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| Nachruf auf meinen Freund Franzi | ||
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Ich erfahre am Telefon, dass mein Freund Franzi Rinner vor zwei Tagen plötzlich verstorben ist. Das ist am 15. Oktober 2003, als er mit 47 Jahren einen Herzinfarkt nicht überlebt hatte. Ich bin total schockiert und will das Unerwartete nicht wahrhaben, stecke ich doch mit Franzi mitten in einem zeitgeschichtlichen Projekt über die Israelitische Kultusgemeinde in Mödling. Er war gerade dabei die Texte fertig zu stellen und ich hatte die Repräsentation im Internet übernommen. Ini kannte Franzi schon seit der Schulzeit, ich schätzte ihn seit vielen Jahren als ein Freund, der mir in meinem Denken und Fühlen tief verbunden war. Geboren und gestorben in Mödling, Nebenerwerbs-Autor & Schreibwerker, arbeitet vor allem in Lyrik, Essay und Prosa, hat schon einige Bücher editiert, an spannenden Kulturprojekten mitgearbeitet, zahlreiche Lesungen abgehalten und bisher bereits Etliches im Internet bewegt. Franzi war Bibliotheksrat der Niederösterreichischen Landesbibliothek, Nebenerwerbs-Autor und Schreibwerker. Lyriker, Essayist, Erzähler, Satiriker, Herausgeber und hat durch seine Mitarbeit an Kulturprojekten und im Internet etliches bewegt. |
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Auch wenn es schon nach Mitternacht war, hatte Franzi für alle ein freundliches "Guten Morgen!" parat. Immer bevor er sein Seitl Bier bestelle, fragte er zur Sicherheit den Barkeeper: "Ist noch Bier da?" Oft hatten wir uns für den späten Abend in unserer Lieblingsbar verabredet und haben dann in unserem verlängerten Wohnzimmer bis weit nach Mitternacht über Gott und die Welt, vor allem aber über Literatur geredet. Schöne Abende, unvergesslich. Inzwischen gibt es auch die Bar nicht mehr. Auch haben wir gemeinsam so manche Satire entwickelt und einige davon
auch aufgeschrieben und sie später in unserer Faschingszeitung
veröffentlicht. Ein Wort gab das andere und wir hatten Lachkrämpfe. |
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Oft und gerne ist er in sein Triest gefahren, einfach so am Freitag mit dem Zug
hin und am
Sonntag zurück.
Dort hat er die Cafés, die Beschaulichkeit, das Schreiben und die Ruhe genossen. |
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| Herausgeber Kurt Jakob | ||
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