Herstellung

Ich sammel Hadern zu der Mühl,
denn treibt mirs Rad das Wasser kühl,
das mir die z’schnitten Hadern mählt,
der Zeug in Wasser einquellt.
Draus mach ich Bogn, auf den Filz bring,
durch die Press’ das Wasser daraus zwing.
Denn henk ich auf, laß trucken wern,
Schneeweiß und glatt, so hat mans gern.
(Alter Papiermacherspruch, 1689)


Die Büttenpapierherstellung hat in Österreich eine jahrhundertalte Tradition! In der seit 1789 bestehenden Papiermühle in Bad Großpertholz im Waldviertel produzieren wir echtes handgeschöpftes Hadern-Büttenpapier – wie damals aus reiner Baumwolle und absolut holzfrei. Damit sind wir eine der letzten Papiermühlen dieser Art in Europa. Geringe Wellungen und Unregelmäßigkeiten im Papier sowie der Büttenrand sind die Qualitätsgaranten echter handgeschöpfter Papierkunst.


1 Im Hadernschneider wird das Rohmaterial (verwebte Baumwolle) in kleine Stücke geschnitten.
28 kg Hadern werden mit 1.000l Wasser vermengt und ca. 40 Stunden im Holländer gemahlen. 2
3 Der daraus entstehende Papierstoff wird anschließend mit Wasser verdünnt und mit diversen Sieben geschöpft.
Nach dem Gautschen und dem Pressen wird das Papier zum Lufttrocknen aufgehängt. Natürlich können Sie im Anschluss an die Führung die fertigen Produkte in unserem kleinen Laden erwerben. 4