Weitere Gedichte

 
 
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Ein Teil des Kosmos
 

Des Meeres Sand aus fernem Land,
er formt ein Band um meine Hand,
durchdringt die Wand, füllt bis zum Rand
meinen Verstand.
 
Der weiche Tang, Windesgesang,
der Wellen Klang, Gezeitengang
am steilen Hang hält mich so lang,
es macht mich bang.
 
Von Dir ein Teil ich hier verweil,
begrab das Beil, fort ist der Keil.
Der Weg ist steil, Du bist das Seil,
mein Seelenheil.
 

Am Meeresstrand empfand ich wieder einmal, wie wir alle ein Teil des Kosmos sind. Wir sollten mehr auf unsere gute Erde aufpassen und diesen Planeten als eine der Grundlagen unseres Seelenheils verstehen.
 


 
Stoßgebet
 

Du gold'nes Licht am blauen Dach
erfülle mich zehntausendfach
und gib mir Kraft, wenn ich erwach!
 

Der Blick zur Sonne erinnert mich an Begriffe wie Lichtwesen, Gott, Erleuchtung, oder wie man es auch immer nennen mag, eine Kraft, die ich hier einfach als "Licht" bezeichne.
 


 
Die Kreativität
 

Gedanken, kaum zurückzuhalten,
es schießt und sprudelt, geht im Kreis.
Die Worte, einmal losgelassen,
können nicht ruhen. Der Beweis:
der Blumen Farben, die Düfte der Luft,
der Bäume Töne, der Druck aus der Kluft,
sie drehen im Wirbel, vermischen sich wild:
Jedes Geräusch ist Musik,
jeder Farbpunkt ein Bild.
Neues entsteht, die Spannung hält an,
bis es herausschreit, so laut es nur kann:
Ich lebe, die Kunst ist neugeborn',
doch nur, um zu sterben, es dreht sich von vorn'.
Von Neuem werden die Sinne gemischt,
so die innere schöpfende Kraft nie erlischt.
 


 
Im folgenden habe ich ein kreatives Experiment gewagt: in „Dichterischer Freiheit“ habe ich drei pseudojapanisch klingende Worte erfunden, die drei Aspekte einer zwischenmenschlichen Beziehung darstellen:
        Gij – die tiefe innere seelische Verbundenheit
        Saa – die leichte, lockere Fröhlichkeit
        Yiu – das Körperliche, die Sexualität
 

 
Trinity
 

Einst traf ich Gij,
sie sagte mir: „Ich liebe Dich!“.
Doch fragte ich mich, wie
allein durch Seelenkraft
tief, dunkel, sie das schafft.
 
Herbei sprang Saa
und zeigte mir die Fröhlichkeit.
Ich sah sie nah:
rund, bunt und hell,
mit Gij verband sich schnell.
 
Zum Schluss kam Yiu,
sie tanzte wild, verführte mich.
Auch sie gehört dazu.
Yiu, Saa und Gij:
der Liebe Trinity.
 


 
Und hier ein ganz Leichtes, Oberflächliches; auch Spaß muss sein!
Grundkenntnisse über Harry Potter empfehlenswert!

 
Falls jemandem bekannt wäre, dass die Verwendung einiger "magischer" Begiffe und des Namens "Rowling" in diesem persönlichen Gedicht ohne jegliche kommerzielle Verwertung eine Urheberrechts- oder Markenschutzverletzung darstellt, bitte ich, mich zu kontaktieren.
 

 
Bowling mit Frau Rowling
 

Frau Rowling spielt Bowling.
Ich Muggel nehm Kugel,
doch sie hat den Klatscher.
 
Und zaubern sie gar muss:
Expelliarmus!
Ich halt an den Atem,
Finite Incatatem!
 
Es macht einen Platscher,
der Ball mit Knall
zerreißt, wie Du weißt.
 
Zehn Kegel nun liegen,
so musste sie siegen.
 
Trotzdem errang ich den ersten Platz:
inzwischen fing ich den Goldenen Schnatz!
 


 
Früher oder später
 

Die folgende Prosa bezieht sich auf eine Frau, für die ich um das Jahr 1980 in der Klavierschule leider nur heimlich geschwärmt habe – damals waren wir 15 :-)
 

Ob sich ein früher Traum erfüllen kann?
 
Oft geträumt, doch öfter noch
          von Schlaflosigkeit verdrängt.
 
Ein junges Gefühl, eine unverfälschte Liebe
wartet tief in der Erinnerung,
treibt die Sehnsucht in den Kopf.
 
Das Rad des Lebens hat sich oft gewendet,
an manchen Stellen tiefe Spuren gegraben
in den Sand, in den Schlamm, in den Fels.
 
Der anhaltende Klang der Klaviersaiten
          lässt den alten Traum nie vergessen.
Das Liebesspiel der Akkorde erinnert an die Zeit,
          wo die Gefühle alle Oktaven kannten.
 
Früher oder später wird der Traum erwidert
                    von der geträumten Liebe,
                    von der erwachten Erinnerung,
 
                    früher oder später...
 

 


In der Vorstellung, ich würde eine große Liebe heute wiedersehen und die Gefühle wären so wie damals oder sogar in der langen Zwischenzeit weiter gereift, entstand folgendes
 

 
Anonymes Liebesgedicht
 

Heut’ traf ich dich, nach all der Zeit,
ich hoffe sehr, ich bin bereit!
 
Zu uns beiden war das Leben
                      nicht immer gut,
es braucht viel Mut,
daran zu glauben.
 
Nun send’ ich dir fünf weiße Tauben,
sie bringen dir die rote Rose.
Mit zartem Kuss ich dich liebkose
und bitte dich von ganzem Herzen: bleib’ bei mir!
 
Aus „du“ und „ich“ kann werden „wir“.
 
 


Die folgende Prosa entstand in einem Kreativitäts-Seminar
 

 
Vielfalt
 

Vielfältig wie die Blumen,
verschiedenartig und reich an Fülle
wie das Leben selbst.
 
So bist du – und du – und du –
und ich.
 
Jedes Samenkorn trägt einen potenziellen Baum in sich
oder einen Strauch, einen Grashalm.
 
Wir sind alle verbunden in der Vielfalt des Lebens:
der Reichtum, der unseren Augen in den Farben geschenkt wird,
die Fülle der Klänge, die in unseren Ohren schwingen
und die Düfte des Frühlings in der Nase,
und der Duft des Sommers und des Herbst’,
ja sogar der Winter riecht gut.
 
In unendlichen Dimensionen bewegen wir uns auf den Wellen des Seins,
nicht nur links oder rechts, oben und unten, vor und zurück.
Unvorstellbar, nur in seltenen Momenten tief innen zu erahnen
sind einige von all den anderen Richtungen.
 
Die Sonne, die Kraft eines Höheren Lichts
hält alles in einem Zusammenhang
und sein Strahl wechselt und lässt einmal dies,
ein andermal Jenes in farbigem Licht erscheinen
oder taucht es in einen tiefen Schatten.
 
Das Leben, das Höhere Licht,
und jeder Einzelne,
jedes Blatt,
jeder Wassertropfen,
jeder See und alle Meere,
einzeln und zusammen,
die Erde und das Universum…
 
… ist göttliche Vielfalt.
 
 


 
Liebesgedicht „Saying something stupid“
 

In meinem Herzen geht es rund,
Amors Gefühle tun sich kund -
und doch nicht - schon im nächsten Nu
mischen die Zweifel sich dazu.
 
Die Angebetete hält sich zurück
und zeigt mir nicht, ob's für sie Glück
bedeuten würde, wenn wir doch
einander näherkämen noch.
 
So gib' mir, Liebste, doch ein Zeichen,
damit die Zweifel können weichen!
Dann will auch ich nicht sein zu feig
for "Saying something stupide like”
 
I Love you!
 

Was macht jemand, wenn er bei Frank und Nancy Sinatra’s „Saying something stupid like ‚I love you’“ glaubt, sich verliebt zu haben, es dann aber nicht so recht etwas daraus werden will? Er versucht es mit einem Gedicht.
Allerdings waren die Gefühle ebenso schnell vorbei wie sie gekommen waren...

 
Falls jemandem bekannt wäre, dass die Einbeziehung des Liedtitels in ein persönliches Gedicht ohne jegliche kommerzielle Verwertung eine Urheberrechtsverletzung darstellt, bitte ich, mich zu kontaktieren.
 


 
Nie verliebt
 

Verliebt? Bin's nie gewesen...
Verliebt? Noch nicht genesen...
Verliebt? ... hab' mich verlesen?
 
"Das schönste der Gefühle", sprach einmal eine Frau.
Für mich nur dunkle Kühle, im Herzen stumpf und grau.
Was braucht's dazu? Was fehlt? Warum ist's nicht für mich?
Gedankenwirbel quält, bohrt tiefer Stich um Stich.
Für einen selbstverständlich, der and're 's nie erreicht:
obwohl wir uns sind ähnlich, keiner dem and'ren gleicht.
 

Totz allem hadere ich immer noch damit, das Gefühl zu haben, nie richtig im Herzen oder gar "Hals über Kopf" verliebt gewesen zu sein. Vielleicht sind die Arten der Gefühlswahrnehmung einfach zu unterschiedlich von Mensch zu Mensch, und es ist nicht meine Art, so leicht den Kopf zu verlieren.
 


 
Not sure I understand
 

“I don't wanna die,
but I ain't keen on living either...”
 
Das Leben ist mir nicht einerlei,
doch manchmal drückt es mich nieder.
 
Zu wenig, mich zu freu'n,
zu schön, um's zu begraben.
Ich werd' doch nicht bereu'n,
mich an meinem Weg zu laben?
 
Hat es denn einen Grund,
warum der Weg ist so verschlungen?
Die Worte in meinem Mund
haben nach Luft gerungen.
 
Die Frage an Ihn wend',
den Ursprung alles Positiven:
 
„Not sure I understand
this role I've been given...”
 

Hier ließ ich 4 Zeilen aus Robbie Williams „Feel“ einfließen, die mich sehr beeindruckt haben und gut für mich passen. Sie stehen am Anfang und am Ende des Gedichts unter Anführungszeichen.

 
Falls jemandem bekannt wäre, dass die Einbeziehung dieser 4 ausgewählten Zeilen in ein persönliches Gedicht ohne jegliche kommerzielle Verwertung eine Urheberrechtsverletzung darstellt, bitte ich, mich zu kontaktieren. Meinem Kenntnisstand nach sollte dieses Gedicht zur Sicherheit jedenfalls nicht weitergegeben werden und kann niemand daran irgendwelche Rechte ableiten.
 


 
Was ist Liebe?
 

Es sagt sich leicht: „Ich brauche Liebe!“
Wüßt’ allzu gern, was dies denn sei,
es heißt: das Einzige, das bliebe,
den Menschen glücklich macht und frei.
 
Die erste Liebe, die wir finden,
zumindest sollte es so sein,
ist die der Eltern, die uns binden,
solang’ wir hilflos sind und klein.
 
Im Rad der Zeit, im Lauf des Lebens
wir finden Menschen, fremd und nah,
der Freunde Kraft des Hilfe Gebens
Dich spüren lässt: es ist wer da.
 
Es scheint, als ob die höchste Stufe
im Liebespaar vollendet ist.
Die Spuren weißer Einhornhufe
auf Deinem Weg Du nie vergisst...
 
 
Doch all dieses Wissen hat mir nichts genützt:
im blassblauen Schleier der ewigen Zeit
bis jetzt nicht gefunden die Kraft, die mich stützt,
die Antwort, warum dieser Weg ist so weit.
Es sagte sich leicht, was ich brauch’, welchen Fund,
doch endlos die Landschaft, die ich nie erkund’.
 

Diese Gedicht entstand eigentlich schon vor längerer Zeit als Beitrag zu einem Literaturwettbewerb mit dem Thema "Ewige Suche", daher der vielleicht etwas aufgesetzt wirkende Epilog...
 


 
Eine Wolke
 

eine winterliche lyrische Prosa
 

Ich schaue auf den Boden: nein,
ich schaue zu den Bergen: nein,
ich schaue hinauf zu der dichten Wolkendecke...
 
Meine Seele fühlt sich an wie eine schwarze Wolke.
Wolken können weinen.
Und wenn die fallenden Tränen in der Kälte der Welt erstarren,
dann erfreuen sich die Menschen im Tal
an der vorweihnachtlichen weißen Pracht.
 
Dieser Tage fielen die ersten Schneeflocken,
der Winter hält Einzug,
 
meine Seele fühlt sich an wie eine Schneewolke...
 
 


 
Worte...?

     Worte...?
 

Wie Musik können die Silben manchmal klingen,
manchmal ruppig und rauh, wie das Rattern eines Presslufthammers,
manchmal sanft und wiegend wie ein Kinderschlaflied.
 
Und so mag ich es einmal laut und unbeherrscht, und ein ander Mal
zurückgezogen, verschwiegen, in die Stille hineinhörend.
Aber immer wohnt Worten wie Musik – und vielleicht dem ganzen Leben? –
eine Schwingung inne, Wellen, einmal ganz nah und dann wieder unendlich fern.
 
Der Wind bauscht das Meer auf, ein eiskalter Wind läuft mir den Rücken entlang.
Ich finde nicht wirklich die richtigen Worte für diesen Sinneseindruck,
ich höre auch kaum mehr Musik.
 
Schweigen soll oft wertvoller sein als Reden;

 


 
Ungeweinte Tränen
 

Fest wie Mauern
pressen die Gefäße
das dicke Blut.
 
Von den Erbauern
gewünscht, dass in mir säße
die glühend' Wut?
 
Zurück verfolg' den Schwall
zu meinem Herzen,
wo Ruhe fehlt.
 
Nicht Wut ist überall,
nein, sondern Schmerzen,
die nicht gewählt.
 
Seufzend das Herz
macht einen Ruck
bis in die engen Venen.
 
Erkenn' nun den Schmerz:
es ist der Druck
der ungeweinten Tränen

 

Schon lange empfinde ich meinen Bluthochdruck als den bildlichen Druck der nicht geweinten Tränen, der sich in den ganzen Körper ausbreitet.
 


 
... nasses Gras ...
 

Grün,
nasses Gras,
jeder Halm ein Tag,
ein Tag meines Lebens.
 
Manche Grashalme sind abgeknickt, manche zertreten,
andere, eigentlich erstaunlich viele wogen in sanftem Wind
trotz der Nässe, des Regens, der viel zu oft niedergeht,
sogar für eine Wiese.
 
Es stehen keine Lacken, der Erdboden nimmt das Wasser gut auf.
Aber die paar, doch auch nicht so wenige, kaputten Halme
ziehen die ganze Aufmerksamkeit auf sich.
Wer wohl schon aller diese Wiese meines Lebens betreten hat?
Wie viele Halme haben sich wieder aufgerichtet und wie oft?
Was kann ich von der Wiese erwarten?
 
Nein, einen englischen Rasen will ich nicht, alle Halme gleich hoch und perfekt.
Eine natürliche Wiese soll es sein, von Tautropfen
nasses Gras,
Grün
 


 
Kerzenschein
 

        Kerzenschein…

…wie er in Deinen Augen funkelt!
Doch ist das Glück für Dich verdunkelt
vom Regen aus der letzten Nacht.
Traurig’ Erinnerung erwacht.
 

        Kerzenschein…

…glitzert in jeder Deiner Tränen –
ich will das Schicksal nicht erwähnen –
jede erzählt ihre Geschichte,
damit die Dunkelheit sich lichte.
 

        Kerzenschein…

…bringt Dein Lächeln zum Erstrahlen,
will gelben Schimmer auf Dich malen.
Was verloren, ist vorbei:
Du fühlst Dich langsam wieder frei.
 

        Kerzenschein…

…kann Deine Augen nun erfüllen,
der Glanz des Lichtes Dich umhüllen.
Es mag im Kerzenschein, im warmen,
das Glück behutsam Dich umarmen:

…Herzenschein        
 


 
Tal des Herzens
 

Heute wird es sicher regnen,
morgen fällt vielleicht schon Schnee,
doch nach dem Winter kommt der Frühling:
Komm, warmer Wind, und weh’!
 
Wo sich Du und Ich begegnen,
lab’ ich mich am Sonnenstrahl,
wo ringsum die Berge leuchten,
in dem unbekannten Tal.
 
Dort hab’ ich einen Platz gefunden
an meines Herzens tiefstem Grund:
dort heilen alle Wunden, dort schließen wir den Bund.
 
Die Wiese wächst doch nur im Regen,
die Berge glitzern hell im Schnee,
die Blitze schlagen ein im Gipfel,
während ich hier unten steh’.
 
Wenn Sturm und Unwetter sich legen,
dann steige ich den Weg hinan,
und habe ein Stück mitgenommen
vom Ort, der mir so gut getan.
 


Ein verspieltes Spaßgedicht beim zufälligen Blick aus dem Kaffeehausfenster auf ein Wollgeschäft
 

 
Das Wollknäuel
 

Ein Wollknäuel rollt so vor sich hin.
Die Katze trollt sich, sucht den Sinn
in dieser Schnur.
 
's ist keine Maus, und macht doch Spaß,
kennt sich nicht aus, und weiß nicht, was
soll die Dressur.
 
So jagt sie doch, und findet’s besser
zu spielen noch den Mäusefresser
ganz ohne Grund.
 
Miaut vor Glück, Spaß, Spiel, juchhe,
dem Wollestück tut auch nicht weh
der Katzenmund.

 
 
Die Illustration am Ende des Gedichtes stammt nicht von mir.
Urheber dieses Bildes unbekannt.
Falls jemand Rechte daran beansprucht, bitte ich, mich zu kontaktieren.


 

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