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Wien (Wean / Vienna / Vienne / Bécs ...)
 
Hier gibt es einige selbst zusammengestellte, allgemeine Informationen über Wien und über seine schönen und auch weniger schönen Seiten.


Stadtansicht


Allgemein

Wien, die Bundeshauptstadt Österreichs (aus der ich trotz der einen oder anderen Schattenseite nicht so schnell wegziehen möchte), hat ca. 1,6 Mio EW. Es ist gleichzeitig das kleinste Bundesland und die bevölkerungsreichste Stadt, die Ausdehung von einem Ende zum anderen liegt im Bereich von 25 km. Dass es die größte Stadt Österreichs ist, ist nicht ganz richtig, da das gesamte Gemeindegebiet von Sölden in Tirol flächenmäßig noch etwas größer ist - es besteht aber großteils aus Hochgebirgslandschaften, nachdem in Österreich keine "gemeindefreien Gebiete" vorgesehen sind.

Wien ist in 23 Bezirke eingeteilt, deren Nummer jeweils auf der Straßennamen-Beschilderung zu sehen ist. Der 1. Bezirk bildet das Zentrum (geht aber noch etwas über die berühmte Ringstraße hinaus), die Bezirke 2-9 liegen im Wesentlichen "wie eine Schnecke" rundherum und ähnlich dann in einer "äußeren Schicht" die (flächenmäßig meist deutlich größeren) Bezirke 10-23. Der Name Wien soll sich weitläufig vom einstigen römischen Lager "Vindobona" ableiten, was auch heute noch der lateinische Name ist.

Die offizielle Seite der Stadt Wien ist http://www.wien.gv.at (wo es auch einen Stadtplan mit Suchmöglichkeiten gibt), die offizielle vom Wien-Tourismus http://www.wien.info, einige Informationen etwa zur Geschichte finden sich auch auf der Wikipedia-Seite über Wien, einige praktische bei Wikitravel. Diese Seite hier kann auch einige persönlich gefärbte Ansichten enthalten und ist wahrscheinlich weit davon entfernt, vollständig zu sein.

Anders als in vielen anderen Orten kann man generell auch das Leitungswasser bedenkenlos trinken (wenn es nicht gerade in einem Haus mit Bleiverrohrung ist), es ist sogar von sehr hoher Qualität.



Anreise

Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Wien-Schwechat ist südöstlich von Wien etwas außerhalb, manche Billigfluglinien landen eventuell in Bratislava (Pressburg). Neben dem Taxi geht es auch mit dem "City Airport Train" (CAT) in Richtung Innenstadt (Sondertarif), noch billiger ist aber die S-Bahn (3,60 Euro, eine Außenzone + Kernzone Wien, wer schon einen Fahrausweis für die Kernzone 100 Wien haben sollte, braucht nur einen Fahrschein um 1,80 für die Außenzone. Es besteht auch eine Überlappungs-Zone des Verkehrsverbunds bis zur Station "Zentralfriedhof", wo dann nur eine Zone bezahlt werden muss.

Mit der Bahn: Einer der großen Bahnhöfe ist derzeit noch der Westbahnhof, der unweit des Beginns der inneren Mariahilfer Straße liegt, viele aus Westen kommende Züge halten oft auch in Wien-Hütteldorf, aus Süden kommende Fernzüge halten in Wien-Meidling (U6 Philadelphiabrücke). Der Westbahnhof schließt an das etwas überdimensionale Stationsbauwerk der Linie U3 an, die dann weiter in Richtung Innenstadt fährt. Auch z.B. aus Budapest kommende Züge fahren über eine Schleife zum Westbahnhof, der ein Kopfbahnhof ist. Der andere große Bahnhof war der Südbahnhof, der anstelle des historischen Ostbahnhofes auch eine Ostseite hat. Offen ist momentan nur noch diese (und die S-Bahn-Station Südbahnhof), in einigen Jahren wird er komplett durch den neuen Hauptbahnhof ersetzt werden, welcher als Durchgangsbahnhof die Fernverkehrsstrecken der Bahn verbinden soll. Eine gewisse Bedeutung hat auch der Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Bezirk (Verbindungen von und nach Norden), heute aber eher der Bahnhof Heiligenstadt und die Station Spittelau weiter nördlich.

Mit dem Auto: Von der Westautobahn A1 kommend am besten bei Hütteldorf (etwas nach dem Wechsel des Tempolimits von 70 auf 50 km/h, Achtung Radar!) oder spätestens bei Unter St. Veit irgendwo rechts einbiegen und mit der U4 oder z.B. der Straßenbahn-Linie 58 weiterfahren, da später oft alles zugeparkt ist und ab dem Gürtel die Kurzparkzone beginnt. Weiter draußen in der Nähe von Aufhof/Hadersdorf fährt auch die S-Bahn in Richtung Westbahnhof, allerdings nur in Intervallen von bis zu einer Stunde. Die Parkgebühren in einigen Innenstadt-Garagen können mitunter teurer als Falschparken sein. Bei der Abzweigung zum "Campingplatz Wien West" in der Westeinfahrt kommt dann nach ca. 100 Metern eine berüchtigte Kreuzung, an welcher der Verkehr trotz starkem Verkehrsaufkommen nicht einmal durch Verkehrszeichen geregelt wird und somit der allgemeine Rechtsvorrang gilt. Auch die Stadtautobahnen sind gebührenpflichtig, inklusive Nord- (Abzweigung A 22) und Praterbrücke (A 23). Berichten zufolge gibt es ab und zu an manchen Ausfahrten und sogar im Fließverkehr auch tatsächlich Kontrollen, besonders im Februar nachdem dann die Gültigkeit der Jahresvignetten des Vorjahres (es gibt auch solche für 10 Tage sowie 2 Monate) gerade abgelaufen ist. Später wurde auch eine automatische Kontrolle mit Kameras eingeführt. Wer ohne erwischt werden sollte, zahlt jedenfalls (mit einem PKW und sofort) 120 Euro, wobei auch Kreditkarten angenommen werden.

Mit dem Fahrrad: Eine weitere Möglichkeit ist auch das Fahrrad, beliebt ist besonders der "Donauradweg", welcher (in Österreich) an der Grenze bei Passau beginnt. Der erste markante Punkt ist dann Nußdorf, wo der Donaukanal von der Donau abspringt. Entlang des Donaukanals führt dann ein meist kreuzungsfreier Weg bis in die Innenstadt. Die Gegend im Norden und Westen bis etwa zum Gürtel ist teilweise ziemlich bergig, während das Gebiet östlich der Donau (manchmal auch "Transdanubien" genannt) ziemlich flach ist.



Wetter

Das Klima wird allgemein als mildes bzw. gemäßigtes kontinentales Klima beschrieben, also mit ausgeprägt kalten Wintern und heißen Sommern. Grundsätzlich ist es das ganze Jahr über so, dass sich eine einmal eingestellte Wetterlage etwa eine Woche hält, manchmal auch 2 und länger.

Von etwa November bis Februar ist zäher Hochnebel für das Flachland im Osten Österreichs typisch. Der Himmel ist dann manchmal bis zu einige Wochen lang durchgehend eine einzige graue Schicht, die auf etwa 800 Meter Seehöhe liegt. Auf den höheren Bergen in Niederösterreich kann es dann sonnig sein, oder es liegt über dem Hochnebel eine weitere Wolkenschicht. Das zentrale Stadtgebiet von Wien liegt auf um die 200 Meter, die höchsten Berge bei etwa 500 Meter, also immer noch unter der Wolkenschicht. Schnee zu Weihnachten ist eher die Ausnahme (es gibt fast jährlich kurz vor Weihnachten Tauwetter), ein Winter ganz ohne Schnee ist aber genauso möglich wie plötzliche Wintereinbrüche mit fast einem halben Meter Schnee in kürzester Zeit. Mit Schneefall muss man prinzipiell von Ende November bis Anfang März rechnen, aber auch Ende Oktober und noch im April kann es schneien. Im Winter hat es oft ein paar Grad minus, kurzfristig sind auch auch an die -15 oder fast -20°C möglich.

Das "angenehme" Wetter sollte Mitte bis Ende März beginnen. Im April kann es tatsächlich manchmal wechselhaftes "Aprilwetter" geben. Der Mai ist dann wirklich oft ein "Wonnemonat" mit "Idealwetter" und typischerweise gelegentlichen Gewittern. Von etwa Juni bis irgendwann im August oder vereinzelt sogar noch im September kann man mit "Badewetter" rechnen, wobei es aber nur zeitweise unangenehm heiß ist ("Hundstage" (nach einem Sternbild benannt), oft um die 30°C im Schatten, extreme Temperaturen bis fast 40°C nur selten). Auch mitten im Winter kann es (wenn auch eher selten) ab und zu Warmlufteinbrüche bis zu etwa 10 oder sogar 20°C geben. Im September kann es dann einen angenehmen "Altweibersommer" (soll sich von "Spinnweben" ableiten) geben, im Oktober oder mitunter sogar noch November gibt es dann entweder einen "goldenen Herbst" oder es beginnt gleich schön langsam die kalte Jahreszeit.

Da sich in den letzten Jahren aber offenbar eine Veränderung des Klimas abzeichnet, muss man aber auch zwischen Mai und August vermehrt mit kühlen, teilweise nasskalten Wetterperioden bei Tageshöchsttemperaturen im Bereich von kaum über 10°C rechnen. Genauso ist aber anscheinend auch eine gewisse Klimaerwärmung zu bemerken, so dass es zeitweise auch mehrere °C wärmer als "üblich" für die Jahreszeit ist.


Einkaufen / Geld

Die Einkaufsstraße ist die innere Mariahilfer Straße (deren berühmteste Seitenstraße die Neubaugasse ist), sie beginnt in der Nähe des Westbahnhofes und geht nicht ganz bis zur Ringstraße. Obwohl es mit dem PKW kaum ein Weiterkommen gibt, probieren es doch immer wieder welche (eine Sperre wird aber ernsthaft diskutiert), die Gehsteige sind aber immerhin wesentlich breiter als die Fahrbahn. Obwohl dort auch viele Leute mit dem Fahrrad unterwegs sind, wurde beim Umbau nach dem Bau der U-Bahn kein Fahrradstreifen vorgesehen, um leichter am Dauerstau vorbeifahren zu können. Typischerweise wird man dort um die zwei Mal mit recht aufdringlichen Methoden um Geld angequatscht (scheint in letzter Zeit weniger geworden zu sein), teilweise geht es auch um "Gewinnspiele" und ähnliches. Zu den auffälligsten Geschäften gehört etwa das Kaufhaus Gerngroß oder auch das (ehemalige) "Stafa"-Haus, der Virgin Megastore wurde 2004 geschlossen. Das Angebot ist recht vielfältig, das Preisniveau allgemein durchschnittlich, sowohl "Ramsch-Läden" als auch Geschäfte mit gehobenem Preisniveau sind eher die Ausnahme.

Andere größere Einkaufsstraßen sind etwa die Meidlinger Hauptstraße im 12. und die Favoritenstraße im 10. Bezirk. Wer "zuviel Geld" hat, kann es in den Einkaufsstraßen des 1. Bezirks, Kärntner Straße, Graben (auch hier ist "angequatscht werden" üblich), Kohlmarkt oder auch in den "Ringstraßengalerien" in der Nähe der Oper ausgeben. Eindrucksvoll ist z.B. auch der "Meinl am Graben", der letzte Überrest der einstigen österreichischen Supermarktkette. Größere Einkaufszentren sind etwa die SCS (Shopping City Süd) etwas außerhalb von Wien in Vösendorf/Wiener Neudorf (Badner Bahn), das Donauzentrum (22. Bezirk, U1 Kagran, recht großes und verzweigtes Gangsystem), die Lugner City (15. Bezirk, Gablenzgasse/Gürtel, 48A, U6 Burggasse), die Millennium City (20, Handelskai, U6, S-Bahn), das Stadion-Center (Prater, U2), Gasometer-City (Grenzgebiet 3. und 11. Bezirk, U3) und mehrere andere und etwas kleinere.

Die Öffnungszeiten der Geschäfte erstrecken sich meist bis 19, teilweise 20 oder 21 Uhr, bei Banken oft nur Mo-Mi und Fr bis 15 Uhr und am Donnerstag länger. An Sonn- und Feiertagen ist generell geschlossen, außer in einzelnen Geschäften besonders bei Tankstellen und bei Bahnhöfen (inklusive größerer Bahnstationen wie z.B. Praterstern oder Landstraße), die offiziell "Reiseproviant" verkaufen dürfen.

Neben Euro-Bargeld (noch vorhandenes Schilling-Bargeld kann gebührenfrei bei der Nationalbank (OeNB) umgetauscht werden) nehmen die meisten Supermärkte und sonstige Drogerie-/Elektro- etc. -Ketten meist nur Karten mit der Aufschrift Maestro (manchmal nur solche, die in Österreich ausgestellt wurden), die an sich die "ec"-Karten abgelöst haben. Hotels, Tankstellen, teilweise die Gastronomie und einzelne Geschäfte nehmen häufig auch Kreditkarten - meist Mastercard und oft auch Visa, zum Teil andere. Die Geldausgabeautomaten (Bankomaten, grün-blaues stilisiertes B) funktionieren mit fast allen Karten, wobei z.B. bei Bar-Behebungen mit Kreditkarten oder Maestro-Bankomatkarten aus dem Nicht-Euro-Raum eine Gebühr von bis zu einigen Euro pro Abhebung verrechnet werden kann. In der Gastronomie mit Bedienung, bei Taxis, Friseuren etc. freut man sich über ein Trinkgeld im Bereich von etwa 0,50 bis 2 Euro bzw. 10%.



Sehenswürdigkeiten

Unter den unerschöpflichen Sehenswürdigkeiten Wiens ist Schönbrunn (externer Link) erst einmal ein Muss für alle, die irgendwas vom "klassischen" Wien sehen wollen. 
Ein "Alt-Wien" (so heißt auch ein Kaffehaus) gab es aber eigentlich nie wirklich, weil die Stadt schon immer einem ständigen Wandel unterworfen war, darunter wird aber häufig das Wien bis etwa Anfang des 20. Jahrhunderts oder eher bis Mitte des 19. bzw. zur Zeit der Monarchie verstanden. Der Eintritt in den Park selbst ist frei (Hundeverbot), drinnen gibt es dann neben dem Schloss und dem Tiergarten noch ein paar andere Attraktionen (der Eingang auf das Dach der Gloriette ist relativ versteckt). Es gibt Einzel- und die verschiedensten Kombikarten. Im 3. Bezirk gibt es noch das Schloss Belvedere inklusive einer etwas ähnlichen Parkanlage.

Touristisch interessant ist auch fast der ganze 1. Bezirk (Innere Stadt), neben Dingen wie Kärntner Straße und Stephansdom im Zentrum oder z.B. der etwas versteckt liegenden Gegend um die Schönlaterngasse besonders auch die Gebäude um die Ringstraße wie (Staats-)Oper, Hofburg (in der sich selber wieder einige Attraktionen befinden), Kunst- und Naturhistorisches Museum (symmetisch gegenüberstehend), Parlament, Burgtheater, Rathaus, Universität (Haupt-Uni), Börse ...

Das "Hundertwasserhaus" im 3. Bezirk (Linie 1) ist ein Wohnhaus und somit nicht öffentlich zugänglich, allerdings eine touristische Attraktion gleich daneben, und das "Kunsthaus Wien".

Eindrucksvoll ist auch die Gegend um die UNO-City im 22. Bezirk, die eine sehr weltstädtische "Skyline" abgibt. Wien war bisher nie so wirklich eine Stadt der Hochhäuser, so dass die vor allem seit Mitte bis Ende der 1990er-Jahren gebauten (ich frage mich selber auch manchmal was die da schon wieder hingestellt haben) wie etwa der Millennium-Tower, die Wienerberg-Türme usw. umso auffälliger sind. Längere Zeit davor gehörte der Ringturm am Schottenring zu den ersten "Wolkenkratzern" des 20. Jahrhunderts in Wien.

In den "Heurigenorten" bei den Weinbergen z.B. am westlichen Stadtrand, wie etwa Neustift, Sievering, Grinzing (Achtung, sicher mit einigen "Touristenfallen") oder östlich der Donau Stammersdorf, gibt es alkoholische Getränke in Form von verschiedenen Weinsorten, außerhalb dieser ist Wien sonst eher eine "Biergegend". Eine "typische" Sehenswürdigkeit ist auch der Gipfel bzw. Aussichtsbereich des Kahlenberges (Buslinie 38A von Heiligenstadt oder Grinzing aus).

Allgemein interessant ist oft auch, in einer "ganz normalen" Straße einmal einen Blick nach oben auf verschiedene Fassadendetails zu machen, die einem im Vorbeigehen sonst garnicht auffallen würden.



Was nicht unbedingt in Reiseführern steht

Auch wenn viele bei Wien an Stephansdom, Riesenrad, Kaffeehäuser und Donau denken, gibt es sicher auch genug Gegenden die nicht ganz so schön sind. Man ist aber schon bemüht, etwas "abgefuckte" Gebiete nach und nach in Stand zu setzen. Der Gürtel etwa galt und gilt als ziemlich heruntergekommen und eigentlich nur als eine der am stärksten befahrensten Straßen Österreichs und bei Nacht als (nicht allzu glanzvolle) "Rotlicht-Gegend" (zusammen mit Straßen wie Felber- oder Linzer Straße), in letzter Zeit gab und gibt es teilweise auch mit Erfolg Bemühungen, besonders in den "Stadtbahnbögen" (heute U6) in der Mitte eine die ganze Gegend belebende Lokalszene und vielleicht das eine oder andere Kunstprojekt zu etablieren. Der Karlsplatz ist für herumliegende Spritzen und die wenig einladene Opernpassage "berühmt", auch hier gibt es aber Bemühungen, diese Gegend attraktiver zu gestalten.

Teilweise am Donaukanal und z.B. bei der Nordbrücke gibt es auch Wände, bei denen legal bzw. geduldeterweise gesprayt werden darf. Dort entstehen dann auch recht sehenswerte Kunstwerke, aber auch die weniger schönen und nicht legalen sind eher nur auf Wänden zu finden, die sowieso ziemlich heruntergekommen bzw. einfach nur ungestaltete glatte Brückenpfeiler und ähnliches sind.  Irgendjemand schreibt auch in der ganzen Stadt unter diverse Aufschriften eine lateinische Übersetzung, berühmt sind auch die im immer gleichen Stil mit Kreisen und Linien gezeichneten Liniennetzdiagramme von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Interessant sind auch Überreste von im früheren "Betonierwahn" entstandenen Verkehrsprojekten, so wurde etwa in Simmering eine komplette Autobahnausfahrt gebaut, die dann nie eröffnet wurde. Es sollte auch einst eine Schnellstraße/Autobahn quer durch den dicht verbauten 20. Bezirk gebaut werden, wofür schon einmal die Brigittenauer Brücke über die Donau gebaut wurde, die heute eher schwach freqentiert in der Gegend herum steht. Es gab auch einmal eine Ausstellung "Das ungebaute Wien 1800-2000" (externer Link, siehe auch Wikipedia) über nicht realisierte städtebauliche Projekte. Auch entstanden und entstehen zum Beispiel viele Hochhäuser und andere Bauprojekte eher planlos und nur aufgrund kurzfristiger Interessen verschiedener Investoren, und wurden auch ohne größere Probleme von der Stadt genehmigt (siehe "Wer baut Wien?").

Faszinierend ist auch irgendwie der 22. Bezirk (Donaustadt), es ist der flächenmäßig bei weitem größte Bezirk. Dort gibt es von riesigen Hochhäusern über weite Felder und oft noch gut erhaltene alte Ortskerne (Süßenbrunn hat sogar eine eigene Ortstafel), wo man sich manchmal wundert dass das immer noch zu Wien gehört, wirklich alles gibt. Auch im 14. Bezirk (Penzing) im Westen gibt es Gegenden wie die Mostalm oder Sopienalpe, wo man sich auf einer Almwiese irgendwo in Niederösterreich glaubt, während der östliche Teil des Bezirks dicht verbaut ist.



Essen / Lokale

Das Angebot an Lokalen ist praktisch unerschöpflich, wobei bei anderen Dingen als klassischer Wiener Küche (vom Nobellokal bis zum "gemütlichen Beisel") vor allem viele italienische und chinesische Lokale zu finden sind. Auch international bekannte Ketten wie etwa Mc D... haben meist jeweils an die 20 Fillialen. Allgemein gibt es seit etwa Mitte der 1990er-Jahre auch außerhalb von Bio-Läden oft ein annehmbares Angebot an vegetarischem Essen, etwa Falafel bei manchen Kebab-Ständen und eine gewisse Auswahl in fast jedem Restaurant.

Eine Ansammlung von Lokalen, die irgendwie nach Urlaub aussehen soll, gibt es bei der bei der "Copa Cagrana" an der Neuen Donau bei der Reichsbrücke (U1 Donauinsel) und gegenüber auf der Donauinsel ("Sunken City"). Der Schwerpunkt liegt bei Dingen wie griechischem Essen und Coctails. Achtung, nicht vorschriftsmäßig abgestellte PKW auf der Zufahrtsstraße werden gern abgeschleppt.

Eine bekannte Imbiss-Kette in Wien ist das "Brötchen-Buffet" Trzesniewski mit einigen Fillialen in Wien, dessen Namen angeblich niemand so wirklich aussprechen kann.

Zu den beliebtesten Eissalons gehören der "Tichy" (10, Reumannplatz), jener am Schwedenplatz und der "Zanoni" (1, Rotenturmstraße; ganzjährig geöffnet).

Wien ist natürlich auch die Stadt der Kaffeehäuser, wo es an "typischen" Lokalen etwa Hawelka, Landtmann oder Café Central im 1. oder z.B. das Cafe Sperl in der Gumpendorfer Straße im 6. Bezirk gibt. Ein Kaffeehaus ist bzw. war traditionell ziemlich verraucht, Rauchverbote gab es anfangs fast nur in der St*rbucks-Kette. Im Sommer gibt es natürlich auch zahlreiche "Schanigärten" im Freien vor den Lokalen und in Innenhöfen, wo es das Problem dann auch nicht so sehr gibt. Allgemein gibt es seit Mitte der 2000er-Jahre und speziell 2009 in Lokalen ab einer gewissen Größe meist mehr oder weniger gut getrennte Bereiche, in denen das Rauchen verboten bzw. erlaubt ist (rote bzw. grüne Kennzeichnung). In kleineren Wiener Lokalen ist es häufig erlaubt, muss aber durch einen grünen Aufkleber gekennzeichnet werden, was manchmal nicht der Fall ist. "Szenelokale", Discos, Bars, "Vorstadt-Kaffeehäuser" und -beiseln sind üblicherweise verraucht. Generelle Rauchverbote (roter Aufkleber) gibt es derzeit oft nur bei einigen Restaurant-Ketten, seit Mitte 2010 hat allerdings die Anzahl der Lokale mit Rauchverbot deutlich zugenommen.


Szenelokale / Discos

Da gibt es einmal "lustige Groß-Discos" wie etwa Club Couture (vormals Nachtschicht, Kagran/
Donauzentrum U1) oder den A-Danceclub (vormals Andagio, Millennium City/Handelskai U6, S). Letzeres Lokal unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass niemand unter 21 hineingelassen wird, während andere typischerweise auch häufig von 16jährigen bevölkert sind. Die "Fun Factory" im Prater/Messegelände wurde Anfang 2004 geschlossen und abgerissen, nicht allzu weit davon gibt es heute beim Riesenrad den "Praterdome". Oft genannte mehr oder weniger "anspruchsvollere" oder "alternativere" Lokale sind etwa das Flex (Donaukanal), einige am westlichen Gürtel, U4 (bei der gleichnamigen U-Bahn-Linie in Meidling) oder Volksgarten (beim gleichnamigen Park). Einiges los ist auch im "Bermudadreieck", einer Gegend im 1. Bezirk in der Nähe vom Schwedenplatz (U1) mit einer Ansammlung von recht lustigen Lokalen.

Angebot, Türsteher-Politik und Publikum bzw. Zielgruppen sind jedenfalls recht vielfältig. Das typische Preisnievau liegt bei regulären 7 Euro Eintritt und aufwärts, und 4-5 für ein Getränk (für Coctails nur in der Happy Hour, sonst eher um 8 Euro). Die Luftqualität lässt auch recht oft zu wünschen übrig, zumindest je voller und somit verrauchter es wird.



Parks / Grünanlagen

Generell ist Wien, durchaus auch in den Innenbezirken, eine recht "durchgrünte" Stadt, etwa die Hälfte des Gebiets innerhalb der Stadtgrenze soll auf Grünflächen entfallen. "Rasen bitte nicht betreten"-Schilder waren lange Zeit typisch für Wien, sind aber in letzter Zeit weitgehend verschwunden (zumindest bei den von der Stadt Wien verwalteten Anlagen) und die verbleibenden werden zum Teil auch einfach ignoriert. Auf jeden Fall sollte man auch außerhalb der "Hundezonen" etwas auf herumliegenden Hundekot achten - ein recht beherrschendes Gesprächsthema in Wien, wobei die Situation in den letzten Jahren durch "Bitte wegräumen"-Kampagnen aber besser geworden ist.

Einige interessante Parks sind zum Beispiel Stadtpark, Rathauspark (jeweils mit mehreren Denkmälern) oder etwas vom Zentrum entfernt der Donaupark oder Kurpark Oberlaa. In letzteren beiden fand früher jeweils die "Wiener Internationale Gartenschau" (WIG) statt. Der Schlosspark von Schönbrunn untersteht zusammen mit Volks-, Burg- und Augarten sowie dem Belvedere nicht der Stadt Wien, sondern (als ehemaliger kaiserlicher Garten) den Bundesgärten (externer Link), wo es zum Teil auch "Parkwächter" gibt.

Eine besondere Grünanlage ist auch die über 20 km lange Donauinsel, die im Laufe der 1980er-Jahre fertig wurde und zwischen der als Hochwasserschutz dienenden Neuen Donau und Donau liegt. Achtung, die "Waluliso-Brücke" im Süden ist manchmal abgebaut. Der westliche Stadtrand mit den allerletzten Ausläufern der Alpen ist vom Wienerwald dominiert, in dem auch der "Lainzer Tiergarten" liegt. Das ist nicht wirklich ein Tiergarten im Sinn eines Zoos, sondern ein von einer Mauer umgebenes Waldgebiet mit freilaufenden Wildschweinen. Die Gegend ist jedenfalls ziemlich bergig und liegt so etwa zwischen 200 und 500 Metern Seehöhe. Durchwegs flach ist dagegen die teilweise urwaldartige Lobau im Südosten von Wien, ein Teil des "Nationalpark Donauauen".



Kultur / Museen / Kino


Neben Hochkultur in Form von Burgtheater, Staatsoper und ähnlichem gibt es etwa an jährlich stattfindenden Veranstaltungen z.B. das Klassik-Filmfestival auf dem Rathausplatz den ganzen Sommer über (Eintritt frei), wobei die Gastronomie und Stimmung rundherum fast interessanter als die Filme selbst sind. Es gibt dort fast das ganze Jahr über immer eine (zumindest teilweise) frei zugängliche Großveranstaltung, im Winter sind das etwa der Christkindlmarkt und der Wiener Eistraum (Eislaufplatz).

Ungefähr gegen Ende der 3. Juni-Woche (im Jahr 2008 im September, früher im Mai) findet jedes Jahr von Fr-So auf der Donauinsel das Donauinselfest statt (Eintritt frei, externer Link), das das größte Open Air-Festival Europas sein soll (daher auch mit entsprechedem Gedränge) und bei dem im Rahmen einer tollen Grundstimmung wirklich die verschiedensten Sachen zu sehen und zu hören sind.

In den meisten Museen der Stadt Wien (d.h. den gemeindeeigenen) wie z.B. beim "Wien Museum Karlsplatz" oder in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ist der Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat frei (bis 2009 jeden Sonntag), dies gilt nun auch für die Sonderausstellungen, außerdem täglich für unter 19-jährige.

Die Bundesmuseen (oft teil-selbstständig) sind etwa Kunst- und Naturhistorisches oder das Technische Museum. Am Nationalfeiertag, dem 26.10., gibt es oft freien oder zumindest ermäßigten Eintritt, für unter 19-jährige ist der Eintritt seit 2010 immer frei. Einmal im Jahr findet die "Lange Nacht der Museen" und die "Lange Nacht der Musik" statt, mit nur einer Karte sind dann alle Veranstaltungsorte und die Autobusse dazwischen inbegriffen. In den letzten Jahren gab es außerdem eine ganze Reihe solcher "langen Nächte". Daneben gibt es noch in jedem Bezirk ein Bezirksmuseum (sehr eingeschränkte Öffnungszeiten) sowie auch mehrere privat geführte Museen (einzelne im Museumsquartier (speziell für Kunst ab etwa dem 20. Jahrhundert), Liechtenstein-Museum, "Fuchs-Villa" (nur mit Voranmeldung) ...) - eine detaillierte Übersicht gibt es auf der Website der Stadt Wien

Kinos gibt es ebenfalls recht viele, wobei besonders ab etwa 1995 ein riesiger Filmpalast nach dem anderen eröffnet wurde, in denen seither oft die halben Sitze leerstehen. Vielleicht liegt dies ja auch an den ständigen "Mitfilmen streng verboten"-Warnungen, obwohl die meisten Leute sowieso einfach nur den Film sehen und dafür auch bereits schön brav eine Karte bezahlt haben. Kleine Kinos sind mittlerweile die Ausnahme, die verbleibenden haben sich oft auf bestimmte Dinge wie Originalversionen (gibt es vereinzelt eventuell auch in den Multi- und Megaplexen) oder anspruchsvolle Filme spezialisiert. Im Sommer gibt es an mehreren Stellen der Stadt "Sommerkinos" im Freien und bei Groß-Enzersdorf auch ein Autokino.



Medien / Radio / Fernsehen / Internet

Im Radio läuft auf den meisten Frequenzen eher "seichtes Gedudel", oft auch der selbe Sender aufgrund der tollen technischen Planung mehrmals, während manche kleineren Sender zum Teil nur mangelhaft empfangbar sind. Erwähnenswert sind hauptsächlich Ö1 (neben Klassik, welche auch auf "Radio Stephansdom" läuft, mit längeren anspruchsvollen Wortbeiträgen), teilweise FM4 (die öffentlich-rechtliche Alternative zu Ö3, auch mit englischsprachigen Nachrichten), Superfly (Soul/Funk etc.) und vielleicht noch die Nachrichten auf ORF Radio Wien zur vollen und seltener halben Stunde, House/Dance läuft mit etwas bis viel Glück auf Energy.

Was sich manche hier vielleicht erwarten würden - Wiener Walzer, Wienerlieder oder Heurigenmusik - gibt es höchstens in seltenen Ausnahmefällen. Ausländische Sender sind vorwiegend aus der Slowakei, aber auch aus Ungarn zu hören. Im terrestrischen Fernsehen gibt es momentan 9-10 Sender über DVB-T (darunter auch 3sat) und eventuell an günstig bzw. höher gelegenen Standorten auch einige analoge Einstrahlungen aus dem In- und Ausland. Frequenzen und Näheres dazu

An stark frequentierten Ecken gibt es natürlich auch alle möglichen internationalen Magazine und Tageszeitungen, in Einkaufsstraßen und in letzter Zeit häufig auch in den "Call-Shops" gibt es auch zahlreiche Internet-Cafés, wobei die Preise meist bei 1 bis 2 Euro pro Stunde liegen. Auch viele Telefonzellen verfügen über eine Internet-Anbindung. Kostenlose Internet-Zugänge gibt es z.B. im "Haus Wien Energie" in der Mariahilfer Straße sowie über WLAN im Innenhof des Museumsquartiers (externer Link, im Web-Browser irgendwas aufrufen und bei der erscheinenden Seite wie angegeben weiterklicken). Mehr zu Internet-Providern

Das Angebot an Mobilfunkbetreibern und Tarifen ist mittlerweile unüberschaubar, es gibt 4 Betreiber (Mobilkom A1, T-Mobile (früher max.mobil), Orange (früher One) und "Drei", Telering ist mittlerweile eine Marke von T-Mobile), deren Netze im bebauten Gebiet und durchwegs auch in der U-Bahn empfangbar sein sollten, in Waldgebieten nur eingeschränkt. Ungefähr monatlich kommen neue Tarife auf den Markt, wobei der günstigste ohne Grundentgelt und Mindestumsatz scheinbar nach wie vor "bob" (oder yesss) mit 4 Cent/Minute zu allen Normaltarif-Festnetz- und Mobilfunk-Nummern in Österreich sowie pro SMS-Nachricht ist. Alle Betreiber sind auch mit Wertkarten ohne Anmeldung/Registrierung nutzbar, sowohl unter eigenen Marken als auch über mehrere Wiederverkäufer. Grundsätzlich kann man derzeit mit Prepaid-Karten im Preisbereich von etwa 5-20 Euro und ohne monatliche Fixkosten schon ab ca. 5-7 Cent pro Minute in alle österreichischen Netze telefonieren, zu bekommen sind diese häufig in Trafiken und z.B. in der Supermarktkette Hofer.


Sport / Wandern / Bäder


In Wien gibt es endlose Möglichkeiten zum Wandern, Laufen, sportlichem Radfahren, Inlineskaten und ähnlichem. Sehr beliebt (und dementsprechend vor allem am Wochenende oft etwas überlaufen) sind etwa die Hauptallee im Prater und die Donauinsel, aber auch z.B. der Liesingbach- (am südlichen Stadtrand), der Donaukanal- oder in letzter Zeit auch der Marchfeldkanalweg. Vor allem  in den Waldgebieten am Stadtrand gibt es auch endlose Kilometer an Wanderwegen, es gibt auch mehr als 10 markierte Stadtwanderwege die teilweise mitten in der Stadt beginnen oder sogar quer durch oder ganz herum führen, daneben gibt es z.B. noch den "Rund um den Lainzer Tiergarten"-Weg. Die "Stadtwanderwege" sind mit Nummern ab 1 beschildert, lokale Wanderwege oft mit einem Farbstreifen und Fernwanderwege oft in Rot-Weiß-Rot mit einer Nummer wie z.B. "444". Wer Lust hat, kann natürlich auch die endlosen und meist eher flachen Weiten zwischen Feldern und Windschutzstreifen im 10. und 22. Bezirk im Süden und Osten erkunden.

Es gibt auch ein sehr gutes Angebot an Frei- und Hallenbädern und auch mehrere "Wildbadeplätze" (kostenlos, aber weniger Infrastruktur). Die Eintrittspreise in Bädern der Stadt Wien sind generell niedriger als in anderen, zu den beliebtesten Freibädern gehören etwa das Gänsehäufel auf einer Insel in der Alten Donau oder auch das Schafbergbad mit guter Aussicht über Wien. Ein Thermalbad mit Wassertemperaturen von ca. 35°C gibt es in Oberlaa (Therme Wien, 2010 neu gebaut, Endstation Linie 67). Bademöglichkeiten in der freien Natur, wo es natürlich nicht so viel Infrastruktur herum gibt, finden sich entlang der ganzen Donauinsel (teilweise FKK) oder teilweise in der Lobau (Panozzalacke mit Badehose, Dechantlacke FKK und das angeblich recht freizügig), nett ist auch der Badeteich Hirschstetten.



Vergnügungsparks

Wien hat mit dem Prater ("Wurstelprater", offizielle Website, externer Link) auch einen recht großen und schon seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Vergnügungspark, bei dem in der Nähe des Pratersterns auch das weithin sichtbare Wiener Riesenrad steht. Das Gelände ist frei zugänglich, bei den einzelnen Attraktionen kostet der Eintritt dann typischerweise im Bereich von etwa 2-5 Euro, nur bei einigen besonders spektakulären eventuell mehr. Während der Wintermonate gibt es dort nur einen Minimalbetrieb, bei entsprechendem Wetter ist vom späten Nachmittag bis ca. 23 Uhr am meisten los. Mehr dazu auch auf dieser privaten Seite (externer Link).

Der "grüne" Prater, der einen großen Teil des 2. Bezirks einnimmt und an sich ein Teil der Donauauen ist, beginnt direkt anschließend. Er wird von der Hauptallee (für den Kfz-Verkehr gesperrt) ca. 4 km lang geradlinig durchquert, an deren Ende das "Lusthaus" steht (ein Café-Restaurant). Dort ist aber noch nicht das Ende dieses Gebiets.

Eine kleinere Version davon ist der "Böhmische Prater" im 10. Bezirk.



Stadtverkehr Auto / Straßennetz


Grundregel: In Wien kann man weder fahren noch parken (hier ein Auto zu besitzen ist in vielen Fällen eher ein Luxus, der viel Geld und Nerven kostet), bei Anreise mit dem PKW diesen daher nach Möglichkeit am besten am Stadtrand stehenlassen (mit etwas Glück kostenlos auf der Straße oder für 3 Euro pro Tag in einem Park & Ride) und tagsüber den Innenstadtbereich möglichst meiden. Autodiebstähle sind, zumindest je nach Automarke und Standort, eher nicht an der Tagesordnung. Der tägliche Stau auf der "Tangente" A23 ist ein fixer Bestandteil des Verkehrsfunks, und auch sonst gibt es so etwa von 6 bis 20 Uhr an mehreren Stellen kaum ein Weiterkommen. Danach gibt es genug Ampeln, die trotz geringem Verkehrsaufkommen während der Nachtstunden nicht auf Gelb blinken gestellt werden und unnötig den Verkehr behindern, nur manche werden von 21 bis 5 Uhr umgestellt. Ein typisches Ärgernis sind auch Abbiegeverbote, und das Einbiegen in unbekannte Nebenstraßen ist auch ziemlich sinnlos, da dort üblicherweise ein Gewirr von Einbahnen herrscht.

Immerhin sind an jeder größeren Kreuzung Wegweiser nach Hauptrichtungen wie Linz, Graz oder Flughafen angebracht, häufig auch Ziele wie Laxenburg und Höhenstraße. Neben einigen niedrigen Nummern sind die größeren Straßen innerhalb Wiens (mit Lücken) mit (B) 221 bis 229 beschildert, in den Verkehrsmeldungen werden üblicherweise nur die Autobahnen (meist A 23 oder auch Nordbrücke, A 22) und sonst die lokalen Straßennamen erwähnt.

Zu den wesentlichen städtischen Hauptstraßen bzw. Achsen gehören:
Die inneren Bezirke 1 bis 9 sowie 20 (Mo-Fr (werkt) 9-22 Uhr) sowie 15 (täglich, auch Sa, So und Feiertag 18-23 Uhr, nicht im Juli und August) sind eine flächendeckende kostenpflichtige Kurzparkzone (max. 2 Stunden). Am Beginn gibt es grundsätzlich große blaue Balken auf der Fahrbahn und "Kurzparkzone"-Zeichen auf beiden Straßenseiten, innerhalb des Bezirks dann aber meist keine Beschilderung mehr. Lediglich die Nummer des Bezirks ist immer auf der Straßennamen-Beschilderung zu sehen. In Einkaufsstraßen innerhalb und teilweise auch außerhalb dieser Bezirke gilt die Kurzparkzone meist von Mo-Fr (werkt) ca. 8-18 Uhr und Samstag (werkt) vormittag, maximal 1,5 Stunden Parkdauer. In Teilen des 2., 3. und 15. Bezirks gilt keine Kurzparkzone, ebenso gibt es in den übrigen Bezirken nur stellenweise Kurzparkzonen mit teilweise unterschiedlicher Gültigkeitsdauer.

10 Minuten sind (mit in den Trafiken gratis erhältlichen 10-Minuten-Parkscheinen) kostenlos, auch beim Zeichen "Parkverbot" (also das mit einem Querstrich, eher selten zu sehen) ist Halten bis zu 10 Minuten bzw. für die Dauer einer ununterbrochenen Ladetätigkeit erlaubt. In Hotels soll es auf Anfrage auch "Tagesparkkarten" geben. Wien dürfte auch die einzige Stadt mit Parkgebühren sein, in der es auf der Straße keine Parkscheinautomaten gibt. Einige Kurzparkzonen gelten auch am Samstag nachmittag (z.B. Naschmarkt, Achtung, als "Werktag" gilt gesetzlich auch der Samstag) oder täglich, also auch an Sonn- und Feiertagen. Kein Parkschein und auch keine Parkscheibe ist für einspurige Fahrzeuge nötig, es gilt aber dennoch die maximale Parkdauer von 1,5 bis 2 Stunden. Bestimmte Gebiete wie etwa Teile des 1., 6. und 7. Bezirks sind trotz Kurzparkzone total verparkt, ebenso natürlich die angrenzenden Gebiete in den Außenbezirken. Während der Sommermonate ist es aber generell etwas besser. Stark zugeparkt ist tagsüber auch die Umgebung von vielen U-Bahn-Stationen. Kontrolliert werden die Parkscheine nicht von der Polizei, sondern von von umgangssprachlich "Parksheriffs" genannten Angestellten des Wiener Magistrats.

Ohne oder mit abgelaufenem Parkschein in einer Kurzparkzone parken kostet grundsätzlich 21 Euro, bei Halteverboten und z.B. im 5-Meter-Bereich von Kreuzungen kann auch mehr verlangt werden. Kurzparkzonen gelten laut aktueller Rechtssprechung auch auf Straßenstellen, an denen das Parken gar nicht erlaubt ist, somit kann hier mitunter doppelt bestraft werden. Radklammern werden eher selten verwendet, besonders z.B. auf Behindertenparkplätzen, aber auch in Haltestellen, bei Anfahrtszonen von Hotels oder eventuell in Ladezonen oder Kreuzungsbereichen wird aber recht häufig abgeschleppt. Dies kostet dann fast 300 Euro.
Seit 2007 ist, zumindest ab 70 Euro, eine EU-weite Einhebung von Strafen vorgesehen.

Auf den Hauptstraßen ist meist 50 km/h erlaubt (Ortsgebiet, stellenweise steht auch erst ein Stück nach der Ortstafel "50 Zone Ende"), auf einigen wenigen Straßen außerhalb des Gürtels bzw. am Stadtrand teilweise auch mehr. Die Nebenstraßen liegen fast immer in einer 30 km/h-Zone, wobei hier zunehmend auch die umliegenden Hauptstraßen mit einbezogen werden. Auf den Autobahnen ist meist 80 km/h erlaubt. Kontrolliert wird das (eher dort wo es sich finanziell lohnt und nicht unbedingt an wirklich gefährlichen Stellen, beispielsweise kurz vor Autobahnauffahrten) mit recht auffälligen grauen "Radarboxen" (die oft Attrappen, aber machmal eben "scharf" sind) sowie fallweise von der Polizei mit "Laserpistolen". Im Kaisermühlentunnel auf der A 22 wird die Geschwindigkeit nicht punktuell, sondern über eine längere Strecke kontrolliert ("Section Control"), da die Geschwindigkeitsbeschränkung dort machmal plötzlich geändert wird, ist man nur mit etwas unter 60 km/h garantiert vor Strafe sicher. Tempolimits mit der Aufschrift "km" (die selten aber doch zu finden sind) sind seit Anfang 2004 ungültig, ebenso gelbe Sperrlinien und -flächen (nicht aber gelbe Zick-Zack-Linien bei Einfahrten).



Stadtverkehr Fahrrad


Wien rühmt sich zwar oft, hunderte Kilometer Radwege zu haben und diese ständig auszubauen, in der Praxis sind es aber leider oft Radwege auf der linken Straßenseite, irgendwelche kurzen Stückchen, Radwege mit engen Kurven und ständigen Verschwenkungen wohin gerade Platz war (durchaus auch einige enge 90°-Kurven hintereinander) oder es wurde einfach eine Markierung auf den Gehsteig gemalt oder ein Gehweg als Geh- und Radweg beschildert. Nicht selten ist man auch mit 1 bis 2 "ewig roten", schlecht geschalteten oder komplett unnötigen Ampeln in Folge konfrontiert, deren Missachtung von der Polizei nicht toleriert wird, in den Medien wird auch gelegentlich von "Radfahrer-Disziplinierungstruppen" berichtet. In letzter Zeit ist aber da und dort eine Besserung zu bemerken und es werden auch manchmal einst verpfuschte Abschnitte saniert. Bei ungeregelten (gelbes Blinklicht gilt nicht als Regelung), mit Blöcken markierten Radweg-Überfahrten gilt in Österreich generell eine 10 km/h-Beschränkung, unabhängig davon wie gut die Kreuzung einsehbar ist, dies spießt sich aber allein schon damit, dass Fahrräder nicht mit einem Tachometer ausgerüstet sein müssen.

Fahrräder dürfen auf Gehsteigen mit mindestens 2,5 m Breite abgestellt werden wenn sie dort niemand behindern, bei Straßenbahn- und Autobus-Haltestellen wenn dort nicht gerade Fahrradständer aufgestellt sind jedoch nicht. Mitten in Haltestellenbereichen abgestellte Fahrräder werden eventuell entfernt, wobei dann mit einem Bolzenschneider mit Schlössern kurzer Prozess gemacht wird. Diebstähle halten sich bei ausreichender Sicherung einigermaßen in Grenzen. Soweit ich das einmal gelesen habe müsste man auch mit dem Fahrrad nach Ablauf der maximalen Parktdauer (meist 1,5 oder 2 Stunden) aus der Kurzparkzone wegfahren (selbst Fahrradständer außerhalb der Fahrbahn sollen zu einer Kurzparkzone gehören) obwohl ja gerade dort angestrebt wird, dass man andere Verkehrmittel als das Auto benützt, in der Praxis dürfte das wohl kaum exekutiert werden.

Immerhin ist aber zumindest in einigen Gegenden das Radfahren gegen die Einbahn erlaubt (nur wenn beschildert), besonders bekannt war dafür einmal der 9. und 13. Bezirk. Die Festlegung der Straßenzüge scheint aber reine Behördenwillkür zu sein und dürfte im Einzelfall entschieden werden. Gut vorwärts kommt man auch entlang des Donaukanals, auf der Donauinsel, seit 2010 kreuzungsfrei entlang des Wienflusses von Hietzing/Kennedybrücke nach Hütteldorf und darüber hinaus, und auch z.B. am Straßenzug Gablenzgasse-Burggasse vom 14./16. Bezirk aus Richtung Innenstadt (freigegebener Bus-Fahrstreifen, eher für "Fortgeschrittene"). Stark frequentiert ist etwa auch der Radweg auf der Ringstraße (wo es aber immer noch ein paar ungünstige Verschwenkungen gibt), der auch gleich an -zig Sehenswürdigkeiten vorbeiführt, annehmbar ist dann auch der Weg durch die Paterstraße zum Praterstern und Prater. Der Radweg auf dem Gürtel ist nur teilweise halbwegs brauchbar. Für den Radverkehr gibt es auch eigene, kleine grüne Wegweiser. Abgesehen von Gehsteigen/-wegen und Autobahnen/Schnellstraßen ist Radfahren jedenfalls fast nirgends verboten. Bei Fußgängerzonen gibt es auch teilweise Ausnahmen, wobei das Radfahren in "alten" Fußgängerzonen wie im 1. Bezirk häufig verboten und bei neueren eher erlaubt ist. Für Radwege besteht Benützungspflicht, auch wenn die Stadt Wien laut einiger Aussagen bestrebt ist, diese Bestimmung aus der StVO streichen zu lassen (was 2011 jedenfalls erst einmal gescheitert ist). Das "Vorbeischlängeln" an stehenden Kolonnen ist schon längst erlaubt, seit einiger Zeit auch für alle einspurigen Fahrzeuge.

Es gibt mit "Citybike" auch einen (auf eine Stunde befristeten, wobei zwischen zwei Leihvorgängen mindestens 15 Minuten liegen müssen) kostenlosen Fahrradverleih, dessen Automaten im zentralen Stadtgebiet an einigen stärker frequentierten Ecken stehen. Das System funktioniert allerdings nur nach einer relativ komplizierten Anmeldung (auch mit Maestro-Bankomat- und Kreditkarten), 1 Euro Anmeldegebühr. Das Licht sollte sich bei Dunkelheit automatisch aktivieren, die Fahrräder können an jeder beliebigen Station zurückgegeben werden; bei der Rückgabe darauf achten, dass diese auch wirklich im Ständer einrasten.

Fahrräder können in Wien gegen zusätzliches Lösen eines Halbpreis-Fahrscheines auch in U- und S-Bahn-Zügen mitgenommen werden, bei allen Türen, die mit einem Fahrrad-Piktogramm gekennzeichnet sind (auf der Linie U6 gab es einst auch Hochflur-Wägen, bei denen die Fahrradmitnahme verboten war). Der Fahrradtransport ist in der U-Bahn von Mo-Fr (werkt) 9 - 15 und ab 18:30 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig gestattet (bis Sommer 2010 Sa erst ab 9 Uhr). In der U-Bahn ist der Fahrrad-Transport bei Besitz einer Jahreskarte gratis (eventuell auch S-Bahn, Regelung wird scheinbar häufig geändert). Bei der Schnellbahn (S-Bahn) gibt es keine Zeitbeschränkung, sofern genug Platz vorhanden ist. Hier gibt es alternativ auch eine Fahrrad-Tageskarte, welche auch in allen ÖBB-Zügen in Österreich gilt, in denen die Fahrradmitnahme vorgesehen ist. Auf Straßenbahn- und Autobuslinien ist die Fahrradmitnahme abgesehen von verpackten Klapprädern (dafür ist dann aber kein zusätzlicher Fahrschein nötig) generell verboten.



Stadtverkehr öffentlich


Wien hat an sich ein sehr gutes öffentliches Verkehrsnetz, nur in sehr entlegenen Gegenden lässt es vielleicht etwas zu wünschen übrig. Die Intervalle vieler Linien betragen tagsüber meist nur einige Minuten, ab ca. 20 Uhr werden sie merklich länger. Die historische geplante Netzstruktur sieht im Wesentlichen so aus, dass die Straßenbahnlinien 1-20 annähernd ringförmig um das Zentrum fahren, während die Nummern 21 bis ca. 80 für vom Stadtrand ins Zentrum fahrende Linien und mit einem Buchstaben bezeichnete für von einem Außenbezirk über die Ringstraße oder anders in einen anderen fahrende Linien vorgesehen waren. Dieses System wird bis heute in etwa so verwendet, wobei im Laufe der Zeit mehrere Straßenbahnlinien durch Autobusse (eine Linie mit A oder B am Ende ist heute immer ein Bus, es gab auch schon früher einige Buslinien als Ergänzung) oder U-Bahnen ersetzt wurden. Ersteres etwa im "Betonierwahn" der 1960er-Jahre, während die U-Bahnen bis heute oft etwas unnötig monströs und entsprechend kostspielig gebaut werden. Die Linie 49 beispielsweise fährt schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts auf ihrer Strecke, und die Straßenbahn (auch Tramway oder "Bim" genannt) gehört dennoch bis heute zum typischen Stadtbild. Straßenbahn- und Bus-Linien heißen umgangssprachlich "der" ("der 49er", manchmal und besonders bei den noch vorhandenen Buchstaben-Linien "-Wagen" statt "-er", "der 48A", seltener ohne A und auch mit "-er"), U-Bahn-Linien "die" ("die U1" usw.).

Eine sehr interessante und auch kritische Seite (auch mit zahlreichen Fotos und Links) über die "Öffis" in Wien ist www.tramway.at, einige aktuelle Informationen gibt es auch auf der offiziellen Seite der "Wiener Linien" sowie auf dieser Seite.

Es gibt die mit "U" gekennzeichneten U-Bahn-Linien 1, 2, 3, 4 und 6 (innerhalb der Stationen jeweils in einer bestimmten Farbe beschildert, dort und während der Fahrt auf Wertgegenstände achten), daneben auch mehrere S-Bahn-Linien (Beschriftung in Blau gehalten) die auf den Gleisen der ÖBB verkehren und oft auch über die Stadtgrenze hinaus fahren. Die Zugangswege zu den Bahnsteigen der U-Bahn sind teilweise recht lang, in den U-Bahn-Stationen gibt es aber überall Aufzüge. Die U-Bahn verkehrt seit September 2010 am Wochenende und in den Nächten vor einem Feiertag durchgehend (alle 15 Minuten), sonst fahren stattdessen die Nachtbusse ("Nightline", meist alle 30 Minuten), bei Nacht-U-Bahn-Betrieb meist nur auf Strecken, wo keine U-Bahn in der Nähe fährt. Wenn auf den Anzeigen in den U-Bahn-Stationen nur das Fahrziel und nicht die Abfahrt in Minuten zu lesen ist, deutete das machmal auf eine Störung hin, besonders wenn dies gerade vom üblichen "Linie / Fahrziel / Minuten" umspringt. Bei der S-Bahn wird eine etwaige Verzögerung in Minuten oft direkt angezeigt.

Die Fahrscheine gelten, von wenigen Ausnahmen wie etwa den Sonderlinien zum Flughafen abgesehen, auf allen Straßenbahn-, Bus-, U- und S-Bahn-Linien (bis zur Zonengrenze) und auf der "Badner Bahn" (bis zur Zonengrenze bei Vösendorf-Siebenhirten). Die "Zone 100" (Kernzone) des VOR (Verkehrsverbund Ost-Region) umfasst im Wesentlichen das Gebiet innerhalb der Wiener Stadtgrenze und an manchen Stellen auch etwas darüber hinaus (z.B. Schwechat, 26A-Endstelle in Groß-Enzersdorf, Purkersdorf-Sanatorium). Auch auf den Nachtautobuslinien ("Nightline"), die täglich von ca. 1-5 Uhr verkehren (auf der Ringstraße bei der Oper treffen viele Linien zusammen) und die mit ihren N-Nummern in etwa an die tagsüber verkehrenden Linien angelehnt sind, gilt (seit 2002) der gleiche Tarif wie tagsüber. Die Schnellbahn (S-Bahn) fährt (bzw. fuhr) zum Teil auch in den Nachtstunden, ebenfalls zum regulären Tarif.

Die Grenzen der Kernzone 100 auf den Bahnlinien sind:
Bei Besitz eines gülten Fahrausweises für die Kernzone (z.B. Jahreskarte, Monatskarte) können bei Fahrten aus Wien hinaus oder nach Wien Fahrkarten ab/zu diesen Stationen gekauft werden (nach dem ÖBB-eigenen oder dem VOR-Verbundtarif), wobei solche zum VOR-Tarif auch in der 2. Klasse der meisten Fernzüge gelten, unabhängig davon, ob diese tatsächlich dort halten oder man tatsächlich dort ein- oder aussteigt. Regional- und Fernzüge (R, REX etc.) halten nicht an allen Stationen, im Bereich von Wien und Umgebung meist nur mit S bezeichnete Züge/Linien. Bei den Regionalbuslinien gibt es Überlappungszonen der Außenzonen (Buskorridore) zu mehreren Verkehrsknotenpunkten innerhalb von Wien, außerdem auch bei den Bahnlinien - im Zweifelsfall fragen oder die Auskunft auf vor.at verwenden.

Einen dichten S-Bahn-Verkehr gibt es nur auf der Stammstrecke (zwischen Meidling über Südtiroler Platz, Wien Mitte (Landstraße), Praterstern nach Floridsdorf in beide Richtungen, so wie die U-Bahn teilweise alle paar Minuten) sowie der Vorortelinie S45 (Hütteldorf über Ottakring und Heiligenstadt nach Handelskai, alle 10-15 Minuten). Ansonsten empfiehlt es sich, vorher in die Fahrplanauskunft zu schauen (www.vor.at oder fahrplan.oebb.at), da die Intervalle sonst meist 30 Minuten betragen. Vor den zeitweise relativ häufigen Verspätungen schützt diese aber auch nicht. Einen recht dichten Takt gibt es, zusammen mit den Regionalzügen, auch auf der Südbahnstrecke zwischen Wien Meidling und Mödling/NÖ (ab Liesing 1 Außenzone, nur S-Bahn-Züge halten überall).

Interessante Fahrausweise sind etwa
Es gibt auch je nach Zielgruppe diverse Ermäßigungen, wie etwa den "Zwei-Fahrten-Seniorenfahrschein" oder eine ermäßigte Monatskarte mit dem "Mobilpass".
 
Fahrscheine gibt es z.B. bei den Trafiken (Einzelfahrscheine dort ev. nur zu je 5 Stück) oder (ohne Aufpreis) bei den Automaten in jeder U- und auch Schnellbahn-Station. Eine Online-Bestellung (externer Link) ist auch möglich. Es ist egal, von welchem Unternehmen (Wiener Linien, ÖBB, WLB ...) die Fahrkarten ausgegeben werden, maßgebend ist der Aufdruck "VOR", "Zone 100", "Kernzone" oder ähnlich. Oft gibt es auch Automaten mit Touch-Screen (falls nur Werbung angezeigt wird, erst einmal berühren), die neben Bargeld ab 10 Cent auch alle möglichen Karten annehmen. Abgesehen von Einzelfahrscheinen und Jahreskarte sind die meisten Karten auch übertragbar. Entwerter für Vorverkaufs-Fahrscheine (mit Stempelfeld) gibt es beim Eingang von U- und S-Bahn-Stationen, in den Straßenbahnen sowie der Badner Bahn und den meisten Autobussen, bei manchen Linien ist das Fahrpersonal für Fahrscheinentwertung und -verkauf zuständig. Achtung, bei Streifenkarten unbedingt die Streifen mit 1 beginnend entwerten, da sonst alle vorigen als entwertet gelten. Bei Automaten gibt es eine Option "zum sofortigen Fahrtantritt" oder "zum späteren Fahrtantritt", letztere Fahrscheine müssen dann noch beim Fahrtantritt entwertet (gestempelt) werden. Bei bargeldloser Zahlung kommt auch ein Zahlungsbeleg heraus. Direkt in den Fahrzeugen (nur Straßenbahn, Bus, Badner Bahn) gibt es nur Einzelfahrscheine und auch diese nur gegen Aufpreis. Bei "regionalen Autobuslinien" mit dreistelliger Linienbezeichnung fällt dieser Aufpreis weg, bei manchen B-Autobuslinien werden Vorverkaufs-Fahrscheine zum VOR-Verbundtarif zwar entwertet, aber möglicherweise nur solche zu einem internen Tarif verkauft, die nur auf der jeweiligen Linie gelten.

Kontrolliert wird üblicherweise nur selten, es gibt auch keine Drehkreuze oder ähnliches und es ist auch nicht üblich (außer bei manchen Regionalbuslinien, besonders bei einer "Einstieg vorne"-Kennzeichnung), dass Busfahrer beim Einsteigen die Fahrscheine kontrollieren. Wer beim "Schwarzfahren" erwischt wird, zahlt jedenfalls (bei sofortiger Zahlung oder innerhalb von 3 Tagen) 70 Euro(Wiener Linien, inkl. "Ersatzfahrschein", mit dem ohne weitere Kosten wie mit einem Einzelfahrschein weitergefahren werden kann; sonst leicht unterschiedliche Regelungen), gerichtlich strafbar ist dies in Österreich in den meisten Fällen jedoch nicht. Wenn es doch einmal Kontrollen gibt, dann sind diese besonders bei Ausgängen von U-Bahn-Stationen, eher noch in U-Bahn-Zügen als Straßenbahnen und Bussen und teilweise in den Nachtbussen wahrscheinlich, oder auch Kontrollen bei den U-Bahn-Stationen bei den Universitäten, wenn die Semesterkarten gerade abgelaufen sind - die Fahrscheine also mindestens bis zum Verlassen der Stationen aufbewahren, und auch nicht "nur so" eine Station betreten! Die Kontrolleure und manchmal auch -innen heißen wegen ihrer früheren Uniform umgangssprachlich "Schwarzkappler", sie sind aber schon länger, neuerdings jedoch nicht immer, "in Zivil" unterwegs. Auf den Außenästen der S-Bahn-Linien empfiehlt es sich aber auf jeden Fall, die Fahrscheine immer griffbereit zu haben und entweder rechtzeitig vor der Zonengrenze auszusteigen (siehe oben, auch aus dem Plan in den Zügen ersichtlich, wird aber nicht zusätzlich angesagt), oder sich vor dem Einsteigen um entsprechende Fahrscheine für die Außenzone(n) zu kümmern. Auch hier sind die Kontrollen aber scheinbar seltener geworden.



Stadtverkehr sonstiges


Weiters gibt es natürlich auch einige Taxiunternehmen, ein relativ teurer Spaß aber eine rasche (Taxis dürfen oft auch die Busspuren benützen) und bequeme Möglichkeit, von einem bestimmten Punkt zu einem anderen zu kommen, wobei die Branche über die Einführung der Nacht-Busse und -U-Bahn natürlich nicht sehr froh war. Eine typische Taxifahrt kostet (mit üblichem Trinkgeld) ca. 15 bis 20 Euro (Taxitarife, externer Link) zum Flughafen gibt es einen Pauschaltarif. Auch kleinere bis mittlere Lastentransporte (ungefähr bis zur Größenordnung von 2-3 größeren Koffern oder entsprechend großen Kartons) sollten kein Problem und ohne Aufpreis möglich sein. Taxistandplätze gibt es praktisch bei jeder etwas stärker frequentierten Einrichtung, Taxi-Zentralen sind für Bestellungen z.B. unter den Wiener Festnetz-Telefonnummern 31300 oder 60160 zu erreichen. Festnetznummern sind vom Handy aus über +43 1... oder 01... erreichbar.

Vor allem in der Innenstadt gibt es auch die Fiaker (Pferdekutschen), die vor allem zum touristischen Spazierenfahren dienen. Hier wurden im Sommer 2004 auch allgemein umstrittene Auffangbeutel für den Pferdemist verbindlich vorgeschrieben (der immer nur in einzelnen Straßenzügen ein Problem war), während es bei Hunden allgemein üblich ist bzw. lange Zeit war, diese in der ganzen Stadt mitten auf den Gehsteig sch... und den Dreck dann liegen zu lassen.


In der Nähe von manchen Sehenswürdigkeiten und sonstigen markanten Einrichtungen gibt ähnlich der grünen Radweg-Wegweiser zum Teil auch ähnlich gestaltete Fußweg-Wegweiser. Wie auch beim Radfahren ist man beim zu Fuß gehen häufig mit unnötig erscheinenden roten Ampeln konfrontiert, wobei sich die Bevölkerung zumindest wenn gerade eine Straßenbahn/ein Bus kommt, bei schmalen und gut einsehbaren Fahrbahnen, mitten in der Nacht etc. ohnehin öfters nicht daran hält. Wegen Baustellen oder aus sonstigen Gründen ersatzlos gesperrte Gehsteige sind auch keine Seltenheit.


(zuletzt geändert am 19.09.2011)

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