Inneres Kind
 

Das kleine Kind in mir, es schreit
vor Kummer, Trauer, Einsamkeit?
Doch niemals drang der Ruf hinaus,
war besser so im Elternhaus?
Es windet sich, lernt zu ertragen,
bald spürt nichts mehr der inner’n Plagen,
die Hülle blüht im schönsten Grün
ganz wurzellos, sie muss sich müh’n.
 
Verwachsen ist das Tor zum Kind.
Wo Wesenskerns Gefühle sind?
Bin farbenblind!
 
 
Wo Elternliebe längst verflossen,
werden die Blumen doch gegossen,
ohne zu wissen, was sie tut.
Das Tor bleibt zu, Efeu tut gut.
Darunter fängt die Leere Feuer,
ist noch nicht tot das Ungeheuer?
Es dringt durch Mauer, Stahl und Ranken
ganz leis’ der Laut vom Kind, dem kranken.
 
Der Druck der Tränen sprengt das Tor,
aus dunklem Raum tritt Licht hervor,
was ich verlor?
 
Ich kenn’ es nicht, das kleine Wesen,
doch kann es meine Wünsche lesen.
Nun lern’ mit ersten Schritten, sachten
das kleine Kind in mir zu achten,
das Herz beginnt, Farben zu spüren,
es öffnet neuer Räume Türen.
Nie durftest, was Du bist, Du sein:
Ein liebesdurstig Kind, ganz klein.
 
Wenn auch die Ahnenreihe wich,
mit Vaterkraft und mütterlich
ich liebe Dich!
 
 

Dieses Gedicht entstand ungefähr zu derselben Zeit wie die anderen, die hier einzeln vorgestellt werden. Erst Jahre später allerdings entschloss ich mich, auch dieses hier zu veröffentlichen.
 
Näheres zum Thema siehe in den Links:
Artikel zum "Inneren Kind"
Englischsprachige Seite über die "Aussöhnung mit dem Inneren Kind"
 

<<< ^^^ >>>
 
 
 

Gedichte
Bilder
Musik
Kraft
Spaß
 
zurück zur Startseite
 
Offenlegung