschiede geben kann, ist von sehr billigen Geräten (zum Teil ab ca. 29 Euro) trotz oft sehr reichhaltiger Ausstattung eher abzuraten. Die Preise von DVD-Playern sind aber konstant gefallen, heute bekommt man für um die 100 Euro locker ein gutes Gerät. Geräte der 200-Euro-Preisklasse sind auch noch überlegenswert, deutlich teurere bieten, was allerdings Ansichtssache ist, für den Mehrpreis nur noch geringe, wenn überhaupt merkliche Qualitätszuwächse. Auch z.B. C*berh*me, früher eher als Billigsdorfer-Marke verschrien, ist heute ein ernstzunehmender Hersteller. DVD-Player von S*ny waren einst dafür bekannt, keine CD-Rs abspielen zu können. Ein Qualitätsmerkmal ist auch wie sehr der Layer-Wechsel bei zweischichtigen DVDs (das sind fast alle kommerziell bespielten) auffällt, idealerweise gar nicht.

Wer neben den in Europa üblichen "Regionalcode 2" (RC2) auch z.B. "RC1"-DVDs aus dem USA abspielen will sollte darauf achten, dass der DVD-Player "codefree" ist. "Region Codes" sind eine Schikane der Filmindustrie, um die Verbreitung von DVDs möglichst auf ein bestimmtes Gebiet zu beschränken wenn ein bestimmter Film noch nicht regulär in Europa zu bekommen ist, wohl aber anderswo. Das Deaktivieren des Regionalcodes ist grundsätzlich legal, und zumindest einige DVD-Player sind trotz Regionalcode-Aufdruck auf der Rückseite ohnehin codefree.

Viele DVD-Player haben keinen richtigen Netzschalter, hier hilft eine Steckdosenleiste oder ein selbst eingebauter Schnurschalter. Schließlich eignet sich auch jeder gängige Computer/Laptop/Notebook als DVD-Player, sofern dieser kein auffallend störendes Lüfter-Geräusch produziert;
es muss nicht unbedingt ein spezieller "Heimkino-PC" sein. Nötig ist eine DVD-Player-Software oder z.B. das frei verfügbaren Programm "VLC", angeschlossen sein sollte ein Computer idealerweise über ein VGA- oder DVI-Kabel sein (seltener ist auch Koponenten-Video möglich), über den oft vorhandenen S-Video-Anschluss (oft als "TV out" bezeichnet) nur, wenn es sonst keine Möglichkeit gibt.

DVD-Recorder und digitale Aufnahme von TV-Sendungen

DVD-Recorder, die heute auch kaum noch teurer als reine Abspielgeräte sind, bringen nur in Verbindung mit einem Festplattenrecorder (Hard Disc, HDD, HD, nicht mit HDTV zu verwechseln) bzw. Satellitenreceiver mit Festplatte wirklich etwas. Auf einer Festplatte ist nahezu unbeschränkt Platz und es kann bei TV-Aufnahmen auch ein großzügiger Vor- und Nachlauf programmiert werden damit auch wirklich alles aufgezeichnet wird, bestimmte Sendungen können später immer noch dauerhaft auf DVD archiviert werden.

Die unterschiedlichen Formate für beschreibbare DVDs, - und +, spielen heute kaum noch eine Rolle, weil neuere Geräte sowieso beide Formate beherrschen und beide Arten von DVDs ungefähr gleich viel kosten. Wie bei CDs gibt es einmal beschreibbare -/+R und etwas teurere lösch- und wiederbeschreibbare -/+RW-Medien, das DVD-RAM-Format ist eher ein Nieschenprodukt. DVD-R und -RW sowie DVD+R und +RW sollten auf den meisten DVD-Playern lauffähig sein, wobei auf manchen Geräten + Medien angeblich besser funktionieren.

Stand-Alone-DVD-Recorder haben aber den Nachteil, dass sie digitale Signale abgesehen von einem manchmal vorhandenen Eingang für DV-Camcorder nicht direkt auf DVD speichern, sondern nur analog anliegende Signale digitalisieren können. Bei der Aufnahme von Programmen die von einem digitalen Satellitenreceiver stammen ist das aber eigentlich technischer Unsinn, da diese ja genauso wie eine DVD schon digital sind (MPEG-2) und an sich direkt gespeichert werden könnten. Es gibt nur wenige digitale Satellitenreceiver mit integrierter Festplatte und DVD-Recorder, allenfalls als selbst aus PC-Komponenten gebaute Lösung.

Digital ausgestrahlte Fernsehsendungen können aber mit Hilfe eines Computers ohne analogen Zwischenweg auf DVD gespeichert werden. Das ist zwar vielleicht nicht ganz so komfortabel wie mit einem selbstständigen DVD-Recorder, dafür ist aber eine einzelbildgenaue Nachbearbeitung wie etwa die Entfernung von Werbung oder ein genaues Zurechtschneiden auf die eigentliche Sendung recht einfach möglich.

Video-CD

Das VCD-Format (Video-CD) war unter anderem in Europa ca. 1993-95 mit mäßigem Erfolg auf dem Markt. Es hatte gegenüber dem etablierten VHS kaum Vorteile, es war ein neues Gerät nötig (z.B. Philips CD-i) mit dem man auch nicht aufnehmen konnte, und die CDs hatten auch kaum über 70 Minuten Spielzeit, so dass ein Spielfilm oft auf zwei CDs verteilt war. Es konnte sich nur in (Süd-)Ostasien etablieren (z.B. in Indien), später kam dann auch die SVCD (Super Video CD mit MPEG2) auf dem Markt, die zwar eine höhere Auflösung, dafür aber eine noch geringere Spieldauer hat (oft ca. 40 Minuten oder auch eine Stunde in Letterbox). Auf VCD ist ein linker und ein rechter Tonkanal möglich, auf SVCD (theoretisch) auch mehrere ähnlich wie bei der DVD. Bei kommerziellen VCDs ist das Bild bei Spielfilmen häufig in Pan&Scan.

VCDs und SVCDs können von fast allen DVD-Playern (jedoch nicht unbedingt Blu-ray-Playern) und fast allen Computern abgespielt werden, die zumindest ein CD-ROM-Laufwerk und einen Prozessor ab einigen 100 MHz Taktfrequenz haben. Jeder DVD-Player kann üblicherweise sowohl in MPEG2 (SVCD, DVD) als auch MPEG1 (VCD) codiertes Video verarbeiten. Einzelne Ausnahmen kann es immer geben, einige DVD-Player die keine CD-Rs akzeptieren, funktionieren mitunter mit CD-RWs oder nur mit Medien bestimmter Marken.

Dadurch dass in Europa (und z.B. den USA) sowohl Breitband-Internet (neben den "halblegalen" gibt es auch einige völlig legale Video-Dateien und natürlich auch eigene Fernsehaufnahmen oder selbst gedrehte Videos), CD-Brenner und DVD-Player ab etwa dem Jahr 2001 weit verbreitet waren, hat die Video-CD in selbst produzierter Form aber wieder eine gewisse Bedeutung gewonnen. Die Video-Bildauflösung von 352 x 240 bei NTSC und 352 x 288 bei PAL liegt zwar unter der einer DVD, bei entsprechendem Quellmaterial und guter Codierung ist jedoch immer noch ein recht gutes, wenn auch im direkten Vergleich nicht sehr detailreiches Bild möglich. Die SVCD hat die volle vertikale Auflösung einer DVD bei einer Breite von 480 Pixel (480 x 480 bei NTSC und 480 x 576 bei PAL). Mit dem Preisverfall bei DVD-Rohlingen und den zugehörigen Brennern für den Computer hat die VCD und ihre Abwandlungen dann wieder an Bedeutung verloren.

Video-CDs werdem im Gegensatz zu Daten-CD-ROMs in einem Format beschrieben, das (durch die wegfallende Fehlerkorrektur) eine um ca. 13% höhere Speicherkapazität erlaubt. Die Laufzeitangabe auf CDs in Minuten bezieht sich sowohl auf das Beschreiben im CD-Audio- als auch im Standard-VCD-Format. Eine 90-Minuten-CD hat eine "herkömmliche" Speicherkapazität von 800 MB, sie kann aber auch problemlos zur Herstellung einer 90 Minuten langen VCD aus einer über 900 MB großen mpeg-Datei verwendet werden. Es genügt meistens nicht, einfach eine mpeg-Datei auf eine CD zu kopieren, diese muss eine genormte Verzeichnisstruktur haben und die Videodatei muss in normgerechtem MPEG1 vorliegen bzw. in dieses umgewandelt werden. Die Standard-CD-Länge beträgt an sich 74 Minuten (650 MB), 80 Minuten (700 MB) ist aber praktisch heute Standard und funktioniert auch fast immer, es gab schon um 1990 auch kommerzielle gepresste Audio-CDs mit 82 Minuten Spieldauer. Nur mit 90-Minuten (800 MB) oder noch längeren CD-Rs könnten einige ältere Geräte mitunter Schwierigkeiten haben, hier hilft nur ein Anpassen der Einstellungen (auch z.B. 88 Minuten können oft nur mit "Überbrennen" gebrannt werden) und ausprobieren.

Abgewandelt von der Standard-VCD und SVCD gibt es auch "halboffizielle" Nicht-Standard-Varianten, wobei etwa die MVCD recht beliebt ist bzw. war. Der Vorteil dieser ist, dass diese bei längerer Spielzeit und trotzdem annnähernd gleich bleibender oder stellenweise ev. sogar besserer Qualität als beim Standard auf ebenfalls sehr vielen DVD-Playern laufen. Die Spieldauer beträgt bei einer 700 MB-CD maximal etwa 130 Minuten und mehr im MVCD- und im Bereich von 90 Minuten im MSVCD-Format. Wichtig ist, dass bei diesen Formaten beim Brennen der CDs die Software (wie z.B. das bei vielen CD-Brennern enthaltene "Nero") auf "Nicht-Standard" gestellt bzw. "standardgemäße CD erzeugen" deaktiviert ist.


Ton

Stereo / Surround / Dolby Digital

Neben Mono mit einem Tonkanal und Stereo mit je einem für links und rechs (bedeutet zwar allgemein "räumlich", steht aber oft für zwei Tonkanäle) sind auch die Tonsysteme Dolby Surround und Dolby Digital recht weit verbreitet.

Bei Dolby Surround wird ein 2-Kanal-Stereosignal übertragen, in das zusätzliche Informationen hineincodiert sind. Zum linken und rechten Kanal kommt noch ein rückwärtiger "Surround-Kanal" hinzu (Mono, in der Regel über zwei Lautsprecher wiedergegeben), bei "Dolby Surround Pro Logic" außerdem noch ein "Center-Kanal" in der Mitte. Diese Tonübertragung kann überall verwendet werden wo zwei Tonkanäle übertragen werden (analog oder digital) und wird häufig bei Spielfilmen und Serien im Fernsehen und auf bespielten VHS-Videos verwendet. Ohne entsprechenden Decoder ist eine problemlose Wiedergabe in zweikanaligem Stereo (oder in Mono) möglich. Das Verfahren wird auch "Dolby Stereo" genannt und wurde bei vielen Kinofilmen von Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre verwendet, außerdem auch bei manchen TV-Serien. "Dolby Pro Logic II" (es sind zwei rückwärtige und qualitativ bessere Kanäle statt nur einer möglich) und "Dolby Pro Logic IIx" (unterstützt auch rückwärtige Center-Lautsprecher) sind in den letzten Jahren entwickelte Effektschaltungen für Stereo- bzw. Dolby Surround-Tonquellen und besonders effektiv, wenn der Ton ursprünglich aus einer Mehrkanal-Quelle stammte oder speziell für Pro Logic II gedacht ist.

Bei der DVD und teilweise im digitalen Fernsehen hat sich Dolby Digital (auch als "AC-3" bekannt) als Tonsystem etabliert, bei Kinofilmen wird es (neben Systemen wie DTS) seit etwa Mitte der 1990er Jahre häufig verwendet. Wie der Name schon erkennen lässt, wird es bei analogen Medien nicht verwendet. In der häufigsten Variante 5.1 gibt es Kanäle für vorne links und rechts (Front), Mitte (Center) sowie hinten links und hinten rechts (Surround), das ".1" steht für einen "LFE"-Kanal (Low Frequency Effects) für die Basswiedergabe, der über einen Subwoofer genannten Tiefton-Lautsprecher wiedergegeben werden kann.

Noch extremere Varianten sind 6.1 (ein zusätzlicher Lautsprecher zwischen den beiden rückwärtigen, ist aber nur bei wenigen Filmen enthalten und wird ansonsten aus dem linken und rechten Surround-Kanal generiert) und 7.1 (zwei solche Zusatz-Lautsprecher), wobei diese Konfigurationen auch als Extended Surround bekannt sind. Da Ton-Abmischungen mit mehr als 5.1 relativ selten sind, werden die zusätzlichen Kanäle dann "künstlich" (z.B. mit Dolby Pro Logic IIx) generiert, was klanglich teilweise umstritten ist, besonders bei ungünstiger bzw. zu naher Aufstellung der Surround-Lautsprecher.

Das Ganze muss deswegen aber nicht unbedingt besser klingen als nur ein linker oder rechter Kanal und die besonderen Effekte sind oft auch auf einzelne Szenen beschränkt - ist Geschmackssache bzw. kommt auf den Film an. Bei älteren Filmen wird der Ton auch häufig mehr oder weniger gut nachträglich im 5.1-Verfahren neu abgemischt ("Upmix"). Entgegen der verbreiteten Meinung sind - zumindest unter bestimmten Voraussetzungen (günstige räumliche Verhältnisse und Sitzposition, möglichst große vordere Boxen, die auch noch Tonfrequenzen bis ca. 30 Hz hinunter gut wiedergeben können) - auch mit 4 Lautsprechern (Center-Kanal und LFE-Kanal auf die Front-Lautsprecher umgelenkt) eindrucksvolle Ergebnisse möglich.

Jeder DVD-Player kann Dolby Digital 5.1 oder andere Varianten auch als zweikanaliges Stereo (2.0) ausgeben ("Downmix"), das ohne Zusatzgeräte von jedem Fernsehgerät oder herkömmlichen Verstärker interpretiert werden kann (Einstellung "2 Kanal analog" oder ähnliches, aber nicht "Bitstream"). Bei "Cinch"-Audiokabeln ist der rote Stecker meist der rechte Kanal, wenn der Ton bei einer Szene mit einem schnell vorbeifahrenden Auto oder vorbeireitendem Pferd etc. in die falschen Richtung wandert, dann sind die Kanäle ziemlich sicher vertauscht oder die Anschlüsse wurden falsch beschriftet. 

Dolby Digital und jeglicher Ton von digitalen Satellitenreceivern, DVD-Playern und manchen Computern/Soundkarten kann über ein koaxiales Kabel (das ist ein herkömmliches Cinch-Kabel, auch wenn hier einige spezielle "Digital-Kabel" verkaufen wollen) oder ein optisches Lichtwellenleiter-Kabel (TOS-Link) zu einem Verstärker mit entsprechendem Decoder (AV-Receiver) übertragen werden (Einstellung "Bitstream"). Es ist technisch relativ einfach möglich, diese beiden Signalarten ineinander zu konvertieren, bei Notebooks/Soundkarten kann ein Adapter nötig sein (zum Teil mitgeliefert), um einen TOSLINK-Stecker an den 3,5 mm Klinkenstecker-Anschluss anzuschließen, wenn dieser wahlweise auch ein optisches, digitales Signal ausgeben kann. So wie HDMI-Kabel sind optische Kabel oft nur bei Internet-Händlern zu vernünftigen Preisen von einigen Euro für zum Beispiel ein 2-Meter-Kabel zu bekommen, während die gänigen Geschäfte oft nur fragwürdige Hochpreis-Produkte vorrätig haben. Ein Cinch-Kabel sollte tatsächlich eines in Koaxial-Ausführung sein, also mit einem Drahtgeflecht um die Isolation des Innenleiters herum - das sind aber ohnehin die meisten. Bei anderen Kabeln wie etwa Doppellitzenkabel (diese sind eher als Strom- oder Lautsprecherkabel geeignet) kann es sonst zu Störungen in Form von gelegentlichen Ton-Aussetzern kommen, besonders, wenn in der Nähe gerade Elektrogeräte ein- und ausgeschaltet werden.

"THX" ist nicht direkt ein Tonsystem, sondern ein festgelegter Qualitätsstandard für Bild, Ton und Wiedergabegeräte, welche dann dann Zeichen wie THX Select, THX Ultra etc. tragen dürfen, und jedenfalls eher etwas für die High End-Fraktion. Das THX-Logo ist aber auch auf manchen derart zertifizierten DVDs enthalten, wo man sich dann eben eine besonders gute Qualität des Bild- und Ton-Materials erwarten kann - das heißt aber nicht unbedingt, dass alle anderen DVDs grundsätzlich schlechter sind.

Siehe auch Heimkino / Der Ton / AV-Receiver

 

Sonstiges

Internet Movie Database

Diese ist unter www.imdb.com zu finden, unter akas.imdb.com, "also knows as" (auch bekannt als), sind auch die Titel von deutsch synchronisierten und anderen Sprachversionen enthalten. Sie sollte meist recht detaillierte Informationen über so ziemlich jeden Film enthalten der jemals veröffentlicht wurde, inklusive TV-Serien und Fernsehfilmen. Bei den technischen Daten zu jedem Film sollte an sich das Original-Bildformat zu finden sein. Wenn von "Spherical" und "Intended ratio" die Rede ist dann ist es ein Soft Matted-Film, wer auf einem 16:9-Fernseher eine 4:3-Fassung davon sieht, kann diese getrost aufzoomen. Auch viele Filme, bei denen nur "Spherical" und "1,85:1" zu lesen ist, wurden oft in Soft Matted und nicht wie man annehmen könnte "Hard Matted" produziert, leider ist dies nicht immer korrekt angegeben. Im Zweifelsfall ist eine Open Matte-Fassung im Gegensatz zu Pan & Scan daran zu erkennen, dass im Vorspann nie Text am oberen oder unteren Bildrand zu lesen ist, bei Dialogszenen immer relativ viel Platz über den Köpfen ist und das Bild insgesamt nicht "beengt" wirkt.

Eine deutschsprachige Datenbank, die sich vor allem auf das Entlarven von geschnittenen Fassungen und eine Übersicht über verschiedene TV-, VHS-, DVD-, Blu-ray und Kinofassungen eines Films spezialisiert hat, ist http://www.ofdb.de. Teilweise werden sogar Filme mit ab 6-Freigabe geschnitten, um eine "ab 0" zu erreichen. Auch Angaben wie "ab 18" oder "keine Jugendfreigabe" müssen nicht unbedingt bedeuten, dass es sich um eine ungeschnittene Fassung handelt. Der Informationsgehalt der einzelnen Einträge kann aber recht unterschiedlich sein.

Bei http://www.schnittberichte.com werden geschnittene Szenen ausführlich dokumentiert. Aufgrund von Problemen mit den "Jugendschutzbestimmungen" (Zensur darf man es ja nicht nennen, da dies dort verfassungs- bzw. grundgesetzwidrig wäre) in Deutschland ist diese Seite nach Österreich ausgewichen.



(zuletzt aktualisiert am 05.11.2011)


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