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Erfahrungen mit dem WLAN-Router Linksys WRT54G / WRT54GS

Allgemein


Da das Hantieren mit einem frei herumliegenden 20-Meter-Netzwerkkabel auf Dauer etwas unpraktisch ist, habe ich mir im Juni 2005 für mein Notebook den in Testberichten oft sehr gelobten WRT54G (802.11g, 54 MBit, kompatibel mit 802.11b, 11 MBit) gekauft. Das Gerät ist nicht nur ein WLAN-Accesspoint, sondern auch ein Router/Switch, der neben der drahtlosen Verbindung bis zu 4 über Kabel angeschlossene Geräte verbinden kann. Falls ein Computer in einem Netzwerk unter Windows trotz freigegebener Verzeichnisse nicht auf einen anderen zugreifen kann, so funktioniert dies eventuell nach Änderung des Wertes "restrictanonimous" unter hkey_local-maschine\System\CurrentControlSet\Control\Lsa in der Registry auf "0".

Nachdem das Ganze einige Tage gut gelaufen ist, habe ich dann aber doch keine Lust gehabt, den plötzlich auftretenden ständigen Verbindungsabbrüchen auf den Grund zu gehen und bin wieder auf meine Kabelverbindung umgestiegen. Es war auf jeden Fall ein interessanter Versuch, und da dieser Text vielleicht für manche interessant sein könnte, bleibt er hier bis auf weiteres erhalten.


Konfiguration über http://192.168.1.1 - sollte sowohl über ein Netzwerkkabel, als auch noch ohne eingerichtete Internetverbindung über WLAN funktionieren. Achtung: Den Menüpunkt "Firmware-Upgrade" nur über ein Netzwerkkabel durchführen, da sonst ziemlich sicher Probleme auftreten.

Bei Inode (entbündelt) wird neben der Einwahl über PPTP auch PPPoE unterstützt. Mit dem "Zyxel Prestige 645" ist dies automatisch möglich, beim "650" kann es nötig sein, dies umstellen zu lassen (Anfrage in der Newsgroup at.inode mit Kundennummer oder über eine Nachricht an "dfx" auf xDSL.at. Wenn es mit ersterem nicht funktioniert (in der Standard-Firmware gibt es anscheinend keine Einstellung für dynamische IP-Adressen bei PPTP, die bei xdsl@home meist üblich sind), dann also mit letzterem probieren, es ist prinzipiell auch das technisch bessere Verfahren.


Erster Test mit der Standard-Firmware

Stablile Verbindung, auch über zwei Stockwerke hinweg. Allerdings stockt die Verbindung zB bei Video-Streams mit Bandbreiten nahe 1 MBit/s, und große Downloads werden während sie laufen immer langsamer (Abfallen auf ca. 70 KB/s, obwohl meine Internet-Verbindung über 200 schafft). Auch die Ping-Zeiten waren bei einem Test recht lang. Bei einer physikalischen 11 MBit-Verbindung wird zwar in der Praxis deutlich weniger erreicht, bei gutem Empfang sollte aber theoretisch zumindest die volle Bandbreite eines 2 MBit-Internetzugangs übertragen werden.


Firewall / blockierte Verbindungen

Sollten bei einigen Programmen eingehende Verbindungen nicht funktionieren, so kann das an der im Router standardmäßig aktivierten Firewall liegen. Es kann nötig sein, für einige Programme bestimmte Ports einzutragen (Applications & Gaming). Die Sicherheit lässt sich auch durch Beschränken des Zugriffs auf bestimmte MAC-Adressen von WLAN-Karten erhöhen (sichtbar mit ipconfig / ifconfig). WPA als Verschlüsselung ist sicherer als WEP. Es gibt aber sowieso immer nur eine Risikominimierung und nie völlige Sicherheit.


Strahlung / Elektrosmog

Die Sendeleistung (effektiv abgestrahlte, mit Antennengewinn) beträgt ca. 0,05 bis maximal etwa 0,25 Watt, während etwa ein Handy mit ca. 1-2 Watt sendet. Ziemlich sicher gesundheitsschädlich ist der längere Aufenthalt direkt bzw. wenige Meter neben einer zB Radio-Sendeantenne mit mehreren kW. Es dürfte mehr Panikmache geben als nötig ist, dennoch ist es eine gute Idee, den WLAN-Router zumindest ein paar Meter entfernt von einem Bett, häufig benutztem Schreibtisch etc. aufzustellen und bei (längerem) Nichtgebrauch einfach vom Stromnetz zu trennen. Das und das Aufdrehen der Sendeleistung nur so weit es nötig ist, vermindert auch das Risiko von unbefugten Netzzugriffen von außen.


Mögliche Störungsquellen

Es ist ein bekanntes Problem, dass etwa Schnurlostelefone (DECT) in der Umgebung die Verbindung bzw. Übertragungsrate stören können. Das Einstellen eines anderen Sendekanals kann helfen. Der Aufstellungsort sollte auch eher hoch als niedrig (also nicht  im Keller oder am Boden) liegen. Es kann auch die Geschwindigkeit erhöhen, wenn der Modus je nach Standard der WLAN-Karte nicht auf "Mixed", sondern fest auf 11 oder 54 MBit steht (802.11b oder 802.11g). Eine 11- und eine 54 MBit-Karte gleichzeitig möglichst vermeiden.

Ein flacher Reflektor mit Alufolie als Reflexionsfläche, etwa 2,5 cm hinter der Antenne, kann die Qualität ebenfalls erhöhen und den Accesspoint eventuell auch gleichzeitig gegen Störquellen aus der anderen Richtung etwas abschirmen.


Alternative Router-Firmware

Generell: Neue Firmware über ein Netzwerkkabel und nicht über WLAN aufspielen und die Verbindung bis zum erfolgreichen Abschluss des Vorgangs nicht trennen.


Probleme beim Upgrade der Firmware

Es kann mitunter vorkommen, dass beim Upgraden der Router-Firmware die Verbindung unterbrochen wird oder sonst eine Fehlermeldung erscheint. Der Router ist dann nicht mehr ansprechbar, und die Power-Anzeige blinkt ständig. Der Reset-Taster auf der Rückseite (in der Beschreibung wird empfohlen, diesen 5 Sekunden zu drücken, inoffiziell 30) ist anscheinend wirkungslos. Wenn jedoch bei einem angeschlossenen Netzwerkkabel (das mit einem Computer verbunden ist) an einen der 4 Ports die entsprechende Anzeige noch leuchtet, ist aber noch nicht alles verloren. Ich habe das Gerät folgendermaßen wieder zum Laufen gebracht:

Weiterführende Links

http://www.tecchannel.de/hardware/1528 - Allgemeine Übersicht über alternative Firmware

http://www.geizhals.at/?sr=52893,-1 - Bewertungen und Einkaufsquellen bei Geizhals



(c) 2005 markus_urban@gmx.at


(zuletzt aktualisiert am 15.06.2005)


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