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Tod
Tod, nimmst mir, was mir nie gehört',
Schicksal, hast mir die Sinne betört,
ich frag' empört:
Was heißt es, wenn man Liebe schwört?
Nun sehn' ich mich nach Nirgendwo,
keine Freude macht mich froh,
warum denn so
all meine Kraft entfloh?
Wer mir helfen will, mich nicht versteht,
nicht wissen kann, wie's in mir geht,
doch seht:
ganz langsam neue Kraft entsteht.
Zu teuer ist dafür der Preis,
ob ich es schaff', heut' noch nicht weiß,
aber ganz leis'
klingt tief drin meine Lebensweis'.
So blicke ich voll Zweifel hin,
wie ich gedemütigt bin,
ob ich darin
jemals finde einen Sinn.
Kein Hilfeschrei
Einst suchte ich die Kraft zu leben,
jetzt bracht’ das Schicksal mich zum Beben;
will nicht verstehen, nichts mehr wissen
von alledem, was ich gelernt.
Wie selig lebt ein Kranker doch
nichts ahnend von dem tiefen Loch,
in das er fällt ganz ohne Kissen,
sobald die Blendung er entfernt.
Ich lernt’ zu wissen, was mir fehlt;
die Unerreichbarkeit mich quält.
Ich will nicht Kraft, es zu bekommen,
such’ nicht den Weg: es gibt ihn nicht.
Nicht wissen kann ein Segen sein,
ich möchte bleiben arm und klein
und ganz benommen
von weichem Licht,
ein kleines Kind,
mehr nicht.
Weiße Asche
Weiße Asche des Vergessens,
kalter Rauch in meinem Herz,
taube Sinne des Vermessens,
Trauerklang der kleinen Terz.
Es ist sehr schwer, dem Ton zu trotzen,
der innen drin zu klingen sucht,
doch bald wird nur das Rauschen protzen,
da es den Sieg für sich verbucht.
Kein Wohlklang, keine Farbe mehr,
doch auch kein Schwarz, kein quälend’ Ton,
nicht warm, nicht kalt, nicht voll, noch leer,
bin nur noch meines Kopfes Sohn.
Verbrannt die Trümmer, jedes Wissen,
das einstmals mich erspüren ließ,
was ich glaubte, zu vermissen;
die letzte Träne auf die weiße Asche gieß’.
Doch auch ein Bild: "Zwei Wege"
Gefühlsverwirrung
Hab' dich geliebt oder verloren?
Wofür warst du denn geboren?
Die Gedanken sind verworren,
ein grüner Ast muss jetzt verdorren.
Such' ich dich oder wen ander'n?
die Sehnsucht muss im Kreise wandern.
Die Zeit ist leider noch nicht reif
für neues Glück, nach dem ich greif':
verliebt zu sein - nicht nur ins Leben,
um neues Schicksal uns zu weben.
Erst muss ich lernen Vieles noch,
vielleicht auch tragen noch ein Joch.
Geduld ist eine schwere Tugend,
ich such' meine verlor'ne Jugend.
Nie darf ich dabei überseh'n,
wie es meinem Kind wird geh'n!
Die Zeit mit Riesenschritten eilt,
vielleicht auch meine Sehnsucht heilt:
Gib' mir Geduld, nimm' mir die Angst,
gib' mir die Kraft, die du verlangst!
In einem Video („Schrecken der Tiefe“, 8. Episode der 2. Staffel aus der
Serie „Charmed“ – die 3 Hexen-Schwestern) wurde das Thema "Tod der Mutter"
(besonders bei Prue Halliwell) stark aufbereitet, dabei kamen auch Liebes- ,
Beziehungs- und Verlustthemen vor. Durch diese Gefühlsaufwallungen entstand
dieses durch verworrene Gefühle bestimmte Gedicht.
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