Zusammenfassung:
Ausgehend von grundlegenden Betrachtungen und Erläuterungen
wird die Problematik und Verbreitung chaotischen Verhaltens in der
medizinischen Pathologie und Physiologie anhand von ausgewählten
Beispielen [Migräne, Anorexia nervosa, Herz-Kreislauf, Epilepsie,…]
diskutiert. Dabei zeigt sich, daß viele physiologische Vorgänge nach
den Regeln des 'deterministischen Chaos', also nach den Prinzipien der
Selbstähnlichkeit ablaufen. Dies bringt enorme Vorteile für den
Organismus, erlaubt ihm gleichsam, 'Zufall' zu kanalisieren. Jedoch gibt
es auch Fälle, wo chaotisches Verhalten eher einen interessanten
Sonderfall beim Auftreten überkritischer Wachstumsraten darstellt [zB
beim Sekundenherztod, wo Chaos quasi ein Vorbote des nahen Todes ist]. -
Dies führt schließlich zu einer Neudefinition des Gesundheits- und
Krankheitsbegriffs.
Schlagworte:
AIDS | Anorexia nervosa | Anti-Kontroll-Technik | Approximate
entropy | Bifurkation | Bulimie | Chaos | Chaosforschung | Chaotic
maintenance | cusp-Katastrophe | Depression | Deterministisches Chaos |
Dynamische Erkrankung | Dynamische Systeme | Embedding technique |
Epilepsie | Feigenbaumdiagramm | Geschlechtsspezifische Unterschiede in
der Schlagfrequenz | Heart rate | Herzflimmern | Herzrhythmusstörung |
Homöochaotische Zustände | Homöokinese | Katastrophentheorie |
Krankheit als dynamisches System | Krankheitsbegriff | Künstliches Herz
| Lyapunov exponent | Migräne | Nichtlinearität | Nonlinear dynamical
processes | Offene Systeme | Offenheit | Perioden-Verdoppelung |
Phasendiagramm | Phtisis nervosa | Rekursivität | Schizophrenie |
Schlafstörungen | Sekundenherztod | Selbstähnlichkeit |
Selbstorganisation | Self-organising processes | SIDS [Sudden Infant
Death Syndrome] | Systemerkrankung | Wechselwirkung.
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