Zusammenfassung:
Die Arbeit behandelt vier ausgewählte Bereiche, in denen
Wahrnehmungsforschung eine bedeutende Rolle spielt, und beginnt mit
Aspekten der P300-Komponente des ereigniskorrelierten Hirnpotentials
ERP, im besonderen mit Veränderungen der Amplitude und der Gipfelzeit
bei Aufgabenerschwerung und höherem Lebensalter. - Hierauf werden
Unterschiede in der visuellen Perzeption frühgeborener Kinder im
Vorschulalter diskutiert; es wird der Frage nachgegangen, in welchen
Teilleistungsbereichen die Kinder Schwächen zeigen bzw ob ein
Zusammenhang mit der Kennvariable 'Geburtsgewicht' besteht. -
Legasthenie - im dritten Kapitel behandelt - wurde und wird vielfach als
eine Störung im räumlich-visuellen System verstanden. Es wird eine
Arbeit vorgestellt, die diese traditionellen Auffassungen weitgehend in
Frage stellt und Legasthenie als ein unterschwelliger Sprachfehler
auffaßt, was durch empirische Befunde belegt wird. - Schließlich wird
in knapper Form der junge Wissenschaftszweig Synergetik und seine
Bedeutung für die Wahrnehmungsforschung vorgestellt.
Schlagworte:
Dominanz der Gehirnhälften | Ereigniskorreliertes
Hirnpotential ERP | Erfassen räumlicher Beziehungen | Erkennen der Lage
im Raum | Event-related potential ERP | Figur-Grund-Unterscheidung |
Formkonstanz | Frostig-Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung |
Frühgeborene Kinder im Vorschulalter | Geburtsgewicht |
Hemisphärendominanz | Legasthenie | Leseprobleme | Muster-Erkennung |
Neuronale Netze | Optometrisches Training | P300-Komponente des ERP |
Phonemische Segmentierung | Phonetische Codierungsstörungen |
Risikokind | Spiegelschrift | Synergetik | Visuelle Perzeption |
Visuo-motorische Koordinationen | Visuo-motorische Steuerungsprozesse |
Wahrnehmung.
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